Artist Index: Biblia


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Los 1036Biblia
Speyer, Peter Drach, 1489. Zweiter Bibeldruck der bedeutenden Offizin von Peter Drach in Speyer

Auktion 128

Zuschlag
3.400€ (US$ 3,908)

Details Los merken

Zweiter Bibeldruck der bedeutenden Offizin von Peter Drach in Speyer
Biblia Sacra. Veteris et novi testamenti. 581 (statt 582; ohne das erste Blatt) nn. Bl. 2 bzw. 3 Spalten. 48 bzw. 53 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 21,6 x 13,5 cm. Format: 27,6 x 19,8 cm. Mit 14-zeiliger Initiale "F" in Altrosa auf Blau und Blattgoldgrund im Quadrat und Hunderten von 3-11-zeiligen Lombarden in Rot und Blau. Schlichter dunkelbrauer Kalbslederband d. Z. (berieben, beschabt und bestoßen, mit Fehlstellen im Deckelbezug und an Kanten, Rücken restaurierend hinterlegt mit aufgeblendeten Stücken des urprünglichen Rückenleders) über abgefasten Holzdeckeln (mit zwei Bruchstellen, wohl Remboîtage vom Ende des 17. Jahrhunderts) mit hübscher Blindfileten-Zier (zwei- bzw. vierfach parallele Dreifachfileten in Kreuzanordnung mit einem Andreaskreuzornament, alles in dreifacher Fileten-Rahmenlinie), dreiseitiger punzierter Rotschnitt mit sich überlagernden Kreisen als Punktierpunze und Mittelstern. Speyer, Peter Drach, 1489.
Hain 3105. Hain-Copinger 3103. GW 4264. Goff B-587. Proctor 2378. Pellechet 2327. Bodleian B-296. Deckert 126. 127. Ernst I,1 90. Feigelmanas 83. Finger 195. Günther 2579. Hartig 118-120. Hubay 371. Lökkös 90. ÖNB-Ink B-374. Sallander 1624. BMC II, 497. BSB-Ink B-461. CIBN B-414. CIH 647. IBE 1029. IBP 1026. IDL 851. ISTC ib00587000. – Zweiter Speyerer Bibeldruck von Peter Drach, weitgehend kollations- und inhaltsgleicht mit der Ausgabe von 1486 (Hain 3093). – Es fehlt das erste Blatt a1 mit dem Titel "Biblia ...". Wenige kleine Randläsuren, wie vereinzelte (ein alt hinterlegter) Einrisse oder schwache Feuchtränder, Ränder hier und da gering brüchig, minimal gebräunt oder fleckig, zwei kleine Randausrisse (nur einer davon mit geringem Textverlust im Register, alt hinterlegt) und hinterlegtes Löchlein im letzten Blatt (ebenfalls kaum Textverlust, verso alte Verstärkungen). Ganz vereinzelte Lombarden leicht ausgewaschen, die Goldgrund-Initiale am Anfang etwas abgeschabt, unwesentliche, zu vernachlässigende Wurmlöchlein. Mehrfache hübsche Notabene-Händchen am Rand mit zeitgenössischer Tinte (z. B. b1 und kk1 et passim).
Obere Marge teilweise etwas kapp beschnitten (wenige Kolumnentitel-Serifen betroffen), rechter und unterer Steg jedoch bemerkenswert breitrandig, lediglich im NT einige Konkordanz-Marginalien im äußeren Steg ebenfalls etwas überschnitten. Im Gesamtkatalog (GW online) wird vermerkt: "Gesamtüberlieferung: 105 Exemplare / Fragmente in öffentlichen Einrichtungen und mindestens 1 Exemplar in Privatbesitz nachgewiesen." Mit dem vorliegenden wäre dann ein zweites in Privatbesitz nachgewiesen. Tatsächlich ist auch kein einziges Exemplar des Drach-Druckes im Jahrbuch der Auktionspreise seit Jahrzehnten nachweisbar.
Provenienz: Blatt a2 mit mehreren, teils durchgestrichenen alten Besitzeinträgen, darunter "Ex libris Joannis Klimes Canonici Wissehradensis [...]", von dem der Vysehrader Kanoniker aus Prag, eines "Joannis Jacobi zub [= sub] sacerdotis Ecclesiastici", ferner "Ex libris mag. Zdenconi Comes de Walstaijn scilicit Consilianus et Cubiculanus", bei dem es sich wohl um einen Rechtsberater und Kämmerer wohl handelte, einen Grafen Zdenko von Walstain (Zdenek von Waldstein bzw. Zdenek z Valstejna) aus Cesky Ráj bei Turnov. Der fliegender Vorsatz mit Besitzvermerk "Ex Libris Procopii Stiasny Justitiarii Frauenberg[iu]s 1790" und recto weiteren Eintrag derselben Hand "Biblia Sacra Veteris et Novi Testamenti. Sine Titulo". Demnach war die Bibel im Besitz des
Gerichtshalters Procop Stiasny der Patrimonialgerichtsbarkeit (Justititarius) im böhmischen Frauenberg (Hluboká nad Vltavou) der Adelsherren aus der Fürstenfamilie derer von Schwarzenberg. Interessant, dass auch schon zum Ende des 18. Jahrhunderts das Titelblatt fehlte.

