Artist Index: Ptolemaeus, Claudius


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Los 1316Ptolemaeus, Claudius
Cosmographia. Codex urb. lat. 277

Auktion 127

Nachverkaufspreis
1.400€(US$ 1,609)

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Ptolemaeus, Claudius. Cosmographia. Codex urbinas latinus 277. Faksimile, Kommentar und Dokumentation. 2 Bände und 1 Mappe. 60 x 44 cm bzw. 34 x 24 cm. Überaus reich blindgeprägtes dunkelbraunes OKalbsleder (kaum berieben) über schweren, kantigen Holzdeckeln mit großem goldgeprägtem Deckelornament 2 Messingschließen und 10 großen, durchbrochenen, geschmiedeten und mit Buckeln versehenen, an Rundkopfnägeln befestigten Messingbeschlägen; OPappe mit goldgeprägtem Rücken- und VDeckeltitel; OPappmappe zusammen in großer Holzkiste mit hölzernem Buchaufsteller. Zürich, Belser, 1983.
Eines von 500 arabisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 550) des Ptolemaeus-Atlas' aus der Biblioteca Apostolica Vaticana, prachtvoll faksimiliert und in hochkarätigem Blattgold gehöht und außergewöhnlich schön gebunden. Die Cosmographia, eine Darstellung der ganzen bekannten Welt war von dem aus Alexandria stammenden Astronom, Mathematiker und Geographen Claudius Ptolemäus im zweiten nachchristlichen Jahrhundert verfasst worden. Sie verzeichnet mehr als 8000 Orte, die in der diesem Faksimile zugrunde liegenden Handschrift visuell in Karten dargestellt wurden.

Der Kommentarband enthält zahlreiche Essays: Die Cosmographia des Claudius Ptolemäus. Codex urbinas latinus 277. Eine Einführung. Hrsg. von Arthur Dürst. 1983. - Codices e Vaticanis selecti quam simillime expressi iussu Jioannis Pauli PP II consilio et opera curatorum Bibliothecae Vaticanae, Volumen LXXX. – Nur unwesentliche Gebrauchsspuren, sehr schönes Exemplar.

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Los 5Ptolemaeus, Claudius
Geografia cioè descrittione universale della terra

Auktion 121

Zuschlag
4.400€ (US$ 5,057)

Details

(Ptolemaeus, Claudius). Geografia cioè descrittione universale della terra. Nuovamente ricontrati, & coretti da Gio. Antonio Magini. Dal Latino nell'Italiano tradotta dal Leonardo Cernoti. Con due indici copiosissimi. Nuovamente correto, et accresciuto. 2 Teile in 1 Band. 2 nn., 62, 21 num., 1 w., 14 nn. Bl.; 212 num., 30 nn. Bl. Mit 2 wiederholten gestochenen Titelvignetten, blattgroßer Kupferstichkarte, 63 halbseitigen Kupferstichkarten und zahlreichen schematischen Textholzschnitten. 29 x 20 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig und berieben) mit ornamentaler RVergoldung und goldgeprägtem rotem RSchild. Padua, Paolo und Francesco Galignani, 1620-1621.
Philips 436. Nordenskiöld 28, 29. Sabin 66508. Sanz 243. – Zweiter Druck der zuerst 1598 in Venedig erschienenen italienischen Übersetzung durch Leonardo Cernoti, die wiederum auf Marginis lateinische Edition von 1596 zurückgeht. Enthält 27 "alte" ptolemäische Karten und 37 "moderne" Karten. Unter diesen vier Weltkarten (Shirley 193), eine Amerikakarte (Burden 93) sowie Teile Amerikas auf sechs weiteren Karten (vgl. Burdon 94/95). – Wenige Lagen etwas gebräunt oder braunfleckig bzw. mit kleinem Wasserrand, Blatt Cii mit kleinem Randeinriss, vereinzelte unbedeutende Flecken. Sehr schönes, sauberes und frisches Exemplar im intakten zeitgenössischen italienischen Einband, Innenspiegel mit den montierten Bücherzeichen der Marbury Hall bzw. Marbury Library.

