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Mörike, Eduard. Gedichte. 66 S., 3 Bl. 18,5 x 12 cm. Dunkelblaugrüner Originalmaroquinband (minimal bestoßen; Rücken etwas beschabt) mit reicher ornamentaler Vergoldung, vergold. Innenkantenfilete und Goldschnitt. München, Kurt Wolff, 1921.
6. Stundenbuch. Stürz 32. - Ernst Ludwig Presse 69. Rodenberg 77. Schauer II 64. – Eines von 350 Exemplaren (Gesamtauflage). Die erste Initiale in Rot. – Fl. Vorsatz verso mit Exlibris (Selma Otto Lehnhoff); innen tadellos.
Los 3238Mörike, Eduard
Historie von der schönen Lau
Auktion 127
Schätzung
180€ (US$ 205)
Mörike, Eduard. Historie von der schönen Lau. 45 S. Mit Frontispiz, Holzschnitttitel und 9 ganzseitigen, farbigen und montierten Illustrationen und Buchschmuck von Erich Schütz. 26 x 20 cm. OLederband (etwas fleckig und berieben, vereinzelte Schabspuren) mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel sowie mit KGoldschnitt. Wien und Leipzig, Artur Wolf, 1919.
Slg. Berge 118f. – Eines vom 350 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage) auf Büttenpapier, Druckvermerk vom Künstler signiert. Die farbigen, märchenhaften Illustrationen von Erich Schütz (1886-1937) erinnern in Stil und Motivwahl an Edmund Dulac oder Arthur Rackham. – Wohlerhalten.
Mörike, Eduard. Gedichte. 49 Bl. Mit 9 Orig.-Holzschnitten von Georg Schrimpf. 25,5 x 15,5 cm. OPpbd mit goldgepr. DTitel auf schwarzem DSchild und hübschem Buntpapierbezug. In OPappschuber (berieben). München, Verlag der Münchner Drucke, 1924.
5. Münchner Druck. Eines von 200 nummer. Exemplaren, Druckvermerk vom Künstler signiert. Druck in der Luther-Fraktur auf Zanders Handbütten bei Jakob Hegner, Hellerau. Bemerkenswert sind die Holzschnitte Schrimpfs, die in ihrer künstlerischen Aussagekraft die Wende seines Schaffens vom Expressionismus zur Neuen Sachlichkeit markieren. – Leicht gebräuntes, insgesamt gutes Exemplar; zweiseitig unbeschnitten. - Mit Besitzvermerk von Jan Tschichold.
Mörike, Eduard, Dichter (1804-1875). Eigh. Gedichtmanuskript m. U. "Zur freundlichen Erinnerung an Ed. Mörike". 1 S. (Blatt 2 eines Doppelblattes, bei dem Blatt 1 einen anderen Eintrag enthält). 8vo. Stuttgart 22.VIII.1860.
Sechs Zeilen im antiken Versmaß des Distichons. "Bald an die Ufer des Sees, der uns von ferne die Herzen / Lockt in jeglichem Jahr, Glückliche kehrst du zurück. / Tag für Tag ist er dein, mit Sonn' und Mond, mit der Alpen / Gluth und dem holden Verkehr schwebender Schiffe dazu ...". - Von dem schönen Bodensee-Gedicht, das unter dem Titel "Einer Reisenden" u. a. in der Ausgabe "Gedichte" von 1867 auf S. 196 gedruckt ist, weicht unsere Handschrift in einem Wort der vierten Zeile ("holden" statt "trauten") und in den beiden letzten Zeilen vollständig ab. - Der Druck des Gedichtes - in geänderter Form - erschien zuerst 1861 in der Zeitschrift "Freya" unter der Überschrift "Vor einer gemalten Ansicht des Bodensees. Einer Reisenden", und laut der Hist.-Krit. Gesamtausgabe (1967 ff.) war bisher nicht bekannt, wann die erste Niederschrift stattfand. Möglicherweise liegt hier die früheste bekannt werdende (und noch anders lautende) Niederschrift vor. - Sie ist offenbar als Albumblatt geschrieben, und das vorliegende Doppelblatt ist einem Album entnommen worden. Auf das anhängende (eigentlich: vorhergehende) Blatt ist eine gestochene Ansicht montiert, die vermutlich das Katharinen-Stift in Stuttgart zeigt; mit der handschriftlichen Widmung: "Seinen lieben Schülerinnen zu freundlicher Erinnerung von Carl Nördlinger. Catharinen Stift den 25ten Sept. 1860." Carl Nördlinger (1812-1896) war ein Kupferstecher, der zeitweilig auch als Lehrer an der Stuttgarter Kunstakademie tätig war. Er wird Mörike kein Unbekannter gewesen sein. - Einen guten Interpretationsversuch von Mörikes Gedicht "Einer Reisenden" lieferte 2003 Hans-Henrik Krummacher in der Neuausgabe der Gedichte von 1867.
