Artist Index: Levaillant, François


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Los 294Levaillant, François
Histoire naturelle des oiseaux. Paris 1801-1818

Auktion 128

Nachverkaufspreis
28.000€(US$ 32,184)

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Exemplar einer bislang unbekannten Variante mit zahlreichen Probedrucken in Empire-Einband
Levaillant, François. Histoire naturelle des oiseaux de paradis et des rolliers, suivie de celle de Toucans et des Barbus. 2 Bände. Mit 110 (von 114; 3 doppelblattgroßen bzw. gefalteten) kolorierten Kupfertafeln, gestochen von Perée und Gremilliet nach Jacques Barraband und Auguste, in Farben gedruckt von Langlois, Rousset und Millevoy mit zusätzlichem Handkolorit, teils mit Eiweiß, teils mit Gold gehöht, Tafeln auf festem Papier. Imperialfolio 51 x 34 cm. Rotes quergenarbtes Chagrin-Maroquin d. Z. (wenige Kratzer, nur vereinzelte Abschbungen, Rücken und Gelenke teils restauriert oder geschickt überarbeitet, ganz gering beschabt, berieben und leicht bestoßen) auf 5 Doppelbünden mit goldgeprägtem RTitel, die Deckel mit vierfacher breiten goldgeprägten Palmetten-Bordüren in vierfacher Goldfileten-Einfassung sowie mit großen stilisierten Eckfleurons, Stehkantenvergoldung als Zickzackfilete und breite Innenkantenvergoldung in dreifachen Goldfileten, dreiseitiger Goldschnitt. Paris, Denné & Perlet (1801-)1806.
Nissen, IVB, 559 und 560. Anker 304 und 305. Zimmer, Ayer Library S. 393 (nur Bd. I-II). Sitwell-Buchanan-Fisher, Fine Bird Books, S. 119. Ripley-Yale S. 170. H. Bradley Martin Library 144. Ronsil 1780. David Lank, Nature Classics, 1987, S. 45. – Die beiden Hauptbände des berühmten Werkes in einer interessanten (und bis dato unbekannten) Druckvariante, enthaltend zahlreiche Tafeln als Probedrucke "avant la lettre", vielfach noch ohne die später in die Platten gravierten Titel. Drucke vor der Schrift waren bisher nur als unkolorierte schwarz-weiß-Drucke bekannt; hier liegen sie als Farbdrucke mit zusätzlichem Kolorit vor.

Somit liegt hier ein besonders Exemplar der "Naturgeschichte der Paradiesvögel, Blauracke, Tukane und Bartvögel" (so die Titel) vor, illustriert mit außergewöhnlich schönen von überaus buntgefiederten Vögeln der Tropen und südlichen Gefilde der Erde. Herausgegeben wurde das Werk von dem Ornithologen und Forschungsreisenden François Levaillant (1753-1824). Gebürtig in Paramaribo, der damaligen Hauptstadt von Niederländisch-Guayana, dem heutigen Surinam, erforschte Levaillant vor allem die Vögel der Kapregionen Afrikas ("Histoire naturelle des oiseaux d’Afrique", 1796-1808 in 6 Bänden). In den Jahren 1801 bis 1818 veröffentlichte er dann nach den Zeichnungen des begabten Malers und Illustrators Jacques Barraband (1768-1809) das vorliegende zweibändige Monumentalwerk (zu dem dann viel später noch ein Ergänzungsband mit eigenem Titelblatt hinzukommen sollte).

"As decorative pieces, Barraband’s birds are striking, and the detailed feather work and bold colouring, especially of his parrots and birds of paradise, set the style for French bird art at the beginning of the 19th century [...] The exigencies of scientific accuracy prevented him from exercising his creative talents to a degree which non-scientific freedom would have allowed. This longed-for freedom was hinted at in his birds of paradise, perhaps his finest work." (David Lank).