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Los 6Ptolemaeus, Claudius
Tabulae geographicae orbis terrarum

Auktion 121

Zuschlag
1.800€ (US$ 2,069)

Details

Ptolemaeus, Claudius. Tabulae geographicae orbis terrarum veteribus cogniti (Kupfertitel). 1 Bl. (Index). Kupfertitel und 27 (4 kolorierte) doppelblattgroße Kupferstichkarten. 40 x 27 cm. Marmorierter Pappband des 19. Jahrhunderts (stark lädiert, ohne Rücken). Franeker, Leonhard Strik und Utrecht, Franz Halma, 1695.
Phillips 5952. – Erste Ausgabe. Enthält neben der kolorierten Weltkarte "Universalis tabula iuxta Ptolemaeum" vier Afrikakarten, zwölf Asienkarten und zehn Europakarten. Exemplar mit zusätzlicher, im Index nicht genannter Afrikakarte "Aegyptum inferiorem" (Appendix zu "Afrika III"). – Bindung lädiert, die Karten teils lose oder gelöst. Gebräunt und etwas fleckig, teils mit Quetschfalten, kleinen Feuchtigkeitsrändern oder Einrissen, die vier kolorierten Karten (Weltkarte und 3 x Italien) lose.

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Los 1570Ptolemaeus, Claudius
Cosmographia. Codex urb. lat. 277

Auktion 119

Zuschlag
1.400€ (US$ 1,609)

Details

Ptolemaeus, Claudius. Cosmographia. Codex urbinas latinus 277. Faksimile und Kommentar. 2 Bände. 60 x 44 cm bzw. 34 x 24 cm. Überaus reich blindgeprägtes dunkelbraunes OKalbsleder (kaum berieben) über schweren, kantigen Holzdeckeln mit großem goldgeprägtem Deckelornament 2 Messingschließen und 10 großen, durchbrochenen, geschmiedeten und mit Buckeln versehenen, an Rundkopfnägeln befestigten Messingbeschlägen bzw. OHalbleder mit goldgeprägtem Rücken- und VDeckeltitel auf Leinenbezug. Zürich und New York, Belser, 1982.
Eines von 500 arabisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 550) des Ptolemaeus-Atlas' aus der Biblioteca Apostolica Vaticana, prachtvoll faksimiliert und in hochkarätigem Blattgold gehöht und außergewöhnlich schön gebunden. Die Cosmographia, eine Darstellung der ganzen bekannten Welt war von dem aus Alexandria stammenden Astronom, Mathematiker und Geographen Claudius Ptolemäus im zweiten nachchristlichen Jahrhundert verfasst worden. Sie verzeichnet mehr als 8000 Orte, die in der diesem Faksimile zugrunde liegenden Handschrift visuell in Karten dargestellt wurden.

Der Kommentarband enthält zahlreiche Essays: Die Cosmographia des Claudius Ptolemäus. Codex urbinas latinus 277. Eine Einführung. Hrsg. von Arthur Dürst. 1983. - Codices e Vaticanis selecti quam simillime expressi iussu Jioannis Pauli PP II consilio et opera curatorum Bibliothecae Vaticanae, Volumen LXXX. – Nrur unwesentliche Gebrauchsspuren, sehr schönes Exemplar.

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Los 1177Ptolemaeus, Claudius
Geographiae libri octo

Auktion 115

Zuschlag
4.000€ (US$ 4,598)

