Artist Index: Kreuzigung Christi


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Los 1010Kreuzigung Christi
Miniatur aus einem spätmittelalterlichen Livre d'heures

Auktion 126

Zuschlag
2.400€ (US$ 2,727)

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Kreuzigung Christi. Miniatur aus einem spätmittelalterlichen Stundenbuch. Lateinische Handschrift auf Pergament mit Text in Tinte, einer großen 4-zeiligen Initiale in Gold und Farben sowie einer großen farbigen Miniatur. Blattgröße 14,5 x 9 cm. Miniatur 11 x 9 cm. Lösbar zweipunktmontiert auf bunt aquarelliertem Präsentationsblatt mit aufmontiertem Goldrahmen. Wohl Nordfrankreich um 1460.
Ein besonders schönes Blatt eines spätmittelalterlichen Stundenbuchs mit nicht nur einer künstlerisch außergewöhnlich hübschen, hochqualitativen Miniatur, sondern einer bemerkenswerten Szene, die ihren konkreten Wiederpart im Text findet: "Dulcissime domine iesu infunde obsecro multitudinem charitatis tue mihi peccatrici [...]". Dargestellt ist in feinsten, mit zartem Pinselgold gehöhten Gouachefarben die biblische Szene der Kreuzigung Christi vor der mächtigen Silhouette des fast an eine heutige Hochhausstadt erinnenderen Jerusalem mit goldschimmernden Türmen. Links erscheint die anbetende Maria, rechts Johannes mit dem Evangelium im Gewand. Zu Füßen des Gekreuzigten erscheint hier eine betende Stifterin, die sich mit einem an einen purpurgedeckten Tischchen mit Gebetbuch angebrachten großen Wappenschild persönlich zu erkennen gibt. Dieses Vierfarbenwappen zeigt zwei Blauflächen über Kreuz mit punzierten (oxidierten) Silberstreifen. Eingeführt mit der hübschen großen Initiale "D" auf Kastengrund mit Pinselgoldfüllung und Blüten fleht die Stifterin (und damit die Eignerin des Gebetsbuches) an ihren Herren: "Liebster Herr Jesus, ich bitte dich, gieße deine ganze Liebe über mich Sünderin aus [damit ich Deine Gnade empfange]." – Miniatur bis auf den roten Rand und der Text verso sehr knapp beschnitten, horizontaler Mittelknick mit winziger Farbabreibung, sonst aber kaum Oberflächenbereibungen, sehr hübsch. – Beiliegt: Pentecoste. Eine weitere Miniatur aus einem anderen spätmittelalterlichen Stundenbuch. Lateinische Handschrift auf Pergament. 18,8 x 12,6 cm. Wohl Frankreich um 1500. - Auf Schwarzgrund (knapp beschnitten) in einer gelben, pinselgoldgehöhten Rahmenädikula erscheint die Taube des Heiligen Geistes, die Flämmchen über Maria und den Aposteln aussendet. - Wohlerhalten, sehr hübsch.

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Los 2276Kreuzigung Christi
Kupferstich-Spickelbild mit Arma Christi, konturbeschnitten und koloriert.

Auktion 121

Zuschlag
120€ (US$ 136)

Details

Kreuzigung Christi. Kupferstich-Spickelbild mit Arma Christi, konturbeschnitten und koloriert. Ca. 19,1 x 9,8 cm. Deutschland um 1760.
Um die Darstellungskonturen des Kupferstichs sauber beschnittene Klosterarbeit, die in einem gelblichen Rahmen mit lateinischen Untertexten den gekreuzigten Heiland darstellt, umgeben von seinen Passionssymbolen, den sogenannten "Arma Christi", darunter Martersäule mit Lanze und Isopen, Peitsche, Zange, Nägeln, Hahn, Leiter, Salbgefäß, Adamsschädel, Evaschlange und vieles mehr, wobei der Mantel, der Lendenschurz und auch das Leichentuch mit dem Antlitz der Heiligen Veronika hier durch Gaze aufgebracht wurden. Der Strahlennimbus Christi ist vergoldet. – Gelegentlich leicht fleckig und gebräunt, Farben teils gering flauer, insgesamt gut erhalten.

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Los 1651Kreuzigung Christi
Öl auf Schiefer in geschnitztem Goldrahmen.

Auktion 120

Zuschlag
900€ (US$ 1,023)

Details

Memento Mori zur privaten Andacht
Kreuzigung Christi. Öl auf Schiefer in aufwendig geschnitztem Goldrahmen. Ca. 35 x 24 cm. Unter Glas in vielfach plastisch verzierter vergoldeter Holzprofilleiste gerahmt. 56 x 38 cm. Süddeutschland um 1720.
Die Darstellung Christi am Kreuz, herausgelöst aus dem Zusammenhang der Turba-Hinrichtung auf dem Berge Golgatha, bei dem das biblische Personal mit den drei Marien und Johannes, den Schächern, dem Hauptmann, den Römern etc. die Geschichte gewissermaßen "erzählt", wurde schon seit dem späten 13. Jahrhundert immer wieder als Andachtsbild "herausgelöst" und separat dargestellt. Bei dem vorliegenden, aus süddeutschem Privatbesitz stammenden sorgfältigen Ölgemälde, das deutlich künstlerische Ambitionen zeigt, folgt die Darstellung des um 1640 entstandenen, berühmten Typus der Kreuzigungsdarstellung Guido Renis im Altarbild von San Lorenzo in Lucina in Rom, hier allerdings seitenverkehrt, was darauf schließen lässt, das der Künstlers für unser Bild einen Stich als Vorbild benutzte.

Die Perspektive ist aus leichter Untersicht gewählt, der Heiland ist an drei Nägel ans Kreuz geschlagen worden, wobei sich die muskulösen Beine an den Füßen überkreuzen. Neben dem Lendentuch trägt Christus die Dornenkrone auf dem lockigen, braunen Haar, der Blick der großen Augen ist gen Himmel gerichtet wie zur Zwiesprache mit seinem Vater, jedoch nicht anklagend wie beim "Eli, Eli, lema sabachtani?" (Mt 27,46), sondern eher als "Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist" (Lk 23,46), dem letzten der sieben Kreuzeswort nach dem "Es ist vollbracht" (Joh 19,30). Der Friede ist nun mit Gott gemacht und stellvertretend für den Sünder, der vor diesem Andachtsbild kniet und betet, hat der Gottessohn die Sünde hinweggenommen. So geht der Blick des Anbetenden nach oben zur Gestalt des Gekreuzigten und über dessen Antlitz direkt zu höchsten Gotte.

Der Berg Golgatha ist nur als Anhöhe dargestellt, ein Wurzelast wird sichtbar, statt eines Adamsschädels liegt ein großer Stein neben dem Kreuzesstamm, der Hintergrund ist schwarz gehalten, hier scheint die Oberfläche des Schiefermalgrundes hervor. Schieferbilder sind grundsätzlich eher selten; die Materialwahl zeugt von der besonderen Wertigkeit des Bildes, dass sich möglicherweise ein wohlhabender Augsburger oder Münchner Patrizier anfertigen ließ. Dafür spricht auch der bemerkenswert schöne, aufwendig geschnitzte Rahmen, der mit Rokoko-elementen verziert wurde und seinerseits einige Symbolik vorweist: Unten wachsen so aus zwei Füllhörnern frische Zweige um eine große Perle in einer Muschelschale hervor. Sie symbolisieren die Entität des Heilands, dessen Kreuzestod durch zwei aus den Kartuschenflanken herauswachsenden Kreuzen links und rechts der oberen Bekrönung präfiguriert wird. In der großen Attika, die mit einem geschwungenen Rundbogen als Profilgesims abschließt, erscheint, umgeben von drei Wolken das erhaben gearbeitete Dreieck als Symbol der Heiligsten Trinität, der Einheit von Gott, Vater und Sohn. – Minimale Oberflächenläsuren bzw. nur winzige Farbabplatzungen, kaum Flecke, hier und da möglicherweise leicht spätere Retuschen, insgesamt aber wohlerhalten - ein eindrucksvolles Gemälde der süddeutschen Volkskunst vom Anfang des 18. Jahrhunderts.

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[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“


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