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Cella Thoma II (Bildnis der Gattin Thomas vor einem Kastanienhain). Algraphie auf Velin. 37,8 x 46,6 cm. Signiert und mit eigenh. Widmung "Frau Elisabeth Sattler zur Erinnerung!". 1902. Beringer (Griffelkunst) 119.
1894 portraitierte Thoma seine Frau mit einem Feldblumenstrauß vor einem Kastanienwäldchen in Oberursel. Nur sieben Jahre später, im Jahr 1901, starb Cella Thoma an den Folgen einer Blinddarmentzündung, sodass diese Algraphie als Erinnerungsblatt zu verstehen ist. Ausgezeichneter Druck mit Rand. Dort an jeder Seite jeweils mit geglätteter Falz, im weißen Rand leicht fleckig und links fingerfleckig sowie mit geringen Knitterspuren, weitere schwache Gebrauchsspuren, sonst in guter Erhaltung. Selten.
Los 5617Thoma, Hans
Meereserwachen, Nereide bei Sonnenaufgang
Auktion 123
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
2.375€ (US$ 2,699)
Meereserwachen: Nereide bei Sonnenaufgang.
Algraphie auf Velin. 36,6 x 44,6 cm (Darstellung); 47,1 x 57 cm (Blattgröße). Unten links in der Platte monogrammiert und datiert "HTH 1897", sowie darunter in blauem bzw. schwarzem Stift signiert und bezeichnet "Hans Thoma" und "Algraphie", weiterhin unten im weißen Rand mit Bleistift bezeichnet "Druckprobe", sowie rechts unten erneut signiert. Beringer 91, H.W. Fichter Kunsthandel: Hans Thoma, Experimente in Druck und Farbe, Frankfurt a.M. 2019, Nr. 1 (vorliegendes Exemplar).
Prachtvoller Probedruck des sehr seltenen Blattes mit dem vollen Rand. Im Passepartoutausschnitt minimal lichtrandig, im weißen Rand etwas angestaubt und fleckig, im weißen Unterrand waagerechte Knickspur, vereinzelte Alters- und Gebrauchsspuren in den äußersten Rändern, sonst noch sehr gut erhalten.
Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers.
H. W. Fichter Kunsthandel, Frankfurt a. M.
Privatsammlung Hessen.
Los 5618Thoma, Hans
Kentaurin am Wasserfall
Auktion 123
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
6.250€ (US$ 7,102)
Kentaurin am Wasserfall.
Tachographie mit Höhungen in Weiß und Ocker auf grünem Velin. 45,5 x 37,5 cm (Darstellung); 50,6 x 41,3 cm (Blattgröße). Unten rechts in der Platte monogrammiert und datiert "HTH (18)92", sowie unten mittig in schwarzer Feder signiert und unten in Bleistift bezeichnet "Centaurin" und "No 2". Beringer 9, H.W. Fichter Kunsthandel: Hans Thoma, Experimente in Druck und Farbe, Frankfurt a.M. 2019, Nr. 6 (vorliegendes Exemplar).
Hans Thoma entdeckte die Druckgraphik erst für sich als er bereits ein gereifter und arrivierter Künstler war. Seinen Ursprung hatte diese neue Faszination mit dem Medium in einer zufällig gefundenen Verkaufsanzeige für einen sogenannten "Tachographen". Mit diesem war es nun möglich, Lithographien mit geringem Aufwand von Hand nicht - wie üblich - seitenverkehrt, sondern seitenrichtig zu drucken und so den künstlerischen Eindruck unmittelbarer zu übertragen. Thoma experimentierte in der Folge mit der neuen Technik und ihren künstlerischen Möglichkeiten und schuf eine Zahl von Druck- und Farbproben, die er stets von Hand und meist nur in 3 bis 10 Exemplaren abzog. Bei dem vorliegenden Exemplar handelt es sich dabei mit seiner Überarbeitung von Hand um ein Unikat, dass sich noch lange nach dem Tod des Künstlers im Besitz der Familie befunden hat. Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand. Vorzüglich erhalten.
Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers.
Sammlung Dr. Friedrich Blaue, Karlsruhe (Schwiegersohn des Künstler; Stempel verso, nicht bei Lugt).
H. W. Fichter Kunsthandel, Frankfurt a. M.
Privatsammlung Hessen.
Los 5346Thoma, Hans
Ca. 17 Blatt des Künstlers
Auktion 123
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.188€ (US$ 1,349)
Ca. 17 Blatt des Künstlers.
Vielfach signiert und vereinzelt Probeabzüge. Vorhanden sind die Radierungen Beringer 3, 5, 24, 40, 43, 46 II/IV, 49, 55, 56, 67 I/II, 79, 101, 210 I/II sowie vier farbige Algraphien (Beringer, Griffelkunst, 78, 85, 93, 106).
Cella Thoma II (Bildnis der Gattin Thomas vor einem Kastanienhain). Algraphie auf Velin. 37,7 x 46,7 cm. Signiert. 1902. Beringer (Griffelkunst) 119.
1894 portraitierte Thoma seine Frau mit einem Feldblumenstrauß vor einem Kastanienwäldchen in Oberursel. Nur sieben Jahre später, im Jahr 1901, starb Cella Thoma an den Folgen einer Blinddarmentzündung, sodass diese Algraphie als Erinnerungsblatt zu verstehen ist. Ausgezeichneter Druck mit breitem, wohl dem vollen Rand. Geringe Knickspuren und kleinere Einrisse im äußeren weißen Rand, Sammlerannotation in Bleistift unten rechts im weißen Rand, leicht vergilbt, sonst gut erhalten. Sehr selten, wir konnten keinen weiteren Abzug im Auktionshandel nachweisen. Beigegeben von Hans Thoma eine signierte Radierung "Junitag" von 1915.
Deutsche Flora. Radierung und Kaltnadel. 24,6 x 19,7 cm. (1915). Signiert und bez. "Probedruck". Beringer 171.
Ganz ausgezeichneter, silbriger Druck mit breitem Rand. Winzige Bestoßung im rechten Außenrand, kleine Bleistiftnummerierung unten links, sonst in tadelloser Erhaltung. Beigegeben von demselben die Radierungen "Nymphe I", "Schlafender Hirte", "Schwarzwaldhof (Vordach)", "Zwei Jünlinge am Wasser" (Beringer 8, 34, 41, 175) und "Mutterslehn (Ziegenhirtin)" (mit dem Künstlerstempel und von Agathe Thoma signiert, nicht bei Beringer, vgl. 184) sowie die Lithographie "Heuschreckenjagd" (wohl nicht bei Beringer), insgesamt 7 Blatt.
Apoll und Diana.
Öl auf Leinwand. 68 x 50 cm. Rechts unten monogrammiert (ligiert) und datiert "HTh 1887".
Hans Thoma widmete sich in seinem Werk nur verhältnismäßig selten Motiven der antiken Mythologie. In dem vorliegenden Gemälde greift er dabei gestalterisch auf Darstellungstraditionen der Renaissancekünstler Jacopo de’Barbari, Albrecht Dürer und Lucas Cranach zurück. Während de’Barbari das olympische Geschwisterpaar des tatkräftigen Apoll und der nachsinnenden Diana vor allem kosmologisch als Verkörperungen von Sonne und Mond bzw. von Tag und Nacht interpretierte, spielen Dürer und Cranach eher auf den Gegensatz des athletisch zur Jagd vorbereiteten Apoll und seiner Schwester Diana, nicht als Jägerin, sondern als Beschützerin der Tiere an (vgl. hierzu Schoch/Mende/Scherbaum, Albrecht Dürer - Das Druckgraphische Werk, München/London/New York 2001, S. 108f). Thoma wiederum scheint all diese Interpretationen offen zu halten und stellt das himmlische Geschwisterpaar als in ihrer Gegensätzlichkeit vereint dar. Vor einem dunkelblauen Wolkenhintergrund, der sowohl den frühen Morgen als auch die Nacht andeuten könnte, hat Apoll den Bogen voll Tatendrang gespannt, doch richtet er den Blick nicht auf die Erde, sondern gen Himmel, während Diana sich zu seinen Füßen nachsinnend niedergelassen hat und neben ihr friedlich ein junger Hirsch und eine liegende Hirschkuh das Paar motivisch spiegeln. Hans Thoma war mit der für Apoll gefundenen Form offensichtlich künstlerisch so zufrieden, dass er das Motiv des mit gespanntem Bogen gen Himmel schauenden jungen Mannes erneut, in leicht abgewandelter Form im folgenden Jahr in dem Gemälde "Bogenschütze" verwendete (vgl. Klassiker der Kunst in Gesamtausgaben, Bd. XV, Hans Thoma, Stuttgart und Leipzig 1909, S. 286, mit Abb.).