Details

Ptolemaeus, Claudius. Geographiae libri octo, recogniti iam et diligenter emendati cum tabulis geographicis ad mentem auctoris restitutis ac emendatis, per Gerardum Mercatorum. 1 Bl., 90 (recte: 108) S., 16 Bl. (Index; l. w.), 19 Bl. Mit Kupfertitel, 6 kleinen und 2 halbseitigen Textholzschnitten, typographischer Tabelle und 28 (27 doppelblattgroße) Kupferstichkarten. 40 x 27,5 cm. Flexibler Pergamentband d. Z. (etwas stärker fleckig, vom Block gelöst, Rücken lädiert, Rückumschlag unter Einfluss von Feuchtigkeit gewellt). Köln, G. van Kempe, 1584.
VD 16 P 5219. Koeman II, Me 2. Philipps I, 390. Sabin 66491. – Zweite Ausgabe der "first edition of Ptolemy's Geography with Mercator's maps" (Sabin). Die Karten sind von den unveränderten Platten der Ausgabe 1578 gedruckt, jedoch mit neuem Kupfertitel. Enthält eine Weltkarte, mehrere Europakarten sowie Afrika- und Asienkarten. – Karte IX mit Quetschfalte im Bug. Der Kartenteil am Schluss mit zunehmendem Feuchtigkeitsfleck vor allem im unteren Rand, gegen Ende auch sporfleckig, letzte Blatt stark betroffen, das Papier dort stellenweise porös und mit Läsuren. Bindung insgesamt etwas schwach, die Lagen teils gelöst. Titel fingerfleckig und gestempelt, mit kleinen Randknicken. Vollständiges, zeitgenössisch gebundenes Exemplar mit leichtem Wasserschaden am Schluss, den es zu restaurieren gilt. Sehr selten, nur drei Ergebnisse im JAP in den letzten 20 Jahren.

** English **

Flexible vellum (somewhat strongly stained, loosened from the book block, spine damaged, rear cover curled from dampening).

Map IX with crease. Maps on last pages with increasing damp stains in the lower margin. Leaves near the end also spore-stained, especially the last leaf which is partly porous and damaged. Weak binding, quires partly loose. Title stained, stamped and with some small bends in the corners. Complete copy in contemporary binding. Very rare, only three copies in German auctions, in the last 20 years.

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Los 1431Ptolemaeus, Claudius
Cosmographia. Codex urb. lat. 277

Auktion 115

Zuschlag
1.400€ (US$ 1,609)

Details

Ptolemaeus, Claudius. Cosmographia. Codex urb. lat. 277. Faksimile in Gold und Farben. 60 x 44 cm. Reich blindgeprägtes dunkelbraunes OKalbsleder über schweren, kantigen Holzdeckeln mit großem goldgeprägtem Deckelornament 2 Messingschließen und 10 großen, durchbrochenen, geschmiedeten und mit Buckeln versehenen, an Rundkopfnägeln befestigten Messingbeschlägen. Zürich und New York, Belser, 1982.
Eines von 500 arabisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 550) des Ptolemaeus-Atlas' aus der Biblioteca Apostolica Vaticana, prachtvoll faksimiliert und in hochkarätigem Blattgold gehöht. – Ohne den Kommentarband und Schuber.

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Los 579Ptolemaeus, Claudius
Geographicae Ennarationis, Libri Octo.

Auktion 112

Zuschlag
90.000€ (US$ 103,448)

Details

In prachtvollem Altkolorit
Ptolemaeus, Claudius. Geographicae Enarationis, Libri Octo. Ex Bilibaldi Pirckeymheri tralatione, sed ad Graeca & prisca exemplaria à Michaele Villanovano (d. i. Servetus') secundò recogniti, & locis innumeris denuò castigati. 149 S., 1 Bl., 48 Bl. Mit großer kolorierter Holzschnitt-TVignette, 2019 (8 11-zeilige, 2000 6-zeilige und 11 3-4-zeilige) Metallschnitt-Initialen, 6 (2 ganzseitige) kolorierten Textholzschnitten und 50 (49 doppelblattgroße) kolorierte Holzschnittkarten (in Pag.). 40,5 x 28,5 cm. Halbleder d. 19. Jahrhunderts (Rückenleder teils etwas stärker berieben, leicht bestoßen) mit goldgeprägtem RTitel, RVergoldung, Blindprägung und goldenen Deckelfileten. (Vienne, Gaspar Trechsel, für) Lyon, Hugo a Porta, 1541.

