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Data dell'asta Mer, 8. Apr., 15:00


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Immagine Principale Descrizione Stato
Wolf, Christa
2 Briefe

Lotto 2591

Wolf, Christa, Schriftstellerin, Trägerin zahlreicher Literaturpreise (1929-2011). 1 eigh. Briefkarte und 1 masch. Brief m. U. "Christa Wolf". Zus. 11/2 S. Mit den Umschlägen. Quer-8vo und gr. 4to. Kleinmachnow bei Berlin 30.I.1975 und 20.II.1976.

An einen Universitätsprofessor in Leiden. "... ich möchte Ihnen doch schnell schreiben, daß Ihre Fontane-Arbeit bei mir angekommen ist. Ich danke Ihnen herzlich. Gelesen habe ich sie noch nicht. Ich hoffe doch, daß es einmal zu einer Begegnung kommt, wenn Sie wieder in Potsdam sind [30.I.1975] ... ich weiß, daß ich Ihnen durch diesen Brief eine große Enttäuschung bereite ... Ich bin vor ein paar Tagen mit meinem Manuskript fertig geworden. die letzten Wochen waren sehr erschöpfend. Gestern und heute habe ich nun versucht, mich der Fragen anzunehmen, die Sie mir auf dem Zettel hiergelassen hatten. Ich mußte einsehen: Es geht nicht. Ich bin vielleicht zu müde, aber es widersteht mir überhaupt, mich sozusagen 'theoretisch' zu äußern, augenblicklich jedenfalls. Es muß sich anscheinend erst wieder etwas Neues ansammeln, ich ertappe mich, daß ich mich wiederhole, und das darf es nicht geben. Daher werde ich also dieses schriftliche Interview für Ihre Zeitschrift, die ja sehr sympathisch ist, nicht abliefern, was mir sehr leid tut, Ihrentwegen. In kurzem fängt dann auch schon die Unruhe wegen des Umzugs an, der Ende März sein wird ... Sie sehen, es ist schwieriger mit mir, als Sie zuerst sicher dachten ..." [20.II.1976].

Stima
€ 150   (US$ 172)


Zola, Émile
Brief 1879 an Albert Wolff

Lotto 2592

Zola, Emile, franz. Schriftsteller, führende Persönlichkeit des franz. Naturalismus (1840-1902). Eigh. Brief m. U. "Emile Zola". 1 S. Doppelblatt. Gr. 8vo. Médan 28.IX.1879.

An den Literaturkritiker Albert Wolff, später Herausgeber des "Figaro", der ihn um ein Interview gebeten hatte. "... Je suis tout à votre disposition, mais si la chose presse, vous devriez m'ecrire et je répondrais, car je n'irai à Paris que vers le 10 oct. Le pis est que je ne puis vous inviter à venir ici, car la maison est pleine de peintres et de tapissiers, au point qu'on me chasse moi-même de toutes les pièces. Pouvez vous attendre jusqu'au 10? Je vous préviendrai et j'irai chez vous ...". - Der Abdruck von Zolas Roman "Nana" begann am 16. Oktober 1879 in der Zeitschrift "Le Voltaire" und lief bis zum 5. Februar 1880. Am 12. Oktober erschien im "Figaro" ein Artikel von Albert Wolff über "Nana", offenbar ein Ergebnis des hier behandelten Interviews.

Stima
€ 450   (US$ 517)


Zola, Émile
Brief 1884 an Hector Giacomelli

Lotto 2593

- Eigh. Brief m. U. "Emile Zola". 1 S. Doppelblatt. Gr. 8vo. Paris 28.I.1884.

An den (nicht genannten) Maler Hector Giacomelli, der mit Zola befreundet war. "... Vous ne lisez pas les feuilles, vous ne savez donc pas ce qu'il se passe? Pot-Bouille, malgré le succès de la première, n'a guère fait d'argent et disparait demain soir, je crois. En tout cas, le directeur refuse rageusement des places, avec l'espoir de se refaire dans les convulsions de l'agonie ..". - Es handelt sich um die Bühnenfassung von Zolas gleichnamigem Roman (deutsch: "Ein feines Haus"), dem zehnten Teil des Zyklus "Les Rougon Macquart". Er wurde 1883 von William Busnach als Theaterstück adaptiert und am Théâtre de l'Ambigu-Comique uraufgeführt.

Stima
€ 450   (US$ 517)


Zola, Émile
Brief 1886

Lotto 2594

- Eigh. Brief m. U. "Emile Zola". 2 S. Doppelblatt. Gr. 8vo. Médan 1.I.1886.

