Artist Index: Schmutzer, Jakob Matthias


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Los 5269Schmutzer, Jakob Matthias
Studienköpfe

Auktion 123

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
3.750€ (US$ 4,261)

Details

Studienköpfe. 24 Radierungen mit Grabstichel. Je ca. 16 x 12 cm. Gebunden in einem Halblederband des 19. Jhs. (Rücken berieben und mit kleinen Fehlstellen, Vorder- und Rückdeckel erneuert). Vgl. Nagler 20 und Le Blanc 53 (teils unbeschrieben).

Von Jakob Matthias Schmutzer sind aus einem Zeitraum von über vier Jahrzehnten eindrucksvolle Studienköpfe überliefert, die eine große Vielfalt in puncto Gesichtsausdruck und Charakterdarstellung zeigen. Diese Blätter sind vorwiegend in einer akkuraten und zugleich fein ausdifferenzierten Röteltechnik ausgeführt, die Schmutzer bei Johann Georg Wille in Paris erlernt hatte. Das Zeichnen von Charakterköpfen war ein Grundpfeiler des akademischen Unterrichts seit der Ära Charles Le Bruns, dessen 1698 veröffentlichte theoretische Abhandlung Conférence sur l'expression génerale et particulière Generationen von Kunststudenten geprägt hat. In der Tradition solcher Lehrbücher radierte Schmutzer die vorliegenden Blätter auf Grundlage eigener Köpfe. Einige der Vorlagenzeichnungen sind digital im Museum der angewandten Kunst, Wien dokumentiert (Album Inv. KI 16713-57) und datieren zwischen 1774 und 1788. Sowohl Nagler als auch Le Blanc beschreiben lediglich eine 12-teilige Serie mit Studienköpfen, hier vorliegend jedoch zwei jeweils 1-12 nummerierte Folgen. Prachtvolle, teils gar brillante Abzüge, welche die reich modulierten Liniengefüge wunderbar markant und präzise wiedergeben, sämtlich mit schmalem Rand (Albumgröße) um die deutlich und teils gratig zeichnenden Plattenkanten. Lediglich in den weißen Rändern teils stockfleckig und vereinzelt rechts schwach fingerfleckig, sonst in sehr schöner und einheitlicher Erhaltung. In dieser Vollständigkeit und Druckschönheit von allergrößter Seltenheit, wir konnten eine der beiden Folgen lediglich in der Albertina, Wien, nachweisen. Beigebunden 35 weitere Blatt, überwiegend Portraitstiche und -radierungen des 17.-18. Jh., u.a. von und nach Adam Bartsch, Thomas Cook, Dominicus Custos, Jean Daullé, Jacobus Houbraken, Lucas Kilian, Matthias Küsell, J. E. Mansfield, Auguste de Saint Aubin, Jacob von Sandrart, Georg Friedrich Schmidt und Jakob Matthias Schmutzer.

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Los 6692Schmutzer, Jakob Matthias
Studienkopf

Auktion 122

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.500€ (US$ 1,705)

Details

Bildnis eines jungen Mannes im Profil.
Rötelzeichnung. 45,5 x 40,5 cm.

Jakob Matthias Schmutzer war ein unermüdlicher Zeichner, der seine Fähigkeiten durch eine eiserne Disziplin und eine tägliche Übungspraxis verfeinerte. Es sind demzufolge zahlreiche Kopf- und Figurenstudien überliefert, die zwischen den 1760er Jahren und 1805 entstanden sind und somit einen Zeitraum von über vier Jahrzehnten umfassen. Besonders eindrucksvoll und prägnant wirken die überlebensgroßen Studienköpfe, die aus unterschiedlichsten Blickwinkeln betrachtet sind und eine große Vielfalt in puncto Gesichtsausdruck und Charakterdarstellung an den Tag legen. Diese Blätter sind vorwiegend in Rötel ausgeführt, einem vor allem in Frankreich beliebten Zeichenmedium. Schmutzer hat den Gebrauch dieser Technik bei Johann Georg Wille in Paris gelernt, und auch die angewandte Zeichenmethodik stammt direkt von seinem Lehrmeister. Das Zeichnen von Charakterköpfen war ein Grundpfeiler des akademischen Unterrichts seit der Ära Charles Le Bruns, dessen 1698 veröffentlichte theoretische Abhandlung Conférence sur l'expression génerale et particulière Generationen von Kunststudenten geprägt hat. Schmutzer wurde zweifelsohne durch Wille und durch das Beispiel des mit seinem Lehrmeister befreundeten Jean-Baptiste Greuze zu dieser Bildgattung angeregt.

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Los 6711Schmutzer, Jakob Matthias
Bildnis einer jungen, schlafenden Frau

Auktion 120

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
3.750€ (US$ 4,261)

Details

Bildnis einer jungen, schlafenden Frau.
Rötelzeichnung. 37,8 x 28 cm. Verso alt bezeichnet und nummeriert "Schmuzer .. No 228".

