153050

Lose pro Seite


Jujia bì bèi bù qiú rén
Essentielles Alltagswissen. Chinesisches Blockbuch
Los 1695

Zuschlag
200€ (US$ 230)

Details

Jujia bì bèi bù qiú rén (sinice: Essentielles Alltagswissen. Unersetzlich fürs tägliche Leben, erspart fremde Hilfe). Chinesisches Blockbuch mit 85 Doppelblätter mit Text und sehr zahlreichen, teils ganzseitigen Holzschnitt-Illustrationen. 21 x 13,5 cm. Blockbuchbindung mit senfgelber OBroschur (kl. Eckknick und mit alter Sepiamarginalie) mit Deckeltitel. In europäischer Leinenkassett um 1850 (diese an den Ecken bestoßen, gering berieben) mit RVergoldung. China Qing-Dynastie um 1800.
Ein Nachschlagewerk für den Hausgebrauch von Archivar Chang. Das Werk behandelt Themen wie Astronomie, Sagen, Geschichte, Wahrsagerei, Religion, Literatur wie ein kleines Lexikon, das umfassendes und breitgefächertes Wissen vereint. – Am Schnitt gering stockfleckig, Titelblatt beinahe gelöst, insgesamt innen sehr gut erhalten.

Mandala
Buddhistisches Meditationsbild. Schwarzgrundmalerei in Gold und Farben auf Gaze
Los 1696

Zuschlag
200€ (US$ 230)

Details

Mandala. Buddhistisches Meditationsbild. Schwarzgrundmalerei in Gold und Farben auf Gaze. 36,5 x 39,5 cm. Wohl Südtibet oder Nepal 19. Jahrhundert.
Sehr dekoratives, äußerst fein gemaltes Mandala, ein buddhistisches Meditationsbild, das in konzentrischen Kreissphären angelegt ist, herum um den allerheiligsten Mittelpunkt, den Bindu, ein zentraler Kreis, in dem die Figur Siddhartha Gautama als Buddha erscheint. Bindu ist der mythische Berg als Mittelpunkt des buddhistischen Universums, um den sich die Weltenlandschaften anordnen. In den Zwickeln weitere szenische Darstellungen. – Kaum abgerieben, wenig wellig, sehr gut erhalten.

Indopersische Miniaturen
Dromedare. 2 Deckfarbenmalereien
Los 1697

Zuschlag
260€ (US$ 299)

Details

Indopersische Miniaturen. Ein Dromedar nach rechts, zusammengesetzt aus nackten Menschenleibern [und:] ein Dromedar nach links, zusammengesetzt aus Musikanten und verschiedenen Tieren, auf seinem Höcker eine Sänfte mit einer Harfenspielerin. 2 Deckfarbenmalereien. Je ca. 27 x 16 cm (Blattgröße). Unter Passepartout. 39,5 x 28 cm. 19. Jahrhundert.
Beide Miniaturen stammen aus demselben Manuskript und sind jeweils von arabischem Text begleitet, der über der Darstellung als auch auf der Rückseite zu finden ist. Die fein ausgeführten Malereien bestechen durch ihre lebendige und intensive Farbgebung. – Im Rand geringfügig fleckig und mit Heftspuren. Eines im weißen Rand mit zwei kleinen Löchlein, sonst gut erhalten. Die Farben überaus frisch.

Lot 1698, Auction  124, Firdousi, Abu l-Qasim, Shah-Name. Indopersische Miniaturen, 6 erotische

Firdousi, Abu l-Qasim
Shah-Name. Indopersische Miniaturen, 6 erotische
Los 1698

Zuschlag
300€ (US$ 345)

Details

Firdousi, Abu l-Qasim. Shah-Name. 19 Blätter mit indopersischen Miniaturen auf altem handschriftlichen Papier, in Gold und Farben, darunter 6 erotische Miniaturen. Zwischen 8 x 7 und 25 x 14 cm. Persien 19.-20. Jahrhundert.
Hübsche Miniatur-Illuminationen, meist mit Szenen aus dem persischen Epos des Firdousi. Der persische Dichter Abu l-Qasim Firdausi (940-1020) schuf mit seinem monumentalen, etwa 60.000 Verse umfassenden Epos "Schahname", dem "Buch der Könige", das Nationalepos der persischsprachigen Welt und damit das weltgrößte Epos eines Einzeldichters überhaupt. Es wurde - und wird - in zahlreichen Handschriften und Drucken überliefert. Die einzelnen Szenen boten eine unendliche Möglichkeit zur Illustration.