- Eigh. Albumblatt m. U. "Eduard Mörike". 1 S. Quer-4to. Stuttgart 16.XII.1838.
"Danke, daß die Gunst der Musen / Unvergängliches verheißt: / Den Gehalt in Deinem Busen / Und die Form in Deinem Geist! - Göthe." - Gemäß der Familien-Überlieferung widmete Mörike ("Voll Verehrung der Ihrige") den Vierzeiler von Goethe der prominenten Stuttgarter Pianistin, Komponistin, Musikpädagogin und Chorleiterin Emilie Zumsteeg (1796-1857), Tochter des Komponisten Johann Rudolph Zumsteeg. Bekannt ist, dass sich Mörike in das Stammbuch der von ihm verehrten Künstlerin eingetragen hat. - Etwas gebräunt; unter Glas gerahmt.
Mörike, Eduard. Idylle vom Bodensee oder Fischer Martin und die Glockendiebe. In sieben Gesängen. 4 Bl., 138 S. 18,5 x 12,5 cm. Roter Leinenband d. Z. (etwas fleckig und berieben, Ecken und Kapitale gering bestoßen) mit RVergoldung, geprägtem Deckelornament und Deckelfilete. Stuttgart, Schweizerbart, 1846.
Borst 2221. KNLL XI, 813. Katalog Marbach 301-307. – Erste Ausgabe. "Das anmutig-heitere kleine Vers-Epos zeichnet sich trotz der lässigen Komposition ebenso sehr durch die souveräne und virtuose Behandlung des Hexameters aus wie durch den ungemein poetischen Stimmungsgehalt, so daß es beim Vergleich mit dem unerreichten Muster dieser Gattung, mit Goethes 'Herrmann und Dorothea', sehr wohl bestehen kann. Auf Vorschlag der Brüder Grimm erhielt das Werkchen 1847 den Preis der Tiedge-Stiftung" (H. Meyer, Mörike, 1965, S. 37). "Die Flucht in eine harmonische Welt, in der 'in bukolischer Sanges- und Sprachseligkeit die stumme und stumpfe Besitzwelt ausgeschlossen wird' und die Perspektive einer 'wahreren und substantielleren' Welt (H. Schneider) aufscheint, traf offensichtlich ein Grundgefühl der Epoche" (KNLL). – Es fehlen das Schlussblatt (wohl Errata oder Anzeigen; Text ist komplett) sowie der vordere fl. Vorsatz. Vortitel leicht fleckig, Innenspiegel mit Exlibrisschild.
Mörike, Eduard. Musikbeilage zu Maler Nolten. 32 lithographierte Notenseiten. 10,5 x 16,5 cm. Etwas späterer HLeinenband (berieben, VDeckel mit Signaturenschildchen). Stuttgart, Schweizerbart, (1832).
Borst 1666. – Erste Ausgabe von Mörikes Erstlingswerk, hier allerdings nur die sehr seltene und den Textbänden meist fehlende lithographierte Musikbeilage. – Stockfleckig, Titel im Bug mit leichten Quetschfalten. Innenspiegel mit Besitzeintrag des Literaturwissenschaftlers und Goetheaners Erich Schmidt (1853-1913) und seinem Vermerk "ungemein selten". Restituiertes Bibliotheksexemplar mit entsprechenden Stempeln und Signaturen.
Los 2102Mörike, Eduard
Gedicht-Manuskript mit Zeichnung
Auktion 111
Zuschlag
9.000€ (US$ 10,227)
Mörike, Eduard, Lyriker und Erzähler (1804-1875). Eigh. Gedichtmanuskript mit eigh. Federzeichnung und Kommentar. 11/4 S. 8vo. (Wohl Cleversulzbach um 1835).
