Artist Index: Biblia germanica


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Los 1157Biblia germanica
Biblia, das ist: Die gantze Heilige Schrift deß Alten und Neuen Testaments

Auktion 128

Nachverkaufspreis
400€(US$ 460)

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Biblia germanica. - Biblia, das ist: Die gantze Heilige Schrift deß Alten und Neuen Testaments. Samt einer Vorrede Herrn Michael Dilherrns. Titel in Schwarz und Rot. 31 Bl., 1227 S., 10 Bl., 14 l. w. Bl (ersten 3 mit hs. Notizen). Mit Kupfertitel, 6 gestochenen Zwischentiteln, blattgroßem Portraitkupfer und zahlreichen Textholzschnitten. Titel in Schwarz und Rot. 36 x 22,5 cm. Blindgeprägtes Leder d. Z. (berieben, oberes und unteres Kapital fehlt, ohne die Messingschließe) mit 8 Messingbeschlägen und goldgeprägtes Monogramm auf dem VDeckel "I. C. W. 1823". Nürnberg, Endter, 1706.
Jahn S. 116. – Letzte Ausgabe der sogenannten Endter I Fassung (vgl. auch Schmidt, Die Illustrationen der Lutherbibel S. 372), die sich noch an die Tradition des 16. Jahrhunderts anlehnt. Die Porträttafel zeigt Luther und seine Familie. Exemplar ohne die Kurfürstenportraits, die nicht allen Exemplaren eingebunden wurden. – Vorsätze erneuert. Papierbedingt leicht gebräunt, braun- und fingerfleckig, Zwischentitel teils knapp beschnitten, mit wenigen Randläsuren und kleinen Knickspuren.

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Los 1158 [^]Biblia germanica
Biblia, Das ist die gantze Heilige Schrift deß Alten und Neuen Testaments

Auktion 128

Zuschlag
220€ (US$ 253)

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Biblia germanica. - Biblia, Das ist die gantze Heilige Schrift deß Alten und Neuen Testaments ... Mit den Summarien Johann Sauberti … auch mit den vielfältigen und lehrreichen Nutzen über alle Capitel des Salomon Glassens … Samt einer Vorrede Herrn Johann Michael Dilherrns. 26, 6 Bl., 1181 S., 11 Bl., 1 neu angebundenes Bl. Mit 6 Kupfertafeln, gestochenem Frontispiz und 144 Textholzschnitten. 37,5 x 23,5 cm. Blindgeprägtes Pergament d. Z. über Holzdeckeln (berieben und fleckig, Wurmlöcher und die 8 Messingeckbeschläge und Schließen abmontiert), und 5 Bünden. Nürnberg, Endters Erben, 1716.
Nicht bei Darlow-Moule. – Sechzehnte Dilherr-Bibel und zweite Ausgabe in der grundlegend neuen Ausstattung, der sogenannten Endter II Fassung. Die Porträttafel mit fünf Medaillons von Martin Luther und seiner Familie: Katharina von Bora, der Tochter Magdalena sowie den Eltern Luthers, Johann und Margarethe Luther. – Teils etwas gebräunt bzw. braunfleckig, stellenweise mit leichtem Wasserrand. Großer Braunfleck auf den S. 446-455 sowie S.1096. S. 707 großflächig geklebt. Die S. 760, 761 und 764 mit größeren Einrissen. Die letzten Seiten mit hs. Notizen, sowie neu angebundenes w. Bl. mit hs. Notizen.

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Los 1054Biblia germanica
Das Newe Testament, verdeutscht. Durch D. Johan. Dietenberger.

Auktion 128

Zuschlag
1.600€ (US$ 1,839)

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Biblia germanica. - Das Newe Testament, verdeutscht. Durch D. Johan. Dietenberger. (Bl. CCCCXLV)-CCCCCLXXVIII, 4 nn. Bl. Mit 2 wiederholten vierteiligen Holzschnittbordüren mit Wappendarstellungen auf dem Titel und am Schluss und 28 szenischen Textholzschnitten von Hans Sebald Beham, Anton Woensam u. a. sowie zahlreichen figürlichen Holzschnitt-Initialen. 4. 31 x 23 cm. Moderner Halbpergamentband (mit schwächeren Schabspuren) mit RTitel. Mainz und Köln, Peter Jordan für Peter Quentell, 1534.
VD16 B 2693. Vgl. Darlow-Moule 4211. NDB 3, 667. – Erster Druck der berühmten Dietenberger-Bibel, die als katholische "Gegenbibel" der Lutherübertragung Konkurrenz machte und bis ins späte 18. Jahrhundert die verbreitetste Bibelübersetzung in allen deutschsprachigen katholischen Regionen war. Sie erlebte etwa 100 Auflagen. Vorliegend allerdings nur das Neue Testament mit der dramatischen Holzschnittfolge (21) zur Apokalypse des Johannes. – Titel alt gestempelt, mit kleinem Loch im weißen Seitenrand und mit Besitzeintrag in Sepia im oberen Rand, Blatt ll1 verso und ll2 recto stärker fleckig, einige Blatt verbunden, stellenweise etwas gebräunt oder braunfleckig. Am Schluss mit verblasstem Feuchtigkeitsrand im unteren Bug, das Schlussblatt auch etwas wurmstichig und mit kleiner hinterlegter Fehlstelle (geringer Wortverlust).

