Artist Index: Hollar, Wenzel


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Los 5138Hollar, Wenzel
Americanus ex Virginia (Ein Amerikaner aus Virginia vom Stamm der Algonkin)

Auktion 126

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.625€ (US$ 1,868)

Details

Americanus ex Virginia (Ein Amerikaner aus Virginia). Radierung. 10,1 x 7,7 cm. 1645. Pennington 2009, Turner (New Hollstein) 816 II. Wz. Schlangenstab auf Kartusche.

Für die Zeit recht außergewöhnlich zeigt uns Wenzel Hollar einen dreiundzwanzigjährigen amerikanischen Indigenen, wahrscheinlich namens Jacques, mit tätowiertem Gesicht, teilweise rasiertem Kopf und nacktem Oberkörper, halb links stehend, den Blick auf den Betrachter gerichtet; er trägt einen Kopfschmuck aus Tierzähnen und eine Perlen- und Muschelkette. - Ausgezeichneter Druck mit breitem Rand. Wenige winzige, punktuelle Fleckchen, am linken Rand außerhalb der Plattenkante mit Resten einer etwas durchschlagenden Klebemontierung, dunkelbraunes Montierungsband in den beiden oberen Ecken verso, geglättete Diagonalfalte verso, recto nicht sichtbar, minimal faltig am Unterrand, insgesamt aber schön erhalten. Selten.

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Los 5596Hollar, Wenzel
Allegorie des Sommers

Auktion 126

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
438€ (US$ 503)

Details

Allegorie des Sommers: Junge Frau mit Schleier, Fächer, Handschuhen und zwei Kürbissen. Kupferstich. 24,3 x 17,36 cm. 1641. Pennington 611, Turner (New Hollstein) 333 II.

Aus einer Folge mit allegorischen Bildnissen junger Frauen zu den Jahreszeiten. Ausgezeichneter, zarter und gleichmäßiger, wenngleich wohl später Druck, an die Darstellung geschnitten, unten mit dem Schriftrand. Alters- und Gebrauchsspuren, dünne Stellen, wohl hinterfasert, sonst gut. Beigegeben von demselben nach Hans Holbein "Bildnis M. Moretts" (P. 1470), nach Pieter Avont drei Radierungen mit Putten (NH 854, 858 sowie R20) sowie zehn ehemals Wenzel Hollar zugeschriebene, heute William Carter zugesprochene Radierungen mit fünf Buchstaben (H, I, M, P, T; P. 2698, 2701, 2704, 2709 und 2712) und fünf Friesen (P. 2569-2571, 2573a und 2578). Aus der Sammlung von Dr. Volkmar Reichmann (Lugt 6224). Insgesamt 15 Blatt.

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Los 5141Hollar, Wenzel
Salvator Mundi

Auktion 126

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
6.875€ (US$ 7,902)

Details

Salvator Mundi. Radierung und Kupferstich nach Leonardo da Vinci. 25,8 x 18,1 cm. 1650. Pennington 217, Turner (New Hollstein) 1078 II (von III). Wz. Wappen mit Posthorn, Nebenmarke.

Vor der Adresse von Gaillard. Ausgezeichneter, gleichmäßiger Druck mit zartem Plattenton und Rand, dieser oben sehr schmal. Etwas altersspurig und angeschmutzt, geglättete horizontale Mittelfalte, leicht stockfleckig, schwache Rötelspuren im weißen Rand, ebenda geringe Knickspuren, sonst in guter Erhaltung. Außerodentlich selten.

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Los 5140Hollar, Wenzel
Der tote Hase

Auktion 126

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.875€ (US$ 2,155)

Details

Der tote Hase. Radierung nach Pieter Boel. 27 x 19,2 cm. 1649. Parthey 2058, Turner (New Hollstein) 1068 I (von III). Wz. Schellenkappe mit drei Kugeln.

