Artist Index: Volkamer, Johann Christoph


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Los 306Volkamer, Johann Christoph
Continuation der Nürnbergischen Hesperidum

Auktion 128

Zuschlag
7.000€ (US$ 8,046)

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(Volkamer, Johann Christoph. Continuation der Nürnbergischen Hesperidum, Oder: Fernere gründliche Beschreibung der Edlen Citronat- Citronen- und Pomeranzen-Früchte ... Benebenst einem Anhang von etlichen raren und fremden Gewächsen, als der Ananas, des Palm-Baums, der Coccus-Nüsse, der Baum-Wolle). Teil II (von 2). 6 (von 21) nn., 239 (recte 243) num., 2 nn. Bl. Mit 4 (von 7) gestochenen Vignetten und 131 (von 134; 13 doppelbalttgroßen, 3 gefalteten) Kupfertafeln. 35 x 22 cm. Halbleder d. Z. (Block vom Einband gelöst, berieben). (Nürnberg, Sohn und Erben Endter, 1714).
Nissen 2078. Hunt 420. Pritzel 9849. Ornamentstichsammlung 3324. Lanckoronska-Oehler I, 43. Vgl. Plesch 789. – Erste Ausgabe der berühmten Monographie über Zitrusfrüchte von dem Nürnberger Botaniker, Kaufmann, Fabrikanten und Verleger Johann Christoph Volkamer (1644-1720) - eines der schönsten Kupferstichwerke des Barock. Vorhanden ist der zweite Teil des 1708 erschienenen Hauptwerks.
Die prachtvollen Kupfertafeln zeigen neben einigen allegorischen Darstellungen überwiegend Zitrusfrüchte sowie verschiedene seltene Pflanzen, zumeist in Verbindung mit sehr schönen Garten-, Schloss- und Stadtansichten aus Italien.
"Durch den Messinghandel und den Besitz einer Seidenfabrik in Rovereto, die bereits sein Großvater gegründet hatte, konnte sich Volkamer infolge der hohen Einkünfte ganz und gar seinen Neigungen und botanisch-wissenschaftlichen Studien widmen. Diese galten in erster Linie seinem Garten in Gostenhof, ohne den sein umfassendes Werk über die Hesperides nicht denkbar gewesen wäre. Unter seiner Anleitung erreichte er die höchste Blüte. Durch Zukäufe von 1693 bis 1702 gelang es ihm, das Gelände fast um das Doppelte seines bisherigen Umfangs zu erweitern. Damit zählte der Garten zu den größten der Stadt. Seine Pracht und Berühmtheit konnte Volkamer zu Lebzeiten noch voll genießen" (Hamann im Nachwort zur Faksimile-Ausgabe der Hesperides, S. 11). – Die ersten 15 Blätter (inklusive Titel und 3 Vignetten), das Frontispiz und 2 Kupfertafeln fehlen. Einige der Blätter am Anfang sowie die gefalteten und doppelblattgroßen Tafeln mit Wasserflecken, Hinterlegungen (Blatt e4 mit starkem Textverlust), Ein- und Ausrissen sowie weiteren Gebrauchsspuren, die Tafeln mit den Frucht-Darstellungen jedoch meist bis auf wenige Braunflecken schön erhalten.

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Los 589Volkamer, Johann Christoph
Nürnbergische Hesperides [und] Continuation

Auktion 108

Zuschlag
32.000€ (US$ 36,782)

Details

Prachtvolles Exemplar der Nürnbergischen Hesperides
V(olkamer), J(ohann) C(hristoph). Nürnbergische Hesperides, Oder Gründliche Beschreibung Der Edlen Citronat, Citronen, und Pomerantzen-Früchte ... Beneben der Flora, Oder Curiosen Vorstellung Verschiedener raren Blumen ... [und:] Continuation der Nürnbergischen Hesperidum ... 2 Bände. 4 Bl., 255 S., 4 Bl.; 20 nn., 239 (recte 243) num., 2 nn. Bl., 17 S. Mit 2 gestochenen Frontispizen, 26 gestochenen Vignetten und zus. 250 (24 gefaltete; 125 in Pag.) Kupfertafeln. 35 x 21,6 cm. Braunes, kibitz-gesprenkeltes Leder d. Z. (Kapitale lädiert, teils mit Fehlstellen, wenigen Wurmstichen, stärkeren Beschabungen, berieben und gestoßen) über 6 Bünden mit goldgeprägtem (oxidierten) Pergament-RSchild, RVergoldung und rotgesprenkeltem Schnitt. Nürnberg, Erben und Sohn Johann Andreas Endter, 1708-1714.
Nissen 2076. Pritzel 9848. Hunt 420. Wimmer-Lauterbach 196. Feldmann, Blüten und Blätter 43. Raphael 73. Dunthorne 323. Sitwell-Blunt 148. Plesch 798. Ornamentstichsammlung 3324. Lanckoronska-Oehler I, 43. Brunet V, 1350. (alle Bibliographien mit ungenauen Kollationen). – Erste Ausgabe der berühmten Monographie über Zitrusfrüchte von dem Nürnberger Botaniker, Kaufmann, Fabrikanten und Verleger Johann Christoph Volkamer (1644-1720) - eines der schönsten Kupferstichwerke des Barock. Vorhanden ist neben dem 1708 erschienenen Hauptwerk die 1714 erschienene "Continuation der Nürnbergischen Hesperidum, Oder Fernere gründliche Beschreibung Der Edlen Citronat-Citronen- und Pomeranzen-Früchte..." sowie der seltene Anhang: "Obeliscus Constantinopolitanus oder Kurtze Erklärung des zu Constantinopel auf der Renn-Bahn stehenden nun aber auch in der Nürnbergischen Vorstadt Gostenhof nachgehauenen und aufgerichteten Obelisci zu einem Anhang der schon vorhin heraus gegebenen Nünbergischen Hesperidum Von J. C. V." Mit einer mehrfach gefalteten Tafel, die alle vier Seiten des Obelisken und seiner ägyptisierenden Hieroglyphen-Darstellungen (nach dem Hippodrom-Obelisken).

