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Los 2669Junker, Wilhelm
Brief über Stanleys Verschwinden in Afrika.1889
Auktion 128
Zuschlag
220€ (US$ 253)
Junker, Wilhelm, deutsch-russ. Afrika-Forscher, bereiste mehrmals große Teile der Nordhälfte Afrikas sowie Sansibar (1840-1892). Eigh. Brief m. U. "Dr. Junker". 4 S., eng beschrieben. Doppelblatt mit Trauerrand. 8vo. Wien 5.I.1889.
An einen "Herrn Doctor". Ausführliche Erörterung der Nachrichten zur aktuellen Expedition des britischen Afrika-Aktivisten Henry Morton Stanley. "... Ob Stanley wirklich bereits zum Congo zurückgekehrt ist, entzieht sich jeder Beurtheilung, doch halte ich an meiner Ansicht fest, daß Stanley oder wenigstens andere seiner europäischen Begleiter, die möglichenfalls die Expedition später geführt haben, leben i. e. daß die Stanley'sche Expedition nicht aufgerieben ist. In Betreff der Nachricht ... die Gefangennahme Emin's [d. i. Emin Paschas] etc. möchte ich diesen Aussagen nur theilweise Glauben schenken. Die letzten Worte in dem Briefe des Vertreters des Mahdi in Ladò: 'Schicke mir die gefangenen Offiziere gleich wieder hierher zurück, da ich sie brauche', lassen mich annehmen, daß wirklich die nördlichen Stationen, vielleicht bis Dufilé, in die Hände der Rebellen gefallen sind ... An die Gefangennahme Emin's glaube ich nicht. Er wird Wadelay behufs eines Kriegszuges gegen die Rebellen nicht verlassen haben ... Von 'Weißen, die gefangen genommen sein könnten, nenne ich: Marco, ein griechischer Händler, der in der Provinz weilte und Vita Hassan, ein Malteser Jude, Pharmaceut bei Emin; Dalbene kommt nicht in Frage (in den letzten Tagen in den Zeitungen genannt), er verließ bereits vor Jahren die Provinz und kehrte nach Chartum zurück ...". - Größere Faltenrisse. - Selten.
Junker, Wilhelm. Reisen in Afrika 1875-1886. Nach seinen Tagebüchern unter Mitwirkung von Richard Buchta herausgegeben. 3 Bände. Mit sehr zahlreichen Illustrationen im Text und auf Tafeln sowie einigen Karten. 22,5 x 15,5 cm. Illustrierte rote OLeinenbände (etwas berieben, Kapitale schwach bestoßen). Wien und Olmütz, Eduard Hölzel, 1889-1891.
Kainbacher 204. Henze II, 728. Embacher 160. – Erste Ausgabe vom Hauptwerk des bedeutenden Afrika-Reisenden. Wilhelm Junker (1840-1892) unternahm seine Nord-, Ost- und Zentralafrikareise 1879 von Alexandrien aus bis in die Länder der Mangbetu und Niam-Niam. Der Aufstand der Mahdi zwang ihn zur Flucht nach Lado. Er überquerte den Albert- und Viktoriasee und erreichte schließlich die Ostküste, bis er über Sansibar nach St. Petersburg zurückkehrte. "Eins der besten Bücher der deutschen Afrikaliteratur" (ADB L, 728). – Papierbedingt gleichmäßig schwach gebräunt, Rückdeckel von Band III etwas gelockert, die Faltkarten im Falz hinterlegt.
Junker, Wilhelm. Reisen in Afrika 1875-1886. Nach seinen Tagebüchern und unter Mitwirkung von R. Buchta hg. von dem Reisenden. 3 Bände. XVI, 585; XVI, 560; XVI, 740 S. Mit 3 Porträtfrontispizen, 120 Tafeln, 385 Textabbildungen, 25 Karten und 2 gefalteten Stammbäumen. 22,5 x 15 cm. Farbig illustrieres OLeinen (etwas berieben, kleine geklebte Einrisse). Wien u.a., Hölzl, 1889-1891.
Henze II, 726ff. Embacher 160. Kainbacher 204. NDB 10, S. 694 – Erste Ausgabe der Beschreibung seiner längsten und bedeutendsten Afrikareise von dem Forscher und Entdeckungsreisenden Wilhelm Junker (1840-1892). Junker unternahm seine Nord-, Ost- und Zentralafrikareise 1879 von Alexandrien aus bis in die Länder der Mangbetu und Niam-Niam. Der Aufstand der Mahdi zwang ihn zur Flucht nach Lado. Er überquerte den Albert- und Viktoriasee und erreichte schließlich die Ostküste, bis er über Sansibar nach St. Petersburg zurückkehrte. – Papierbedingt gering gebräunt, gelegentliche Gebrauchsspuren, meist ordentlich.
"Eines der besten Bücher der deutschen Afrikaliteratur"
Junker, Wilhelm. Reisen in Afrika 1875-1886. Nach seinen Tagebüchern unter der Mitwirkung von Richard Buchta herausgegeben. Mit 2 (von 3) als Frontispiz eingebundenen Portraits, 24 (19 farbigen) teils gefalteten Karten, 2 mehrfach gefalteten Stammtafeln, zahlreichen teils ganzseitigen Textillustrationen und einer beigelegten Karte mit "Dr. W. Junker's Rückreise" in Band III. 23 x 15,5 cm. Illustriertes OLeinen (minimal berieben, Rücken von Band II leicht verblasst). Wien und Olmütz, Eduard Hölzel, 1889-1891.
Henze II, 728. – Erste Ausgabe. "Eines der besten Bücher der deutschen Afrikaliteratur" (ADB L, 278). Beschrieben wird eine Forschungsreise im Quellgebiet des Nils und an seinem Oberlauf. Der deutsch-russische Afrikaforscher Wilhelm Junker (1840-1892) bereiste zwischen 1873 und 1874 Nordafrika und reiste 1876 von Suakin nach Kassala und Khartum. Erst 1878 kehrte er nach Europa zurück, doch bereits ein Jahr später unternahm er eine weitere Reise nach Afrika. – Im dritten Band fehlt das Portrait. Wohlerhalten.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
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