Artist Index: Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg


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Los 2690Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg
2 Armeebefehle auf 1 Blatt. 1659

Auktion 128

Zuschlag
850€ (US$ 977)

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Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst von Brandenburg (1620-1688). 2 Armeebefehle auf 1 Blatt mit zweimaliger Unterschrift "Friderich Wilhelm Churfürst". 11/4 S., eng beschrieben. Folio. Hauptquartier Horsten bei Greifswald 29. und 30.IX.1659.
Im Krieg gegen Schweden in Pommern, wenige Tage nach einem vergeblichen Angriff der schwedischen Truppen auf Greifswald (23. Sept.). Der Kurfürst gibt verschiedene Anweisungen zum Verhalten und Vorgehen seiner Armee, betreffend Contribution und die Versorgung der Truppen. - Der zweite Armeebefehl beschäftigt sich mit einer Beschwerde des Herzogs von Mecklenburg, dass die brandenburgischen Truppen sich in seinem Land rücksichtslos verproviantieren und "allerhand ausschreibungen" veranstalteten, auch ein Magazin in Neubrandenburg plünderten. Der Kurfürst ermahnt die Heerführer, mit dem Herzog von Mecklenburg etwas schonender umzugehen. Obwohl die Versorgung der Armee absolut notwendig ist, solle man mit dem Herzog "als einem fürnehmen Stand des Reichs etwas glimpflich" umgehen, so dass die Aktionen "zum wenigsten deroselben zu forderst deßhalb communicirt werden müssen". - Ungewöhnliches Dokument aus dem brandenburg-schwedischen Krieg, mit zweifacher Unterschrift des Kurfürsten.

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Los 2377Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg
Signierte Verfügung auf einem Brief an ihn

Auktion 123

Zuschlag
400€ (US$ 460)

Details

Berlin. - Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst von Brandenburg (1620-1688). Eigh. Signatur "Friderich Wilhelm" auf einer an ihn gerichteten Supplik des Berlin-Cöllner Bürgermeisters. 31/2 S. Folio. Cölln a. d. Spree 5.II.1676.
Auf der Rückseite eines Schreibens des Cöllner Bürgermeisters Meinhardt Neuhauß an den Kurfürsten vermerkt dieser: "Seine Churfürstliche Durchläuchtigkeit zu Brandenburg p Unser Gnädigster Herr, remittiren dieses an deren hiesiges Hoff: und Cammergericht, mit gnädigstem Befehl, in dieser Sache keine Unnötige weitleüffigkeit zu gestatten, sondern Supplikanten zu seiner Befugnüß Ungeseümbt zu verhelffen ... [eigenhändig:] Friderich Wilhelm". - Neuhauß hatte ausführlich einen Rechtsstreit geschildert, in dem die Witwe Coßel [Cosel?] nebst anderen Erben vom Kammergericht in zweiter Instanz zur Bezahlung einer Schuld an den Bürgermeister verurteilt worden war, sich auch zunächst zur Zahlung bereit erklärt, nun aber neue Schwierigkeiten gemacht habe. - Etwas gebräunt, minimale Randeinrisse, sonst gut erhalten.

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Los 2130Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg
Brief 1648

Auktion 118

Zuschlag
600€ (US$ 690)

Details

Die Einführung der Hofgerichte
Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst von Brandenburg (1620-1688). Brief m. U. "Friderich Wilhelm". 2/3 S. Doppelblatt mit Adresse. Folio. Cleve 6.IV.1648.
Im Jahr des Westfälischen Friedenschlusses aus Cleve an Bürgermeister und Räte einer Stadt, deren Name in der Adresse hier leider getilgt ist. Teilt mit, dass er "zur Beförderung des Justitz-Weesens" einen besonderen "Justitz-Rhat oder Hoffgericht" eingerichtet habe. "... Worbey wir dann zu Verhüttung verspüreter Confusionen die Anordnung gethan haben, daß fortan die Schreiben und Berichte, welche an bemeltes Hoffgericht oder Justitz Rhat geschehen nicht an Unß Sondern an erwehnete Justitz und Hofgerichts Rhätte, und hingegen alle Berichtschreiben, welche an Unsere Regierungs Rhätte gethann, wie bißhero geschehen, also auch ins künftige an Unß gerichtet werden sollen ...". - Diese wichtige Reform in der preußischen Justizverwaltung blieb noch bis Ende des 18. Jahrhunderts in den preußischen Provinzen erfolgreich bestehen. - Insgesamt etwas unfrisch; kleine Faltenrisse.