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Los 1156Biblia germanica
Biblia, Das ist, Die gantze H. Schrifft (5. Ausgabe der Kurfürstenbibel)

Auktion 128

Zuschlag
900€ (US$ 1,034)

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BIBELN
Biblia germanica. - Biblia, Das ist, Die gantze H. Schrifft, Altes und Neues Testaments Teutsch, D. Martin Luthers. Von etlichen reinen Theologen, dem eigentlichen Wortverstand nach, erkläret. 2 Teile in 1 Band. 62 nn. Bl., 1118; 416 S., 9 Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit gestochener Portraittafel von Herzog Ernst von Sachsen, blattgroßem Wappenkupfer, 11 blattgroßen gestochenen Kurfürstenportraits, gestochenem Lutherportrait, 6 gestochenen Zwischentiteln, 5 doppelblattgroßen gestochenen Karten und Plänen, doppelblattgroßem gestochenem Kalendarium, 2 doppelblattgroßen gestochenen Tafeln der Arche Noah, 7 Kupfertafeln und doppelblattgroßer gestochener Tafel mit der Versammlung zur Augbsurger Confession. 43 x 27,5 cm. Blindgeprägter Pergamentband d. Z. (etwas fleckig und berieben) mit hs. RTitel, 8 Messing-Eckbeschlägen und 1 (statt 2) Messingschließen. Nürnberg, Christoph und Paul Endter, 1662.
WLB E 822. BMC Bible 197. Jahn 60. – Fünfte Ausgabe der Kurfürstenbibel. Mit den beiden Plänen der Stadt Jerusalem und der doppelblattgroßen Karte vom Land Kanaan. – Etwas fleckig, das Kupfer mit der Darstellung der Arche Nah mit etwas tieferem Randeinriss, die doppelblattgroßen Kupfer teils über den Seitenschnitt herausragend. Insgesamt wohlerhalten und bis auf die fehlende Schließe in einem prächtigen intakten Pergamentband.

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Los 1159Biblia germanica
Biblia, Das ist Die ganze Heilige Schrift Altes und Neues Testaments

Auktion 128

Nachverkaufspreis
600€(US$ 690)

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Biblia germanica. - Biblia, Das ist: Die ganze Heilige Schrift Altes und Neues Testaments. Samt einer Vorrede Herrn Johann Michael Dillherrns. 3 w. Bl., 36 Bl., 1181 S., 11 Bl. Mit koloriertem Frontispiz, Holzschnittvignette auf dem Titel, 8 kolorierten Textholzschnitten sowie 138 Textholzschnitten.Titel in Schwarz und Rot. 37,5 cm x 23,5 cm. Blingeprägtes Schweinsleder (etwas berieben) über Holzdeckel und über 5 Bünden sowie mit 8 Messingbeschlägen und 2 Schließen. Nürnberg, J. Endter und Erben, 1720.
Die berühmte Dilherr-Bibel mit der Vorrede von 1656, der Bildausstattung von 1710 und dem Text der Augsburgischen Konfession. – Leicht gebräunt, sowie stockfleckig. Farbholzschnitte sehr gut erhalten. Die ersten beiden weiße Blätter mit hs. Notizen d. Zt.

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Los 1088Biblia germanica
Biblia. Das ist: Die gantze heylige Schrifft, Teutsch.

Auktion 127

Zuschlag
6.000€ (US$ 6,897)