Die zweite Servetus-Ausgabe der "Geographicae enarrationis" in der Bearbeitung des spanischen Mediziners, humanistischen Gelehrten und Theologen Miguel Serveto y Reves (latinisiert zu Michael Servetus; 1511-1553), für dessen Brandmarkung als Ketzer sich vor allem Johannes Calvin eingesetzt hatte. Neben Medizin und Theologie hatte sich Servetus auch für Mathematik, Geographie und Astrologie interessiert, woraus die Kommentierung des großen Ptolemaeus-Atlas hervorging, die erstmals 1535 gedruckt wurde. Servetus war 1540, kurz vor der Drucklegung der vorliegenden Ausgabe als Leibarzt des Erzbischofs nach Vienne berufen worden, von wo aus er in einen Disput mit Calvin trat, der drohte, „sollte Servetus einmal nach Genf kommen, würde er nicht lebendig weggehen“ (Brief vom 26. Februar 1546 : "si venerit, modo valeat mea autoritas, vivum exire nunquam patiar"). 1553 wurde Servetus dann auf dem Scheiterhaufen verbrannt, zusammen mit zahlreichen Exemplaren des 'Ptolemaeus': "The part this book played in the condemnation of its editor, Servetus, has given it fame; and since many copies were burnt by order of Calvin, it has become rare" (Winsor 17).

"Eine besondere Leistung des Ptolemaios bestand darin, für die Darstellung einer Weltkarte eine neue Projektionsmethode beschaffen zu haben. Es ging dabei um das Problem, wie eine Kugeloberfläche sinnvoll auf eine Ebene übertragen werden kann. Ptolemaios erkannte die Schwächen der seit Eratosthenes (3. Jh. v. Chr.) geläufigen Zylinderprojektionen, nach welcher sein Vorläufer Marinos in einem rechtwinkligen Koordinatensystem die Orte eingetragen hatte und die bekanntlich mit zunehmendem Abstand vom Äquator zu grossen Verzerrungen führt. Demgegenüber propagiert er eine neue, höchst geniale Methode, welche die Proportionen der Kugeloberfläche ungleich viel wahrheitsgetreuer wiedergibt: die Kegelprojektion" (Alfred Stückelberger, Der geographische Atlas des Ptolemaios).

Die Holzschnitt-Karten stammen von den originalen Stöcken der Straßburger Ausgaben von 1522 und 1525. 27 der Karten sind 'ptolemäische', also in der Interpretation des spätantiken Autors sowie 23 dem Forschungsstand der Zeit angeglichene, neuere Karten, in die die Entdeckung Amerikas mit einbezogen wurde (vgl. Burden 4), "with account of Columbus on the back" (Sabin).

Das Ende des ersten 'ptolemäischen' Teils bildet die große Weltkarte (27), am Schluss (49 und 50) dann die beiden 'modernen' Weltkarten "Tabula nova totius orbis - Tabula orbis cum descriptione ventorum" (allesamt verso ohne Text). Wie üblich ist die Lothringen-Karte verso auf die "Tabula nova Provinciarum Rheni" gedruckt worden. Albrecht Dürers Entwurf der "Armillarsphäre mit dem bewohnten Erdkreis" (Meder 262) war die Vorlage für die ganzseititige Textabbildung, die erstmals 1525 erschienen war: "Die im 6. Kapitel des 7. Buches wiedergegebene Armillarsphäre ragt an Präzision der Darstellung heraus ... Sie zeigt, wie die humanistischen Kosmographen beim Studium des Ptolemäus konsequent auf eine Vervollkomnung der kugelförmigen Projektion der Erde hingeleitet wurden. Sie erweist sich so als nachträgliche Rechtfertigung der Dürer-Stabius-Weltkarte" (Schoch 275). – Titelblatt mit geringen Randläsuren (rundum sauber im Steg verstärkt), sonst kaum Risse oder Papierläsuren (wenige Knicke und Knautschungen, zwei Blätter, S. 147-150 mit winzigem alt hinterlegten Bugausriss, winziger Marginalverlust), wenige alte Falz- bzw. Bugverstärkungen, Karten teils wohl bei Bindung säurefrei angefaltzt, gelegentlich etwas stärker braunfleckig und gebräunt, doch nur vereinzelt gering fingerfleckig, Grünfarbe wie üblich leicht durchgeschlagen, teils auch überdeckend, aber völlig ohne Farbfraß, insgesamt ein bemerkenswert gutes, vollständiges Exemplar in ausgezeichneter zeitgenössischer Farbigkeit:

