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Los 5178Niederländisch
1. Hälfte 16. Jh. Sich umarmendes Liebespaar
Auktion 126
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.500€ (US$ 1,705)
1. Hälfte 16. Jh. Sich umarmendes Liebespaar. Kupferstich. 8 x 4,2 cm. Wohl unbeschrieben.
Versiert ausgeführte Arbeit wohl eines Kleinmeisters in einem prachtvollen, klaren Druck mit schmalem Rändchen. Insgesamt nur leicht fleckig, schwache Altersspuren, montierungsbedingt dünne Stellen in den beiden oberen Ecken, verso winzige Bleistiftannotation "Liebespaar", sonst sehr schön und original erhalten. Sehr selten, wir konnten nur ein weiteres Exemplar dieser Arbeit im Louvre finden.
Los 6021Niederländisch
1653. Die Bekehrung des hl. Hubertus im Wald
Auktion 126
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
12.500€ (US$ 14,205)
1653. Die Bekehrung des hl. Hubertus im Wald.
Öl auf Holz. 59 x 74,5 cm. Verso oben links in der Ecke monogrammiert und datiert "S.N. 1653" (unter UV-Licht sichtbar).
Der Legende nach begegnete der heilige Hubertus während der Jagd einem prächtigen Hirsch. Als er versuchte, das Tier zu töten, erschien ein Kreuz zwischen dessen Geweih. In diesem Moment bekehrte er sich zum christlichen Glauben. Diese Geschichte ist identisch mit der Bekehrungslegende des heiligen Eustachius; ein Verweis auf diesen ist die römische Uniform, denn Eustachius war unter Kaiser Trajan Heermeister einer römischen Legion gewesen. Eustachius war ursprünglich der ältere Jagdheilige, doch ab dem 15. Jahrhundert wurde die Hirschlegende zunehmend Hubertus zugeschrieben, der heute als bekannterer Schutzpatron der Jäger gilt.
Der heilige Hubertus lebte in Lüttich in den Niederlanden, und seine Bekehrung wurde besonders häufig von flämischen Malern dargestellt - oft als Vorwand für die Ausarbeitung einer prachtvollen Landschaft, wie sie beispielsweise auch von Jan Bruegel d. Ä. oder Roelant Savery zu dieser Thematik überliefert ist.
Der ruhige Moment der Offenbarung kontrastiert mit der typischen Dynamik der Jagdmalerei und betont die spirituelle Dimension der Szene. Die Hunde verweisen auch auf Hubertus’ Rolle als Schutzpatron der Jäger und Hunde. Die sehr qualitätvolle und realistische Darstellung der Tiere könnte auf einen Maler mit zoologischem Interesse hindeuten. Auch der Hund im Vordergrund rechts ist keinesfalls zu groß geraten - es handelt sich hierbei um einen sogenannten Bärenhund, der in der Tat eine beträchtliche Körpergröße aufweist.
Los 6531Niederländisch
17. Jh. Stehender Kavalier, einen Hut haltend
Auktion 126
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.625€ (US$ 1,847)
17. Jh. Stehender Kavalier, einen Hut haltend.
Schwarze Kreide, weiß gehöht, spätere Einfassung in brauner Feder, auf blauem Papier. 19 x 9,8 cm.
Los 6533Niederländisch
17. Jh. Wiesenstück mit Gräsern und Blattgewächsen
Auktion 126
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
2.750€ (US$ 3,125)
17. Jh. Wiesenstück mit Gräsern und Blattgewächsen.
Schwarze Kreide, dunkelgrau laviert und weiß gehöht, auf blauem Papier. 19,9 x 36,4 cm.
Provenienz: Mit unbekanntem Sammlermonogramm in Bleistift "F.N." (nicht bei Lugt).
Los 6026Niederländisch
17. Jh. Winterliches Eisvergnügen
Auktion 126
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.125€ (US$ 1,278)
17. Jh. Winterliches Eisvergnügen vor einem Stadttor.
Öl auf Holz. 33 x 41,5 cm. Unten rechts von fremder Hand bezeichnet "K. Molenaer", verso montiert ein handschriftliches Gutachten von Heinrich Zimmermann, Berlin, vom 1. Februar 1950.