Details

Biblia germanica. - Biblia. Das ist: Die gantze heylige Schrifft, Teutsch. D. Mart. Luther. 4 Teile in 1 Band. 20 Bl., 316 num. Bl.; 216 num. Bl.; 370 num. Bl., 2 Bl; 82 Bl. Mit 2 großen Holzschnitt-Titelbordüren, großer Holzschnittvignette und 141 teils später, unfachmännisch ankolorierten Textholzschnitten von J. Bocksperger und J. Amman ohne das Holzschnitt-Porträt. Titel in Rot und Schwarz. 35 x 23,5 cm. Leder d. Z. (berieben, mit kleinen Fehlstellen und Kapitale mit teils hinterlegten Einrissen) über Holzdeckel und 7 Bünden mit 8 Messingbeschlägen und zwei Messingschließen. Frankfurt, (Georg d. Ä. Rab, Erben W. Han und S. Feyerabend), 1569.
VD16 ZV 1505. Heitz Tafel XXXV, Nr. 34. Vgl. Schmidt 245-247. – Frühe seltene Ausgabe aus der Offizin von Georg Rab, W. Han und S. Feyerabend. Erstmals im Jahre 1564 in der Offizin von S. Feyerabend erschienen. Enthält das Alte und Neue Testament, "Die Propheten all deutsch" und "Biblisch Namen und Chronick Buch". Mit den vereinzelt monogrammierten Holzschnitten von J. Bocksperger und Jost Amman (1539-1591). "Die tiefe Verbundenheit des Künstlers mit dem Text offenbart sich besonders im alten Testament auf Schritt und Tritt. Es ist ein echtes Suchen nach konkreter Vorstellung der heiligen Geschichte, die turmhoch über dem hohlen Pathos der späteren Bibelillustration steht. Die von Jost Ammans Künstlerhand selber geschnittenen Bilder ... gehören zu den besten Bibelillustrationen, die uns der alte Protestantismus hinterlassen hat." (Schmidt). – Titel knapp beschnitten und auf Papier aufgezogen, Porträt und zwei Blätter der Vorrede als moderne Kopie eingebunden. Vereinzelte Seiten verstärkt, insgesamt etwas braun- und fingerfleckig, etwas feuchtrandig, vereinzelt mit kleineren Einrissen und hs. Notizen. Dritter Titel mit größerer Fehlstelle (rechte untere Ecke), Blatt 292 mit größerer Fehlstelle.

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Los 1218Biblia germanica
Biblia, das ist: Die gantze heilige Schrifft alten und neuen Testaments

Auktion 127

Zuschlag
280€ (US$ 322)

Details

BIBELN
Biblia germanica. - Biblia, das ist: Die gantze heilige Schrifft alten und neuen Testaments. 3 Teile in 1 Band. 52 Bl., 336 S.; 226 S., 20 Bl.,; 160 S. Mit gestochenem Frontispiz, Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel, 22 Kupfertafeln und 4 Kupferkarten. 22 x 13 cm. Leder des 18. Jahrhunderts (etwas berieben, Rücken mit Einrissen und Fehlstelle) mit dreiseitigem punziertern Kopfgoldschnitt. Wittenberg und Frankfurt, B. C. Wust, 1682.
Die deutsche Bibel stammt aus der Offizin von Balthasar Christoph Wust (1630-1704), der den Verlag seines Vaters bis zu dessen Tode fortführte. – Etwas stock- und braunfleckig, teilweise mit Randläsuren Innensteg am Frontispiz etwas geöffnet.

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Los 1219Biblia germanica
Biblia, mit der Ausslegung

Auktion 127

Zuschlag
550€ (US$ 632)

Details

Biblia germanica. Biblia, mit der Ausslegung. Das ist: Die gantze Heilige Schrifft, Altes und Neues Testaments, D. Martini Lutheri. Mit einer kurtzen, jedoch gründlichen Erklärung dess Textes, D. Lucae Osiandri ... 3 Teile in 1 Band. 20 Bl., 373 S., 6 Bl., 251 S., 7 Bl., 244 S., 5 Bl. Mit 3 gestochenen Titeln, gestochene und gefaltete Kupfertafeln und 1 (von 2) Kupferkarte. 42 x 27 cm. Schweinsleder d. Z. (berieben und fleckig, oberes Kapital mit kleinen Einrissen) mit 8 Messingbeschlägen und zwei Messingschließen. Lüneburg, C. J. Stern, 1711.
Dumrese I, 113. Graesse I, 379 (Anm. zur Ausg. 1672). Vgl. Reinitzer, Nr. 193 u. Abb. 200. Nicht bei Darlow-Moule. – Hübsche Ausgabe der "Osianderbibel", mit einer Mittelmeer-Karte und einer mehrfach gefalteten Ansicht von Jerusalem. – Vorsatz mit hs. Brief und fünf roten Siegeln, erstes weißes Blatt mit hs. Notizen. Insgesamt papierbedingt gebräunt, etwas braun- und fingerfleckig, mit Randläsuren und vereinzelt etwas feuchtrandig.

