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Aristoteles. (Opera). Tomus Physicus. 6 Teile in 2 Bänden. Mit 6 wiederholten Holzschnitt-Druckermarken auf den Titelblättern und vier weiteren am Schluss. 17,5 x 11 cm. Pergament des 18. Jahrhunderts mit späterem hs. RTitel. Frankfurt, Erben Andreas Wechel, 1593.
VD16 A 3286. Vgl. Jöcher Ergänzungsband I, 2444f. Nicht bei Adams und Schweiger. – Alle sechs Teilbände der Physik des Aristoteles, die innerhalb der lateinischen Werkausgabe von 1593 bei den Erben Andreas Wechels in Frankfurt erschienen und von den besten Editoren der Zeit bearbeitet wurde. Exemplar aus dem Besitz des Mediziners Gottfried Heinrich Burghard (1705-1771), mit dessen hs. Besitzeintrag im Innenspiegel des ersten Bandes, datiert auf den 20. September 1729. Burghard war ab 1743 Professor für Mathematik und Physik am Gymnasium in Brieg (heute die Kreisstadt Brzeg im Südwesten Polens). Jeder der sechs Teile mit eigenem Titelblatt und Wechels Druckermarke. – Schönes und wohlerhaltenes Exemplar. Fl. Vorsatz mit zwei weiteren alten Besitzeinträgen.
Los 1075Aristoteles
Organum, hoc est libri omnes ad Logicam pertinentes
Auktion 127
Zuschlag
500€ (US$ 575)
Aristoteles. Organum, hoc est libri omnes ad Logicam pertinentes, Græcé & Latiné. Iul. Pacius recensuit. 4 Bl., 831 S. Mit figürlicher Holzschnitt-Titelbordüre und zahlreichen schematischen Holzschnitt-Illustraionen. 24,5 x 16,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas fleckig , berieben und bestoßen; ohne Schließbänder). (Morges), Guillaume de Leymarie, 1584.
Adams A 1866. IA 108.668. Lonchamp 152. – Erster Druck der von dem hoch angesehenen Genfer Rechtsgelehrten Julius Pacius (1550-1635) besorgten und kommentierten Edition der logischen Schriften des Aristoteles, eine zweite Auflage erschien 1597 bei Andreas Wechel in Frankfurt. Mit lateinisch-griechischem Paralleltext. – Durchgehend mit stellenweise stärkerem Braunfleck im oberen Rand, anfangs auch im unteren Rand. Einige Seiten der Analytik mit ausführlicheren Annotationen in einer Miniaturkursive. Dekorativer Schweinslederband, die Mittelplatten mit allegorischen Darstellungen der Justitia mit ihren Attributen Richtschwert und Waage (Vorderdeckel) und der sich erdolchenden Lukretia (Rückdeckel). Mit in Tinte aufgetragenen Eignerinitialen "IPB".
Los 710Aristoteles
Opera. Teil I. Basel, J. Oporinus, 1542. Nachdruck der von Bebel 1538 gedruckten Ausgabe, besorgt von Hieronymus Gemusaeus.
Auktion 125
Zuschlag
300€ (US$ 345)
Aristoteles. Opera. Teil I (von 3). 16 Bl., 246 S., 1 w. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel, breiter figürlicher Holzschnitt-Titelbordüre, mehreren Holzschnittinitalen in Blau und Rot und einigen Textholzschnitten. 33,5 x 22 cm. Leder d. Z. (Deckel lose, etwas berieben; ohne die 4 Bindebänder). Basel, (Johann Oporinus), 1542.
VD16 A 3283. STC 40. Adams A 1742. IA 108.033. Hieronymus 113 Anm. Schweiger I, 57. – Nachdruck der von Bebel 1538 gedruckten Ausgabe, besorgt von Hieronymus Gemusaeus. – Mit Paragraphenzeichen von alter Hand in Blau und Rot. Stempelung auf dem Titelblatt und Vorsatz, dieser mit mehreren Exlibris und hs. Bemerkungen. Wasserrand.
Zeitgenössischer flämischer Einband von Jan Ryckaert (1516-1573, in Gent), die Prägestempel (Fliege, Rosette, Mensch, Blattwerk, Lilie) sind in der Einbanddatenbank verzeichnet: EBDB Werkstatt w002435. Und bei der Bibliographie von James Weale (1832-1917) "Bookbindings and rubbings of bookbindings in the National Art Library", 422 und vgl. 363f (keine Angabe zum Buchbinder).
Los 711Aristoteles
Organon (graece). Frankfurt, Thomas Guarin für Andreas Wechel, 1577. - Korrigierter Nachdruck der Ausgabe Paris 1562, mit dem lateinischen Vorwort
Auktion 125
Zuschlag
700€ (US$ 805)
Aristoteles. Organon (graece). Organum sive logicae tractationes omnes: quarum numerum et ordinem sequens pagella indicabit. Ad exemplaris fidem quod postremum Lutetiae excusum est, diligenter emendatum, et in capita distinctum. 7 S., 465 (recte: 467) S. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 22,5 x 17 cm. Schwarz gestrichener Pergamentband mit breitem blindgeprägtem Schweinslederrücken d. Z. (etwas fleckig und berieben, unteres Kapital gering bestoßen, Kanten teils beschabt, mit hs. RTitel). Frankfurt, Thomas Guarin für Andreas Wechel, 1577.
VD16 A 3521. Schweiger 53. – Korrigierter Nachdruck der Ausgabe Paris 1562, mit dem lateinischen Vorwort des Herausgebers Simon Grynäus (1493-1541), einflussreicher Reformator, enger Freund Melanchthons und Professor für Griechisch an den Universitäten von Heidelberg und Basel. – Schwach gebräunt und nur gering fleckig, zwei Textblatt zu Beginn mit unauffällig angestückter Ecke. Schöner breitrandiger griechischer Druck.
Los 712Aristoteles
Problemata Aristotelis. Frankfurt, D. Zöpfel, 1554
Auktion 125
Zuschlag
300€ (US$ 345)
Aristoteles. Problemata Aristotelis, ac philosophorum medicorumque complurium, ad varias quaestiones cognoscendas, & ad naturalem Philosophiam discutiendam maxime spectantia. S. 1-278. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 15 x 9,5 cm. Pergament d. Z. (berieben, fleckig, geworfen, unteres Kapital mit Einriss sowie ohne den Messingverschluss). (Frankfurt, D. Zöpfel), 1554.
VD16, P 4886; nicht bei Durling u. Wellcome (andere Ausgaben). – Frühe Ausgabe aus der Offizin Zöpfel. – Titel lose, leicht braun- und feuchtfleckig, teils mit Randläsuren und mit mehreren hs. Randnotizen. Selten im Handel. – Beigebunden: Albertus Magnus. De virtuibus herbarum, lapidum et animalium quorundam libellus. Seite 279-439. Ebenda.
Aristoteles. Logica Aristo. cum com. Averro. Habes hoc in enchiridio ca(n)didiss. lector o(mn)ia q(uae) ad Aristotelis logice(m) pertinent opera. CCLXXVI Bll. Mit Titel in Rot und Schwarz (in Pag.) mit Holzschnitt-Bordüre, zahlreichen Holzschnitt-Initialen und ein paar kleinen Holzschnitt-Figuren im Text. 18 x 12,5 cm. Flexibler Pappband d. Z. (berieben, kleiner Eckabriss) mit hs. RTitel (stark verblasst). Lyon, Scipio de Gabiano, o. J. (ca. 1530).
Seltene Lyoner Ausgabe der Logik des Aristoteles mit den berühmten Kommentaren des Averroes. Der Band enthält außer den Büchern des "Organon" am Anfang das "Liber quinque predicabilium Porphyrii: cum Aver. Cordubensis exactissimis commentariis". Es folgen die Teile: "Liber predicamentorum", "Perihermenias", "Sex principiorum", "Priorum analecticorum", "Posteriorum analecticorum", "Topicorum" und "Elenchorum sophisticorum". – Titel und Blatt "2" mit Fehlstellen am Außenrand, die mit einem Streifen aus ähnlichem Papier alt hinterlegt wurden. Blatt XIIII mit wenigen alten Marginalien. Hinteres Innengelenk mit kleinen Wurmspuren, der hintere Innenspiegel mit unscheinbarem Nummern-Stempel. Am Fußschnitt eine alte hs. Bibliotheks-Signatur. Einige Seiten gebräunt, stellenweise leicht braun- bzw. wasserfleckig. Sonst ordentliches Exemplar.
Los 2953Aristoteles
Physica, Logica et Metaphysica, Handschrift
Auktion 123
Zuschlag
350€ (US$ 402)
Aristoteles. Physica, Logica et Metaphysica. Lateinische Handschrift auf Papier. Ca. 400 nn. Bl. (davon wenige weiß). 31 Zeilen. Schrift: Feine, teils miniaturhafte italienische Kurrentschrift. Schriftraum: 17 x 10,5 cm. Format: 22 x 16 cm. Mit kalligraphischen Überschriften und einigen Skizzen "Arbor consanguinitatis" auf Einlageblatt. Pergament vom Ende des 19. Jahrhundert. Italien, um 1860.
Außergewöhnlich umfangreiche Handschrift aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf besonders weißem, unbeschnittenen italienischen Papier, die zeigt, wie auch noch 400 Jahre nach der Erleichterung der Herstellung von Texten durch den Druck doch immer noch Handschriften produziert wurden: hier in einer besonders feinen, oftmals kalligraphischen Hand mit dünnster Stahlfeder auf Papier einer wohl norditalienischen Mühle. – Wenige Randläsuren, kaum Textversluste, kaum Gebrauchsspuren, sehr schöne, voluminöse Handschrift, die ihrer wissenschaftlichen Bearbeitung harrt. Exportlizenz aus Italien vorhanden: PLCC EXP L23BIS.
Los 2928Aristoteles
In Logicam Aristotelis Introductio. Italienische Handschrift
Auktion 123
Zuschlag
250€ (US$ 287)
Aristoteles. "In Logicam Aristotelis Introductio". Lateinische Handschrift auf Papier. Ca. 320 Bl. (einige foliiert, paginiert, wenige weiß). 32-36 Zeilen. Schrift: Italienische Kursivkurrent. Schriftraum: 14,2 x 9,2 cm. Format: 19 x 13 cm. Mit wenigen Versal-Überschriften, schematischer Federzeichnung und als Titelbordüre eingehefteten Kupferstich (ohne Text im Mittelfeld). Flexibles Pergament d. Z. (fleckig, etwas gewellt, mit kleinen Bezugsfehlstellen) mit Rotschnitt. Italien, 1625.
Anonymer, bis dato wohl unbekannter und unveröffentlichter, aus Italien stammender umfangreicher Aristoteles-Kommentar mit einer Einführung in die Logik. In äußerst feiner, kleiner und sehr ordentlicher Handschrift mit Sepiatinte auf Büttenpapier geschrieben, datiert "1625".
276 Seiten stammen von einer einzigen Hand, deren erste drei und das letzte sind weiß: "Anno Domini MDCXXV. In universam Aristotelis logicam prolegomena seu disputationes proaemiales" ... "Disputatio 1a de natura logicae", "Disutatio 2a de ente rationis" etc. – Teils leicht fleckig, vereinzelt angeschmutzt, hin und wieder stärker und stark gebräunt, meist aber doch sauber und in toto gut lesbar, interessanter Aristoteles-Kommenar, der noch seiner Erforschung harrt. Exportlizenz aus Italien vorhanden: FRUS9/21b. EXP L31.
Aristoteles. De virtutibus libellus plane aureus, nuper quidem Greace inventus, iam vero primum per S. Grynaeum latinitate donatus. 40 S., 4 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 15 x 10 cm. Pergament unter Verwendung eines Makulaturblattes d. Z. Basel, (Robert Winter, 1539).
VD16 A 3635. IA 107.981. Hieronymus Griechischer Geist aus Basler Pressen, 125. – Die erste deutsche Textausgabe. – Namen des Verfasser, Bearbeiters und Ortes durchgestrichen. Hs. Ziffer im vorderen Innenspiegel. Leicht gebräunt. Vorletztes Blatt mit Stempel des germanistischen Mediävist und Medizinhistorikers Gerhard Eis.
Aristoteles. Organi, sive instrumenti instrumentorum, aut philosophiae manus, pars prior und pars posterior. Ed. Johannes Hospinianus. 2 Bände. 16 Bl., 803 S.; S. 805-1433, 60 Bl. Mit zahlreichen Holzschnitt-Initialien und Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel von Band II. 16 x 9 cm. Flexibles Pergament d. Z. (etwas berieben und fleckig) mit spanischen Kanten (ohne Bindebändchen). Basel, Johannes Oporinus, 1573.
VD16 A 3523. IA 108.580. Hieronymus, Griech. Geist, 120. Nicht bei Schweiger. – Seltene, zweite Ausgabe aus der Offizin von Johannes Oporinus. Die erste Ausgabe der Offizin erschien im Jahre1555, eine zweite bei Oporinus wurde 1583 von einem anderen Herausgeber betreut. Das "Organon" ist eine Sammlung von sechs philosophischen Schriften zur Logik als Werkzeug der Wissenschaft. In griechisch-lateinischem Paralleltext. – Vereinzelt minimal fingerfleckig und durchgehend mit hs. Notizen, sonst wohlerhaltenes Exemplar. Mit Exlibris auf dem Vorsatz.
Los 2479Aristoteles
Philosophorum omnium facile principis
Auktion 123
Zuschlag
1.200€ (US$ 1,379)
Aristoteles. Philosophorum omnium facile principis, opera, quae in hunc usque diem extant omnia, latimis donata ... recognita. 3 Bände. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 34 x 21 cm. Flexibles Pergament d. Z. (beschabt, bestoßen, fleckig, teils mit kleinen Fehlstellen und etwas geworfen) mit spanischen Kanten und 1 (von 12) Verschlussbändchen. Basel, Johannes Oporinus, 1548.
VD16 A 3284. Adams A 1743. – Frühe Ausgabe aus der Offizin Johannes Oporinus (1507-1568). – Vorderer Innenspiegel im Band I mit fehlender rechter Ecke, wohl hs. Besitzvermerk. Band II mit leichtem Feuchtrand am Fußsteg auf den letzten fünfzehn Blatt. Insgesamt etwas gewellt und teils etwas stock- und fingerfleckig (meist Titel und erstes Blatt). Exlibris auf dem Vorsatz.
Aus der Nikomachischen Ethik des Aristoteles
Aristoteles. Ethica et Politica. Großes Fragment einer lateinischen Handschrift auf Pergament. 50 nn. Bl. 2 Spalten. 33 Zeilen. Schrift: Gotica textura. Schriftraum: 19,2 x 13,2 cm. Format: ca. 30 x 22,4 cm. Mit sichtbarer grauer Regulierung und reicher Rubrizierung, Absatzmarken in Rot und Blau, zahlreiche rote und blaue 2-8-zeilige Initialen, mit konstratierendem Federwerk reich umspielt. Halbpergament um 1890 (Rücken teils leicht lädiert, Gelenke brüchig, beschabt und bestoßen). Wohl Frankreich, Ende 13., Anfang 14. Jahrhundert.
Umfangreiches Fragment einer hochmittelalterlichen Aristoteles-Handschrift auf sehr feinem, dünnem Pergament, entstanden sicherlich zwischen 1280 und 1320 in Frankreich. Typisch dafür sind die Seitentitel "POLI" für "Politica" bzw. "Ethi" für "Ethica" in Rot-Blau im Wechsel, aber auch die exzellenten, von einer höchst professionell arbeitenden Schreiberwerkstatt eingefügten blauroten Initialen mit reichem, jeweils farblich kontrastierendem Federwerk, teils mit Stäben, Ausläufern und Abhängern als Verzweigungen über die Kolumne und bis weit in den unteren reglierten Rand hinein.
Vorhanden sind, wie der Mediävist Gerhard Eis (1908-1982) auf dem Nachsatz in Bleistift vermerkt, die Blätter "Bl. 9, 11, 15, 28, 39, 40, 41, 42-45,49 ohne Textverlust beschnitten". – Wenige alte Randglossen. Ca. 10 Blätter weisen Beschneidungen der weißen, besonders breiten Ränder auf (ohne Textverluste), untere rechte Ecke etwas fleckig und fingerfleckig, sonst kaum fleckig oder angestaubt, wenige Knorpellöchlein oder sonstige Gebrauchsspuren, oben etwas knapper beschnitten (über die Kolumnentitel), sonst aber wohl rechts und unten im Originalbeschnitt, außergewöhnlich breitrandiges und schönes, sehr weißes Pergament. Provenienz: P. Dienemanns Nachfolger, Dresden. Ab 31.12.1940 Sammlung Prof. Dr. Gerhard Eis, Heidelberg, Hs. 44 mit dessen Exlibris, Stempel und Eintragungen auf den Vorsätzen.
Los 1215Aristoteles
De Arte Rhetorica Libri Tres, cum M. Antonii Maioragii commentariis
Auktion 122
Zuschlag
320€ (US$ 368)
Aristoteles. De Arte Rhetorica Libri Tres, cum M. Antonii Maioragii commentariis... Per Fabium Paulinum. 12 nn. Bl., 270 num. Bl., 15 nn. Bl. Mit Druckermarke auf und Medaillonporträt des Kommentators verso Titel sowie mit Hozlschnitt-Initialien und Buchschmuck. 32 x 21 cm. Schweinslederband d. Z. (etwas fleckig und beschabt, VDeckel mit kleinem Wurmfraß) mit verschiedenen Rollstempel und 2 Mittelplatten. Venedig, Francesco De Franceschi, 1591.
EDIT 16 CNCE 28492. Adams A 1947. Graesse I, 215. Preußische Staatsbibliothek 6.6315. Vgl. Schwab, Nr. 3000 und 3011-3013 (andere Ausgaben). – Dreibändiges Werk von Aristoteles (384-322 v. Chr.). "Rhetorica respondet Dialecticae" - so lautet lateinisch der erste Satz des Werkes, das bis heute "das bedeutendste aller existierenden Lehrbücher über den Gegenstand" (H. Hommel, zit. nach KNLL 1, 708) darstellt. Wenn die Rhetorik die scholastische Tradition der Dialektik auch nicht ablöste, so war diese "Ars" doch die Königsdisziplin der Humanisten. Humanist und Lehrer der Beredsamkeit in Mailand war Marcantonio Maioràgio (1514-1555), eigentlich Anton Maria Conti, der den griechischen Text mit lateinischer Übersetzung und einem lateinischen Kommentar versah. Seine Bearbeitung wurde im 16. Jahrhundert häufig aufgelegt. Der Herausgeber der vorliegenden Edition von 1591, Fabio Paolini (um 1535-1611), war gleichfalls Humanist, außerdem Mediziner und Lehrer für Griechisch an der "Biblioteca Marciana" in Venedig. – Fußsteg und Innendeckel mit kleinen Wurmspuren, Seitenschnitt oben mit Feuchtrand, vorderes Vorsatzblatt mit Abrissen, Titel mit Fehlstelle und Eckabriß mit minimalem Buchstabenverlust, einige Registerblätter etwas fleckig.
Aristoteles. Sammelband aus 5 Schriften. 5 Teile in 1 Band. 2 Bl., 332 S.; 4 Bl., 232 S; 4 Bl., 230 S., 1 Bl.; 33 S., 1 nn. Bl.; 19 num. Bl., 1 nn. Bl. Mit 5 Holzschnitt-Druckermarken auf den Titeln, Holzschnitt-Zierinitialen und 24 Text-Holzschnitten. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (berieben, bestoßen und mit winzigen Flecken auf dem RDeckel) mit hs. RSchild. Frankfurt und Paris, Andreas Wechel und Erben, 1566-1584.
Adams A 1859, 1912 und 1734 (ohne Mechanica). Brunet I, 458f. (Opera von 1584). Ebert 1114 und 1141 (ohne die Drucke von 1577). Élie 1954, 195f. (ohne die Drucke von 1577). Graesse I, 210f. und 212 (ohne die Drucke von 1577), Preußische Staatsbibliothek 6.5897 (Nr. 9-10), 6.6716, 6.6863 und 6.7069. Schwab, 386 (Opera von 1584), 2892 (Oeconomica) und 3555 (Mechanica). Vorhanden: I. Ethicorum magnorum libri 2. Ethicorum Eudemiorum l. 7. De virtutibus & vitis l. 1. Theophrast. Characteres ethici. Alexander von Aphrodisias. Quod virtus non sufficiat ad beatitudinem. (Graece). - II. Ethicorum, sive de moribus, ad Nicomachum libri decem: Opera doctißimi viri Petri Victorij emendati. (Graece).- III. Politicorum, sive de optimo statu reipub. Libri octo. Ex castigationibus Petri Victorij emendatiores facti. (Graece). - IV. Oeconomica, sive de rebus domesticis. (Graece). Frankfurt, Andreas Wechel, 1577. - V. Mechanica. (Graece). – Diese Sammlung von fünf Aristoteles-Drucken aus den Jahren 1566 bis 1584 wurde im Jahr 1585 zusammengestellt. Es enthält u. a. die "Politica" mit ihrer musterhaften Lehre der Staatsformen, die Aristoteles selbst als Fortsetzung der Ethik verstand, und die "Oeconomica" betrafen Gebiete, die jeden Adeligen von Haus aus interessieren mußten. Letztere stammt nicht von Aristoteles selbst, sondern aus dem Betrieb seiner Schule vgl. (DNP 1, 1141f.). Dies gilt auch für die "Mechanica", die interessanterweise in einem Druck noch aus der Pariser Zeit des Verlags aus dem Jahr 1566 vorliegt. – Auf dem Vorderdeckel Monogramm "CRMB" und Jahreszahl 1585. Auf dem Spiegel handschriftlicher Besitzvermerk von Johann Matthias Gesner.
PHILOSOPHIE UND PÄDAGOGIK
Aristoteles. Opera omnia quae extant. Graecè et latinè. Veterum ac recentiorum interpretum, ut Adriani Turnebi, Isaaci Casauboni, Iulii Pacii studio emendatissima. 2 Bände. 16 Bl., 184, 1251 S., 18 Bl.; 2 Bl.,1104 S., 16 Bl. Mit zwei wiederholten Titelkupfern und Falttabelle. 39,5 x 26 cm. Kalbleder d. Z. (lädiert, Gelenke brüchig mit größeren Bezugsfehlern, säurebrüchig, stark bestoßen und berieben) mit goldgeprägtem Wappensupralibros. Paris, "Typis Regiis", 1619.
Hoffmann I, 292. Schweiger I, 51. Renouard 219, 5. – Erste Ausgabe der von Guillaume du Val (1572-1646) besorgten zweisprachigen Edition. – Stärker gebräunt, teils mit blassen Feuchtigkeitsrändern, mal mehr, mal weniger braun- und stockfleckig, vereinzelt mit ergänzten Fehlstellen im Rand (ohne Textverlust), wenige Läsuren, Eselsohren und kleinere Tintenflecke.Titel mit kleinerem Ausriss unten (ohne Darstellungsverlust). – Dabei: Eigenhändiger Dedikationsbrief von J. T. Saunders an Arthur Leslie Peck (1902-1974), Fellow am Christ College, Cambridge, aus dem Jahr 1932.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“
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