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Los 2618Biblia
Das ist: Alle Bücher der h. Schrift. 5 Teile in 2 Bänden. Zweite Ausgabe

Auktion 123

Zuschlag
2.600€ (US$ 2,989)

Details

BIBELN
Biblia germanica. - Biblia, Das ist: Alle Bücher der h. Schrift ... durch Johan Piscator, Professor der h. Schrift zu Herborn, mit raath und hülf Christliebender gelehrter männer, derselben dolmetscherungen und erklärungen, verfestiget. Die andere Edition. 5 Teile in 2 Bänden. Mit 5 vierteiligen Holzschnitt-Bordüren und 5 Holzschnitt-Druckermarken auf den Titeln und Holzschnitt-Buchschmuck. Titel in Rot und Schwarz. 24 x 17,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (berieben, bestoßen, fleckig, etwas angestaubt und RDeckel mit hs. Notizen) über 4 Bünden und über abgefassten Holzdeckeln je mit zwei Messingschließen. Herborn, Christoff Rabe, 1603-1605.
VD17 3:318820H. VD17 3:316489L. VD17 3:316492P. VD17 3:316499S. VD17 23:271887N. Vgl. Darlow-Moule 421a. Reinitzer, Biblia deutsch Nr. 163 (EA Herborn 1602-1604). – Seltene zweite Ausgabe der berühmten Piscator-Bibel aus der Offizin von Christoff Rabe (1552-1620), eigentlich Christoph Corvin oder Corvinus, Rabe. Diese bedeutenste Bibel aus der Offizin wurde von dem Herborner Theologieprofessor Johan Piscator (1552-1620) übersetzt und mit Kommentaren versehen. Dieser verwendete dabei lateinische und französische Übersetzungen, die seine Glaubensbrüder in Genf angefertigt hatten, und Formulierungen aus der Lutherbibel. Das Werk erschien in der Offizin von Christoff Rabe in drei Ausgaben in den Jahren 1602-1604, 1604-1606 und 1617.
Vorhanden sind: I. Das erste Thail des alten Testaments. - II. Das andere Thail des alten Testaments. - III. Das dritte Thail des alten Testaments. - IV. Das vierte Thail des alten Testaments. - V. Anhang an das alte Testament. – Teils papierbedingt stärker gebräunt, etwas stock- und fingerfleckig, einzelne Seiten mit kleinen Randläsuren, Einrissen oder fehlenden Ecken. Insgesamt leicht angestaubt. Exlibris und Siegelresten auf dem Vorsatz. Sehr seltene frühe Ausgabe der Piscator-Bibel in guten Schweinslederbänden mit den Messingschließen der Zeit und hier zu vollständigen Teilen und dem Anhang erhalten.

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Los 1077Biblia
das ist die gantze Heil. Schrift Altes und Neues Testaments

Auktion 121

Zuschlag
200€ (US$ 230)

Details

Biblia germanica. - Biblia, das ist die gantze Heil. Schrift Altes und Neues Testaments, nach der Teutschen Uebersetzung Martin Luthers. Nebst der Vorrede des Baron Carl Hildebrands von Canstein. LIV. Auflage. 1079 S.; 308 S., 2 Bl. Titel in Schwarz und Rot. 21,5 x 12,5 cm. Marmorierter Lederband d. Z. (nur schwach berieben) mit ornamentaler RVergoldung, goldgeprägtem RSchild und den Eignerinitialen "J.N.H.G." mit dem Bindejahr "1756" auf dem Rücken sowie ornamentaler Deckelbordüre. Halle, Waisenhaus, 1754.
Schönes und wohlerhaltenes Exemplar der Oktavbibel aus der Cansteinschen Bibelanstalt im bibliophilen Barockeinband. – Titel verso mit kleinem Sammlungsstempel.