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Los 703Biblia germanica
Daraus 1 Blatt (Seite127) mit koloriertem Holzstich. Nürnberg, A. Koberger, 17.II.1483

Auktion 125

Zuschlag
240€ (US$ 276)

Details

Biblia germanica. Daraus 1 Blatt (Seite127) mit koloriertem Holzstich. 32 Zeilen bzw. verso 51 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 32 x 18,5 cm. Format: 38,5 x 25,5 cm. Nürnberg, A. Koberger, 17.II.1483.
GW 4303. Hain 3137. – Einzelnes Blatt aus "Biblia germanica" aus der Offizin A. Koberger (1440-1513). Der kolorierte Holzschnitt zeigt Eli, dem der Tod seiner Söhne verkündet wird; im Hintergrund tragen die Philister die Bundeslade fort. – Leicht stockfleckig mit winziger Fehlstelle am Außensteg (Text nicht betroffen), sonst sehr gutes einzelnes Blatt mit hübsch koloriertem Holzstich.

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Los 717Biblia germanica
Das naw testament nach lawt der Christlichen Kirchen bewerten text

Auktion 125

Zuschlag
10.000€ (US$ 11,494)

Details

Erste Ausgabe der ersten antilutherischen Bibelübersetzung
Biblia germanica. - Das naw testament nach lawt der Christlichen kirchen bewerten text, corrigirt, und widerumb zu recht gebracht. 1 (statt 4) nn., CXCVI Bl. Titel in Rotdruck. Mit szenischem Titelholzschnitt und 27 (statt 28) zumeist blattgroßen Textholzschnitten sowie einigen figürlichen Holzschnittinitialen. 30,5 x 20 cm. Blindgeprägter Kalbslederband d. Z. (berieben und etwas beschabt, Gelenke angeplatzt, Kapitale bestoßen, VDeckel gelockert, Deckelbezüge mit Kratzspuren, ohne die Schließen; datiert und monogrammiert: "V 1525 K"). (Dresden, Wolfgang Stöckel, 1527).
VD16 B 4374. STC 111. Darlow-Moule II,1, 4191. Bibliotheca biblica, Verzeichnis einer sehr bedeutenden Bibelsammlung, Köln 1843, S. 11. ADB VI, 96f. NDB IV, 488 f. Panzer, Geschichte der römisch-katholischen Bibelübersetzung. Nürnberg 1781, S. 34f. Nagler, Monogrammisten, III, 94. – Erste Ausgabe der antilutherischen Bibelausgabe von Hieronymus Emser (1478-1527). Von Herzog Georg von Sachsen in Auftrag gegebene Übersetzung, "durch Text, Vorreden, Glossen, Buchformat und Bildausstattung ist sie der katholische Gegenentwurf zu Luthers 'Septembertestament' und den ihm folgenden Editionen ... Emsers heftige Abneigung, sein Haß gegenüber den Lutheranern kann nicht verbergen, wie sehr die Reformation auf ihn und die alte Kirche bereits gewirkt hat. Bei aller Ablehnung war es nicht mehr möglich, die Heilige Schrift unübersetzt zu lassen und eine 'Reformation der Reformation' auf dem Verordnungswege durchzuführen. Die Macht des Faktischen ging so weit, daß Herzog Georg und Emser es nicht wagen konnten, eine ganz unillustrierte Bibel zu edieren" (Reinitzer 111). So wurden auf Drängen Emsers Lukas Cranachs Holzstöcke zu Luthers Neuem Testament (1522) mit den polemischen Illustrationen zur Offenbarung erworben, zwar in der leicht entschärften Form der Dezemberausgabe (die Papstkronen in drei Bildern waren getilgt worden), dennoch wurde damit auch dem katholischen Publikum der Fall Babylons als der Untergang Roms dargestellt und Herzog Georg selbst ist im 9. Bild als gegen das Volk wütender Löwenreiter porträtiert (vgl. Schmidt, Illustration der Lutherbibel S. 93 ff.). Lediglich zwei Cranach-Holzschnitte (Nr. 5 und 6 der insgesamt 21 Bilder umfassenden Folge) konnten offenbar nicht mehr beschafft werden und wurden ersetzt durch kleinere Illustrationen Georg Lembergers, der auch die weiteren Holzschnitte beisteuerte. "Luther's famous antagonist Hierome Emser brought out this version of the N.T." (Darlow-Moule). "In seiner Polemik konnte er doch nicht schweigen und folgte gern der Aufforderung seines Herzogs und des Bischofs von Merseburg, an Luther's Übersetzung des Neuen Testaments Kritik zu üben. In einer Schrift vom Jahr 1523 wollte er Luthern nicht weniger als 1400 Fehler und ketzerische Irrthümer in seiner Uebersetzung nachgewiesen haben ... Im Jahr 1527 gab er selbst eine Übersetzung heraus. Sie erwies sich als ein großartiges Plagiat der lutherischen, in der nur hin und wieder Veränderungen nach der Vulgata vorgenommen sind. Trotzdem erlebte sie eine große Zahl von Auflagen" (ADB). – Es fehlen drei Blatt der Vorstücke, darunter einer der blattgroßen Holzschnitte. Mal mehr, mal weniger gebräunt und braunfleckig, anfangs mit Braunfleck in der oberen rechten Ecke, erste Blatt mit Wurmspuren im weißen Rand, zwei Textblatt zu Beginn mit grünem Farbfleck und Anstreichung in Rot im Seitenrand. Seitenschnitt mit Blattweiser. Gut erhaltenes Exemplar im datierten und monogrammierten Einband ("V 1525 K"). – Beigebunden: Augustinus von Hippo. Quattuor libri de Doctrina Christiana: omnibus qui sacrã scripturã. Vel recte intelligere vel fructuose predicare volũt. 57 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit Titelholzschnitt. (Leipzig), Melchior Lotter, Mai 1515. - VD16 A 4195. STC 53. Nicht bei Adams. - Nach der Kölner Inkunabelausgabe von Bartholomäus de Unkel der zweite Separatdruck von Augustinus' Lehrbuch, in welchem er Anweisungen zur korrekten Auslegung der Bibel liefert. Die Edition besorgte der Humanist Johannes Böhm (um 1485-1534). - Etwas fleckig, wenige Blatt leicht gebräunt, Blatt K1 lose, die Schlusslage gelockert, die letzten beiden Blatt mit Wurmspur im weißen Seitenrand. Vor allem zu Beginn mit zahlreichen zeitgenössischen Annotationen. Schöner Antiquadruck.

