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Los 7289Maatsch, Thilo
Abstrakte Komposition mit Kreisen
Auktion 116
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
500€ (US$ 568)
Abstrakte Komposition mit Kreisen
Aquarell und Feder auf Aquarellpapier. 1968.
49,5 x 30,2 cm.
Unten rechts mit Bleistift monogrammiert "tm" (ligiert), verso mit Bleistift signiert "thilo" und datiert "14.2.68".
In der Reduzierung auf ovale, ineinanderfließende Formen erzeugt Maatsch eine Komposition, die wie ein organischer Kreislauf wirkt und zu einem dunklen Kern zusammenläuft. Die Werke aus seiner Schaffensperiode nach dem Zweiten Weltkrieg können der biomorphen Abstraktion zugeschrieben werden.
Los 7290Maatsch, Thilo
Zwei abstrakte Kompositionen
Auktion 116
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
438€ (US$ 497)
Zwei abstrakte Kompositionen
2 Pastelle auf schwarzem Velin.
44,3 x 30,5 cm bzw. 38 x 31,5 cm.
Beide mit Bleistift bzw. mit Kreide in Hellblau signiert "thilo".
Zwei farbintensive und leuchtende Zeichnungen, die durch ihren schnellen, aber dennoch präzisen Zeichenduktus herausstechen.
Los 7259Maatsch, Thilo
Zeichnungen und Druckgraphik
Auktion 115
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
750€ (US$ 852)
Zeichnungen und Druckgraphik
8 Zeichnungen und 10 Druckgraphiken, teils koloriert. 1925-74.
Bis 31 x 21,5 cm.
Teils signiert "Thilo", teils monogrammiert, teils datiert.
Die Zeichnungen meist aus Thilo Maatschs Spätwerk, in welchem er sich neben der geometrischen auch der sogenannten biomorphen Abstraktion zuwandte, die florale und figurale Motive aufwies. Als Künstlerfreund von Wassily Kandinsky, Paul Klee und Lyonel Feiniger beschäftigte er sich in der Zeit vor dem 2. Weltkrieg vor allem mit konstruktivistischer Kunst. Durch das verhängte Malverbot wandte er sich zunächst komplett von der Malerei ab und reüssierte erst ca. 20 Jahre nach Kriegsende mit erneuten Ausstellungen. Beigegeben: Vier signierte Aquarelle von C. H. Hopf.
Los 8102Maatsch, Thilo
Bildnis eines Stinnesen
Auktion 113
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
6.875€ (US$ 7,813)
"Bildnis eines Stinnesen"
Öl auf Karton. 1928.
37,3 x 30,5 cm.
Oben links mit Pinsel in Blau signiert "Thilo", verso nochmals signiert "Thilo" und "Maatsch", datiert, betitelt und bezeichnet ".168." und "Königslutter" sowie mit Adreßstempel des Künstlers, auf Klebeetikett (von fremder Hand?) nochmals betitelt.
Ein Bild der Kapitalismuskritik: Das Bildnis eines geldgierigen Industriellen ist gemünzt auf Hugo Stinnes, den Industriellen und Politiker, Besitzer eines der größten deutschen Montan-, Industrie- und Handelskonzerne der Zeit. Die frühe Arbeit in expressiv geometrisierender Formensprache zeigt das Brustbild des fülligen Mannes mit Spitzbart und Melone vor einem in die Schräge verschobenen Fenster, dessen dunkelgraue Streben ihm wie Gitterstäbe die Aussicht auf den blauen Himmel zerschneiden. Kurze, kraftvolle Striche des Borstenpinsels modellieren den leicht pastosen Farbauftrag und unterstreichen die kantige Komposition.
Unter dem Eindruck einer Ausstellung von Franz Marc entwickelte sich in jungen Jahren Maatschs Interesse für die Kunst. Mit 18 Jahren gründete er mit Rudolf Jahns und Johannes Molzahn die Gesellschaft der Freunde junger Kunst in Braunschweig. Neben Lyonel Feininger und Paul Klee gehörte auch Wassily Kandinsky zu dieser Gruppe, der das graphische Logo entwarf. Maatsch verehrte Kandinsky wie einen Vater und wurde von ihm auch gefördert. Er freundete sich mit dem Kunstsammler Otto Ralfs an und besuchte 1921 Heinrich Vogeler. Um sich den Lebensunterhalt zu finanzieren, arbeitete er als Volksschullehrer und absolvierte in den Ferien Kurse am Bauhaus in Weimar und Dessau. Aufgrund der Freundschaft und künstlerischen Nähe zu Kurt Schwitters wird Maatsch oft zum Kreis um Schwitters gezählt. 1927 organisierte Herwarth Walden eine Einzelausstellung für Maatsch in seiner Galerie "Der Sturm". Da seine abstrakten Kompositionen während des Nationalsozialismus als "entartet" eingestuft wurden, konzentrierte er sich in dieser Zeit auf seinen Lehrberuf. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte er keine künstlerische Laufbahn mehr aufbauen, erst Mitte der 1960er Jahre wurde Maatsch wiederentdeckt und in Ausstellungen präsentiert.
Frauenportrait
Gouache auf Velinkarton. 1946/1947.
49,8 x 61,6 cm.
Unten links mit Feder in Schwarz signiert "Thilo", verso erneut signiert und datiert.
Thilo Maatsch schwärmt bereits 1916 für die Bilder von Franz Marc, die er bei einem Besuch der Galerie "Der Sturm" in Berlin sah. Er schloss Bekanntschaft u.a. mit Kandinsky, Molzahn, Klee, Feininger, Moholy-Nagy und wurde Mitglied der Novembergruppe. 1927 erhielt Maatsch eine Einzelausstellung in Waldens Galerie "Der Sturm", wurde jedoch 1934 aus dem Reichsbund Bildender Künstler ausgeschlossen. Sein Werk galt als "entartet" und schließlich erst ab 1966 wiederentdeckt. In diesem reizvollen Portrait entfalten sich fächerartig futuristische, prismatische Formen und Farben in schön kontrastierenden Abstufungen.
Tauben
Gouache auf Velinkarton. 1947.
47,5 x 57 cm.
Unten rechts mit Kugelschreiber signiert "Thilo", verso erneut signiert und datiert.
Leuchtende Farbkontraste entstehen in den kantigen, geometrischen Formen, die auf den zweiten Blick zwei taubenartige Vögel erkennen lassen.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“
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