Die Tafeln Nummer 34-38, 40-42 und 45 und 47-57 in Band II sind nicht farbig gedruckt, jedoch
koloriert, sie sind zudem auf anderem Papier abgezogen. Der entsprechende Textteil (Band
II, S. 75-89 und 93-133) ist in einem gegenüber den Vergleichsexemplaren geänderten Satz
(andere Type, Breite des Satzspiegels hier 175 mm, Vergleichsexemplare 185 mm) gesetzt. Diese
Änderungen sind sicher auf die durchaus chaotische Erscheinungsweise der einzelnen Lieferungen zurückzuführen (vgl. etwa die Paginierungsfehler in Band II). Die verschiedenen Varianten blieben bisher wohl vor allem deshalb unbeschrieben, weil keine drei Exemplare des
seltenen Werkes am gleichen Ort vorhanden waren und so ein unmittelbarer Vergleich
nicht möglich war. – Es fehlen Tafeln 54 in Band I und Tafeln 13, 18 und 52 in Band II, kaum gebräunt, nur ganz selten vereinzelt minimal fleckig, insgesamt in bemerkenswert schönem Zustand, die teils in farbigem Kupferstich gedruckten Tafeln sind dermaßen fein koloriert, dass jede Darstellung zu einem kleinen gouachierten Meisterwerk für sich wurde.

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Los 372Levaillant, François
Histoire naturelle des oiseaux. Paris 1801-1818

Auktion 126

Zuschlag
60.000€ (US$ 68,966)

Details

Prachtexemplar der Erstausgabe aus der Bibliothek der Beriah Botfield, Marquess of Bath.
Levaillant, François. Histoire naturelle des oiseaux de paradis et des Rolliers, suivie de celle de Toucans et des Barbus [bzw:] Histoire naturelle des promerops, et des guepiers, faisant suite à 'celle des oiseaux de Paradis. 3 Bände. Mit zusammen 197 (3 doppelblattgroßen bzw. gefalteten) kolorierten Kupfertafeln, gestochen von Perée und Gremilliet nach Jacques Barraband und Auguste, in Farben gedruckt von Langlois, Rousset und Millevoy mit zusätzlichem Handkolorit, teils mit Eiweiß, teils mit Gold gehöht, Tafeln auf festem Papier. Imperialfolio 51,4 x 32,7 cm. Rotes quergenarbtes Chagrin-Maroquin d. Z. (lediglich an den Kanten und Gelenken ganz gering beschabt, berieben und leicht bestoßen) auf 6 Doppelbünden mit goldgeprägtem RTitel, Blindprägung und Goldfileten, Deckel mit dreifacher goldgeprägter Fileteneinfassung, Stehkantenrifeln, goldgeprägten Innenkantenmäandern um blau-grau-rot-marmorierte Vorsatzpapiere und dreiseitigem Goldschnitt. Paris, Denné & Perlet (1801-)1806 und Denné le jeune (1806-) 1807(-1816 oder 1818).
Nissen, IVB, 559 und 560. Anker 304 und 305. Zimmer, Ayer Library S. 393 (nur Bd. I-II). Sitwell-Buchanan-Fisher, Fine Bird Books, S. 119. Ripley-Yale S. 170. H. Bradley Martin Library 144. Ronsil 1780. David Lank, Nature Classics, 1987, S. 45. – Außergewöhnlich schönes Prachtexemplar der "Naturgeschichte der Paradiesvögel, Blauracke, Tukane und Bartvögel", ferner der "Honigvögel und Bienenfresser" (so die Titel), alles exotischer, überaus buntgefiederter Vögel der Tropen und südlichen Gefilde der Erde, herausgegeben von dem Ornithologen und Forschungsreisenden François Levaillant (1753-1824). Gebürtig in Paramaribo, der damaligen Hauptstadt von Niederländisch-Guayana, dem heutigen Surinam, erforschte Levaillant vor allem die Vögel der Kapregionen Afrikas ("Histoire naturelle des oiseaux d’Afrique", 1796-1808 in 6 Bänden). In den Jahren 1801 bis 1818 veröffentlichte er dann nach den Zeichnungen des begabten Malers und Illustrators Jacques Barraband (1768-1809) das vorliegende zweibändige Monumentalwerk, zu dem noch der hier ebenfalls vorliegende Ergänzungsband mit eigenem Titelblatt gehört. Später erschien das Werk unter dem gemeinsamen Haupttitel "Histoire naturelle des oiseaux de paradis".