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Los 1144Biblia
Altes und Neues Testaments

Auktion 116

Zuschlag
550€ (US$ 632)

Details

Biblia germanica. - Biblia, das ist die gantze Heilige Schrifft, Altes und Neues Testaments. Verteutscht von Martin Luther: und auf gnädigste Verordnung ... Herrn Ernsts Hertzogen zu Sachsen ... von etlichen reinen Theologen dem eigentlichen Wort-Verstand nach erkläret. 2 Bände. 24 nn., 11 num., 33 nn. Bl., 664 S.; 904 S. Mit Kupfertitel (in Pag.) und zusammen 11 ganzseitigen Textkupfern, 28 Kupfertafeln, 3 doppelblattgroße Kupferstichkarten sowie 3 doppelblattgroße Kupferstichpläne. 40 x 27 cm bzw. 43,5 x 28 cm. Leder d. Z. (etwas berieben, kleinere Wurmspuren) bzw. blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas stärker berieben und fleckig). Nürnberg, Sohn und Erben Johann Andreä Endter Endter, 1720.
Strohm E 1198. Jahn 79-84. – 12. Ausgabe der prachtvollen Kurfürstenbibel mit den Porträts der Fürsten, Propheten und Evangelisten, Karten und Plänen sowie Kupfertafeln, der überwiegende Teil der Tafeln stammt von Sandrart. "Unter Beibehaltung der Texte zeichnet diese Ausgabe [zuerst 1708] die Modernisierung der Bildausstattung aus" (Jahn S. 78). – Titel im oberen Rand knapp beschnitten (minimaler Darstellungsverlust). Leicht gebräunt und braunfleckig. Vorsätze des ersten Bandes stärker gebräunt und leimschattig. Der zweite Band im Seitenrand häufig leicht feuchtrandig und mit erneuerten Vorsätzen.

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Los 1032Biblia
Das ist: Die gantze Heylige Schrifft Frankfurt 1583

Auktion 108

Zuschlag
900€ (US$ 1,034)

Details

Biblia, Das ist, Die gantze heylige Schrifft, Deutsch. D. Mart. Luth. 2 Teile in 1 Band. 20 nn., 383; 430 num. Bl. Mit 2 Holzschnitt-Titelbordüren, Holzschnitt-Porträt und ca. 200 Textholzschnitten, meist von Johann Teufel. Titel in Rot und Schwarz. 38 x 24,5 cm. Reich blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas stärker gebräunt, gering fleckig, wenige Wurmstiche, teils etwas abgeschabt und berieben, vorderes Gelenk mit kleinen Reparaturen, Kantenbezug abgeschürft auf Rückdeckel) über schweren abgefasten Holzdeckeln mit 4 Messingschließen (die Bügel alt erneuert) und 8 reich punzierten Eckbeschlägen aus Messing mit halbrunden Buckeln (ein Beschlag leicht lose). Wittenberg, (Erben Hans Krafft), 1584.
VD16 B 2800. Strohm E 524. Schmidt 274. – Die zweite Ausgabe der erstmals 1572 erschienenen Prachtbibel in der Übersetzung von Martin Luther, gedruckt von den Erben des Wittenberger Druckers Hans Krafft. Die hübschen Holzschnitte von dem Hauptillustrator Johann Teufel wurden in der Folge so populär, dass sie noch weitere hundert Jahre, vor allem im Frankfurter Bibeldruck, benutzt wurden (teils nachgeschnitten, teils aber auch von den originalen Stöcken).
"Die Illustrationen ... sind aus einer tiefen Kenntnis der Bibel, besonders der israelitischen und jüdischen Geschichte, hervorgegangen. Der Künstler bringt sie immer wieder mit seiner Zeit in Verbindung, [er hat] Tausenden von Bibellesern seiner Zeit Anschauung und Auslegung vermittelt " (Schmidt 274ff.). – Ohne den fliegenden Vorsatz, vorderes Innengelenk restauriert, Titel fragmentarisch erhalten und komplett alt aufgezogen (Darstellungsverlust der Bordüre), das Porträt im Bug angefalzt, vereinzelte Blätter ebenfalls, Schnittränder zu Anfang etwas brüchig, Finger- und Braunflecke, meist aber nur stellenweise. Wenige vereinzelte, teils unsachgemäß mit Film geklebte Randläsuren, Einrisse und Ausrisse, insgesamt aber wohlerhalten und frisch. Gebunden in einen monumentalen, eindrucksvollen zeitgenössischen Schweinslederband über massiven Holzdeckeln und mit inakten Schließen und Buckelbeschlägen. In der Mitte jeweils eine blindgeprägte Platte mit einem Porträt des Kurfürsten August von Sachsen (1526-1586) und auf dem Rückdeckel der aus dem Grabe auferstehende "Christus triumphans".

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[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“


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