Los 6529Niederländisch
17. Jh. Blick in eine Gracht mit Steinbrücke
Auktion 126
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
7.500€ (US$ 8,523)
17. Jh. Blick in eine Gracht mit Steinbrücke.
Schwarze Kreide, grau laviert, in brauner Feder eingefasst. 18,2 x 27,5 cm.
Los 6022Niederländisch
17. Jh. Kerkerszene: Mann hinter einem Gitterfenster
Auktion 126
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.875€ (US$ 2,131)
17. Jh. Kerkerszene: Mann hinter einem Gitterfenster.
Öl auf Leinwand (lose, ohne Keilrahmen). 20,5 x 31,5 cm.
Los 6727Niederländisch
17. Jh. Rheinansicht mit dem Mäuseturm bei Bingen und die Ruine Ehrenfels
Auktion 125
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
500€ (US$ 568)
17. Jh. Rheinansicht mit dem Mäuseturm bei Bingen und die Burg Ehrenfels.
Feder in Braun, grau laviert. 15,2 x 28,2 cm. Teils in brauner Feder ortsbezeichnet.
Los 6729Niederländisch
um 1650/60. Dünenlandschaft mit Fischerhütte
Auktion 125
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
8.750€ (US$ 9,943)
um 1650/60. Dünenlandschaft mit Fischerhütte.
Schwarze Kreide, grau laviert. 18,3 x 30 cm. Wz. Nebenmarke LP.
Das schlichte Sujet einer verlassenen Fischerhütte am Strand besticht durch seine subtile atmosphärische Durchdringung und zeichnerische Brillanz. Treffsicher ist die aus alten Brettern und Treibholz erbaute Hütte charakterisiert; scheinbar mühelos hat der Künstler die umgekehrten Kübel und andere verstreute Artefakte dargestellt. Das Ganze verrät eine geübte, ja virtuose Hand. Von Jacob van Ruisdael, einem der größten niederländischen Zeichner des 17. Jahrhunderts, sind einige wenige, aus den 1660er Jahren stammende Dünenansichten erhalten. Unser Blatt lässt sich stilistisch gut mit einer Dünenlandschaft des Künstlers vergleichen, die im Berliner Kupferstichkabinett aufbewahrt wird (Inv.Nr. KdZ 2593). Das Berliner Blatt ist in einer ähnlichen Technik ausgeführt und auf einem vergleichbaren gräulichen Papier gezeichnet. Stilistisch sehr ähnlich ist auch die pointierte, treffsichere Art, mit der das struppige, vom Wind aufgewühlte Helmgras wiedergegeben ist sowie nicht zuletzt auch die sehr gekonnte Zeichenmethodik, mit der der Künstler den hellen Papierton einsetzt, um die Wirkung des milden Tageslichtes zu suggerieren. Während der Künstler auf dem Berliner Blatt die Weite der Küstenlandschaft betont, konzentriert er sich in unserem Fall auf die detaillierte Wiedergabe der unterschiedlichen Strukturen der Fischerkate. Einen weiteren stilistischen Vergleich bietet die um 1650-60 entstandene Zeichnung einer Wassermühle im Rijksmuseum, Amsterdam (RP-T-1887-A-1392) die eine sehr ähnliche Auffassung des verfallenen Bauwerkes aufweist.
