Plinius Secundus, (Gaius). Naturalis historiae opus, ab innumeris mendis a Iohanne Caesario vindicatum. Teil I und II (von ?) in 1 Band. 56 nn., 162 num.; 1 nn., num. Bl. 163-329. Mit 3 Holzschnittbordüren. Blindgeprägtes Leder d. Z. (fachmännisch restauriert, Rücken und Schließen erneuert). Köln, Cholinus, 1565.
Schweiger II, 786. Vgl. VD16 P 3547. Nicht bei Adams und Welcome. – Seltene Ausgabe, die erste von Caesarius bearbeitete Ausgabe erschienen 1524 in Köln. Wohl unvollständig, vorliegend Buch I-XI. – Etwas gebräunt, teilweise Feuchtigkeitsränder. Titel mit mehreren Stempeln. Etwa 10 Blätter mit kleiner Hinterlegung in der oberen Ecke.
Rabelais, François. Les oeuvres. Contenant cinq livres de la vie, faicts, & dits heroiques de Gargantua, & de son fils Pantagruel. Plus la Pronostification Pantagrueline, avec l'oracle de la dive Bacbue, & le mot de la bouteille. 3 Teile in 1 Band. Mit 4 wiederholten ornamentalen Holzschnitt-Titelbordüren. 11,5 x 6,5 cm. Leder des 17. Jahrhunderts (etwas berieben) mit ornamentaler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Antwerpen, François Nierg, 1573.
Tchemerzine V, 311. Brunet IV, 1057. Rawles-Screech 67. – Erster Nierg-Druck des unter dem Obertitel "Les Oeuvres" veröffentlichten berühmten Romanzyklus Gargantua und Pantagruel, der Erstdruck erschien in fünf Bänden von 1532 bis 1564. Vorhanden sind alle fünf Bände, die Paginierung gliedert den Druck jedoch in nur drei Teile. Bis auf den Teil IV ist jeder Teil mit einem eigenen Titelblatt ausgestattet (der Teil I beginnt mit dem Haupttitel). "Edition extremement rare, décrite pour la première foit par M. Plan; elle est très bien imprimée, reproduit ligne par l'édition de Peirre Estard. 1571" (Tchemerzine). – Etwas braunfleckig.
Raemon, Florimond de
L'anti-christ et l'anti-papesse. Paris 1599
Los 1180
Zuschlag
200€ (US$ 227)
Raemon, Florimond de. L'anti-christ et l'anti-papesse. 14 nn., 485 num., 17 nn. Bl. Mit Titelkupfer, gestochener Portraittafel (in Pag.) Heinrichs IV. von Thomas de Leu. 23 x 16,5 cm. Flexibles Pergament d. Z. (etwas gewellt, angestaubt und fleckig). Paris, L'Angelier, 1599.
Cioranescu 18809. Balsamo-Simonin 327. – Zweite Ausgabe. Der französische Jurist, ’conseiller du Roy en sa Cour de Parlement de Bourdeaus’, Gegenreformator und Historiker Florimond de Raemon (1540-1601) übt in der vorliegenden Abhandlung zum einen Kritik am "Tractatus de Antichristo" (1576) des Lambert Daneau (1530-1595), einem reformierten Theologen und Professor, zum anderen plädiert er für die Widerlegung der Legende von einer Päpstin namens Johanna, die als Johannes VIII. den Stuhl des heiligen Petrus bekleidete. Letzteres war zu der Zeit und im folgenden Jahrhundert eine ernsthafte Debatte zwischen Katholiken und Protestanten. – Titel und die folgenden Blätter im Rand ergänzend angesetzt. Stellenweise stärker feuchtrandig, vor allem zu Beginn und am Schluss.
Roccha, Petrus
Graecae interrogationes de octo partibus orationis
Los 1183
Zuschlag
190€ (US$ 216)
Roccha, Petrus. Graecae interrogationes de octo partibus orationis, quibus graeco sermone diligens praeceptor quam facillime studiosos discipulos interrogare poterit. 48 Bl. Mit Holzschnitt-Titelvignette. 15 x 9,5 cm. Halbleder des späten 19. Jahrhunderts (etwas berieben) mit goldgeprägtem RTitel. Venedig, J. A. und P. de Nicolinis de Sabio für A. Arrivabene, 1543.
EDIT 16 CNCE 32384. – Erste Ausgabe des kleinen Lehrbuchs des Griechischen. – Anfangs mit kleinerer Wurmspur im weißen Bug. Etwas fleckig, am Schluss stärker betroffen, dort auch mit bräunlichem Feuchtigkeitsrand und hinterlegten Fehlstellen im Bug.
Rößlin, Eucharius
Kreuterbuch, von natürlichem Nutz, und gründtlichem Gebrauch der Kreutter
Los 1184
Zuschlag
400€ (US$ 455)
(Rößlin, Eucharius. Kreuterbuch, von natürlichem Nutz, und gründtlichem Gebrauch der Kreutter). I-XIII, XV-XVIII, XXI-XXIIII, XXIX, XXXI-XXXIIII, XXXVI-XLI, XLIII-XLVII, L-LXI, LXIII-LXIIII, LXVI-LXXXI, LXXXV-LXXXVI, LXXXVIII-XCII, XCIIII-CXXI, CXXIII-CXXVI, CXXVIII, CXXX-CXXXVII, CXXXIX-CLXVI, CLXVIII-CLXXVIII, CLXXXI-CXCII, CXCIIII-CCXI, CCXIII-CCXXIII, CCXXV-CCLIII, CCLV-CCLXIII, 6 nn Bl. Mit zahlreichen teils kolorierten Text-Holzschnitten. 27,5 x 16,5 cm. Pergament d. Z. (stark lädiert und VDeckel fehlt). Frankfurt, Christian Egenolff, 1550.