"Ich singe wie der Vogel singt, / Der bei der Fechtin wohnet; / Das Gröschlein das im Seckel klingt / Ist Lohn der reichlich lohnet / Was kümmern mich des Dichtervolks / Erhabne Leidenschaften / Ich wiege meinen Käse aus / Und zähle meine Haften." Die entsprechende Zeichnung zeigt einen Kaufmann in seinem Laden, der auf ein Stück Käse auf der Waage zeigt, während er mit der anderen Hand nach einer Tüte greift. Auf der Rückseite des Blattes gibt der Dichter die Erläuterung dazu: "Dieses Kunstwerk hab ich für Dich gemacht während man 126 f. für den H.[errn] V.[etter] zusammenpakte um sie nach B.[rettach] zu senden. Zeigts natürlich Niemand." - Der reizende Spottvers mit entsprechender Zeichnung ist auf einen seiner Gläubiger gemünzt, den Kaufmann August Leopold Fecht (1809-1837) in Brettach, einen angeheirateten Vetter zweiten Grades von Mörike (die Urgroßmutter seiner Frau war eine Schwester von Mörikes Großvater G. Möricke). Adolph Mörike, der Bruder des Dichters, war in Schulden geraten und wurde von Eduard und Charlotte Mörike unterstützt, die hierfür wiederum Kredite bei August Fecht aufnehmen mußten. - Etwas gebräunt. - 2 Beilagen: Ein gedrucktes und mit Stempel versehenes Eintrittskärtchen "Damen-Vorlesungen von Eduard Mörike" (4,8 x 7,8 cm). - Eine handschriftliche Mitteilung von Hermine Moerike (München, Januar 1930): "Die kleine Porzellanmalerei 'Handwerksbursche vor dem Wirtshaus' wurde mir im Sommer 1923 von meiner Tante, Fanny Hildebrand, geb. Mörike geschenkt. Das kleine Kunstwerk, sowie das beiliegende Zettelchen stammen von der Hand ihres Vaters, des Dichters Eduard Mörike. Beides verehre ich als Zeichen meiner Freundschaft dem Feuchtmayrschen Ehepaar. - Die Malerei ist hier nicht mehr vorhanden, aber auf dem Schreiben links oben aufgeklebt ist das erwähnte "Zettelchen": "Handwerksbursche ohne Geld". - Sehr hübsche und ungewöhnliche Reliquien aus Eduard Mörikes Leben.
Los 1648Mörike, Eduard
Gedichte (Faksimile der Dichterhandschrift von 1844)
Auktion 110
Zuschlag
120€ (US$ 136)
Mörike, Eduard. Gedichte. Revidirte und mit neuem vermehrte Sammlung. Faksimile der Dichterhandschrift von 1844. Mit Einleitung von Fritz. Behrend. 7 Bl., 185 S., 1 w. Bl., 16 S. (Geleitwort). 27 x 22 cm. Dunkelroter Chagrinlederband im Romantikerstil (Deckel mit schwachen Kratzspuren, Rücken leicht ausgeblichen) mit reicher ornamentaler Rücken- und Deckelvergoldung und Goldschnitt. In Pappschuber. (Leipzig, Klinkhardt & Biermann, 1924).
Facsimiledrucke literarischer Seltenheiten, Band I. Eines von 50 Exemplaren der nicht für den Handel bestimmten Ausgabe im bibliophilen Ganzlederband (Gesamtauflage: 350). – Sauber und wohlerhalten.
Los 1649Mörike, Eduard
Iris. Eine Sammlung erzählender und dramatischer Dichtungen
Auktion 110
Zuschlag
120€ (US$ 136)
Mörike, Eduard. Iris. Eine Sammlung erzählender und dramatischer Dichtungen. 2 Bl., II S., 1 Bl., 276 S. Mit 2 Umrissradierungen von A. Gnauth nach Zeichnungen von Fellner und Nisle. 19 x 12 cm. Moderner Lederband (VDeckel schwach lichtrandig) mit goldgeprägtem RSchild. Stuttgart, E. Schweizerbart, 1839.
Rümann 1469. Borst 1910. – Erste Ausgabe. "Die gegenwärtige Sammlung, bei einer mäßigen Anzahl von Stücken gleichwohl eine bunte Unterhaltung durch ihren Titel verheißend, besteht aus fünf, theils früher schon gedruckten, theils bisher unbekannten Piecen" (Vorwort). Enthält die beiden Märchen "Der Schatz" und "Der Bauer und sein Sohn", die Oper "Die Regenbrüder", das Schattenspiel "Der letzte König von Orplid" sowie die Novelle "Lucie Gelmeroth". – Gelegentlich schwach braunfleckig. Wohlerhaltenes und insgesamt sauberes Exemplar aus der rund 17.000 Bände umfassenden Bibliothek des bekannten Industriellen und Bibliophilen Hans Lutz Merkle (1913-2000). Mit dessen Exlibris im Innenspiegel ("Feuerbacher Heide No. 7117").
