Artist Index: Wedel, Georg Wolfgang


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Los 246Wedel, Georg Wolfgang
Opiologia ad mentem Academiae Naturae Curiosorum

Auktion 128

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Wedel, Georg Wolfgang. Opiologia ad mentem Academiae Naturae Curiosorum. 8 Bl., 170 S., 10 Bl.; 20 x 15 cm. Moderner Lederband (Rücken verblichen, fleckig) mit RTitel. Jena, Johannes Bielk, 1682.
VD17 23:643665F. Ebendort 1682. Ferchl S. 570. – Frühe und seltene Ausgabe über den Gebrauch und Nutzen des Opiums. Die Titelvignette zeigt einen Türken bei der Opiumernte. – Papierbedingt gebräunt, braunfleckig, knickspurig und mit Randläsuren. – Beigebunden: Michael Ettmüller. De virtute opii diaphoretica dissertatio. 1 Bl., 328 S., 4 Bl. Leipzig und Jena, Johannes Bielk, 1682. - VD17 12:166684V. Erste Ausgabe.

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Los 469Wedel, Georg Wolfgang
Introdvctio in alchimiam

Auktion 128

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Wedel, Georg Wolfgang. Introdvctio in alchimiam. 2 Bl., 60 S. Mit großer Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 19,5 x 16,5 cm. Neuer Pappband (Einband mit Folie bezogen). Jena, Christoph Krebs für Johannes Bielki, 1706.
VD 18 11639571. Ferguson II, 535. Bolton 1065. Hirsch-Hübotter V, 875. ADB XLI, 408. Neu 4299. Wellcome V, 400. Vgl. Giese-Hagen, Geschichte der mediz. Fakultät Jena 174ff. – Titelauflage der ersten Ausgabe von 1705, eine deutsche Übersetzung ist erst 1724 mit dem Titel "Einleitung zur Alchemie" erschienen. Wedel (1645-1721) "gehört zu den wichtigeren Zeugen für die Alchemie, indem er, wie Helvetius, aus einem Zweifler zum Bekenner ward" (Schmieder: Alchemie S. 452). Er behandelt u.a. Einwände gegen die Alchemie, Grundlagen und Experimente dieser Kunst, alchemistische Schriftsteller, Requisiten, vegetabilische, animalische und mineralische Stoffe, Vor- und Nacharbeiten, Geräte sowie Missbrauch der Alchemie. S. 59 und 60 enthalten "Tabula Smaragdina Hermetis Trismegisti Incerto interprete". "Wedel stood midway between medieval and modern world views, defending astrology and alchemy and championing iatrochemistry. He was a remarkably prolific author, but it was primarily by teaching at one of Germany's largest universities that he influenced a whole generation of physicians, including Hoffmann and Stahl." (DSB XIV, S. 212). – Sauberes und breitrandiges Exemplar des seltenen Werkes.

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Los 1016Wedel, Georg Wolfgang
Collegium casuale practicum. Deutsche Handschrift auf Papier

Auktion 128

Schätzung
800€ (US$ 920)