Unter den zahlreichen Themen finden sich eindrucksvolle Darstellungen von Reiterschlachten dem Ausritt aus dem Mogulpalast, mit der Durchquerung eines reißenden Flusses, wilden Kämpfen in der Steppe, aber auch reizvolle Jagddarstellungen: auf Enten und Gazellen. Eine bemerkenswerte Miniatur zeigt eine grausame Tigerjagd, bei der nicht nur die Tiere, sondern auch die Menschen schwere Verletzungen erleiden.
Von besonderem Reiz sind die teils großformatigen Turnierdarstellungen und die vielen höfischen Szenen. Dazu gehören auch sechs Blätter mit erotischen Miniaturen, expliziten Szenen des genussvollen Liebensspiels auf den Palastterrassen sowie unter Zelten in der freien Natur. – Teils über die Schrift gemalte Miniaturen. Papier teils gebräunt und mit nur leichten Braunflecken, Wurmlöchlein, Fehlstellen (seltener in den Darstellungen), einige unschöne Filmklebungen, Randläsuren und allgemeinen Gebrauchsspuren. Umfangreiches, dekoratives Konvolut.

Lot 1699, Auction  124, Kricket-Spiel, Indopersische Malerei auf Papier in Gouache-Farben

Kricket-Spiel
Indopersische Malerei auf Papier in Gouache-Farben
Los 1699

Zuschlag
120€ (US$ 138)

Details

Polo-Spiel. Indopersische Malerei auf Papier in Gouache-Farben. Ca. 17 x 14 cm. Unter Glas in Holzprofilleiste (mit Abplatzungen) - [Und:] Dasselbe. Gedruckte Indopersische Miniatur auf Seide in Gold und Farben. Ca. 30 x 19 cm. Mit Passepartout unter Glas in mehrfach profilierter, vergoldeter Holzrahmenleiste. 42,5 x 29,5 cm. Indopersischer Raum 19.-20. Jahrhundert.
Ganz in der Tradition der indopersischen Miniaturhandschriften gehaltene Darstellung des Polospiels mit drei bzw. fünf Spielern auf Pferden, teils mit Zuschauern. Es war der Sultan von Delhi,
Qutubuddin Aibak (Regierungszeit zwischen 1206 und 1210), der den frühen Polosport in Indien eingeführt hatte, bis er vom Pferde fiel und sich Knauf seines Sattels tödich aufgespießte. Kaiser Akbar führte dann ein offizielles Regelwerk für Polo ein, das sich in ganz Indien ausbreitete und dann auch in Europa, vor allem in England - und dort unter dem Namen Kricket auch ohne Pferde höchst beliebt wurde. – Das Handschriftenblatt teils etwas stärker fleckig, mit Randausbrüchen, Löchlein und Läsuren, die Malerei wie üblich teils über dem handschriftlichen Text. Das Seidenblatt sehr dekorativ, kaum fleckig oder mit Gebrauchsspuren.

Firdousi, Abu l-Qasim
Schahnameh. Persische Miniaturenhandschrift. Farsi im Nasta’liq-Duktus auf festem Schöpfpapier
Los 1700

Zuschlag
700€ (US$ 805)

Details

Firdousi, Abu l-Qasim. Schahnameh. Persische Miniaturenhandschrift. Farsi im Nasta’liq-Duktus auf festem Schöpfpapier. 5 Spalten in Registerlineament zu 27-28 Zeilen. 70 nn. Bl. Mit 30 Miniaturen in Gold und Farben. 39 x 27,5 cm. Flexibler Pergamentumschlag d. Z. (mit ergänztem Leinenrücken). Persien (wohl Teheran) 1237 (d. i. 1822).
Umfangreiche, vollständige Handschrift wohl mit einer Episode aus dem "Schahname", dem "Buch der Könige" mit 30 vielfigurigen-szenischen Miniaturen in Gold und Farben, die bis zu 27 x 21 cm messen und das Leben am Hofe, die Jagdpartien, Reiterkämpfe, Krönungszeremonien und alle möglichen Lustbarkeiten in den Palästen und Gärten zeigen.