Prachtvoller, außerordentlich präziser und warmtoniger Frühdruck noch mit dem Namen Hollars und dem Datum, mit den Spuren eines Rändchens, teils an die Plattenkante geschnitten. Unbedeutende Altersspuren, unten mittig kleine ausgebesserte Stelle im Rand, verso geglättete Hängefalte und leichte Knickspur, mittig ein Sammlerstempel recto geringfügig durchscheinend, sonst sehr schönes Exemplar. Aus den Sammlungen George Ambrose Cardew (Lugt 1134) und Hermann Marx (Lugt 2816a).

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Los 5137Hollar, Wenzel
Gestreifter Muff und Pelzboa

Auktion 126

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
2.500€ (US$ 2,874)

Details

Gestreifter Muff und Pelzboa. Radierung. 8,2 x 11,2 cm. 1645. Pennington 1947, Turner (New Hollstein) 794 I (von II). Wz. undeutlich.

Wenzel Hollars Folge von kunstvoll arrangierten Muffen entstand während seines ersten Aufenthalts in England und ist ein eigenwilliges und faszinierendes Unikum der Radierkunst im 17. Jahrhunderts: "They [...] are still extraordinary for the almost fetishistic delight expressed in them" (A. Griffith und G. Kesnerová). - Ganz ausgezeichneter, feinzeichnender, das Pelzwerk gut zur Geltung bringender Druck vor Verkleinerung der Platte, an die Einfassungslinie geschnitten, partiell mit Spuren eines Rändchens. Schwach stockfleckig, die obere linke Ecke beschädigt und ausgebessert, dünne Stellen, unten teils berieben, unten unauffällig geschlosssene Papierläsuren, umlaufend auf bzw. in ein Fensterpassepartout aus feinem Büttenpapier montiert, weitere Gebrauchsspuren und kleine Bleistiftannotationen verso, sonst sehr gut. Aus den Sammlung George Ambrose Cardew (Lugt 1134).

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Los 5595Hollar, Wenzel
Die Verspottung der Ceres

Auktion 125

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
250€ (US$ 287)

Details

Die Verspottung der Ceres. Radierung nach Adam Elsheimer. 29,5 x 22,8 cm. 1646. Parthey 273, Turner (New Hollstein) 846. Wz. Fünfzackige Schellenkappe.

Im Gegensatz zum 1610 datierten Stich von Hendrick Goudt seitenrichtig zu dem in zwei Versionen überlieferten Gemälde Elsheimers. Ganz ausgezeichneter, präziser Druck mit der vollen Darstellung, unten mit dem Textrand. Geschlossener Einriss im oberen Rand, leicht angestaubt, Montierungsreste verso, sonst gut. Aus der Sammlung des Pariser Malers und Stechers Hitterlin (Lugt1258d).

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Los 6512Hollar, Wenzel
Die Hässliche Herzogin (Rex et Regina de Tunis)

Auktion 125

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
625€ (US$ 718)

Details

Die hässliche Herzogin ("Rex et Regina de Tunis").
Radierung nach Leonardo da Vinci. 6,7 x 12,4 cm. Parthey 1603, New Hollstein 742 II.

Die Radierung ist Teil der Folge Varie Figuræ et Probæ von Wenzel Hollar, die 1645 in Antwerpen erschien. Obwohl Leonardo da Vinci als Erfinder der Portraits auf dem Blatt genannt ist, geht das weibliche Bildnis auf das berühmte Gemälde aus dem Jahr 1513 von Quentin Matsys zurück, das unter dem Namen "Die hässliche Herzogin" bekannt ist (London, National Gallery). Das Werk zeigt eine alte Frau mit faltiger Haut und erschlafften Brüsten. Sie trägt die aristokratische gehörnte Kopfbedeckung (escoffion) ihrer Jugend, die zur Zeit des Gemäldes bereits längst aus der Mode gekommen war, und ein Gewand mit tiefem Decolleté, das ihrer verblüten Schönheit leider keinen Dienst erweist. Ein möglicher literarischer Einfluss für dieses Werk ist Erasmus von Rotterdams Essay Lob der Torheit (1511), in dem er sich über Frauen lustig macht, die „immer noch kokett spielen“, „sich nicht von ihren Spiegeln losreißen können“ und „nicht zögern, ihre abstoßenden, verdorrten Brüste zur Schau zu stellen“.
Ausgezeichneter Druck mit gleichmäßigem Rändchen. Vereinzelte Stockfleckchen, minimal vergilbt, kleine Montierungsrückstände verso, sonst ganz vorzüglich erhalten.