Jakob Matthias Schmutzer war ein unermüdlicher Zeichner, der seine Fähigkeiten durch eine eiserne Disziplin und eine tägliche Übungspraxis verfeinerte. Die zahlreich erhaltenen Blätter sind vorwiegend in Rötel ausgeführt, einem vor allem in Frankreich beliebten Zeichenmedium. Erlernt hatte Schmutzer den Gebrauch dieser Technik zwischen 1762-66 während eines Aufenthalts in Paris bei Johann Georg Wille, welcher von entscheidender Bedeutung für seine weitere künstlerische Entwicklung sein sollte. Die vorliegende anmutige Porträtstudie stammt wohl aus einem größeren Skizzenbuch, wie die Numerierung verso vermuten lässt. Die junge schlummernde Frau trägt ein Kopftuch mit Streifenmuster, ihr feminin wirkendes Antlitz ruht auf der rechten Hand, die nur schemenhaft angedeutet ist. Schmutzers fein differenzierte Röteltechnik verrät den erfahrenen Zeichner. Der Hintergrund besteht aus kraftvollen Parallelschraffuren und auch das dichte, glänzende Haar des Mädchens ist in einem breiten, freieren Duktus ausgeführt. Dagegen ist das füllige Gesicht delikater behandelt. Ein fein abgestuftes Netz von Kreuzschraffuren und einzelnen Strichen des Rötelstiftes verleiht dem Gesicht Plastizität und erzeugt ein weiches Clairobscur. Die Intimität der Auffassung und der einfühlsame Duktus lassen vermuten, dass es sich bei der Dargestellten um eine Person aus dem engeren Familienkreises des Künstlers handeln dürfte. Schmutzer verbindet hier eine subtile psychologische Charakterisierung mit einer zeichnerischen Bravura, die an seinen großen Zeitgenossen Jean-Baptiste Greuze erinnert.

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Los 5605Schmutzer, Jakob Matthias
Bildnis Christian Wilhelm Ernst Dietrich, genannt Dietricy

Auktion 118

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
500€ (US$ 568)

Details

Bildnis Christian Wilhelm Ernst Dietrich, genannt Dietricy am Zeichentisch. Kupferstich und Radierung nach Johann Georg Wille. 38,4 x 26,3 cm. 1765. Heller-Andresen 18 II, Le Blanc 32 II.

Das bedeutende Portrait mit der Widmung Willes an Dietricy in einem ausgezeichneten Druck mit feinem Rändchen um die Plattenkante. Insgesamt leicht fleckig und gebräunt, verso entlang der äußeren Ränder mit alten Montierungspapierstreifen, weitere geringe Altersspuren, sonst gut erhalten. Aus den Sammlungen des Cabinet Brentano-Birckenstock (Lugt 345) und August Karl Spatzier (Lugt 2304).

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Los 5657Schmutzer, Jakob Matthias
Porträt Georg Raphael Donners

Auktion 117

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
375€ (US$ 426)

Details

Porträt Georg Raphael Donners, mit Meißel und Stift, im Oval. Radierung auf Velin nach Paul Troger. 10,7 x 9,3 cm. (1772). Nagler 14, Le Blanc 33, Aschenbrenner 306.

Schmutzer war zu Beginn seiner künstlerischen Karriere Zögling des des berühmten und angesehenen Bildhauers Georg Raphael Donner, der ihm eine Ausbildung als Stempelschneider ermöglichte. Jedoch schlug Schmutzer eine andere Karriere ein: Er versuchte sich auf dem Gebiet der Malerei, konnte aber als Kupferstecher weitaus mehr Erfolg verbuchen. Schmutzer fertigte zwei Fassungen des Künstlerporträts seines ehemaligen Protegés an: Das vorliegende, radierte Porträt bezeichnete bereits Nagler als selten; es weicht in wenigen Details von dem gestochenen Porträt ab: Das radierte Porträt setzte Schmutzer ins Oval und es wirkt in diesem Format intimer, psychologisch eindringlicher und zeugt von dem wohl engen persönlichen Verhältnis zwischen Lehrmeister und Schüler. - Ausgezeichneter, gleichmäßiger, wenngleich etwas späterer Druck mit schmalem Rändchen um die Plattenkante. Minimal angestaubt, oben mittig winziges Nadellöchlein im weißen Rand, rechts schwache Bruchspur außerhalb der Facette, sonst sehr schönes Exemplar.

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Los 6316Schmutzer, Jakob Matthias
Felsige Landschaft mit zwei Wanderern

Auktion 116

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.625€ (US$ 1,847)

Details

Felsige Landschaft mit zwei Wanderern.
Pinsel in Grau und Braun über schwarzer Kreide. 42 x 54,2 cm. Unten rechts signiert und datiert "Schmutzer [1]794".



Provenienz: Aus einer unbekannten Sammlung AG (nicht bei Lugt).
Sammlung Dr. Robert Johannes Meyer, Hamburg.

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Los 6765 [^]Schmutzer, Jakob Matthias
Bildnis eines Mädchens mit offenem Haar

Auktion 116

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
5.250€ (US$ 5,966)

Details

Bildnis eines Mädchens mit offenem Haar.
Rote Kreide auf Bütten. 56 x 44 cm.