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Los 380Biblia germanica
Sacra Biblia - Das ist: Die ganze heilige Schrifft

Auktion 124

Zuschlag
220€ (US$ 253)

Details

Biblia germanica. - Sacra Biblia. Das ist: Die ganze heilige Schrifft alten und neuen Testaments nach der letzten römischen Sirtiner Edition ... 32 Bl., 654 S., 278 S., 243 S., 1 Bl. Mit gestochenem Titel, 2 Holzschnitt-Vignetten auf denTiteln, zahlreichen Holzschnitt-Initialien und 25 Kupfer-Tafeln v. E. Nunzer und Joh. Alex. Boener. 36,5 x 24 cm. Leder d. Z. (beschabt, bestoßen, mit Fehlstellen am oberen Kapital und am Rückengelenk) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung sowie dreiseitigem Goldschnitt. Bamber, Abraham von Werth für Johann Ziegern und Georg Lehmann, 1701.
VD18 14792400. Bibelsg. d. WLB Stgt., E1013. Strohm E 1013. – Die dritte Ausgabe von Caspar Ulenberg (1548-1617) übersetzt mit den hübschen Heiligen Darstellungen von Engelhard Nunzer (1661-1733) und Johann Alexander Boener (1647-1720). – Vortitel und gestochener Titel etwas gelöst, teils braun-, feucht- und fingerfleckig, mit Randläsuren und umgeknickten Ecken.

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Los 320Biblia germanica
Das Newe Testament, Verdeudscht durch Luther

Auktion 124

Zuschlag
10.000€ (US$ 11,494)

