Artist Index: Schadow, Johann Gottfried


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Los 262Schadow, Johann Gottfried
Friederike, Herzogin zu Mecklenburg

Auktion 127

Zuschlag
200€ (US$ 230)

Details Los merken

Schadow, Johann Gottfried. Büste der Friederike, Herzogin zu Mecklenburg aus der "Prinzessinnengruppe". Skulptur im Steingussverfahren. Höhe ca. 52 cm. Breite ca. 35 cm. Tiefe ca. 26 cm. Gewicht ca. 50 kg. England 20. Jahrhundert.
Die aus der sogenannten "Prinzessinnengruppe" herausgelöste Büste der Friederike von Preußen (1778-1841), der jüngeren Schwester, der Kronprinzessin Luise, die später mit ihrem Gemahl Friedrich Wilhelms III. den Thron der Hohenzollern besteigen sollte. Friederike heiratete Herzog Leopold IV. von Anhalt-Dessau, was ihr den Titel der Herzogin eintrug. Nachdem der bedeutende klassizistische Bildhauer Johann Gottfried Schadow (1764-1850) die Büsten der beiden Prinzessinnen erst einzeln modelliert hatte - Friederike war zu dieser Zeit gerade etwa 16 Jahre alt, schuf er zunächst ein Gipsmodell der Gruppe, bevor er sich zwischen 1795 und 1797 an die Ausfertigung als Marmorskulptur machten, die heute in der Alten Nationalgalerie in Berlin ausgestellt wird.

Die hier in sehr feiner Manier aus schwerem, tonigen Steinguss hergestellte Büste Friederikes gehört zu den wenigen Exemplaren, die in dieser Form nachweisbar bzw. noch erhältlich sind. Sie unterscheidet sich deutlich in Qualität und Massivität von zahlreichen Gipsnachbildungen, wurde hier möglicherweise in wenigen Einzelstücken in einer englischen Steinguss-Werkstatt hergestellt.
– Wenige Einschlüsse, Witterungsspuren, unwesentliche Fugrisse oder Oberflächenverfärbungen, insgesamt von sehr guter Gesamterhaltung.

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Los 6602Schadow, Johann Gottfried
Sitzende junge Frau mit Strickzeug

Auktion 126

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
2.250€ (US$ 2,586)

Details

Sitzende junge Frau mit Strickzeug.
Schwarze Kreide auf Velin. 18,9 x 16 cm. Um 1794.

Die Darstellung der strickenden jungen Frau, die sich in die gerundete Ecke des Sofas schmiegt, erinnert an die Gestalt von Schadows jüngster Schwester Charlotte Schadow in der Zeichnung "Kaffee-Visite", die 1794 datiert ist (Berlin, Akademie der Bildenden Künste, Badstübner/Czok/von Simson Nr. 350). Schadow zeigt sich als genauer Beobachter, wobei sein Augenmerk auf den Händen in den fingerlosen Handschuhen liegen, die geschickt mit langen Nadeln die Strickarbeit ausführen.

Provenienz: Sammlung Carl Heumann, Chemnitz (Lugt 2841a).
Karl & Faber, München, Auktion 87, 1963, Los 903.

Literatur: Sibylle Badstübner-Gröger, Claudia Czok und Jutta von Simson: Johann Gottfried Schadow. Die Zeichnungen, Berlin 2006, Nr. 380 mit Abb.

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Los 5400Schadow, Johann Gottfried
"Carnavale 1785"

Auktion 125

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
2.250€ (US$ 2,586)

Details

"Carnavale 1785" (Zwei unmaskierte Männerpaare in Karnevalkostümen der Zeit). Kreidelithographie. 24,5 x 34,6 cm. (1823). Nicht bei Friedländer, Mackowsky 85.