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Los 5112Hollar, Wenzel
Jagdhunde und Jagdgeschirr

Auktion 125

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
875€ (US$ 1,006)

Details

Fünf Jagdhunde; Fünf Jagdhörner; Köcher und Jagdhörner. 3 Radierungen. Je ca. 14 x 19,9 cm. 1647. Parthey 2043, 2053 und 2055, Turner (New Hollstein) 893, 898, 900. Wz. Flügeltier im doppelten Kreis mit Blumen.

Aus einer insgesamt zu 20 Blatt addierten Folge mit Motiven der Jagd, die u. a. nach eigenen, aber auch nach Vorlagen von Pieter Avont und Peter Paul Rubens entstanden. Ganz ausgezeichnete, klare Drucke mit zartem Plattenton. Sämtlich mit gleichmäßig feinem Rändchen um die Plattenkante. Vereinzelt unbedeutend fleckig, entlang des linken Randes auf Untersatzpapier montiert, sonst in ganz vorzüglicher und originaler Erhaltung. Selten.

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Los 6514Hollar, Wenzel
Schweizer Frauentrachten

Auktion 125

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
750€ (US$ 862)

Details

Schweizer Frauentrachten. 8 Radierungen. Je ca. 9,3 x 6 cm. 1644. Pennington 1858-1865, Turner (New Hollstein) 588-589 II-III (von III), 590 I (von II), 597, 598 II, 599, 600, 620 I (von II).

Aus der 1644 in London publizierten, 33-teiligen Folge mit europäischen Frauentrachten, die einen wertvollen Einblick in die verschiedenen gesellschaftlichen Hierarchien und Rollen jener Zeit gibt. Die Kleidung der dargestellten Frauen diente dabei weit mehr als nur praktischen Zwecken - sie war auch zentraler Indikator für Herkunft, Status und Lebensphase der Trägerin. So unterscheiden sich zum Beispiel die Trachten der Züricher Jungfrau, der Hochzeiterin und der Bürgersfrau erkennbar in Details wie Stoffwahl, Schnitt und Verzierungen. Hollars präziser Blick für textile Strukturen und die kunstvolle Wiedergabe von Details und Accessoires vermitteln nicht nur die modischen Vorlieben der Epoche, sondern auch die Bedeutung von Kleidung als Medium sozialer Kommunikation.
Ausgezeichnete Drucke mit der vollen Darstellung, meist mit feinem Rändchen um die Darstellung. NH 590 mit einer Quetschfalte und einem kleinen geschlossenen Randeinriss, vereinzelt leicht fleckig, sonst sehr gut erhalten.

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Los 6524 [*]Hollar, Wenzel
Gestreifter Muff und Pelzboa

Auktion 125

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
8.750€ (US$ 10,057)

Details

Gestreifter Muff und Pelzboa.
Radierung. 7,2 x 11,2 cm. 1645. Pennington 1947, Turner (New Hollstein) 794 II.

Wenzel Hollars Folge von kunstvoll arrangierten Muffen entstand während seines ersten Aufenthalts in England und ist ein eigenwilliges und faszinierendes Unikum der Radierkunst im 17. Jahrhunderts: "They [...] are still extraordinary for the almost fetishistic delight expressed in them" (A. Griffith und G. Kesnerová). Durch die delikaten, dicht arrangierten Linien gewinnen die Textur und Stofflichkeit der zu modischen Händewärmer verarbeiteten Pelze fast haptische Präsenz. In dem hier vorliegenden zweiten Zustand verkleinerte der Künstler die Platte geringfügig, um die virtuose Muff-Darstellung noch stärker in den Mittelpunkt zu rücken.
Prachtvoller, feinzeichnender, das Pelzwerk herrlich zu Geltung bringender Druck mit zartem Plattenton sowie regelmäßigem 6-7 mm breiten Rändchen. Minimale Stockflecken überwiegend oben, Montierungsreste verso, sonst vollkommenes Exemplar.