"Durch den Messinghandel und den Besitz einer Seidenfabrik in Rovereto, die bereits sein Großvater gegründet hatte, konnte sich Volkamer infolge der hohen Einkünfte ganz und gar seinen Neigungen und botanisch-wissenschaftlichen Studien widmen. Diese galten in erster Linie seinem Garten in Gostenhof, ohne den sein umfassendes Werk über die Hesperides nicht denkbar gewesen wäre. Unter seiner Anleitung erreichte er die höchste Blüte. Durch Zukäufe von 1693 bis 1702 gelang es ihm, das Gelände fast um das Doppelte seines bisherigen Umfangs zu erweitern. Damit zählte der Garten zu den größten der Stadt. Seine Pracht und Berühmtheit konnte Volkamer zu Lebzeiten noch voll genießen" (Hamann im Nachwort zur Faksimile-Ausgabe der Hesperides, S. 11).

"The fruit and gardens in most of the plates - spherical oranges, lemons, and citrons drifting like eccentric balloons above miniature landscapes - make pleasingly surreal compositions, so that individual plates have frequently been taken from dismembered copies of the book ... The vignettes and tailpieces, about 30 of them, are so attractive that they have often been borrowed to decorate later books" (Raphael).

Die prachtvollen Kupfertafeln zeigen neben einigen allegorischen Darstellungen überwiegend Zitrusfrüchte sowie verschiedene exotische Pflanzen, zumeist in Verbindung mit sehr schönen Garten-, Schloss- und Gehöftansichten aus Süddeutschland und Oberitalien, des Weiteren eine Karte des Gardasees mit Umgebung, eine gefaltete Ansicht des Genueser Vorortes S. Pietro d'Arena, eine Ansicht von Luogo die Nervi sowie des Palazzo Doria zu Genua. "An astonishing book with a series of magnificent plates in which the fruits and flowers are almost subordinate to views of gardens" (Plesch). – Die Kollation setzt sich in der Reihenfolge zusammen: Band I. 4 Bl., 255 S., 4 Bl. Mit gestochenem Frontispiz, 19 Vignetten und 155 (6 gefalteten) Kupfertafeln. Band II. 20 nn., 239 (recte 243) num., 2 nn. Bl. Mit gestochenem Frontispiz, 7 gestochenen Vignetten und 125 (9 gefalteten, alle in Pag.) Kupfertafeln. Anhang: 17 S. Mit 10 (9 gefalteten) Kupfertafeln.
Damit gehört das (in der Tafelzahl fast immer abweichenden) Exemplar mit zusammen 250 (!) Kupfertafeln zu den wenigen kompletten Exemplaren, die nachweisbar sind. Eine Tafel ("pag. 160.a") im ersten Band verso mit schwachem Plattenabklatsch, Titel dieses Bandes mit kleiner alter, überklebter Rasur im weißen Rand. Band II mit kleinen Wurmstichen am unteren Rand gegen Ende, sonst nur ganz vereinzelt und meist unwesentlich gebräunt oder fleckig. Ein im Block prachtvoll erhaltenes, fast fleckenfrei frisches, vollständiges und zeitgenössisch gebundenes Exemplar mit den Kupfern in durchgehend bestem ersten Zustand, klar, kontrastreich, gratig und in kraftvollem Abdruck.