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Los 6766 [^]Schmutzer, Jakob Matthias
Bildnis eines jungen Mannes mit Hut

Auktion 116

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
6.875€ (US$ 7,813)

Details

Bildnis eines jungen Mannes mit Hut.
Rote Kreide auf Bütten. 58,2 x 42 cm.


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Los 6482Schmutzer, Jakob Matthias
Kopf eines jungen Mannes mit Barett

Auktion 112

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.875€ (US$ 2,131)

Details

Kopf eines jungen Mannes mit Barett.
Rötelzeichnung. 57,5 x 46 cm. Oben links in brauner Feder bez. (leicht verblasst) "D. H. 4". Wz. Schriftzug.

Jakob Matthias Schmutzer bildete sich zunächst in Wien und später in Paris bei Johann Georg Wille aus. Die angewandte Zeichentechnik mit dem Rötelstift, auch Braunstift genannt, wird Schmutzer direkt von Wille übernommen haben. Letzterer war mit dem acht Jahre älteren Jean-Baptiste Greuze befreundet, durch welchen Schmutzer wiederum zu der Bildgattung angeregt worden sein dürfte. Mehr noch als um ein reales Bildnis handelt es sich bei diesen von Schmutzer zahlreich ausgeführten Zeichnungen um Ausdrucksstudien, wie sie in Frankreich in der Nachfolge Charles Le Bruns und seiner 1698 veröffentlichten theoretischen Abhandlung Conférence sur l'expression génerale et particulière gelehrt wurden. Die disziplinierte Zeichentechnik erinnert an die Methodik des Kupferstechens - Schmutzer war bereits während seiner frühen Zeit in Wien zum Kupferstecher ausgebildet worden.

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Los 6614Schmutzer, Jakob Matthias
Landschaft

Auktion 111

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
2.500€ (US$ 2,841)

Details

Eine weite gebirgige Landschaft mit einem rastenden Mann und einer jungen Frau mit Korb im Vordergrund.
Schwarze Kreide, grau und braun laviert. 42,7 x 58,1 cm. Signiert und datiert in brauner Feder "Schmuzer 1794, in Wien".

Zuerst als Architekturzeichner und Maler in Wien und Preßburg ausgebildet, wandte Schmutzer sich nach seiner Rückkehr in Wien der Kupferstichtechnik zu und ging zu diesem Zweck 1762 bei Johann Georg Wille in Paris in die Lehre. Nachdem der Künstler sich 1766 endgültig in seiner Geburtsstadt niedergelassen hatte, wurde er noch im gleichen Jahr zum Direktor der neugegründeten Kupferstecher-Akademie ernannt und 1767 zum Hofkupferstecher berufen. Obwohl vornehmlich als Kupferstecher tätig, war Schmutzer auch ein begabter und produktiver Zeichner. Dieses breit angelegte, souverän komponierte Landschaftsblatt ist ein charakteristisches Beispiel seiner Zeichenkunst. Es ist in einem flüssigen, scheinbar mühelosen Duktus gezeichnet und atmet eine lyrische, pastorale Atmosphäre. Das Metropolitan Museum in New York besitzt drei stilistisch vergleichbare Zeichnungen identischen Formats, die etwa zeitgleich, um 1795-96 entstanden sind und Landschaftsmotive aus der Umgebung von Mödling bei Wien zum Gegenstand haben. Unser Blatt dürfte ebenfalls auf Impressionen aus dieser Gegend zurückgehen, jedoch verleihen die antiken Bauten, die links oben auf einem Gebirgskamm zu erkennen sind, der Komposition eine idealisierende Note.

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Los 6554Schmutzer, Jakob Matthias
Liegender männlicher Akt

Auktion 107

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.125€ (US$ 1,278)

Details

Umkreis. Liegender männlicher Akt.
Rötelzeichnung. 42 x 54,3cm.


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Los 5426 [*]Schmutzer, Jakob Matthias
Neptun und Thetis

Auktion 101

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.500€ (US$ 1,705)

Details

Neptun und Thetis am Meeresstrand sitzend, von Seeungeheuern umgeben. Kupferstich und Radierung nach Peter Paul Rubens. 70,5 x 52,7 cm. 1790. Heller-Andresen 6 III,

Der Kupferstich folgt detailgenau dem um 1615 entstandenen Gemälde "Neptun und Amphitrite" von Peter Paul Rubens, das ursprünglich wohl aus der Sammlung des Grafen Schönborn in das frühere Kaiser-Friedrich-Museum (Gemäldegalerie) in Berlin gelangte und heute als verschollen gilt. - Ausgezeichneter, gleichmäßiger Druck meist auf die Plattenkante geschnitten, rechts mit sehr feinem Rändchen um dieselbe. Etwas stockfleckig sowie fleckig, insgesamt leichte Altersspuren sowie einzelne kleine Erhaltungsmängel, insgesamt jedoch gut erhalten.

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[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“


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