Mackowsky ist lediglich ein einziges Exemplar im Schlossmuseum, Weimar bekannt, welches die handschriftliche Annotation Schadows "auf Carrara Marmor gezeichnet" aufweist. Sowohl das Sujet der amüsanten Darstellung als auch die Datierung der Lithographie geben Rätsel auf: Mackowskys Annahme, dass es sich um eine Allegorie auf die "leichtsinnige Jugend und das verlumpte Alter" handelt, ist nicht wirklich überzeugend. Im Jahre 1785 erlebte der junge Schadow den Karneval in Berlin, wo sich diese Art der Figuren jedoch nicht finden ließ. Auch die römischen Karnevalskostüme konnten Schadow, der sich ab 1786 in der Ewigen Stadt aufhielt, nicht als Vorlage für diese Lithographie gedient haben. - Ganz ausgezeichneter und kräftiger Druck mit Rand. Ganz vereinzelte, schwache Stockfleckchen, in den oberen Ecken leicht gewellt bedingt durch Montierungsreste verso, einzelne vertikale Faltspuren, sonst in sehr schöner Erhaltung. Aus der Sammlung Thomas Graf (Lugt 2431a). Rarissimum.

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Los 6625Schadow, Johann Gottfried
Entwurf zum Grabmal Oppenheimer

Auktion 123

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.000€ (US$ 1,149)

Details

Entwurf zum Grabmal Oppenheimer.
Feder in Schwarzgrau, Bleistift auf Whatman-Velin. 29,9 x 23,9 cm. Unten rechts signiert "GvSchadow.". Wz. "J. Whatman 1814". 1820.

Aus dem schriftlichen Nachlass Schadows geht hervor, dass das Grabmal für einen D. Oppenheimer im Juli 1820 von dessen Tochter bestellt wurde. Da vorliegendes Blatt alle wesentlichen Elemente des Grabaufbaus inklusive Maßskala umfasst und überdies von Schadow signiert wurde, ist anzunehmen, dass es sich um einen Entwurf handelt, der an die Auftraggeber übermittelt wurde. Zu dem Denkmal hat sich eine weitere, skizzenhafte Vorstudie erhalten (vgl. Badstübner/Czok/von Simson 2006, Nr. 1189).

Provenienz: Wohl Sammlung Arnold Blome, Bremen (lt. Annotation verso).
1994 H. W. Fichter, Frankfurt a. M.
Privatsammlung Deutschland.

Literatur: Sibylle Badstübner-Gröger/ Claudia Czok/ Jutta von Simson: Johann Gottfried Schadow. Die Zeichnungen, Bd. 3/3, Berlin 2006, Nr. 1190.
Kat. Gezeichnete Kunst. Träume aus Stein, Edition H. W. Fichter, Frankfurt a. M. 1994, S. 23 (mit Abb.).

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Los 1163Schadow, Johann Gottfried
Erläuterungen der Abb. von den Bildhauer-Arbeiten

Auktion 121

Zuschlag
220€ (US$ 253)

Details

Schadow, Johann Gottfried. Erläuterungen der Abbildungen von den Bildhauer-Arbeiten des Johann Gottfried Schadow, seines Sohnes Ridolfo Schadow und der Transparent-Gemälde des Professors Kolbe, nach Gedichten des Wolfgang von Göthe. 8 S. (Text). Mit 33 Stahlstichen und (1 getönten) Lithograhien auf 29 Tafeln (num. Blatt I-XXX). 50 x 33 cm. Halbleinen d. Z. mit montierter OBroschur (mit stärkeren Läsuren, Knicken und Ausrissen, fleckig). Berlin, Decker, 1849.
Erste Ausgabe, erschien im gleichen Jahr wie Schadows Kunstwerke und Kunstansichte und enthält die wichtigsten Werke Schadows. Schadow hatte fast sein ganzes Leben gegen die Bevorzugung von Rauch zu kämpfen, erst mit dem Regierungsantritt Friedrich Wilhelms IV. kam eine gewisse Anerkennung und vielleicht dadurch auch der Mut zu einer kleinen Retrospektive, die das vorliegende Werk wohl darstellen sollte. – Mal mehr, mal stärker braun- und stockfleckig, die Textblätter auch etwas wasserrandig. Im äußersten Rand stärker gebräunt, hier und da Randläsuren, unfrisch.