Aufschlußreicher Brief an einen Freund, dem er für dessen "bon souvenir" dankt. "... et croyez que nous pensons souvent aussi à vous. Mais quels chemins, si vous vous risquez jusqu'à Médan! Le pis est que la grosse fortune dont les journeaux m'accusent, ne me permet pas encore d'envoyer une voiture à mes invités. En tout cas, si le temps vous effrayait, rappelez vous que nous vous attendons en mars pour déjeuner à Paris. Un mot simplement qui nous prévienne, et nous seront très heureux. Moi aussi j'ai trop travaillé, je travaille encore trop, cloitré ici pour deux mois, par le fin de ce roman dont on vient de commencer la publication plus tôt que je ne le voulais. Il n'y a pas de supplice pareil, à entendre un feuilleton galoper derrière vous et toujours menacer de vous rattraper. Je ne perds plus une heure ...".

Stima
€ 800   (US$ 919)


Zola, Émile
Brief 1887 an eine Dame

Lotto 2595

- Eigh. Brief m. U. "Emile Zola". 2 S. Doppelbkatt. Gr. 8vo. Médan 13.V.1887.

An eine "chère madame", vielleicht eine Schauspielerin. Vielerlei Verzögerungen hätten leider das kleine Fest verhindert, das sie sich alle zur Feier der 100. Aufführung seines Stückes "Le Ventre de Paris" versprochen hätten. "... Et j'aurais voulu, au moins, vous aller serrer la main hier soir. Mais vous n'imaginez pas les occupations et les soucis qui m'accablent en ce moment. - Aussi est-ce pour cela que je me résigne à vous envoyer par lettre toute la gratitude que j'aurait désidé vous exprimer de vive voix, à vous ... et aux vaillants artistes qui ont fait le succès de la pièce, et qui l'ont maintenue avec tant de conviction et de volonté. Veuillez vous faire mon interprète auprès d'eux, et veuillez tous croire au bon souvenir que nous gardons, Busnach et moi, de cette campagne faite dans une si bonne entente et de si grand coeur ...". - Das fünfaktige Stück "Der Bauch von Paris" von Zola und William Busnach wurde am Théâtre de Paris (später: Théâtre Sarah Bernhardt) am 25. Februar 1887 uraufgeführt und war ein großer Erfolg. Am 3. Mai 1887 veröffentlichte Zola einen Artikel darüber in "Le Figaro".

Stima
€ 800   (US$ 919)


Heym, Georg
Konvolut Manuskripte

Lotto 2596

Anhang: Georg Heym und sein Umkreis
Heym, Georg, Hauptvertreter des dt. literar. Expressionismus, neben Trakl und Stadler einer der großen "frühvollendeten" Lyriker in der Avantgarde seiner Zeit (1887-1912, ertrank 24jährig beim Versuch, einen Freund zu retten). Sammlung von 31 Blatt (Doppelbl. als 2 Bl. gezählt) eigenhändiger Gedicht-Entwürfe (teils als Brief-Anhang) und anderer Notizen sowie 4 Blatt typographischer Gedicht-Abschriften und 1 weiteren Blatt. Zus. ca. 53 S. ganz oder teilweise beschrieben. Verschiedene Formate. (1910 - 1911).