Provenienz: Auktion Lempertz, Köln, 6.6.1929, Los 192 (mit Abb.)
Sammlung des Zigarettenfabrikanten und Kunstsammlers Bruno Behr, Köln
Auktion Hugo Helbing, Frankfurt, 10.3.1932 und 23.11.1932, Los 162 bzw. 140 (jeweils mit Abb.), dort unverkauft
Auktion Paul Graupe, Berlin, 23.3.1935, Los 62a
Auktion Grisebach Berlin, 28.11.1992, Los 792 (mit Abb.)
Privatsammlung Berlin.
Literatur: Klassiker der Kunst in Gesamtausgaben, Bd. XV, Hans Thoma, Stuttgart und Leipzig 1909, S. 262, mit Abb.
Los 534Thoma, Hans
Kostümentwürfe zu Richard Wagner's Ring des Nibelungen
Auktion 122
Zuschlag
120€ (US$ 136)
Thoma, Hans. Kostümentwürfe zu Richard Wagner's Ring des Nibelungen. Mit einer Einleitung von Henry Thode. 10 S., 1 Bl. Mit 18 (5 auf grauem Untergrund) lithographischen Tafeln. 37 x 27 cm. OLeinen (leicht bestoßen und minimal fleckig) mit DTitel. Leipzig, Breitkopf & Härtel 1897.
Erste Ausgabe. – Innengelenke angeplatz, Titel leicht fingerfleckig. Selten.
Los 5376Thoma, Hans
Die Katze (Abendfrieden)
Auktion 121
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
375€ (US$ 426)
Die Katze (Abendfrieden). Radierung auf Chinapapier. 19,7 x 16,1 cm. Signiert und nummeriert. (1901). Beringer 479 II (von III).
Vor der Nummer und der Schrift. Ausgezeichneter, gratiger Druck mit Rand. Etwas gegilbt und minimal knittrig, sonst tadellos. Beigegeben von demselben ein Probedruck "Adam und Eva" (Beringer 150) und die Radierung "Tritonenpaar (Meerwunder)" (Beringer 207).
Los 6855Thoma, Hans
Tannenwald bei Presberg in Hessen
Auktion 121
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
438€ (US$ 497)
Tannenwald bei Presberg in Hessen.
Bleistift auf Velin, verso mit einer Skizze eines zeichnenden Mannes. 27,4 x 18,4 cm. Rechts unten bezeichnet und datiert "Presberg / 13. April (18)60".
Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers.
Privatsammlung Hessen.
Nilpferd.
Feder und Pinsel in Schwarz auf Velin, kaschiert auf einem stärkeren Papier. 20,2 x 27,6 cm. Unten links undeutlich mit zwei Buchstaben [?] bezeichnet sowie rechts signiert "Hans Thoma".
Provenienz: Galerie von Abercron, damals Köln (heute München, mit Etikett verso).
Thoma, Hans. Radierung auf Kupferdruckpapier, signiert. Plattenrand ca. 23 x 15,5 cm. Unter Glas in Holzprofilleiste gerahmt. 34,5 x 26,5 cm. Um 1900.