Unser Blatt hat eine illustre Provenienz und stammt aus der Sammlung des Karl Eduard von Liphart; es trägt verso seine Marke sowie die seines Enkels Freiherr Reinhold von Liphart. Die Zeichnung wurde am 26. April 1898 bei C.G. Boerner in Leipzig versteigert, wo sie als autographe Arbeit des Jacob van Ruisdael figuriert ("Treffliche breit behandelte Zeichnung in Kreide und Tusche"). Dennoch ist die Autorschaft des Künstlers nicht unumstritten. Jeroen Giltay äußerte sich auf Grundlage einer Fotografie negativ bezüglich der Autorschaft Ruisdaels (E-Mail vom 7. März 2025), während andere Fachkollegen seine Urheberschaft ohne weiteres für plausibel halten. Die in Bezug auf unsere Zeichnung vorgeschlagenen Zuschreibungen an Emanuel Murant (1622-1700) und den weniger bekannten Cornelis Gerritsz. Decker (1643-1678) scheinen uns weniger erwägenswert, da die autographen Arbeiten jener Künstler unserem Blatt in künstlerischer Hinsicht unterlegen sind. Wie so oft auf dem Gebiet der alten Zeichnungen bleibt die Autorschaft unseres Blattes vorerst nicht eindeutig geklärt. Unstrittig ist jedoch trotz divergierenden Ansichten, dass es sich um ein eminentes Beispiel niederländischer Zeichenkunst des 17. Jahrhunderts handelt.
Provenienz: Karl Eduard von Liphart (1808-1891, Lugt 1687).
Dessen Enkel Freiherr Reinhold von Liphart (Lugt 1758).
Seine Auktion C. G. Boerner, Leipzig, am 26./27. April 1898, Los 814 (als "Jacob Ruysdael; Fischerbaracke bei einer Anhöhe. 18 x 30 cm. Trefflich breit behandelte Zeichnung in Kreide und Tusche.").
Los 6749Niederländisch
18. Jh. Phaeton im Sonnenwagen entfacht das Feuer auf der Erde
Auktion 125
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
525€ (US$ 597)
18. Jh. Phaeton im Sonnenwagen entfacht das Feuer auf der Erde.
Feder in Grau, grau laviert. 13,7 x 17,5 cm.
Los 6312Niederländisch
um 1630/1640. Miniatur Portrait eines Mannes mit gewelltem grauem Haar, in schwarzem Gewand mit weißem Kragen
Auktion 125
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
450€ (US$ 511)
um 1630/1640. Miniatur Portrait eines Mannes mit gewelltem grauem Haar, in schwarzem Gewand mit weißem Kragen und Troddeln. Öl auf Karton. 4,9 x 4 cm (oval). In vergoldeter Kupferfassung.
Los 6005Niederländisch
wohl 16. Jh. Bildnis einer Bürgerfrau mit weißer Haube
Auktion 125
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
3.125€ (US$ 3,551)
wohl 16. Jh. Bildnis einer Bürgersfrau mit weißer Haube.
Öl auf Holz. 31,4 x 22 cm.
Provenienz: Christies, London, Auktion am 10. Juli 1992, Los 140 (als "Frans Floris Nachfolge").
Privatsammlung Berlin.
Los 6011Niederländisch
18. Jh. Diana und Kallisto bei Mondschein an einem Fluss.
Auktion 125
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.250€ (US$ 1,420)
18. Jh. Diana und Kallisto bei Mondschein an einem Fluss.
Öl auf Leinwand, doubliert. 38,4 x 67,3 cm.
Los 6025Niederländisch
17. Jh. Reiter mit zwei Pferden und seinem Hund bei einer Ruine
Auktion 125
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
750€ (US$ 852)
17. Jh. Reiter mit zwei Pferden und seinem Hund bei einer Ruine.
Öl auf Leinwand. 28,3 x 36 cm. Auf der Rahmung und verso auf einem alten Klebezettel Jan van Kessel (1641-1680) zugeschrieben, dort in dunkelbrauner Feder bezeichnet "JK (ligiert) 1687", sowie schwer leserlich bezeichnet wohl "signiert im Sattel des Schimmels".
Los 5607Niederländisch
um 1620. Folge mit Beschlagwerk-Kartuschen
Auktion 124
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.000€ (US$ 1,136)
um 1620. Folge mit 19 Beschlagwerk-Kartuschen. 19 Kupferstiche mit Radierung. Je ca. 10,7 x 15,5 cm.
Prachtvolle, überwiegend klare Drucke mit Plattenton und mit Rand. Leichte Alters- und Gebrauchsspuren, teils fleckig und mit kleineren Gebrauchsspuren, sonst einheitlich und gut.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“
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