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Los 393Volkamer, Johann Christoph
Nürnbergische Hesperides. EA Nürnberg 1708

Auktion 106

Zuschlag
13.000€ (US$ 14,943)

Details

Volkamer, Johann Christoph. Nürnbergische Hesperides Oder Gründliche Beschreibung Der Edlen Citronat, Citronen, und Pomerantzen-Früchte
Wie solche, in selbiger und benachbarten Gegend, recht mögen eingesetzt, gewartet, erhalten und fortgebracht werden ... Wie auch einem Bericht von denen in des Authoris Garten stehenden Columnis Milliaribus. [und Anhang:] Obeliscus Constantinopolitanus. 2 Teile in 1 Band. 3 (statt 4) Bl., 255 S., 4 Bl.; 17 S. Mit gestochenem Frontispiz, 19 Textkupfern (Vignetten und szenischen Kopf- und Endstücken) von Glotsch, Kenckel, Krieger u.a. nach Decker sowie 116 (3 doppelblattgroßen und 3 mehrfach gefalteten) Kupfertafeln. 34,8 x 22,4 cm. Leder d. Z. (Kapitale restaurierend ersetzt, Kanten bestoßen, wenige Lederfehlstellen und kleine Schnitte, beschabt) mit goldgeprägtem RSchild und Rückenprägnung. Nürnberg, Selbstverlag und Frankfurt und Leipzig, Sohn und Erben Johann Andreae Endter, 1708.
Nissen, ZBI, 2076. Pritzel 9848. Hunt 420. Wimmer-Lauterbach 196. Feldmann, Blüten und Blätter 43. Raphael 73. Dunthorne 323.Sitwell-Blunt 148. Plesch 798. Ornamentstichsammlung 3324. Lanckoronska-Oehler I, 43 (alle Bibliographien mit ungenauen Kollationen). – Erster Druck der ersten Ausgabe, noch mit der Angabe des Selbstverlags ("zu finden bei dem Authore") auf dem Titel. Der zweite Druck hat dann den leicht geänderten Titel nur mit den Initialen des Autors ("J. C. V.") und geändertem Satz der Vorstücke. Die berühmte Monographie über Zitrusfrüchte von dem Nürnberger Botaniker, Kaufmann, Fabrikanten und Verleger Johann Christoph Volkamer (1644-1720).
"Durch den Messinghandel und den Besitz einer Seidenfabrik in Rovereto, die bereits sein Großvater gegründet hatte, konnte sich Volkamer infolge der hohen Einkünfte ganz und gar seinen Neigungen und botanisch-wissenschaftlichen Studien widmen. Diese galten in erster Linie seinem Garten in Gostenhof, ohne den sein umfassendes Werk über die Hesperides nicht denkbar gewesen wäre. Unter seiner Anleitung erreichte er die höchste Blüte. Durch Zukäufe von 1693 bis 1702 gelang es ihm, das Gelände fast um das Doppelte seines bisherigen Umfangs zu erweitern. Damit zählte der Garten zu den größten der Stadt. Seine Pracht und Berühmtheit konnte Volkamer zu Lebzeiten noch voll genießen" (Hamann im Nachwort zur Faksimile-Ausgabe der Hesperides, S. 11).
"The fruit and gardens in most of the plates - spherical oranges, lemons, and citrons drifting like eccentric balloons above miniature landscapes - make pleasingly surreal compositions, so that individual plates have frequently been taken from dismembered copies of the book ... The vignettes and tailpieces, about 30 of them, are so attractive that they have often been borrowed to decorate later books" (Raphael).
Die prachtvollen Kupfertafeln zeigen neben einigen allegorischen Darstellungen überwiegend Zitrusfrüchte sowie verschiedene exotische Pflanzen, zumeist in Verbindung mit sehr schönen Garten-, Schloss- und Gehöftansichten aus Süddeutschland und Oberitalien, des weiteren eine Karte des Gardasees mit Umgebung, eine gefaltete Ansicht des Genueser Vorortes S. Pietro d'Arena, eine Ansicht von Luogo die Nervi sowie des Palazzo Doria zu Genua.
"An astonishing book with a series of magnificent plates in which the fruits and flowers are almost subordinate to views of gardens" (Plesch).
1714 sollte dann noch eine "Continuation" erscheinen, die hier allerdings nicht beigebunden wurde. Allerdings ist hier der meist fehlende, selten Anhang vorhanden: "Obeliscus Constantinopolitanus oder Kurtze Erklärung des zu Constantinopel auf der Renn-Bahn stehenden nun aber auch in der Nürnbergischen Vorstadt Gostenhof nachgehauenen und aufgerichteten Obelisci zu einem Anhang der schon vorhin heraus gegebenen Nünbergischen Hesperidum Von J. C. V." Mit einer mehrfach gefalteten Tafel, die alle vier Seiten des Obelisken und seiner ägyptisierenden Hieroglyphen-Darstellungen (nach dem Hippodrom-Obelisken). – Es fehlt in den Vorstücken die "Erklärung des Titul-Kupffers (Blatt )(2). Innengelenke etwas schwach, teils gebrochen, letzte Lage lose. Ohne die fliegenden Vorsätze. Frontispiz, Titel und die ersten Blätter mit kleinen Randabschürfungen bzw. -ausbrüchen, vereinzelte ganz blasse Feuchtränder, wenige Tafeln mit Textabklatsch oder gering fingerfleckig, insgesamt aber sehr frisch und sauber, die Tafeln nahezu durchgehend in bestem, frischen Zustand, einige wenige mit Fleckchen, Knickspuren - und die gefalteten teils mit Einrissen (teils hinterlegt), kontrastreich und gratig gedruckt.

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