Provenienz: Sammlung Benjamin Petzold, Wien (Lugt 2025).
Kunsthandlung J. F. Linck, Berlin (Lugt 1685).

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Los 5615Hollar, Wenzel
Ansicht des Straßburger Münsters

Auktion 122

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
625€ (US$ 718)

Details

Ansicht des Straßburger Münsters. Radierung. 22,2 x 18 cm. 1645. Parthey 892, Turner (New Hollstein) 722. Wz. Fünfzackige Schellenkappe.

Ausgezeichneter, präziser Druck mit schmalem Rändchen um die Plattenkante. Minimal angestaubt und vereinzelt schwach fleckig, horizontale Faltspuren verso, sonst in schöner Erhaltung. Mit einer unbekannten Sammlermarke "JR".

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Los 5616Hollar, Wenzel
Zwei Figurenstudien

Auktion 122

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
813€ (US$ 934)

Details

Varie Figuræ et Probæ: Figurenstudien. 2 Radierungen nach Leonardo da Vinci. Je ca. 6,7 x 12,4 cm. 1645. Parthey 1591, 1592, New Hollstein (Turner) 743, 744, je letzte Zustände.

Aus der 14-teiligen Folge "Varie Figuræ et Probæ" von 1645, die nach Vorlagen Leonardo da Vincis entstand. Ausgezeichnete Drucke jeweils mit feinem Rändchen um die Plattenkante. Lediglich schwach angestaubt und vereinzelt fleckig, sonst einheitlich schöne Exemplare.

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Los 5617Hollar, Wenzel
Feuer, Erde und Wasser

Auktion 122

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
375€ (US$ 431)

Details

Feuer, Erde und Wasser. 3 (von 4) Kupferstiche nach Peeter van Avont. Je ca. 14,5 x 21 cm. 1647. Parthey 523, 525, 524, New Hollstein (Turner) 941 und 942, je letzte Zustände.

Aus der Folge der Elemente. Laut neuerer Literatur ist das zur Folge zugeordnete Blatt "Wasser" nicht von Hollar. Ganz ausgezeichnete und harmonische Drucke meist an die Plattenkante geschnitten. Etwas angestaubt zu den Rändern hin, "Wasser" die Ecken unten rechts etwas dünn, weitere geringe Gebrauchsspuren, sonst sehr gut.

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Los 5527Hollar, Wenzel
Bildnis Henrietta Maria, Königin von England

Auktion 121

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
375€ (US$ 431)

Details

Bildnis Henrietta Maria, Königin von England. Radierung nach Anthony van Dyck. 15,6 x 11,9 cm. 1641. Turner (New Hollstein, Hollar) 342 I (von II), Turner (New Hollstein, Van Dyck) 439 I (von II).

Vor der Nummer. Ganz ausgezeichneter Druck mit feinem Rändchen um die Plattenkante. Etwas braunfleckig, winzige Randläsuren, verso kleine Montierungsreste, sonst schön. Aus der Sammlung Raffaele Allianello (Lugt 5k).

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Los 5131Hollar, Wenzel
Die Frau mit dem Eichenkranz

Auktion 120

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
375€ (US$ 431)

Details

Die Frau mit dem Eichenkranz. Radierung nach Martin Schongauer. 11,5 x 9 cm. 1646. Turner (New Hollstein) 880 I (von V).

Vor den Nummern und Löschung der Signatur Hollars. Ganz ausgezeichneter, feinliniger Druck mit schmalen Rand. Vereinzelte kleine Fleckchen, vero kleine Montierungsreste oben, sonst in sehr schöner Erhaltung.

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[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“


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© 2026 Galerie Gerda Bassenge


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