"As decorative pieces, Barraband’s birds are striking, and the detailed feather work and bold colouring, especially of his parrots and birds of paradise, set the style for french bird art at the beginning of the 19th century [...] The exigencies of scientific accuracy prevented him from exercising his creative talents to a degree which non-scientific freedom would have allowed. This longed-for freedom was hinted at in his birds of paradise, perhaps his finest work." (David Lank).

Die insgesamt 197 Kupfertafeln (die größte mißt ca. 81 x 51,4 cm!) stammen hauptsächlich von dem wohl bedeutendsten Vogelmaler der Zeit Jacques Barraband, der auch für die Porzellanmanufaktur von Sèvres und die Gobelinmanufaktur als Zeichner tätig war und 1807 als Professor der Blumenmalerei nach Lyon ging. Barraband war es auch, der die Dekorationen füir Napoleons Speisezimmer im Château St. Cloud schuf. Das Werk ist, zusammen mit den "Perroquets" des Verfassers, einer der Höhepunkte des französischen Farbstichs der Napoleonischen Ära, in der die Publikation von Prachtwerken der Ornithologie und Botanik durch das Herrscherhaus gefordert wurde, die als repräsentative Geschenke für gekrönte Häupter und wissenschaftliche Institutionen dienten. Über ca. 18 Jahre hinweg erschien das Werk in Lieferungen, was einige Ungenauigkeiten in der Kollation und der Tafelzählung erklärt. Das vorliegende Exemplar stimmt jedenfalls mit der bei Anker gegebenen Kollation überein.

Kollation: Band I: 2 nn. Blätter (Vortitel, Titel), 155, 11 S. (Table). - Band II: 2 nn. Bl. (Vortitel, Titel), S. 1-34, 41-48 (recte: 35-42), 43-106, 109-(112) (recte: 43-110), 111-133, 11 S. (Table), 1 nn. Bl. (Errata). Band III: 2 nn. Bl. (Vortitel, Titel), 81, 67, 52 S., 1 nicht numeriertes Bl. (Table). – Nur stellenweise minimal, unwesentlich gebräut und vereinzelt papierbedingt stockfleckig, liegt hier ein geradezu fürstliches Exemplar vor, dessen Tafeln von kundigen Kolorationskünstlern besonders minutiös und in überaus leuchtenden, ebenso dekorativen wie naturgetreuen Farben, teils unter Zuhilfenahme von Eiweishöhungen gestaltet wurde. Gebunden in grandiose Meistereinbände aus leuchtend rotem Maroquin in Chagrinmanier, stammt das Exemplar aus der Sammlung der Beriah Botfield, Marquess of Bath (vgl. die Longleat House Sale, Sotheby's, 11.6.79, Nr. 101, mit Abbildung der Einbände auf dem farbigen Frontispiz).

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Los 38Levaillant, François
Voyage dans l’interieur de l’Afrique. Lüttich, Journal général de l’europe, 1790

Auktion 125

Zuschlag
130€ (US$ 149)

Details

Levaillant, François. Voyage dans l’interieur de l’Afrique, par le Cap de Bonne-Espérance, dans les années 1780, 81, 82, 83, 84 & 85. 2 Teile. XII, 341; 359 S. Mit gestochenem Frontispiz und 11 (2 gefalteten) Kupfertafeln. 19,5 x 12 cm. Leder d. Z. (stärkerer Lederabrieb durch Wurmfraß, kleinere Fehlstellen) mit 2 goldgeprägten RSchildern und reicher RVergoldung. Lüttich, Journal général de l’europe, 1790.
Troelstra, 264f. Vgl. Gay 3118. Kainbacher 267. – Im selben Jahr wie die Pariser Erstausgabe erschienen. Bericht von der ersten Innerafrika-Reise Levaillants. Die schönen Kupfertafeln zeigen die indigene Bevölkerung, Tiere und Landschaftsansichten. – Exlibris. Vorsätze leimschattig, innen kaum fleckig.