Details

Fürstliches Exemplar des späteren sächsischen Kurfürsten Christian I. in Künstlerkolorit von Johannes Schnelboltz
Biblia germanica. - Das Newe Testament, Verdeudscht durch Luther. Mit den Summarien M. Viti Dieterichs. 367 num. Bl. (recte 347; Bl. 202-221, 305, 306 in Foliierung übersprungen, Bl. 257 und 258 doppelt gezählt), 1 w. Bl. Titel mit kolorierter, goldgehöhter Holzschnitteinfassung und Holzschnitt-Porträt Luthers, 95 kolorierte und goldgehöhte Textholzschnitte. 25 x 18 cm. Reich gold- und blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (Goldprägung nur minimal abgerieben, etwas abgegriffen, kaum fleckig, ohne die Bindebänder) über 4 Bünden mit einst dreiseitig gefärbtem Grünschnitt. Wittenberg, (Johann Schwertel), 1575.
VD16 B 4475. – Prachtexemplar des separat erschienenen Teils von Schwertels Vollbibel von 1575 mit fast hundert feinsten Holzschnitten, hier in besonders schönem Altkolorit, das von Johannes Schnelboltz stammt, der in der Einfassung des Titelporträts in Gold signiert hat. Dort steht in winzigen Buchstaben: "JOHANNES · SCHNELBOLTZ · Illuminist zu Wittenberg / ANNO DOMINI · 1·5·7·6" (vgl. Nagler XVII, 384 u. Thieme-Becker XXX, 201). Hans Schnellbolz stand laut Nagler in Berlin als Illuminierer in Diensten des Buchdruckers Thurneisser; später war er nach unserer Angabe offenbar in Wittenberg tätig. - Den Einband fertigte nach Haebler der Wittenberger Buchbinder Frobenius Hempel bzw. dessen Nachfolger. Schönes altkoloriertes Exemplar der seltenen Ausgabe aus der Bibliothek des späteren sächsischen Kurfürsten Christian I. – Vorsatz mit späterem Eintrag. Gleichmäßig papierbedingt leicht gebräunt, aber kaum braunfleckig oder fingerfleckig, durchgehend sehr sauberes und bemerkenswert frisches Exemplar in einem außergewöhnlich schönen Goldprägeeinband aus fürstlichem Besitz des Herzogs Christian zu Sachsen und späteren Kurfürsten Christian I. (1560-1591) aus der albertinischen Linie der Wettiner. Die Deckel sind mit einer blindgeprägten Rolle aus Blattranken sowie Tugendrolle "Fides-Prudentia-Temperantia-Caritas-Spes FH" (Haebler I, 172, 1) geprägt. Der innere Rahmen aus vergoldeter Blattrankenrolle, hinten als Mittelstück das vergoldete kursächsische Wappen in Arabeskenkartusche, umgeben von Goldfleurons, im Mittelfeld des Vorderdeckels zwischen vergoldeten Ornamentleisten und Fleurons die goldgeprägte Widmungsinschrift "Dem Durchleuchtigen Hochgebornen Fürsten und Herrn/ Herrn Christiano/ Hertzogen zu Sachsen/ Landgrauen in Düringen/ Marggrauen z Meissen/ und Burggrauen zu Magdeburg etc.", darunter das Jahr "1576". Herzog Christian bekam die Bibel also als Geschenk wohl zu seinem 16. Geburtstag überreicht.

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Los 2494Biblia germanica
Biblia beyder Allt und Newen Testaments Teutsch

Auktion 123

Zuschlag
7.000€ (US$ 8,046)

Details

Biblia germanica. - (Biblia beyder Allt und Newen Testaments Teutsch). Teil II (von 2) mit dem Neuen Testament. LXXVI num. Bl. Mit zahlreichen, 5-14-zeiligen Holzschnitt-Iniitialen und 46 großen, spaltenbreiten Textholzschnitten von Anton Wönsam von Worms. Ca. 30 x 18 cm. Worms, Peter Schöffer d. J., 1529. - Als Durchschuss eingebunden in: Novum Iesu Christi Testamentum. Sebastiano Castellione Interprete. 1 Bl., 404 Sp., 32 nn. Bl. Mit großer wdhl. Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und am Schluss. 34 x 21,5 cm. Reich blindgeprätes Schweinsleder (leicht geworfen, gewellt, fleckig, abgegriffen und etwas angeschmutzt, beschabt und bestoßen) über 4 Bünden mit oxidiertem Monogramm und Jahreszahl "IVZ 1623", Rotschnitt. Basel, Peter Perna, 1573.
1) VD16 B 2681. STC 89. Drescher-Pietsch 140. Muther, Bilderbibeln, 99 bzw. 2) VD 16 B 2638. Darlow & Moule 6159. Adams B1083. Strohm D 814. Lüthi 4. – 1) Das vollständige, eigens foliierte Neue Testament mit den Büchern aller Vier Evangelisten bis zur Offenbarung in Peter Schöffers Wormser Bibel, eingeschossen an den entsprechenden Stellen in die Bibel als sog. "Kombinierte Bibel". Die bemerkenswert seltene Wormser Bibel in zweispaltigem Druck der Schöfferschen Offizin ist mit großen kalligraphischen Kanzlei-Initialen und den prachtvollen Holzschnitten des Anton Wönsam von Worms (ca. 1476-1541) illustriert, "welche jedoch größtentheils schon in der bei Peter Quentel in Cöln 1527 erschienenen lateinischen Bibel, sowie in der von 1528 bei ihm erschienenen Octavausgabe der Emser'schen Übersetzung des Neuen Testaments verwendet" worden waren (Muther). Panzer wiederum weist auf die reiche Literatur über die Wormser Bibel hin, widerlegt die gegenteiligen Behauptungen und führt den Nachweis, daß ihr Text eine Umformung des alemannischen Textes der Zürcher Ausgabe in 'gemeyne Teutsche sprach' darstelle. Sie enthalte also wie diese A1-3 und N in Luthers Übersetzung, die Propheten dagegen in der Überragung der Prädikanten zu Zürich, die Apokryphen in der Leo Juds. Panzer beansprucht auf grund dessen für die Wormser Bibel mit Recht einen Platz in der Bibliographie der deutschen Bibeln Martin Luthers" (Panzer 274, II).