Kontrastreicher, teils satter, Druck. Rechts unten die Signatur von Hans Thoma mit Bleistift. Mit einem Rand um die deutlich und markant zeichnende Plattenkante.
Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Thoma wurde im Jahr 1839 in Bernau im Schwarzwald geboren. Für eine Litographen- und Malerlehre begab er sich nach Basel. Auch ein Uhrenschildmaler nahm ihn unter die Fittiche und lehrte ihm künstlerisch-technische Fertigkeiten. Nach einem Studium an der Karlsruher Kunstakademie ging er nach Düsseldorf, wo er auf Otto Scholderer trifft. Zusammen bereisten sie Paris. Er wurde dort von großen Künstlern wie Courbet inspiriert und unter dessen Einfluss malt Thoma nach seiner Rückkehr einige Figurenbilder. 1924 stirbt Hans Thoma in Karlsruhe. – Leicht gebräunt, geringer Lichtrand. Kaum fleckig. Minimale Handhabungsspuren, sonst gut erhalten.
Wonne des Fliegens I (Luftreigen). Radierung und Kaltnadel auf feinem Japanbütten. 29,6 x 19,6 cm. 1910. Signiert. Beringer 88 vor I (von V).
Vor den für den ersten Zustand von Beringer beschriebenen Waagrechten im Himmel, die hier nur in hauchfeiner Kaltnadel angedeutet sind. Prachtvoller, die Kaltnadel silbrig zart wiedergebender Abzug mit kräftigem Plattenton und breitem, an zwei Seiten dem vollen Rand. Ganz geringfügig angestaubt, entlang der linken weißen Außenkante nur blass fleckig, vereinzelt kleine Knitterspuren, Bleistiftnummerierung links unten, sonst in vorzüglicher und originaler Erhaltung. Aus der Sammlung Walter Conz, Karlsruhe (nicht bei Lugt). Beigegeben von demselben die Radierungen "S. Christopherus I" (Beringer 86, bez. "Probedruck I"), "Die junge Donau" (Beringer 135) und "Kahnfahrt mit Amor" (Beringer 219, I von III).
Amor auf Vogel. Algraphie auf festem Kupferdruckpapier. 21,2 x 28,1 cm. Im Bereich des Flusses unten mit Feder signiert "Hans Thoma". (18)97. Beringer 87.
Ausgezeichneter Druck mit dem teils vollen Schöpfrand. Etwas gebräunt, Gebrauchsspuren, in den Ecken Spuren alter Reißzwecken, minimal nur fleckig, sonst gut erhalten. Beigegeben von demselben die Radierung "Vier Medaillons" (wohl nicht in Beringer, signiert).
Los 5406Thoma, Hans
Bildnis der Rosa Thoma, des Künstlers Mutter
Auktion 119
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
625€ (US$ 710)
Bildnis der Rosa Thoma, des Künstlers Mutter. Lithographie über brauner Tonplatte auf festem Bütten. 34,7 x 28,6 cm. Unterhalb der Darstellung in Feder betitelt, datiert und signiert "Meine Mutter in ihrem einundneunzigsten Jahr - Frankfurt 1895. / Hans Thoma". Nicht in Behringer. Wz. Initial L.
1889 portraitierte Hans Thoma seine Mutter Rosa Thoma bereits einmal in einem Gemälde, ebenfalls in der sehr beeindruckenden, frontalen Perspektive vor Bernauer Kulisse, eine Bibel in der Hand haltend. Hier wirkt der Bildausschnitt noch einmal enger und eindringlicher, der Fokus liegt allein auf dem Antlitz und dem festem Blick, den die Dargestellte auf den Betrachter wirft. Ein würdevolles Bildnis der geliebten Mutter. Prachtvoller Druck mit breitem Rand, an den Seiten mit den vollen Schöpfrändern. Sehr schwach nur lichtrandig, oben links kleiner Fleck, weitere geringe Altersspuren, sonst vollkommen erhalten. Selten.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“
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