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Los 2691Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg
Landtags-Recess

Auktion 116

Zuschlag
4.200€ (US$ 4,828)

Details

Der Wiederaufbau Brandenburgs
Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg, der "Große Kurfürst" (1620-1688). "Landtags Recess de Anno 1653" mit eigh. Unterschrift "Friderich Wilhelm" und papiergedecktem Siegel am Schluß. Deutsche Kanzleihandschrift auf Papier. 63 nn. Bl., davon 125 S. beschrieben. Folio (30,6 x 20 cm). Pergamentband unter Verwendung eines Antiphonarblattes (Rücken lädiert und wie auch der Deckel teils mit Pappstreifen alt überklebt, mit Fehlstellen und Läsuren, angeschmutzt). Cölln an der Spree 26.VII.1653.
Vom Kurfürsten signierte und besiegelte Kanzleiabschrift der Beschlüsse des preußischen Landtags vom Jahre 1653. Nach langen Verhandlungen mit den Ständen konnte der Kurfürst in 71 ausführlich behandelten Punkten seine umfangreichen Pläne für den Ausbau des stehenden Heeres vorantreiben, dessen Notwendigkeit er nach den katastrophalen Verwüstungen des 30jährigen Krieges als unumgänglich erachtete. Aber nicht nur der Militär-Etat, das gesamte Wirtschaftssystem des Landes, vom Bauern über den Handwerker, Geistlichen und Kaufmann bis zum Hochadel, wurde überprüft und ggf. neu geregelt. Jagdgesetze, Verwaltung und Polizeiwesen kommen zur Sprache, die Privilegien von Städten, Bürgern und Gutsherren werden bestätigt oder neu festgelegt, die Einkommen der Kirchen geregelt. Aber im "Landtags Recess" wird auch die langfristige Bewilligung von Heeressteuern im Austausch gegen weitreichende Befugnisse für den Landadel vereinbart, der dadurch seine Untertanen noch stärker in Abhängigkeitsverhältnisse ziehen konnte. Auf zwei Blättern werden die geplanten Steuereinnahmen bis 1659 aufgelistet. "... Es ist aber dieses verabredet, da etwann einige Crayße oder Städte, ihre contingent nicht bald auff iedem quartal auffbrachten, oder durch seumnus der Contribuenten, daran behindert werden, daß alß dann Unser Hoffrenthmeister oder der ienige, den Wir sonsten zu dieser Einahme bestellen möchten, durch zu reichende Execution und ertheilung der Assignationum von iedem Orthe, das was restiret, einfordern solle und müge ...". Der Ausbau des stehenden Heeres unter Friedrich Wilhelm bildete die Grundlage für eine eigenständige Außenpolitik sowie den militärischen Aufstieg Brandenburg-Preußens bis zu einer europäischen Großmacht. - Einige Gebrauchsspuren; Heftung teilweise gelockert; das Siegel mit Stecknadeln befesigt, sonst innen ordentlich erhaltene, höchst bedeutsame Quelle zur Situation Preußens nach dem 30jährigen Krieg.

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Los 2692Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg
Brief 1672

Auktion 116

Zuschlag
190€ (US$ 218)