Die für die Zeit typischen leuchtenden Karmesinrot, Gelb, Altgrün und Orange- sowie Roséfarben sind überall kraftvoll und sorgsam aufgetragen, die umgebenden Koordinatenrahmen jeweils in rot-gelbem Wechsel, das Meer in laviertem Blaugrün, Flüsse in minutiösen Blaustrichen, Berge in Jagdgrün etc. Hübsch sind auch die zahlreichen kleinen figürlichen Vignetten, die in die Holzstöcke der Karten eingefügt wurden, mit Wappenschildern, Zeltlagern, Königen und Prinzen, wilden Tieren wie Bär, Elephant, Naßhorn, Rindvieh. Ferner dargestellt ist ein Schlachtfest bei den Menschenfressern, ein Homme sans tête, eine indische Brautverbrennung, wilde Unholde und vieles mehr, die ebenfalls ganz im Stil der Mitte des 16. Jahrhunderts koloriert wurden.

Auf dem Kolophonblatt verso eine hübsche Bleistiftzeichnung nach dem Christo Giustiniani von Michelangelo sowie die Zeichnung eines Gesichts. Das Titelblatt unten mit einem großen Wappenexlibris in einer farbigen Gouachezeichnung: Zwei steigende Löwen halten ein vierteiliges Wappenschild mit drei Flügeln auf blauem Grund sowie zwei Flügeln auf wechselndem Gold- und Weißgrund, ferner ein Scherenband auf Roséfarbenem und ein gescheckter Windhund auf gelbem Grund.

Lit.: STC 367. Adams P 2226. Phillips 366. Mortimer 450 Anm. Sabin 66485. Sanz 23 (auch S. 187). Alden-Landis 541/9. Baudrier XII. Shirley T.PTOL-7g. Stevens 49. Fulton, Servetus 10 (auch S. 32f.).

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Los 123Ptolemaeus, Claudius
Tabula Europae V. Altkolorierte Kupferstichkarte

Auktion 107

Zuschlag
420€ (US$ 483)

Details

Ptolemaeus, Claudius. Tabula Europae V. Rhaetia et Vindelicia, Noricum, etc. complectitur haec quinta Europae tabula Rhaetiam. Kolorierte Holzschnitt-Karte. Blattgröße: 31 x 37,6 cm. Straßburg, Johannes Grüninger, ca. 1522-1525.
Altkolorierte Ptolemaeus-Karte aus einer der Straßburger-Ausgaben von Johannes Grüninger mit der Darstellung von Italien und einem Teile von Sizilien, der Adriagebiete von Venedig, der südlichen Alpengebiete ("Vindelicia"), bis nach Pannonien (dem heutigen Ungarn), Illyrien, Dalmatien und Makedonien. Links eine Textkartusche oben die ebenfalls typographische Bezeichnung: "Tabula Europae V.". Verso die schöne große Holzschnitt-Titelbordüre der Karte "Rhaetia". – Winziges Löchlein, unwesentlich fleckig, das Altkolorit teils etwas flüchtiger aufgetragen, insgesamt ein sehr schönes, farbenprächtiges Blatt dieser überaus seltenen, frühen Karte, die noch das seit der Antike bis ins 16. Jahrhundert (bis zu Kopernikus) gültige ptolemäischen Weltbild widerspiegelt.