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Bis dato unbekannte, unveröffentlichte Mitschrift einer Fallsammlung des Jenaer Mediziners Georg Wedel
Wedel, Georg Wolfgang. "Collegium casuale practicum. Noo: 1 [und:] No: 2". Lateinische und deutsche Handschrift von zwei Händen auf Papier. 2 Teile in 1 Band. 20,8 x 17 cm. Lagen über Bünden, ohne Einband. Möglicherweise Jena 1696.
Bei dieser Handschrift handelt es sich möglicherweise um eine Fallsammlung, die auf Vorlesungen des bekannten Jenaer Mediziners u. Chemikers G. W. Wedel (1645-1721) beruht. - Teil 1 beginnt mit einer kurzen Vorrede "A Jove Principium. / Dictum hoc m. ad Medicum spectat, si qvidem in curationibus suis se vult felicem. Praeces a. Medico dicatas vid: ap: Mart: Rulandium in curationibus it: ap: Gregor: Horstium Formula talis ee [?] posset." Er enthält 24 Casus, die folgendermaßen aufgebaut sind: Nach der Krankengeschichte, die auch auf schriftlichen Mitteilungen des oder der Kranken beruhen kann, folgt eine "Responsio", an die sich Rezepturen mit Angabe der Inhaltsstoffe u. Hinweisen zur Anwendung anschließen. Manche Casu enthalten mehrere Krankengeschichten, so dass insgesamt mehr Fälle als Casu beschrieben werden. Auffällig an diesem Teil ist der vermehrt auftretende Hinweis auf das Werk "Opera medico-chirurgica ... omnia" von Johann Michaelis (1606-1667; erschienen Nürnberg 1688). Einige Responsii auch als "Methodus s. cura Wedelii", "Curatio Wedelii" oder ähnlich bezeichnet. - Das Inhaltsverzeichnis listet u. a. auf: Foemina ischuria laborans à Calculo, Epilepsia infantilis, Vertigo, Varioli & morbilli, Arthritis, Lues, Puerpera doloribus post partem, Dysenteria, De Fluore albo, De passione hysterica, De convulsione colli. - Teil 2 enthält 35 casus, scheint aber nicht komplett zu sein (Heftstreifen ragen über den Buchblock hinaus). Dieser Teil geht nicht mehr auf Michaelis' Werk ein, ist aber identisch aufgebaut (u. wesentlich besser lesbar). Mit z. B. folgenden Krankheiten: Colica ex cardialia, De Mania, Semiparalysis, Insultus Epilepticus, Asthma Hypochondriaco, Lues venera in infante, Scorbutus Oris, Passio Hysteriaca, Variolae, Vertigo, Melancholia Hypochondria sowie Passio Hyster. c. Fluore albo. - Ein vergleichbares Werk Wedels (allerdings nur in Latein) ist das "Compendium Praxeos Clinicae Exemplaris" (Jena 1706 u. 1707), das bei kurzer Durchsicht jedoch keine identischen Fälle oder Rezepte enthält. - "Wir entnehmen den ... Vorlesungen, daß Wedel letzten Endes ein Mediziner war, der von Galenischen Schriften ausgehend immer die Praxis und eigene Erfahrung betonte und die chemiatrischen Lehren in Jena maßvoll vertreten hat. Er war ein ausgezeichneter Pharmazeut, der die zahlreichen Medikamente, mochten sie einfach oder zusammengesetzt sein, genau kannte, auch in ihrer Gefährlichkeit, und immer das Wohl seiner Patienten im Auge hatte." (Giese/von Hagen S. 177). - Papier: Mit Wasserzeichen eines waagerecht dreigeteilten Wappenschildes ohne Belegung; mit Helmzier (nicht nachgewiesen in www.wasserzeichen-online.de). - Vgl. DSB 14, S. 212f., ADB XLI, S. 408, Hirsch-Hübotter V, S. 875 u. Giese-von Hagen, Geschichte der medizin. Fakultät Jena, S. 174ff. - In den durch die ThULB digitalisierten Vorlesungsverzeichnungen der Uni Jena der entsprechenden Jahre findet sich kein offensichtlicher Hinweis auf ein "Collegium casuale" Wedels. - Zustand: – Die erste Lage lose, leicht gebräunt, vor allem an den Rändern, Tinte teils etwas durchschlagend, einige Durchschussblätter nicht komplett, teilweise mit Blei- u. Buntstiftkritzeleien (vor allem auf den leeren Blättern). In Teil 2 fehlt eine Lage mit den Casu 9 bis 12 sowie der Schluß. Teil 1 bis S. 12 mit kleiner werdenden Braunflecken. Gebrauchsspuren, Flecken, Ausrisse, durchschossen. Teil 1: Das erste Blatt mit durch Wurmfraß beschädigtem Eintrag: "G. W. W. / Casuale Aoo 1696 / C [?] Noo: 1." Es folgen ein leeres Blatt, 122 S., 2 Bl. mit Index (recto Bl. 1) u. "Tabula de methodo consultandi epistolari renunciatoria." (verso Bl. 1 u. Bl. 2 r u. v). - Teil 2: Titelblatt: Collegium Casuale / Practicum. W. No: 2." 40 nicht nummerierte Blatt (von ?).

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