Artist Index: Bloemaert, Abraham


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Los 6514Bloemaert, Abraham
Ganymed vom Adler entführt

Auktion 123

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
3.750€ (US$ 4,261)

Details

Ganymed vom Adler entführt.
Schwarze Kreide, grau laviert, auf hellbraunem Papier. 9,7 x 12,3 cm. Verso in schwarzer Feder bezeichnet "A. Bloemaert". Um 1610-1620.

Die vorliegende Zeichnung ist ein typisches Studienblatt, das Bloemaerts Fähigkeit zeigt, eine visuell eindrückliche Komposition in einem kleinen Format zu skizzieren, in diesem Fall die Entführung des Ganymed, der von Jupiter in Gestalt eines Adlers durch die Lüfte getragen wird. Das Blatt ist eng verwandt mit einer anderen, etwas kleineren Skizze, die Jaap Bolten auf die Zeit zwischen 1635 und 1645 datiert (Rijksprentenkabinet, Amsterdam; Bolten, Nr. 519). Das Thema erscheint erneut in einer späten Landschaftszeichnung von Bloemaert (Bolten, Nr. 1628, Privatsammlung, Niederlande) sowie in zwei Grafiken von Jan Saenredam (Hollstein 83) und Boetius Adamsz. Bolswert (Hollstein 358), für die Bloemaert die Vorzeichnungen lieferte (Bolten, Nr. 1563, 1564). Verglichen mit der Amsterdamer Zeichnung, die freier und malerischer in der Behandlung ist, zeigt das vorliegende Blatt einen eher linearen, verfeinerten Zeichenstil, der dem Frühmanierismus Bloemaerts näher steht. Ganymeds Pose mit dem über den Kopf gehaltenen rechten Arm ist fast identisch mit der in Bolswerts Druck, der um 1612-1614 entstanden ist. Es scheint daher plausibel, dass Bloemaert die Zeichnung in einer früheren Phase seiner Karriere ausgeführt hat, wahrscheinlich zwischen 1610 und 1620.

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Los 5038Bloemaert, Abraham
Der Prophet Aaron

Auktion 120

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
625€ (US$ 710)

Details

nach. Der Prophet Aaron. Clair-obscur-Holzschnitt von zwei Blöcken in Braun und Ocker und Kupferstich. 31,1 x 22,6 cm. Le Blanc 2, Hollstein 6. Wz. Gekröntes Lilienwappen.

Aus Bloemaerts "Oorspronkelyk en vermaard konstryk Tekenboek". Ausgezeichneter Druck mit Spuren der Plattenkante. Etwas fleckig, horizontale Mittelfalte, dort kleine Ausbesserungen von links bis zur Mitte, schwache geglättete Diagonalspuren verso, die Ränder schwach bestoßen, montierungsbedingt kleine dünne Stellen in den Ecken verso, sonst schön erhalten.

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Los 5492Bloemaert, Abraham
Der Prophet Aaron

Auktion 113

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
450€ (US$ 511)

Details

nach. Der Prophet Aaron. Clair-obscur-Holzschnitt von zwei Blöcken, mit Radierung. 31,1 x 22,6 cm. Le Blanc 2, Hollstein 6. Wz. Gekröntes Lilienwappen.

Ausgezeichneter Druck mit den Spuren eines Rändchens um die Einfassung. Etwas fleckig, horizontale Mittelfalte, dort kleine Ausbesserungen von links bis zur Mitte, schwache geglättete Diagonalspuren verso, die Ränder schwach bestoßen, montierungsbedingt kleine dünne Stellen in den Ecken verso, sonst schön erhalten.

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Los 6515Bloemaert, Abraham
Judah und Thamar

Auktion 111

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
3.000€ (US$ 3,409)

Details

zugeschrieben. Judah und Thamar.
Feder in Braun über Kreide, braun und grau laviert. 19,9 x 18,4 cm. Bez. "Bloemart". Um 1605.

Die fein durchgeführte Zeichnung ist ikonographisch eng verwandt mit einem Kupferstich von Jacob Matham, der um 1605/06 entstand.