Mörike, Eduard. Sämtliche Werke. Hrsg. vom Kunstwart durch K. Fischer. 6 Bde. Mit Bildern, Handschriftenproben und Noten. OPergament (Deckel minimal aufgebogen und verzogen) mit Goldprägung. München, G. D. W. Callwey, (1906).
Wohl die schönste aller Mörike-Ausgaben. In der Ausstattung von Emil Rudolf Weiß. Zweiseitig unbeschnitten. – Titel gestempelt (Bibliothek des Verlegers Hermann Leins) und mit winzigem Besitzeintrag, kaum gebräuntes, sehr schönes Exemplar.
Mörike, Eduard. Gedichte. IX, 236 S. 17,5 x 11 cm. Grüner Leinenband d. Z. (kaum angestaubt oder berieben) mit ornamentaler Romantiker-Rückenvergoldung und goldgeprägtem RSchild. Tübingen, J. G. Cotta, 1838.
Scheffler 33. Borst 1877. – Sehr seltene erste Ausgabe von Mörikes dritter Veröffentlichung. Die heute gesuchte Gedichtsammlung war in einer Auflage von 1000 Exemplaren erschienen. 1843 waren jedoch - entgegen den Erwartungen der Freunde des Dichters - lediglich 400 Exemplare verkauft worden, so dass bei Erscheinen der vermehrten Ausgabe von 1848 die noch verbliebene Restauflage eingestampft wurde. Nur wenige Exemplare haben bis heute überdauert. – Papierbedingt nur ganz leicht vergilbt, wie üblich ohne die beiden Blatt Verlagsanzeigen am Schluss. Anfangs mit schwachen Knickspuren. Insgesamt sauber und wohlerhalten.
Mörike, Eduard, Dichter (1804-1875). Eigh. Brief m. U. "Mörike". 1/2 S. 4to. O. O. "Samstag früh" (1856).
An einen Redakteur des "Salon", eines Beiblatts der "Frauenzeitung", der Mörike um einen Beitrag gebeten hatte. "Es thut mir herzlich leid, ... Ihren Wunsch nicht vollkommen befriedigen zu können. Ich fand durchaus nichts passendes für den Salon als etwa, wenn Sie meinen, beifolgendes lyrische Stück, dem wenigstens die Wahrheit der Empfindung nicht abgeht ...". - Mörike schickte das Gedicht "Scherz" ("Einen Morgengruß ihr früh zu bringen ..."), das in Nr. 21 des "Salon" vom 1. November 1856 erschien. - Etwas verblasste Schrift; verso kleine (alte) Ausbesserungen.
Mörike, Eduard. Die Historie von der Schönen Lau. 2 Bl., 46 S., 1 Bl. Mit 7 Orig.-Umrissradierungen von Julius Naue nach Moritz von Schwind. 35,5 x 28 cm. Brauner OLeinenband mit Deckelillustration und Titel in Goldprägung. Stuttgart, G. J. Göschen 1873.
Rümann 2375. Rümann, Die illustrierten Bücher 258. Brieger 1760. – Erste Einzelausgabe und erste Ausgabe mit den wunderschönen Umrisszeichnungen Schwinds, hier mit dem meist fehlenden Anzeigenblatt am Ende. "...letztes Werk zu Lebzeiten Mörikes erschien(en) 1872, vordatiert auf 1873..." (Janssen, Druckgeschichte der Werke Eduard Mörikes. In: Aus dem Antiquariat, 11/1982, S. 40). – Gutes, fast fleckenfreies Exemplar.
Mörike, Eduard. Das Märchen vom sicheren Mann. 12 Bl. 16,5 x 19 cm. Dunkelroter OLederband (sign.: Euphorion Einband Hübel & Denck, Leipzig) mit intarsiertem Mittelstück auf dem Vorderdeckel, vergold. zweifacher Innenkantenfilete und KGoldschnitt. In OPappschuber. Berlin, Euphorion, 1922.
Rodenberg 187. – Eines von 50 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage 860) der Vorzugsausgabe auf Zanderbütten. – Sehr schönes, wohlerhaltenes Exemplar.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
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