Der persische Dichter Abu l-Qasim Firdausi (940-1020) schuf mit seinem monumentalen, etwa 60.000 Verse umfassenden Epos "Schahname", dem "Buch der Könige", das Nationalepos der persischsprachigen Welt und damit das weltgrößte Epos eines Einzeldichters überhaupt. Es wurde - und wird - in zahlreichen Handschriften und Drucken überliefert. Die einzelnen Szenen boten eine unendliche Möglichkeit zur Illustration. – Nur hier und da wenige winzige Gebrauchsspuren, insgesamt papierbedingt etwas gebräunt und gedunkelt, aber die Schrift allenthalben sehr gut erhalten, die Miniaturen in ebenso minutiöser wie leuchtender Farbigkeit mit schimmernder Pinselgoldhöhung, teils mit etwas Farbabrieb und Oberflächenbeschabung, meist aber sehr schön.

Alexanderschlacht
Die Schlacht an den persischen Toren mit dem Brand des Palastes
Los 1701

Zuschlag
3.200€ (US$ 3,678)

Details

Große indopersische Darstellung einer Weltenschlacht
Alexanderschlacht. Die Schlacht an den persischen Toren mit dem Brand des Palastes von Dareios III. Indopersische Miniatur auf Karton in Gold und Farben. Darstellungsgröße 69 x 46 cm. Kartongröße 76 x 54 cm. Mit doppelstufigem, braun bezogenem Leinenpassepartout unter Glas in mit flächigem Blattgold vergoldeter Holzprofilleiste gerahmt. Indopersischer Raum Ende 18. oder Anfang 19. Jahrhundert.
Besonders großformatige, bemerkenswert feine Darstellung einer großen Schlacht, möglicherweise einer indo-persischen Version der das europäisch-asiatische Schicksal entscheidenden Schlacht zwischen Dareios III. und Dhul-Qarnayn bzw. Iskender, der in der westlichen Welt als der Makedonier Alexander der Große bekannt wurde, der in mehreren Schlachten die Perser zurückdrängte. Im Jahre 330 stand er mit seinen Truppen vor Persepolis, wo die sog. "Schlacht an den persischen Toren" stattfand. Möglicherweise wird das auf der großen, außergewöhnlich fein gemalten Tafel dargestellt.

Links rückt das große persische Heer mit erhobenen Speeren und mit zwei großen Elefanten als Kampfläufer an, dem sich die Heere mit roten und schwarzen Flaggen von rechts entgegenstellen, während im Hintergrund am Ende einer gewaltigen Treppe das Palastportal öffnet, durch das die Makedonier schon eingedrungen sind. Tote Palastgarden in goldenen Rüstungen liegen verstreut herum, während ein weißer Turbanträger mit einer großen Fanfare zum Einzug bläst. Aus dem Palast von Persepolis steigen schon Feuerzungen und Rauchschwaden auf.

In Bildaufbau und Anlage der sich in Wellen verbreitenden synoptischen Schlachtenszenen erinnert die Komposition an die großen historischen Schlachtendarstellungen der Renaissance, wie sie etwa von Herzog Wilhelm IV. von Bayern für seine Galerie in der Münchner Residenz in Auftrag gegeben wurde und deren berühmteste Darstellung Albrecht Altdorfers "Alexanderschlacht" ist. Tatsächlich sind Ähnlichkeiten auszumachen, etwa in der Isokephalie der Truppen sowie der Ausrichtung ihrer Speere, der Darstellung der Schilde oder der rahmenden Bäume. Auch die äußerste Feinheit, mit der das Gemälde ausgeführt wurde, lässt den Betrachter kaum weniger staunen. So sind beispielsweise die meisten Gesichter der Kämpfenden äußerst vielfältig und keineswegs stereotyp dargestellt worden.

Viele der Gewänder sind in flächigem Pinselgold gehalten und mit phantasievollen Mustern, Blumen und farbigen Ornamenten geziert, im Mittelgrund treiben gruselige Gerippe in einem sumpfigen Flussbett, während schwere, dräuende Gewitterwolkenbänder den Blick auf weitere Schlachtszenen in der weiten Ebene im Hintergrund freigeben. – Im Goldornamentrahmen etwas gebräunt, leicht fleckig, beschabt und beriebern, aber kaum Farbabplatzungen, insgesamt bemerkenswert schön erhalten. Nicht ausgerahmt, Versand nur ohne den prachtvollen Rahmen.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge