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Los 1049August, Kurfürst von Sachsen
General Articul und gemeiner bericht
Auktion 128
Nachverkaufspreis
220€(US$ 253)
August, Kurfürst von Sachsen. General Articul und gemeiner bericht, wie es in den Kirchen mit den Pfarherrn, Kirchendienern, den Eingepfarten ... werden soll. Teil I (von 2). 52 Bl. Mit großer Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 19,5 x 15 cm. Fadenheftung, ohne Einband. (Dresden, Stöckel), 1557.
VD16 S 874 (gibt fälschlich 62 Bl. an). Richter, Kirchenordnungen II, 178. Nicht im STC. – Einer von zwei Drucken im Jahr der ersten Ausgabe, bei dem ersten Dresdner Hofbuchdrucker Matthäus Stöckel. Der zweite Teil über die Ehehindernisse wegen Blutsverwandschaft ist hier nicht dabei. – Gebräunt. Titel mit Wasserfleck und hs. Bemerkung der Zeit, diese auch im Text. Unscheinbare Wurmspur. Selten im Handel.
Los 2429August, Kurfürst von Sachsen
Brief zur Schaffung von Religionsfrieden 1569
Auktion 120
Zuschlag
300€ (US$ 345)
"das beschwerliche schmehen und schelten"
August, Kurfürst von Sachsen (1526-1586), und Johann Wilhelm, Herzog von Sachsen-Weimar (1530-1573). Gemeinschaftsbrief an einen Fürsten. Zeitgenössische Abschrift von Kopistenhand. 71/2 S. Folio. Fadenheftung. Dresden 15.III.1569.
Umfangreicher Gemeinschaftsbrief an einen befreundeten Fürsten, in dem sie den Unfrieden unter den protestantischen Theologen und Richtungen beklagen und ausführliche Vorschläge und Pläne zur Beilegung der ewigen Streitereien unterbreiten. Sie seien überzeugt, dass er mit ihnen einig sei, "auf mitel und wege zu trachten, das die ergerliche Spaltung und Uneinigkeit der Theologen und Kirchendiener, so nun vil Jar her geweret, auffgehoben, und das beschwerliche schmehen und schelten bey denen so sich desselben in E. L. Landen wider unser Kirchen und schul gebrauchen, auffgehoben und abgewendt würde ...". Man habe ja auch schon mit Maßnahmen begonnen: "... es haben E. L. ferner die gesantten unnd Räthe als Eberhardt von der Thann und Hans Veitten von Eberniß zu Uns gegen Dresden geschikt und freundlich bey Uns anbringen unnd suchen lassen, das wir zu Beilegung solchen Kirchengezenck Unser beyder seits Theologen unnd Politische Rathe zusammen ordern, und dieselben von ettlichenn strittigen artickeln Christlich, freundlich und schedlichen reden und collegieren lassen wolten ...". Es werden nun auf 7 Folioseiten diese Religionsgespräche und die Themen und Ursachen der Streitereien eingehend beschrieben und analysiert. Als Fazit wird der Fürst ersucht, die Schimpf- und Schmähreden der Geistlichen von der Kanzel zu verbieten und alle Geistlichen zur Rechenschaft zu ziehen, die "... nicht allein Uns und Unsern Landen Kirchen und schulen felschlich bezichtigen, sondern auch mit ... vergessentlicher tadelung, und Verwerffung der Augspurgischen Confession (so durch den D. Luther seligen übersehen und von euer Lieb Herrn Vatern seligen selbst und andern Chur und Fürsten als recht und unverfelscht gehalten, und auf Colloquien Rechts an andern tagen wider die Pablichen verfertiget und verantwordt ist worden ...". - Es zeigt sich hier, dass das nach Luthers Tod in verstärktem Maße ausbrechende Theologengezänk die Fürsten nicht kalt ließ, sondern man Versuche unternahm, Frieden zu stiften, was aber, wie wir wissen, auch in den nächsten 80 Jahren nicht gelang. - Die Heftung z. T. gelöst.
Los 529August, Kurfürst von Sachsen
Verordenungen und Constitutionen des Rechtlichen Proces
Auktion 112
Zuschlag
300€ (US$ 345)
August, Kurfürst von Sachsen. Verordenungen und Constitutionen des Rechtlichen Proces, auch waser massen etzlicher zweiffelhafftiger und streitiger fell halben ... zu recht erkand und gesprochen werden sol. 3 (statt 4) nn., 113 S. (recte: 114), 21 nn. Bl. (Register, d. l. w.). Mit Wappenholzschnitt-Vignette auf dem Titel und großem Wappentextholzschnitt am Schluss. 19 x 13,5 cm. Moderner marmorierter Pappband. Dresden, Gimel Bergen d. Ä. und Matthes Stöckel d. Ä., 1572.
Seltene Variante des Erstdrucks der Verordnungen Kurfürst Augusts, die nur in der Onlineversion des VD 16 verzeichnet ist (vgl. S 894), erkennbar am nicht unterdrückten Impressum am Schluss. – Es fehlt das erste weiße Blatt. Durchgehend mit sehr kleinem Wurmloch (minimaler Buchstabenverlust). Sehr schönes und wohlerhaltenes Exemplar ohne Lesespuren.
Lit.: VD16 ZV 21851.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
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