VD 16, ZV 13332. Benzing 235. Schreiber, Kräuterbücher S. 34 f. Nissen, BBI 1669. – Spätere Ausgabe des reich illustrierten Kräuterbuchs, hier in einem teils kolorierten Exemplar. Die zahlreichen Holzschnitte, z. T. von H. S. Beham stammend, zeigen nicht nur Kräuter und Pflanzen aller Art, sondern auch Tiere sowie vielerlei Gefäße, Destillieröfen, eine Edelsteinschleiferei, eine Badestube etc. Die beiden Titelholzschnitte zeigen eine Alchimistenwerkstatt, eine Apotheke nebst medizinischen Anwendungen etc.
Folgende Foliierung ist vorhanden: A6, B2-6, C1,3-6, D3-7, F1-2,4,6, G5, H5, J2-6, K6, L1,3-4,6, M6, N6, O3, P1-2,4-6, Q1-2,4-6, R6, S6, T6, V6, X1, 3-6, Y2,4-6, Z1-5, a6, b6, c1-2,4-6, d6, e2-4,6, f6, g4, h6, i6, k2-6, l6, m6, n6, o6, p1,3-6, q6, r1-2,4-6, s6, t6, v1, 3-6, x11. – Es fehlen der Titel und zahlreiche Blätter. Teils mit großen, manchmal hinterlegten, Fehlstellen. Etwas braun - und feuchtfleckig sowie mit Randläsuren.
Sammelband
mit drei juristischen Drucken. Frankfurter Rechtsbücher, gedruckt bei den Erben Christian Egenolff
Los 1187
Zuschlag
440€ (US$ 500)
Sammelband mit drei juristischen Drucken, teils illustriert. Frankfurter Rechtsbücher, gedruckt bei den Erben Christian Egenolff. 31,5 x 20,5. Leder d. Z. (Bezug des Vorderdeckels stark lädiert und mit Fehlstellen) über 5 Bünde mit 12 Messingbeschlägen. Titel in Schwarz und Rot. Frankfurt, Erben Christian Egenolff, 1569-1573.
I. Justinianus. Institutiones imperiales. Instituten und underweisung ... in gemeine Teutsche sprach bracht ... Durch J. Göbler ... Jetzt aber ... durch H. Knausten durchauß in schöne frage und antwort verfasset. CCIII (recte 213) S., 3 Bl. Mit 13 Textholzschnitten sowie einem doppelblattgroßen Stammbaum in Hozschnitt. Frankfurt, Christian Egenolffs Erben, 1569. - Erste deutsche Ausgabe mit dem Frage- und Antwortkatalog von Heinrich Knaust. - STC 746. VD16 C 5244. Vgl. Stintzing-Landsberg I, 584, 7 und 565.
II. Justin Gobler. Spiegel Der Rechten Auß Natürlichem, den Beschribnen, Geystlichen, Weltlichen, vnnd andern gebräuchlichen Rechten, Auch gemeynen im Heyligen Reich Teutscher Nation, Constitutionen und Ubungen zugericht. 4, 273 Bl. Frankfurt, Erben Christian Egenolff, 1573. - VD16 G 2317.
III. Statutenbuch, Gesatz, Ordnungen und Gebrauch, Keyserlicher, Allgemeyner, und etlicher Besonderer Landt und Stett Rechten. Jetzung auffs new und zum vierdten mal revidirt, gebessert und uber vorige Edition gemehrt. 4 Bl., 161 S., 1 Bl. Mit Titel- u. 18 Textholzschnitten.Frankfurt, Lechler für Egenolff Erben, 1572. - VD16 D 713. – Papierbedingt gebräunt, etwas fleckig.
(Schildo, Eustachius). Spielteufel. Ein Gemein Ausschreiben, von der Spieler Brüderschafft und Orden, sampt jren Stifftern, guten Wercken und Ablas. Mit einer kurtzen angehengter Erklerunge, nützlich und lustig zu lesen. 51 Bl. Titel in Schwarz und Rot. 14,5 x 9 cm. Neuerer Pappband (berieben) mit goldgeprägtem RSchild. Oberursel, Nicolaus Heinrich d. Ä., 1561.
VD16 S 2855. – Vierter Druck des zuerst 1557 in Frankfurt an der Oder bei Johann Eichhorn erschienenen Spielteufel des Kirchhainer lutherischen Kantors Eustachius Schilde. "Dieser mehrfach aufgelegte Prosatractat, der 1569 in das Theatrum diabolorum aufgenommen wurde, gehört durchaus in den Rahmen der damaligen Teufellitteratur hinein: in breiter Predigt, deren Sprache deutlichen Einfluß Luther's zeigt, wird ausgeführt, wie der Spielteufel eine ganze Legion anderer Teufel, sogar den Mordteufel, im Gefolge habe, wie der Spieler alle zehn heiligen Gebote durch sein Laster übertrete, wie schon die vier Farben der Karten den Verständigen warnen müßten. Origineller klingt die Einleitung: die Schrift beginnt mit einem Ausschreiben der Spitzbuben, Dopler und aller Spielbrüder, in dem sie im Namen ihres Abgotts, des Spielteufels, zum Eintritt in ihre Brüderschaft einladen, ihre guten Werke und ihres Gottes Ablaß rühmen, alles natürlich ironisch" (ADB XXXI, 209). – Etwas braunfleckig, sonst wohlerhalten.
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