Huyn, Grafen und Gräfin von
Wappenstammbaum der Gräfin Aloisia, Josepha Johanna Hrzan von Harras. Deutsche Handschrift auf Pergament
Los 1050
Zuschlag
120€ (US$ 136)
Huyn, Grafen und Gräfin von Ogilvy. Wappenstammbaum der Grafen von Huyn. Urkunde in deutscher Handschrift auf Papier. Mit 31 farbigen Wappenmalereien in einem Blättergeäst. Ca. 53 x 75 cm. Unter Glas in teilvergoldeter Holzprofilleiste gerahmt. Böhmen (Prag) 1800.
Stammbaum der ursprünglich aus dem flämischen (heutigen belgischen) Teil der Niederlande stammenden böhmischen Zweiges der Familie Huyn, derer viele nach Ungarn und Böhmen auswanderten, meist um in kaiserliche Heeresdienste zu treten und sich hiermit ihre Genealogie als Darstellung eines prächtigen Arbor Consanguinitatis urkundlich bezeugen lassen:
"Daß obstehende Ahnen sowohl väter- als mütterlicherseits des Probanten und Probantin: Maria Henrika Theresia Eleonora, Vinzenz Ladislaus Georg Anselm Hugo Grafen und Gräfin von Huyn derselbenStammfolge, Wappen Schild und Helm in Farben und Stellung auch in der Filiation oder Deszendenz ihre vollkommene Richtigkeit habe, annebst alle obbenannten Familien eines alt adelingen Herkomens seyn, ein solches ist Uns zum Theil wohl bekannt, und aus den Uns vorgezeigten authentischen Dokumenten des Näheren erwiesen worden, welch alles wir hiemit sub fide nobili und an Eidesstatt zur Steuer der Wahrheit bezeugen. So geschehen in Prag im Königreiche Böhmen den 29. Januar 1872. Graf Clemens Zedtwitz. K.k. Lehnsvasall und Komthur des Franz Josef Ordens." – Auf gebräuntem Kartonpapier, etwas knittrig und mit Einrissen, Roll- und Knitterspuren. Unten mit Wertmarke und Stempel sowie hs. Beglaubigung, u. a. von Georg Christian Fürst von Lobkowitz, Albrecht Graf von Kaunitz, Franz Graf Boos von Waldeck etc. Hübsche, detaillierte Wappenmalereien.
Herzan von Harasov
Wappenstammbaum der Gräfin Aloisia, Josepha Johanna Hrzan von Harras. Deutsche Handschrift auf Pergament
Los 1051
Zuschlag
260€ (US$ 295)
Herzan von Harasov. Wappenstammbaum der Gräfin Aloisia, Josepha Johanna Herzan von Harras. Urkunde in deutscher Handschrift auf Pergament. Mit 31 Wappenmalereien in Gold und Farben in einem Blättergeäst und vier Beglaubigungsunterschriften. 57 x 76 cm (ohne Plica). Unter Glas in teilversilberter Holzprofilleiste gerahmt, mit 4 angehängten roten Wachssiegeln an Seidenkordeln in gedreckselten Hartholzkapseln (lediglich 1 von 4 Deckeln fehlen), unten aus dem Rahmen hängend. Prag 1842.
Prachtvolle Urkunde zur Beglaubigung des Arbor Consanguinitatis der Gräfin Aloisia Herzan von Harasov (Herzan von Harras) aus dem tschechischen Adelsgeschlecht, die als herrschaftliche Familie zum böhmischen Uradel gezählt wurde. Die Gräfin der Mitte des 19. Jahrhunderts ließ den Stammbaum bis in die vierte Generation wohl zur Rechtfertigung ihres Adelstitels darstellen. Die Familie lässt sich bis ins Ende des 14. Jahrhunderts zurückverfolgen, ihr Stammsitz war die Burg Harasov bei Kokorschin.