Das Neue Testament folgt, ohne ein eigenes Titelblatt oder einen Zwischentitel direkt nach Blatt CCLXXXVII der Propheten des Alten Testaments - mit einer neuen römischen Foliierung Blatt I und durchgehend bis Blatt LXXVI (Lagen Aa1-Mm6). Das umfasst die hier für den Einschuss gebrauchten ersten fünf Bücher des Neuen Testaments (Matthäus, Markus, Lukas, Johannes, -Apostelgeschichte), ferner die Briefe bis zur Apokalypse. Gegenüber der Gesamtpublikation der Bibel fehlen somit das Alte Testament mit den Propheten (Titel, CCLXXXVII Bl.) sowie die letzten nn. 12 Bl. mit der "Auslegung der Dunklen Wörter".

Das erste Blatt mit mehreren zeitgenössischen und wenig späteren Einträgen, teils in Rot, hin und wieder Unterstreichungen in Schwarz und Grün, Durchstreichungen und Bearbeitungsspuren, Fingerflecken. Einige Braunfleckchen, teils etwas gebräunt, Gebrauchsspuren. Das letzte Blatt im unteren weißen Drittel abgeschnitten und alt auf ein weißes Blatt montiert (ohne Textverlust). Das Schöffer-NT wurde Anfang des 17. Jahrhunderts zu einer Studienausgabe, zu einer sogenannten kombinierten Bibel zusammengebunden, indem sie in den NT-Korpus einer von Sebastian Castellio (1515-1563) kommentierten lateinischen Bibel zwischengebunden wurde. So konnte der Text parallel deutsch-lateinisch studiert werden.

2) (Biblia sacra, ex Sebastiani Castalionis postrema recognitione. Cum annotationibus eiusdem, & historiae supplemento ab Esdra ad Machabæos, inde usque ad Christum, ex Iosepho. Index præterea novus, & is quidem locupletissimus). Teil II (von 2) mit dem "Novum Iesu Christi Testamentum". Nicht vorhanden ist hier also der erste Teil mit dem Alten Testament (8 nn. Bl., 1446 Sp.). Es handelt sich um die vierte Ausgabe der Castalionis-Bibel. Dieser, auch unter Châteillon geführt, war ein Saint-Martin-du-Frêne geborener Humanist, der als Philosoph und protestantischer Theologe sich jedoch gegen Johann Calvin gerichtet hatte. - Titelblatt mit Randabschnitt zu einem Sechstel (ohne Textverlust), einige ältere Anmerkungen, Unterstreichungen, Durchstreichungen und sonstige Gebrauchsspuren, allerdings nur ganz vereinzelt fleckig oder fingerfleckig, wenige alte Rissklebungen auf dem letzen Blatt, das verso auch etwas stärker angestaubt ist. – Am Schluss sind 84 Blätter kostbarstes, unbeschriebenes Büttenpapier einer Mühle vom Anfang des 17. Jahrhunderts eingebunden mit Wasserzeichen "HPS" sowie ein riesig großes Allianzwappen mit Delphin und Pelikan.

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Los 2496Biblia germanica
Das ist die gantze heilige Schrift

Auktion 123

Zuschlag
2.000€ (US$ 2,299)

Details

Biblia germanica. - Biblia, Das ist: die gantze heilige Schrift teudtsch. D. Martin Luther. Teil I-III in 1 Band. 18 Bl., 251 num.; 1 nn., 170 num.; 120 num., 2 Bl. Mit 3 (1 teilkoloriert) großen, vierschenkligen, figürlichen Holzschnitt-Bordüren auf den Titeln, 2 Holzschnitt-Druckermarke am Schluss des II. und III. Teils, ganzseitiges Holzschnitt-Porträt vom Herzog zu Wittenberg sowie 141, teils ganzseitigen Textholzschnitten von Jost Amman. 35,5 x 25,5 cm. Braunes, blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas berieben und bestoßen, teils mit Fehlstellen und oberes Kapital mit Einriss) über Holzdeckel und 6 Bünden mit Messingbeschlägen (leicht oxidiert) und 2 Messingschließen. Frankfurt, Johann Feyerabend, 1582.
VD16, B 2795. Vgl. Bibelsammlung Württ. Landesbibl. E 519. Schmidt S. 264 f. Oertel S. 81f. Reinitzer 160. Adams 1180. STC 90. – Frühe Ausgabe aus der Offizin von Johann Feyerabend (1550-1599) als großformatigen Druck. Mit den bemerkenswerten und hier teils sehr gratigen Drucken von Jost Amman (1539-1591). Darstellt sind zahlreiche Szenen aus dem Alten und Neuen Testament sowie "Die Propheten". – Titel lose, papierbedingt gebräunt, etwas stock-, braun- und fingerfleckig, vereinzelt leichte Knickspuren und Randläsuren. Exlibris auf dem Vorsatz. Mit hübschen und gratigen, teils etwas beriebenen Drucken. Im schönem Schweinslederband.