Details

- Brief m. U. u. E. "Ew: Ld: Dienstwilliger Vetter, Vatter undt geuatter Friderich Wilhelm Churfürst". 2 S. Gr. 4to. Hauptquartier Rüsselsheim am Main 17.XI.1672.
An den (nicht genannten) Herzog zu Braunschweig-Wolfenbüttel, d. h. entweder Rudolf August oder Anton Ulrich. Des Kurfürsten Geheim- und Kriegsräte Christoph von Kannenberg und Jaban von Canstein hätten sich bei ihm beklagt, dass die Stadt Braunschweig jedem von ihnen eine "ahnsehnliche Summa geldes" schulde und auf entsprechende Mahnungen nicht reagiere. Der Kurfürst bemüht sich nun mit vielen freundlichen Worten, den Herzog zu bewegen, die Stadt Braunschweig endlich zur Tilgung der Schulden zu veranlassen. "... Wiewohl Wir nun zwart Ew: Ldn. von selbst geneigt wißen, daß Sie einem Jeden, zumalen in so billigem begehrn alle gnädige Hülffe wiederfahren laßen werden. So zweiffeln Wir nicht, in dem Wir Unß versichern, Ew. Ld. werden diesen beyden Unsern Bedienten" wissen lassen, "daß Wir dieselbe beyderseits in Ew: Ld. special gnädigen Bezeigung nicht unwerth achten, und Ew. Ld. sie dazu freundvetterlich hiedurch recommendiren ...". - Am 8. August war der Große Kurfürst mit einem Truppenkontingent aufgebrochen, um den von Frankreich bedrängten Niederlanden zu helfen, und hatte am 12. September mit Braunschweig ein Bündnis gegen Frankreich geschlossen. Im Rhein-Main-Gebiet (Trier und Mainz) wurde seinen Truppen der Durchzug verweigert, so daß er zunächst sein Hauptquartier in Rüsselsheim aufschlagen und dann den Umweg durch Westfalen nehmen mußte. - Beiliegend 2 Kupferstich-Porträts des Kurfürsten. - 1 kleines Loch mit geringem Textverlust; kleine Randschäden und vereinzelter Tintenfraß; 1 Rand etwas gebräunt.

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Los 2136Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg
Brief 1645

Auktion 107

Zuschlag
170€ (US$ 195)

Details

Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst von Brandenburg (1620-1688). Brief m. U. "Friderich Wilhelm" sowie Adresse und papiergedecktem Siegel. 11/4 S. Folio. Königsberg 3.VIII.1645.
An Thomas von dem Knesebeck, geheimer Rat und Hauptmann der Altmark, betreffend eine Schuld des Paul Götze, eines "gewesenen Rhatts Vertrauten vnnd Seyden Krahmers" zu Salzwedel, die man beschleunigt eintreiben möge. "... Wann es dann gleichwoll sehr unverandtwortlich, supplicanten, alß einen frembden der gestalt auffzuhalten, So haben wir unser voriges an euch gegangenes rescript wiederholen, vnnd euch hiemit abermahls gnedigst anbefehlen wollen, es dahin zu verfügen, damit er, Supplicant nunmehr, obgesezter seiner anforderung halber, so woll an Capital, alß interessen vnnd Vnkosten, vngeseümbt contentiret ... werden möge ...". - Leicht gebräunt.

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Los 2137Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg
Urkunde in seinem Namen

Auktion 107

Zuschlag
260€ (US$ 299)

Details

Genshagen
- Urkunde in seinem Namen, ohne Unterschrift. Auf der Rückseite der Plica die Signatur eines "Schwerin" (der Staatsminister Otto Freiherr von Schwerin?). Deutsche Handschrift auf Pergament. 1 S. Mit kalligraphischen Kopfzeilen. Quer-folio. Cölln an der Spree 9.VII.1658.
Konsens zu einem Kaufvertrag: Alexander von Otterstädt verkauft seinem Eidam Gottfried von Hacke den von seinem Vetter Caspar von Otterstädt ererbten Anteil an der Herrschaft Genshagen (bei Ludwigsfelde, Mark Brandenburg), "alß drey Theille mit Ober- und Untergerichten, Heyden, Jagten, Fischereyen, wiesen und Drifften, die halbe wüeste Marcke, Viehe, fahrende Haabe, Braw Pfanne und Brawgerähte, mit allen Pertinentien" für 5000 Taler. - Das Schloß Genshagen gehört heute der bundes- und landeseigenen Stiftung Genshagen. - Ohne das angehängte Siegel; sonst ordentlich erhaltene märkische Pergament-Urkunde.

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[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“


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