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Los 1152 [*]Ptolemaeus, Claudius
Omnia quae extant opera

Auktion 102

Zuschlag
3.000€ (US$ 3,448)

Details

Exemplar mit beiden Honter-Sternenkarten
aus erster Provenienz in datiertem Prachteinband

Ptolemaeus, Claudius. Omnia quae extant opera, praeter Geographiam, quam non dissimili forma nuperrimè aedidimus: summa cura & diligentia castigata ab Erasmo Osualdo Schrekhenfuchsio, & ab eodem Isagoica in Allmagestum praefatione, & fidelissimis in priores libros annotationibus illustrata. 44 Bl., 447 S. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken, 2 doppelblattgroßen Holzschnitt-Sternbildkarten von J. Honter und zahlreichenh Diagrammen im Text. 31,4 x 20,2 cm. Brauner geglätteter Kalbslederband d. Z. (Rücken alt ersetzt, Leder brüchig, an Kanten teils ergänzend restauriert, etwas beschabt) mit Schwarzfileten, goldgeprägten Stempeln (Fleurs-de-Lys, Eicheln, Räucherschale, Sonnenblumenblüte etc.) sowie 2 goldgeprägten Mittelstücken (Christus als Salvator mundi und Christus triumphans) und der auf dem VDeckel eingeprägten Jahreszahl "1551". Basel, (Heinrich Petri, 1551).
STC 718. VD16 P 5205. Adams P 2208. Houzeau-Lancaster 881. Zinner 2026. Libri Rari, 226, III, 6. Poggendorff II, 842. ADB XXXII, 467. Warner, Sky explored, 123, 1A/B. Wightman, Science and the Renaissance 542 c. – Erste von dem Baseler Mathematiker und Astronom Erasmus Oswald Schreckenfuchs (1511-1579) bearbete und herausgegebene Gesamt-Ausgabe der mathematischen Schriften (insgesamt zweite Gesamtausgabe dieser Schriften). Unter den Werken des Ptolemaeus ragt sein Handbuch der Astronomie, das sogenannte Almagest, heraus. Dieses Werk systematisierte die bis dahin erfolgten astronomischen Forschungen in einer gleichermaßen mathematisch-technisch, wie auch methodisch herausragenden Form, so dass es für etwa 1500 Jahre das unbestrittene Grundlagenwerk der Astronomie wurde.
Schreckenfuchs, der Herausgeber dieser Ausgabe, zählte zu den ersten Anhängern des Kopernikus in Deutschland. Nach Seite 332 sind die beiden Sternbild-Hemisphären-Karten des Johannes Honter eingebunden, die des nördlichen Himmels 1532 datiert, die des südlichen Himmels monogr. "IHC". Die prachtvollen Holzschnitte hatten erstmals in einigen Exemplaren von Petris Ptolemäus-Ausgabe von 1541 Verwendung gefunden und liegen hier noch im Originalzustand vor, lediglich die Titelzeile ist neu gesetzt.
"These two woodcut maps are noteworthy for both their geocentrism and their novel constellation style. Whereas Dürer's maps... showed the stellar universe as from the outside, Honter's were the first important printed maps showing the stars as seen from the earth. Other cartographers who quickly adopted Honter's point of view were Piccolomini and Postel ... the popularity of Honter's maps can be indicated by the many copies and editions yet known" (Warner). – Das Titelblatt leicht angestaubt und fingerfleckig, mit altem Sammlungsstempel der Adelsbibliothek des Steyrer Ritters von Hauslab: "Ex Bibliotheca F. Z. M. Fr(eiherr) Ritt(er) v(on) Hauslab" (Rietstab I, 903) und hs. Besitzvermerk der Äbte des Klosters Kempten "Monasterij Campidonensis". Da das Werk von dem Herausgeber Oswald Schreckenfuchs an Wolfgang Grünenstein, den Abt des Kloster Kempten, gewidmet ist, liegt hier aller Wahrscheinlichkeit das Exemplar dem Kloster und seinem Abt persönlich überreichte erste Exemplar vor.
Auf dem vorderen Innendeckel das Exlibris der schlesischen Familie Liechtenstein von Nicolsburg, Grafen von Troppau (Rietstap II, 67). Besonders bemerkenswert ist der prachtvolle, wenn auch restaurierte Einband (vgl. auch Brunet IV, 947 und Caillet III, 9014) mit den beiden Christusplatten (diese Teils leicht abgerieben und der dem Druckjahr entsprechenden Jahreszahl "1551".

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[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“


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