"Wir Endesgefertigte urkunden und erklären hiemit bei Unseren adelichen Ehren und Würden der Wahrheit gemäß, daß die hier oben dargestellte Abstammung der Frau Aloisia, Josepha, Johanna Nepom. Fanciska Gräfin Hrzan von Harras vermählten Gräfin von Morzin von Ihren 16 uralten ritterbürtig-Stiftsmäßigen Ahnen ihre vollkommene Richtigkeit habe, und daß die bei denenselben aufgestellten Geschlechts-Wappen in Farben, Schild-Helm- und Zierden genau seyn, und nicht anders seyn, als sie von diesen sämmtlichen Geschlechtern geführt worden, und werden, welch alles Uns nach Unserm eigenen guten Wissen selbst bekannt, auch durch die Uns vorgelegten glaubwürdigen Urkunden und Nachweisungen vollkommen bestätiget worden ist; wesswegen Wir keinen Anstand nehmen, dieses Zeugnis in fidem publicam auszustellen und mit Unseren Hand- Unterschriften und beigedrückten Siegeln zu bewähren. So geschehen Prag den 25ten April 1842" 57 x 76 cm (ohne Plica). – Mit zwei Approbationsstempeln oben, dreifache Knickspuren, kaum Bräunungen, insgesamt sehr gut erhalten.
Ogilvy, Karl Joseph
Wappenstammbaum des Grafen "Carolus Iosephus Comes d. Ogilvü". Deutsche Handschrift auf Pergament
Los 1052
Zuschlag
240€ (US$ 273)
Ogilvy, Karl Joseph. Wappenstammbaum des Grafen "Carolus Iosephus Comes d. Ogilvü", einer schottisch-böhmischen Adelsfamilie. Urkunde in deutscher Handschrift auf Pergament. Mit 31 Wappenmalereien in Gold und Farben in einem Blättergeäst. Ca. 57 x 76 cm. Unter Glas in teilvergoldeter Holzprofilleiste gerahmt. Böhmen (Prag) 1842.
Sehr dekorativer Stammbaum, der als Lorbeer aus einem Erdhügel unten mittig herauswächst und kleine rote Fruchtkknollen ausbildet, zwischen deren Geäst die Wappen der einzelnen Grafen und Gräfinnen, jeweils mit dem Namen in Veralien auf einer hübsch gemalten Tabula dargestellt sind. Das Grafengeschlecht von Ogilvy stammt urprünglich aus Schottland, wanderte jedoch schon im 17. Jahrhundert auf das europäische Festland aus, um sich vor allem in Böhmen in den Dienst der kaiserlichen Truppen zu verdingen, um der wachsenden Armut auf der Insel zu entgehen. Tatsächlich hatten die sich nunmehr latinisierend "Ogilvius" oder böhmisch-tschechisch-ungarisch "Ogilvü" nennenden Grafen vielfach Erfolge und stiegen zu kaiserlichen Lieutenants, Oberstlieutenants und Generälen auf, die sich u. a. bei der Verteidigung des Brünner Spielbergs im Jahr 1645 auszeichneten.
Der hier seinen Stammbaum vorlegende Spross war der kaiserliche Kämmerer Karl Joseph (gest. 14. März 1755) "Carolus Iosephus Comes d'Ogylvii", dessen Wappenschild den roten Flammenlöwen mit kaiserlicher Krone trägt, gehalten von zwei schwarzen steigenden Stieren mit Rubin-Diadem als Halsbänder. Oben als Helmschmuck die zarte Jungfrau als entzückende Miniatur, die den goldenen Rost mit Spitzpfeilen trägt. – Ohne die Plica, die möglicherweise abgeschnitten wurde. Die Ränder etwas fleckig und mit Montagespuren, die Wappen in prachtvoller Farbigkeit, hier und da mit etwas Oberrlächenabrieb, sonst sehr schön.
Von der Fütterung der Pferde
Deutsche Handschrift auf Papier. Deutschland zweite Hälfte 19. Jahrhundert
Los 1055
Zuschlag
500€ (US$ 568)
Finnische Pferde futtern Fisch und Fleisch
"Von der Fütterung der Pferde". Deutsche Handschrift auf Papier. 33 nn., 121 w. Bl. mit 66 beschriebenen Seiten. 15-21 Zeilen. Schrift: Deutsche Kurrentschrift. Format: 18 x 11 cm. Etwas späterer Pappband mit aufmontierten Marmorpapierspiegeln (minimal berieben) mit 7 RGoldfileten. Deutschland zweite Hälfte 19. Jahrhundert.