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Los 2527Schadow, Johann Gottfried
Bescheinigung 1827

Auktion 120

Zuschlag
100€ (US$ 115)

Details

Schadow, Johann Gottfried, Bildhauer und Graphiker, Hauptmeister der Berliner Klassik, Schöpfer der Quadriga auf dem Brandenburger Tor (1764-1850). Eigh. Bescheinigung m. U. "Dr Schadow" als Akademie-Direktor. Gedrucktes Formular mit eigh. Eintragungen. 1 S. Quer-4to. Berlin 12.V.1827.
"Königliche Academie der Künste. - Dem Ferdinand Schrader wird hiermit der Unterricht in der Chir. Skelett-Classe ertheilt ... Lehrer Herr Bürde ...". - Der Maler, Kupferstecher, Lithograph und Modelleur Friedrich Leopold Bürde (1792-1849), Sohn des Dichters Samuel Gottlieb Bürde und Schwager der Opern-Primadonna Anna Milder-Hauptmann, konzentrierte sich etwa ab 1820 auf Pferdemalerei und spezialisierte sich ab 1841 als Tier-Modelleur. - Graues Papier, gering stockfleckig.

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Los 6724Schadow, Johann Gottfried
Studienblatt mit zwei Köpfen und zeichnenden Händen

Auktion 119

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.000€ (US$ 1,149)

Details

Studienblatt mit zwei Köpfen und zeichnenden Händen.
Schwarze Kreide auf Bütten. 35,4 x 22,2 cm. Unten von fremder Hand bez. und datiert "Schadow del / 1 Sept. 1830" sowie links unten paginiert "5". Wz. Nebenmarke "ADV&S".

Schadows zeichnerische Tätigkeit entfaltete sich unter anderem in dem von ihm maßgeblich angeregten und 1814 gegründeten Berlinischen Künstler-Verein. Wie in anderen Künstlervereinigungen, pflegte man auch in Berlin den Brauch, Zeichnungen von Mitgliedern zu sammeln. Gemeinsames Skizzieren war bei den abendlichen Zusammenkünften vorgesehen, die jahrelang in der Gaststätte „Englisches Haus“ in der Mohrenstraße stattfanden und deren Verlauf Schadow 1825 schilderte: „Unseres hiesigen KünstlerVereins müssen Sie sich noch entsinnen, jeden Mittwochabend kömt er im: Englischen Hause zusammen. Das Loos hat bestimt: an Wen der Abend zur Unterhaltung angewiesen ist. Dieser bringt eigne Arbeit […], liest eigene Aufsätze. […] dies nimt eine Stunde. […] Während dieser Stunde, Zeichnen viele, und diese leichten Entwürfe werden auch aufbewahrt.“ (zit. n. Badstübner-Gröger/ Czok/ von Simson 2006, Bd. 1, S. 124). Das Gros dieser „leichten Entwürfe“ sammelte man in vier Klebealben mit dem Titel „Gedanken-Späne“; eine Bezeichnung, die die lockere Freiheit und Vielfältigkeit der Blätter nur zu gut beschreibt. Auch rund 120 Blätter Schadows aus einem Zeitraum zwischen 1816-1834 waren darin enthalten. Manch ein Blatt nahm Bezug zum Inhalt der Sitzungen oder wiederholte mitgebrachte Werke anderer Mitglieder, auf anderen hielt Schadow Anwesende fest oder gab sich schlichtweg seinen Gedanken hin. Im Zwanglosen offenbart er sich dabei als experimentierfreudiger Zeichner mit stets trefflicher Handschrift.

Provenienz: Verein Berliner Künstler (Fragment Stempel "Berlinischer Künstler-Verein", nicht bei Lugt).

Literatur: Ausst.Kat. Hundert Jahre Berliner Kunst. Im Schaffen des Vereins Berliner Künstler, Berlin 1929, Nr. 1213.
Sibylle Badstübner-Gröger/ Claudia Czok/ Jutta von Simson: Johann Gottfried Schadow. Die Zeichnungen, Bd. 3/3, Berlin 2006, Anhang I ("verschollene Zeichnungen"), S. 802, Nr. 113.

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Los 6731Schadow, Johann Gottfried
Der Bildhauer Daidalus bei der Arbeit

Auktion 118

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
5.000€ (US$ 5,747)

Details

Der Bildhauer Daidalus bei der Arbeit.
Bleistift, schwarze und weiße Kreide auf hellbraunem Velin, in weißer Kreide quadriert. 29,5 x 30,5 cm. Am oberen Rand in griechischer Schrift "Dadalos", rechts daneben noch einmal in korrekter Schreibweise "Daidalos". Um 1836.

