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Los 2147Schlichtegroll, Friedrich von
Nekrolog auf das Jahr 1790(-1799). Enthaltend Nachrichten von dem Leben merkwürdiger in diesem Jahre verstorbener Personen
Auktion 127
Schätzung
1.000€ (US$ 1,136)
Schlichtegroll, Friedrich von. Nekrolog auf das Jahr 1790(-1799). Enthaltend Nachrichten von dem Leben merkwürdiger in diesem Jahre verstorbener Personen, (ab Jg. 5:) verstorbener Deutschen. Jg. 1-8, 10 und 1 Supplementband (für 1790-1793) in zusammen 19 Bänden. 16 x 9,5 cm. Pappbände d. Z. mit roten RSchildern (gering bestoßen, Deckel etwas berieben, bis Jg. VII/1 die illustr. OU. eingebunden). Gotha 1791-1805.
ADB XXXI, 185. Wolffheim II, 578. – Der ursprüngliche Gedanke, "die hervorragenden Männer aller Culturvölker berücksichtigen zu wollen" (ADB), erwies sich bald als undurchführbar; Schlichtegroll beschränkte sich daher auf Deutschland. Erschien bis 1805. In Jg. II/2, S. 82-112, findet sich die erste Biographie Mozarts - "Sehr seltene Quellenschrift, der erste biograph. Versuch" (Wolffheim). – Vereinzelt gering gebräunt. Provenienz: Dekorativ gebundenes Exemplar aus der Bibliothek des Grafen von Schönborn-Buchheim, mit entsprechendem gestochenen Exlibris auf den Innenspiegeln und Signaturenschild auf dem Vorderdeckel.
Schlichtegroll, Friedrich von, der erste Biograph Mozarts, Philologe, Numismatiker und Archäologe, herzogl. Bibliothekar und Numismatiker in Gotha, Generalsekretär der Akademie der Wissenschaften in München, korr. Mitglied der Akademien in Berlin und Göttingen, Begründer des "Nekrologs der Teutschen" (1765-1822). Eigh. Brief m. U. "Fr. Schlichtegroll". 3 S., eng beschrieben. Doppelblatt mit Adresse und papiergedecktem Siegel. Gr. 8vo. Gotha 12.VII.1797.
An Wilhelm Uhden, preuß. Beamter und Diplomat, Gesandter beim Vatikan, Archäologe, Mitbegründer der Berliner Universität (1763-1835). Ausführlich über Versand und Diebstahl von Wertsachen, die auf Veranlassung der Herzogin von Sachsen-Gotha für die Landgräfin von Hessen-Darmstadt aus Rom nach Darmstadt gesandt werden sollten. "So hat denn wirklich der Kampf der Nationen und ihrer Führer auch unsere friedlichen Musengeschäfte gestört. Nulla salus bello! Ihr Brief aus den ersten Tagen des Junius hat mir nun die fatale Gewißheit gebracht, daß die Mosaiks den Franzosen in die Hände gerathen sind ...". Der Vormarsch der französischen Armee in Italien habe viele postalische Probleme und Verzögerungen gebracht, aber er habe stets die Hoffnung gehegt, dass die Sendung noch eintreffe. "... Ich theilte der Herzogin meine Hoffnungen mit, und sie stimmte mir bey. - Nun ... erhielt ich Ihren letzten Brief, u. sah, daß meine Hoffnungen vergebens gewesen waren. Irgend eine ungewissenhafte Hand hat bey der Oeffnung des Felleisens in Ferrara unsere kleinen Kunstwerke bey Seite gebracht, u. so sehr die Herzogin u. ich Ihnen für die vielfache Mühe, die [Sie] sich gegeben haben, bey dem französ. Gesandten u. weiterhin der Sache auf die Spur zu kommen, zum lebhaftesten Dank verpflichtet seyn müssen, so wenig werden wohl alle Nachfragen etwas helfen ... Sie können leicht denken, welch peinliches Geschäfte es mir war, der Herzogin, die die Dinge wieder als Commissionaire für die Fr. Landgräfin v. Darmstadt bestellt hatte, diese fatale Nachricht zu hinterbringen. Das Beste dabey war, daß weder Ihnen noch mir auch nur der leiseste Vorwurf einer Vernachläßigung gemacht werden kann ... Der Herzog ist Ihnen noch 12 Zechini für die beyden letzten Bände des Mus. P. Clem. schuldig. Er hat mir zur Tilgung dieser Schuld vor einigen Wochen 12 Ducaten gegeben, die also als Ihr Depositum bey mir liegen. Ich erwarte von Ihnen eine Anweisung, wie sie Ihnen zukommen sollen ... Jetzt schon baares Geld nach Italien zu schiken, kömmt mir bedenklich vor ...". - Am 20. Juli setzt Schlichtegroll den Brief fort: "Mein Brief ist 8 Tage liegen geblieben, da ich den Herrn v. Zach gefragt hatte, ob ich zugleich mit diesem Briefe ein Paket an den Astronomen Piazzi in Palermo übersenden sollte, was er mir schon vor 6 Monaten übergeben hat, um es Ihnen zuzuschiken u. Sie um dessen weitere Besorgung zu ersuchen ... Wie wird es aber in Ihrem erhabenen Rom aussehen, wenn dieses Briefchen in Ihre Hände kömmt? Wird dann Pius VI. noch leben, oder welche Bewegung wird seyn Tod nach sich ziehen? ...". - Die wichtigste Wirkungsstätte des bedeutenden Astronomen Franz Xaver von Zach (1754-1832) war Gotha, wo er ein modernes, gut ausgestattetes Observatorium errichtete. Der Astronom, Priester und Mathematiker Giuseppe Piazzi (1746-1826) wirkte am Observatorium in Palermo, wo er den ersten Planetoiden, die Ceres, entdeckte.
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