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Los 6525Bloemaert, Abraham
Sitzende Frau und zwei männliche Figuren

Auktion 108

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
11.250€ (US$ 12,784)

Details

Sitzende Frau und zwei männliche Figuren.
Schwarze Kreide, blaugrau und braun laviert, weiß gehöht, verso: Drei Studien einer stehenden männlichen Figur. 15,1 x 18,5 cm.


Jaap Bolten datiert das Blatt um 1595-1600. Den auf der Rückseite des Blattes in der Mitte stehende Mann mit Stab wiederholt Bloemaert mit geringfügigen Änderungen auf einer Zeichnung im sogenannten Cambridge Album (Bolten, op.cit. Kat. Nr. 1253). Dieses Album enthält Bloemaerts Vorzeichnungen für seine Lehrschrift Artis Apellae Liber, die von Frederic Bloemaert von 1650 an in Kupferstichen veröffentlicht wurden. Von der sitzenden Frau recto existiert eine gezeichnete Kopie von der Hand des Pierre Subleyras im Musée des Beaux-Arts, Lyon (Inv.Nr. 1962-251).

Provenienz: Wahrscheinlich Cornelis Bloemaert der Jüngere, 1692.
Arnold van Westerhout, Rom 1725.
Nicolas Vleughels, Rom 1737.
Académie de France, Rom.
Kurt Meissner, Zürich.
Katrin Bellinger, München, Kat.Ausst. 1990, Nr. 23 (Abb.).
Auktion Christie's Amsterdam, 9.11.1998, Los Nr. 34 (Abb.).

Literatur: Jaap Bolten: Abraham Bloemaert. c.1565-1651. The Drawings, Eigenverlag des Autors 2007, Bd. 1, S. 322, Kat. Nr. 982 (verso), Kat. Nr. 983 (recto), Bd. 2, S. 362, Abb. 982 (verso), S. 363, Abb. 983 (recto).

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Los 5038Bloemaert, Abraham
Juno

Auktion 107

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
525€ (US$ 597)

Details

Juno. Radierung. 14,5 x 11,6 cm. Hollstein 4 II. Wz. Gekröntes Wappen (Fragment).

Ganz ausgezeichneter Druck mit sehr feinem Rändchen um die Einfassungslinie bzw. auf die Plattenkante geschnitten, mit der Adresse von Bolswert. Unbedeutend angestaubt, schwache Knitter- und Gebrauchsspuren, winzige Montierungsreste verso oben, sonst sehr schönes Exemplar.

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Los 6245Bloemaert, Abraham
Die Ermordung der Niobiden

Auktion 102

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
12.500€ (US$ 14,205)

Details

Die Ermordung der Niobiden.
Feder in Braun, braun laviert, weiß gehöht über schwarzer Kreide. 38 x 33,3 cm. Auf der alten Sammlermontierung bezeichnet "Bloemaert".

Bloemaert hat sich mehrfach mit diesem dramatischen, figurenreichen Thema der Ermordung der Niobiden beschäftigt. Zum einen in seinem 1591 entstandenen Gemälde im Statens Museum for Kunst in Kopenhagen (Bolten, 2011, Abb. 1), zum anderen in zwei Zeichnungen der Petersburger Eremitage (Bolten, 2011, Abb. 2 und 3), von denen die eine in Format und Komposition mit unserem Blatt nahezu gleichlautend ist. Gleichwohl zeigt das vorliegende Blatt gemäß Bolten in der Ausführung erhebliche Unterschiede, die einen insgesamt bildhafteren, vollendeteren Eindruck bewirken. Gegenüber der eindeutig als Entwurf anzusprechenden Zeichnung in St. Petersburg handelt es sich bei dem vorliegenden Blatt wohl um eine eigenhändige "Reinfassung", die für den Kunstmarkt oder einen Sammler bestimmt war.

Provenienz: August Bödiger, Bonn, Auktion am 25. Mai 1965, Los 137.
Prof. Dr. Klaus Müller.
Andreas Bartsch, München.

Literatur: Jaap Bolten: Abraham Bloemaert - The Drawings, Leiden 2007, Nr. 510.
Jaap Bolten: "Abraham Bloemaert's Niobids", in: Liber Amicorum Dorine von Sasse van Ysselt: collegiale bijdragen over teken - en prentkunst, Den Haag 2011, S. 68, 70 mit Abb. 4.

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[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“


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