Dargestellt ist der mythische Künstler und Bildhauer Daidalus in einem antikischen Gewand bei der Arbeit an einer kleinen Jünglingsstatue, die vor dem Meister auf einem kleinen Holzgestell steht. Mit einem dünnen Modellierholz verleiht Daidalus der Figur gerade noch den letzten Schliff. Das Berliner Kupferstichkabinett bewahrt eine Vorstudie zu unserem bereits bildmäßig ausgeführten Blatt (Sibylle Badstübner-Gröger, Claudia Czok, Jutta von Simson: Johann Gottfried Schadow - Die Zeichnungen, Berlin 2006, Nr. 1917 mit Abb.). Auf dieser ist die grundsätzliche Disposition der Figuren in flotten Strichen angelegt, lediglich die plastische Ausarbeitung etwa des Gewandes und die Details fehlen noch. Wie unser Blatt ist auch die Vorstudie in 49 gleichgroße Quadrate unterteilt, die darauf hinweisen, dass die Komposition möglicherweise in ein größeres Werk überführt werden sollte. Jutta von Simson datiert unsere Zeichnung in das Jahr 1836. Sie verweist dabei auf eine andere Zeichnung Schadows im Berliner Kupferstichkabinett mit der Darstellung eines Bildhauers bei der Arbeit, die das Datum 1836 trägt, und die Schadows intensive Auseinandersetzung mit dem Künstler als Lehrmeister in dieser Phase belegt. Ein weiteres Mal taucht das Thema des Bildhauer-Lehrers mit Schüler in der Zeichnung "Phidias mit einem zeichnenden Knaben" auf, die Schadow dem jungen Emil Bendemann zu seiner Hochzeit im Dezember 1836 schenkte (op.cit., Nr. 1934 und Nr. 1935, je mit Abb.). Ein Gutachten von Jutta von Simson zu unserer Zeichnung vom 5. Oktober 2021 liegt in Kopie vor.

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Los 2670Schadow, Johann Gottfried
Nachschrift seiner Proportionslehre

Auktion 117

Zuschlag
100€ (US$ 115)

Details

Schadow, Johann Gottfried, Bildhauer und Graphiker, Hauptmeister der Berliner Klassik, Akademiedirektor, Schöpfer der Quadriga auf dem Brandenburger Tor (1764-1850). Nachschrift seiner Proportionslehre durch einen Schüler. Zweiteiliges Manuskript. Zus. 18 Bl., zweiseitig beschrieben, zwischengeheftet 2 Bl. mit kommentierten Zeichnungen. 4to. Geheftet, ohne Umschlag. Berlin 1854-1855.
"Osteologie und Myologie und Proportionslehre des Menschen nach G. v. Schadow". Von einem Schüler der Akademie gefertigtes Manuskript; der erste Teil am Schluß datiert "November 1854. Berlin". - Die untere Hälfte des Titelblattes abgeschnitten; Heftung gelöst; Flecken und andere Gebrauchsspuren. - Beiliegend 5 Bl. anatomische Blei-, Feder- und Rötelzeichnungen, 1 Lithographie und 24 Bl. Radierungen mit Proportions-Vorlagen menschlicher Figuren nach älteren Kunstwerken (mit Gebrauchsspuren, die Radierungen teils stark stockfleckig). - Beispiel der Fortwirkung Schadows in Berlin, auch vier Jahre nach seinem Tod.

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Los 5304Schadow, Johann Gottfried
Kosak, Kalmük, Landwehrmann

Auktion 116

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
250€ (US$ 287)

Details

Kosak, Kalmük, Landwehrmann. Radierung mit Aquatinta in Grauschwarz von Friedrich Jügel. 36 x 28,6 cm. (1813). Mackowsky 52.

Ausgezeichneter, kontrastreicher Druck mit Rand. Etwas gebräunt und angestaubt, sonst gut erhalten. Selten.

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Los 5303Schadow, Johann Gottfried
Familiengruppe

Auktion 116

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.125€ (US$ 1,293)

Details

Familiengruppe. Radierung auf Velin. 7 x 11,3 cm. Um 1785. Mackowsky 13 II.