Die vorliegende, saubere Handschrift widmet sich dem Thema der Pferdefütterung in detaillierter Weise. Die Abhandlung beginnt mit den einleitenden Zeilen: "Alle Nahrungen, die das Pferd genießt, sind aus dem Pflanzenreiche, und nur der größte Hunger, oder ein kranker Zustand kann sie antreiben, getrocknete Fische, wie z. B. in Lappland, oder Fleisch zu fressen, von welchem die Naturgeschichte dieser Thiere nur einzelne Beispiele aufstellt." Ferner werden viele verschiedene Futtermittel, darunter gelbe Möhren, Erbsen, Weizenstroh, Hafer- und Gerstenstroh sowie Roggenstroh, beschrieben und erörtert. – Kaum stockfleckig. Papierbedingt gering gebräunt.
Schnemacher, B.
Veterinärmedizinisches Vorlesungsskript. Spezielle Chirurgie und Krankheiten des Pferdes
Los 1056
Zuschlag
260€ (US$ 295)
Schnemacher, B. Veterinärmedizinisches Vorlesungsskript. "Spezielle Chirurgie nach Prof. Laumann". 226 num. Bl., davon 10 Bl. vacat. 22-28 Zeilen. Mit schwarzbrauner Feder in Kurrent-Kursiva. Schriftraum: Ca. 17 x 13,5 cm. Format: 21 x 16,5 cm. Halbleinen d. Z. (Kapitale bestoßen, stärker berieben). Süddeutschland, wohl München 1881-1883.
Die vorliegende Vorlesungs-Abschrift dokumentiert verschiedene Krankheitsbilder des Pferdes, zum Teil auch aus chirurgischer Perspektive und theoretischen Ausführungen zu Verletzungen, Entzündungen und Erkrankungen innerer Organe. So wird etwa auf die "Erkrankungen der Schilddrüse" eingegangen oder der "Bruch der Rippe" beschrieben. Der Bereich der Gliedmaßenverletzungen ist unter anderem durch die Ausführungen zu "Wunden am Carpalgelenk" vertreten. Auch Frakturen im Kopfbereich in einem Abschnitt über die "Fraktur des Unterkieferbeines" thematisiert. Entzündliche Prozesse finden sich im Kapitel über die "Chronische Entzündung der Speicheldrüsen", während schwerwiegende Verletzungen der Halswirbelsäule unter "Genickbrüche u. Genickfistel" behandelt werden.
Ein Anhang enthält eine "Tabelle über das Hinken des Pferdes" nach Professor Schreiber (München), die eine sehr ausführliche Übersicht verschiedener Lahmheitsformen bietet. – Gelegentlich leicht stock- und braunfleckig, meist nur im Rand, am Schluss stärker stockfleckig. Papier gleichmäßig gebräunt. Durchgängig mit rotem Buntstift paginiert von späterer Hand. Sehr gut lesbare Handschrift.
Philipp von Cleve. Volgt vom krieg uff dem meer. Deutsche kalligraphische Handschrift auf Papier. 38 nn. Bl. 25 Zeilen. Schrift: Gotica rotunda moderna. Schriftraum: 14,8 x 9,4 cm. Format: 20,5 x 14,8 cm. Mit großer farbiger Titelvignette, 20 4-zeiligen szenischen Initialen in Gold und Farben sowie 8 Textillustrationen in farbiger Gouache und Aquarell, teils gold- und silbergehöht. Heidelberg, 1960.
Wohl von seiner Studentenschaft gewidmetes, in kalligraphischer Gotica-Handschrift im Stil der spätmittelalterlichen Buchkunst geschriebenes und mit hübschen Vignetten und Illustrationen verziertes Buchgeschenk: "Dem verehrten Lehrer Prof. Dr. Gerhard Eis als Zeichen der Dankbarkeit zum 9. März 1968" (letzte Bl.). Professor Eis (1908-1982) dankte, indem er das Werk seiner Sammlung einverleibte.
"Der Text, (dem Cod. germ. Monac. 1682 zugrunde liegt) wurde kopiert aus der Dissertation von Peter Renner: Das Kriegsbuch Herzog Philipps von Cleve. Untersuchungen mit besonderer Berücksichtigung und kritischer Ausgabe des Buchs vom Krieg zu Wasser nach den Handschriften. Heidelberg 1960". – Provenienz: Sammlung Prof. Dr. Gerhard Eis, Heidelberg, Hs. 81.
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