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Los 1235Biblia germanica
Das new Plenariu(m) oder ewangely buch/ so inhaltet alle Ewa(n)gelien vnd Epistelen

Auktion 122

Zuschlag
4.400€ (US$ 5,057)

Details

Die letzte Ausgabe von Petris Plenarium, altkoloriert, das Exemplar des Robert Hoe
Biblia germanica. - Das new Plenarium oder ewangely buch, so inhaltet alle Ewangelien und Epistelen des gantzen iars, sampt alles gesangs aller messen, von der heiligen kilchen angenommen, in ordenung besunders, wie am ersten blat verzeichnet, fast nutzbar und tröstlich eines yeden christen menschen zu wissen. Sommer- und Winterteil. 8 nn. Bl., 278 num. Bl. Mit breiter kolorierter Holzschnitt-TBordüre sowie 7 (2 wdhl.) fast ganzseitigen kolorierte Textholzschnitten, 55 spaltenbreiten kolorierten Textholzschnitten und ca. 75 kleineren kolorierten Textholzschnitten und zahlreichen, ebenfalls meist kolorierten Holzschnitt-Initialien. Titel in Rot und Schwarz. 29,9 x 20,2 cm. Rotes Maroquin des 19. Jahrhunderts (Kanten berieben, an Gelenken gebrochen und eingerissen, von innen mit Klebestreifen stabilisiert) mit goldgeprägtem RTitel sowie Rücken-, Deckel-, Steh und Innenkantenvergoldung sowie mit dreiseitigem Goldschnitt (signiert "F. Bedford") in weinrotem modernem Pappschuber. Basel, Adam Petri, 1522.
VD16 E 4464. Dodgson II, 31f., 79-84. Graesse V, 336f. Hieronymus 1997, 33. Müller 1997, 12 (Holbein). Muther 907. Oldenbourg, Schäufelein, L 109. Panzer, Annalen II, 61, 1278. Pietsch, Ewangely, 48f., U5. Vgl. Hollstein, German XI, S.82ff. Nicht bei Adams, Stockmeyer-Rebernicht, Heckethorn und nicht in STC. - Zum Buchbinder siehe Ramsden, London, 36. – Vierte Ausgabe. Adam Petris erstmals 1514 gedrucktes, reich illustriertes Plenarium in deutscher Sprache war eine "Art Volksbuch" und entsprechend erfolgreich. Bereits 1516 hatte er eine zweite, 1518 die dritte Auflage herausgebracht. Parallel dazu druckte er ab 1517 "viele Schriften Luthers und seiner Zeitgenossen" (Benzing 33): Die Überschneidung dieses reformatorischen Programms mit dem - noch gut katholischen - Plenarium ist durchaus charakteristisch für die konfessionelle Durchlässigkeit in den Anfängen der Reformation. 1522 erschien die hier vorliegende vierte Ausgabe - sie sollte allerdings die letzte sein, abrupt setzte nun die Reformation "dieser Art der kirchlichen Literatur in allen Ländern ein Ende" (LGB III, 27). Mit Petris letztem Druck wurde der Begriff "Plenarium" historisch: Noch einmal tritt er in dem doppelten Titel Das new Plenarium oder Evangely buch auf, dann "scheint der lateinische Buchtitel erloschen zu sein; an seine Stelle tritt der Name Ewangeli buch (…) und endlich allgemein der Titel Postille" (Wetzer-Welte X, 104). Die Ausgabe von 1522 "enthält mit Ausnahme einiger kleiner Abweichungen die gleichen Holzschnitte" (Hieronymus) wie die früheren Drucke, zumeist von Hans Schäufelein. – Die Holzschnitte sind dezent und wohl zeitgenössisch in den sparsamen Farben, Rot- und Grüntönen koloriert. Einige Blätter mit Wurmloch im weißen Rand, vereinzelte Anmerkungen in alter Handschrift, Blatt CCLI und CCLII mit wieder angesetztem Eckabriss. Auf dem Spiegel das Exlibris des bekannten amerikanischen Sammlers und Bibliophilen Robert Hoe (1839-1909); dessen Auktion, New York, 17.1.1912, Nr. 2702. Das noble Erscheinungsbild des schön erhaltenen Exemplars prädestinierte es als Objekt der Bibliophilie. Den dekorativen Einband schuf der Londoner Buchbinder Francis Bedford (1800-1884), der seine Werkstatt 1841 eröffnet hatte.

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