Johann Gottfried Schadow war nicht nur der bedeutendste Bildhauer Preußens des ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhunderts, er tat sich gleichzeitig auch als ein bemerkenswert fähiger Zeichner und verdienstvoller Graphiker hervor. Die intime Familiendarstellung gehört zu den frühesten graphischen Arbeiten des Künstlers. Die verfeinerte technische Behandlung und die trotz des kleinen Formats subtile und räumlich überzeugende Kompositionsweise lassen das schnell herangereifte Können des erst Zwanzigjährigen erkennen. Schadows feinteiliger Zeichenstil und seine Aufmerksamkeit für das menschliche, anekdotische Detail verraten den Einfluss seines um eine Generation älteren Berliner Kollegen Daniel Chodowiecki. Ausgezeichneter, nuancierter Druck mit Rand. Vorzüglich erhalten.

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Los 1380Schadow, Johann Gottfried
Unterschied der Gesichtszüge im Menschen

Auktion 115

Zuschlag
600€ (US$ 690)

Details

(Schadow, Johann Gottfried). Inhalt der neun und zwanzig Tafeln mit Umrissen, zur Erläuterung der Abhandlung über den Unterschied der Gesichtszüge im Menschen, als Fortsetzung des Policlet. Mit 29 lithographischen Tafeln. 62 x 48,5 cm. Pappband d. Z. (stark berieben und mit Fehlstellen; der vordere OUmschlag eingebunden). Berlin, um 1835.
Erste Ausgabe des Tafelbandes zu dem Textband "National-Physiognomien oder Beobachtungen über den Unterschied der Gesichtszüge und der äußeren Gestalt des Körpers". "Das Werk bietet die reichste Gelegenheit dar, auf die wunderbarsten Phänomene im Bereiche menschlicher Gestaltung - nämlich auf ihre unendliche Mannigfaltigkeit, auf die tausend und übertausend Variationen über ein und dasselbe Grundthema aufmerksam zu machen und besonders den Künstler darauf hinzuleiten, dass Erfassung der Individualität der Form eine der höchsten Aufgaben aller künstlichen Darstellung werden müsse und ihm recht fühlbar zu machen, an wie schmale Grenzen der Gestalt oft die bedeutendsten Unterschiede des geistigen Ausdrucks gebunden sind" ("Übersicht der wissenwerthesten Mittheilungen in den neuesten medicinischen Werken und Zeitschriften", 1836, S. 25). – Etwas gebräunt, einige Blätter etwas stärker feuchtrandig, braun- und stockfleckig.

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Los 5381Schadow, Johann Gottfried
Besuchskarte

Auktion 115

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
2.125€ (US$ 2,443)

Details

Besuchskarte. Radierung in Rotbraun gedruckt. 8 x 9,7 cm. (1799). Mackowsky 41.

Ausgezeichneter Druck mit breitem Rand. Geringfügige Altersspuren, sonst gut erhalten. Selten.

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Los 5382Schadow, Johann Gottfried
Vier Satiren auf Napoleon

Auktion 115

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
938€ (US$ 1,078)

Details

Vier Satiren auf Napoleon: Le Partage du Monde, Joie de la Grande Nation, Emparez-vous de Berlin, Das Hallesche Tor. 4 Radierungen. Je ca. 15,5 x 20,4 cm. 1813-1815. Mackowsky 57-60, je I (von II).

Die komplette Folge in ausgezeichneten Drucken mit Rand, vor der Aquatinta von Johann Baptist Hoessel. Drei Blatt etwas vergilbt, leichte Altersspuren, sonst in sehr guter Erhaltung. Sehr selten.

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Los 5588Schadow, Johann Gottfried
Orig. Kupferdruckplatte mit der Darstellung der Kaffeesteuer

Auktion 114

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
938€ (US$ 1,078)

Details

Kaffeesteuer. Orig. Kupferdruckplatte. 14,9 x 20,1 cm. 1784. Druckplatte zu Mackowsky 4.

Schadow nutzte die Druckgraphik als Instrument, um seinen gesellschaftlichen Anschauungen auf meist humoristische Weise Ausdruck zu verleihen. Hier spielt er auf die von Friedrich II. vorgenommene Einführung der Kaffeesteuer an, von der allerdings der Adel, die Offiziere und große Teile der sogenannten Bourgeoisie befreit waren. Damit sollte garantiert werden, daß der Genuß des Kaffees weiterhin ein Privileg der gehobenen Gesellschaftskreise blieb.

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[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

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