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Los 266Levaillant, François
Vogeldarstellungen

Auktion 117

Zuschlag
150€ (US$ 172)

Details

Levaillant, François. Vogeldarstellungen aus dem dritten Band der "Histoire naturelle des oiseaux d'Afrique". 4 kolorierte Kupfertafeln. 30,5 x 24,5 cm (Plattenrand). Mit Passepartout. 44 x 36 cm. Paris, Fuchs, 1802.
Nissen 555. Anker 298. – Die Kupfer stammen aus der sechsbändigen ornitologischen Abhandlung des französischen Entdeckers und Naturwissenschaftlers François Levaillant (1753-1824). Vorhanden sind: I. "Le Grivron, mâle", II. "Le Col d'Or mâle", III. "La Cravatte blanche", IV. "Le Mercle Jaune huppé". Als Sohn eines Kaufmanns aus Metz im südamerikanischen Surinam geboren, wurde bereits früh Levaillants Interesse für die Flora und Fauna geweckt. Nach der Rückkehr nach Metz begann er sein Studium der Naturwissenschaften. 1781 schickte ihn der Schatzmeister der Niederländischen Ostindien-Kompanie nach Kapkolonie, wo er die dort lebenden Vögel sammeln sollte und die ihn zu den Zeichnungen der hier dargestellten Vögel inspirierten. – Minimal gebräunt. Eine Tafel mit Einriss im Seitenrand, eine andere Tafel in der rechten oberen Ecke mit verblasstem Feuchtigkeitsschaden. – Dabei: Dasselbe. 5 weitere Kupfertafeln. 39,5 x 32,5 cm bzw. 50 x 32,5 cm. Ebenda 1802. - Drei Tafeln knapp am Plattenrand beschnitten, gering knitterfaltig, selten minimal fleckig.

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Los 37Levaillant, François
Voyage de Monsieur Le Vaillant dans l'intérieur de l' afrique

Auktion 116

Zuschlag
320€ (US$ 368)

Details

Levaillant, François. Voyage dans l'intérieur de l' afrique, par le Cap de Bonne-Espérence. Dans les années 1780, 81, 82, 83, 84 & 85. 2 Bände. XX, 274 S.; 287 S. Mit 12 teils gefalteten, handkolorierten Kupfertafeln und 2 kleinen Holzschnitt-Titelvignetten. 21,2 x 11,8 cm. Geglättetes Kalbsleder d. Z. (Kapitale leicht berieben, Ecken minimal bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild und doppelten Deckelfileten. Brüssel, Benoit le Franco, 1791.
Gay 3118. Vgl. Brunet III, 1034. Cox I, 389. – Brüsseler Ausgabe der erstmals 1790 in Paris erschienen Reisebeschreibung. Levaillant (1753-1824) unternahm mehrere Reisen nach Südafrika und veröffentlichte neben seinen Reiseberichten auch Berichte über afrikanische Vogelarten. Die handkolorierten Tafeln zeigen u. a. das Kap der Guten Hoffnung, Giraffen und Personen afrikanischer Stämme. – Großteils auf leicht bläulichem Papier gedruckt, vereinzelt minimal fleckig. Sehr schönes und dekorativ gebundenes Exemplar. – Beigegeben: Derselbe. Second voyage dans l'intérieur de l'afrique par le cap de Bonne-Espérence, dans les années 1783, 84 et 85. Bände I und III (von 3). XLIV, 304 S., 1 Bl.; 525 S., 3 Bl. Mit 14 Kupfertafeln. 21,2 x 11,8 cm. Geglättetes Kalbsleder d. Z.mit goldgeprägtem RSchild und doppelten Deckelfileten. Paris, H. J. Jansen, 1794. - Erste Ausgabe seiner zweiten Afrikaexpedition. - Es fehlt Band II.

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[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“


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