Angesichts der großen Seltenheit eigenhändiger Manuskripte Georg Heyms ist diese Sammlung, größtenteils überliefert durch Heyms Freund Erwin Loewenson, von erheblicher Bedeutung für die Erforschung der Frühphase des literarischen Expressionismus. Die Mehrzahl der hier angebotenen Entwürfe, spontan hingeworfenen Skizzen und Einfälle unterscheidet sich wesentlich von den endgültigen Fassungen, die in der von Karl Ludwig Schneider edierten Ausgabe der "Dichtungen und Schriften" (Hamburg 1964) abgedruckt sind und bildet somit wertvolles Material für eine historisch-kritische Ausgabe. Angeordnet in der Reihenfolge der Druckversionen in der Hamburger Ausgabe liegen hier folgende Handschriften und Typoskripte Georg Heyms vor: 1.) Berlin (II). - "Beteerte Fässer rollten von den Schwellen ...". 1 S. Eigenhändige Reinschrift. Tinte. Folio. - Entstanden 8.IV.1911. Das Manuskript wurde vielleicht an eine Redaktion oder auch an einen Freund aus dem "Neuen Club" gesandt. Diese Fassung ist nicht die Vorlage für den Abdruck vom 23. Nov. 1910 im "Demokrat", 2. Jg. Nr. 48, durch den Rowohlt auf Heym aufmerksam wurde und ihn mit Brief vom 30. Nov. 1910 um Einsendung von Manuskripten bat. - 2.) November. 11.10.11. - "Der wilden Affenscheisse ganze Fülle liegt auf der Welt in den Novemberkeiten ...". 3 S. Doppelblatt. Eigenhändig. Tinte. Folio. - Korrigierte Entwürfe. - 3.) W.C. - "Es ist ganz dunkel. Und die Küsse fallen ...". 1 S. Eigenhändige Reinschrift, Tinte. Überschrift erst korrigiert, dann mit Bleistift getilgt. 180 x 115 cm. - 4.) Das Grundbuchamt. Introitus. - "Hinaus, in's Amt! Und wie ein Delinquent schleichst du schon leise in das Haus herein ...". Insges. 18 S. Eigenhändige Manuskript-Fragmente und -Skizzen auf 10 Bl., Tinte. Meist folio (1 S. auf der Rückseite eines Urteils- Formulars für ein Königl. Amtsgericht; 1 S. auf dem Reklame-Vorsatzblatt eines Buches; 4 Zeilen auf einem an Heym gerichteten Briefumschlag; 11/2 S. auf dem gefalteten Bogen eines Schreibens an Heym: "Vrtr Herr Heym! Ich bitte Sie mich morgen nicht abzuholen da ich keine Zeit habe. Viele Grüße Adafs. - Brl. 18.5.1911."). - Auf 1 Blatt auch ein Entwurf zu "Printemps". - 5.) Personalia des Ref. Heym. - "Ich hatte mit diesem jungen Mann keine frohe Stunde ...". 2 S. Bleistift. Eigenhändig? Folio. - Flüchtig geschriebene Gedichtzeilen, bisher nicht zugeordnet, vielleicht zu "Grundbuchamt"? - 6.) Anna-Maria. - "Kommt vom Meer, aus abendlicher Helle / ferner Muschelhörner bittres Lied ...". 11/2 S. auf 1 Bl. Eigenhändige Reinschrift. Tinte. Folio. - 7.) Das Lettehaus. Oder: Die Ballade vom zerbrochenen Herzen. - "Das Lettehaus, ein stolzer Sandsteinbau, / In der Bayreuther Strasse, rot und grau ...". 11/4 S. auf 1 Bl. Eigenhändige Reinschrift. Tinte. Doppelblatt. 225 x 180 mm. - Auf S. 3 zusätzlich das Sonett Der Sonntag. - "Unter den bauchigen Himmeln, die schwer / über den Totenacker der Felder gelegt ...". Eigenhändige Reinschrift, Tinte. - 8.) Zweiter Gesang an die Lettemädchen, vom Verfasser der Ballade vom gebrochenen Herzen. - "Wiederum hüpfe ich auf wollnen Socken ...". 4 S. Eigenhändig, Tinte. Folio. - Flüchtig geschriebene Entwürfe von Zeilen und Strophen, mit vielen Streichungen. - 9.) Die Hölle. I. Der Autor. II. Der Teufel. III. Das Erwachen. IV. Die Vorhölle. - 4 S. auf 2 Bl. Eigenhändige Reinschrift. Tinte. Folio. - Gedichtmanuskript, geschrieben als Anhang eines Briefes an die "Heidelberger Zeitung": "Sehr geehrte Redaktion. Nachdem Sie in der Juli-Beilage den Artikel des Herrn Drey über mich gebracht haben, ist es Ihnen vielleicht angenehm, wenn ich Ihnen für eine der nächsten Beilagen einen Gedichtcyklus von 4 Gedichten sende. Ergebenst Georg Heym. - Charlottenburg, Neue Kantstr. 12." - 10.) Der Teufel. Fröhlichkeit. Nachtgesang. - 2 S. Doppelblatt. Eigenhändige Reinschrift. Tinte. Folio. - Drei Gedichtmanuskripte, geschrieben als Anhang eines Briefes an den Münchener "Simplicissimus": "Der ergebenst Unterzeichnete erlaubt sich, der Redaktion des Simplicissimus die beiden anliegenden Hefte zu übersenden mit der Bitte, die beiden Artikel über seine Tätigkeit lesen zu wollen. Gleichzeitig sendet er der Redaktion drei Gedichte ein mit der Bitte, dieselben ev. aufzunehmen. Vielleicht darf er, wenn die Gedichte den Beifall der Redaktion finden sollten, den Vorschlag wagen, jetzt oder später als Mitarbeiter aufgenommen zu werden. Ergebenst Georg Heym. - [PS:] Die Gedichte umstehend. Er bittet ergebenst um Rücksendung der beiliegenden Hefte. - Charlottenburg. Königsweg 31." [2. Hälfte Nov. 1911]. - 11.) "Der Wege sind viele, Was ist ihr Sinn? ...". - 1 S. Eigenhändig. Tinte. Schmal-4to. - Konzept eines Gedichtes, geschrieben auf den Innenseiten eines zerrissenen Briefumschlags (gestempelt 14.IX.1911). - Wohl frühe Fassung von "Im kurzen Abend". - 12.) "Wehe, wer die Zone der Erschlaffung kreuzet. Da liegt er fest wie ein Schiffer in Windstille ...". - 1 S. Eigenhändig. Tinte. 750 x 111 mm. - Wohl Anfang eines fragmentarischen Gedichtmanuskripts. - 13.) [Liste von Gedichttiteln]. 21/4 S. Eigenhändig. Tinte. 115 x 80 mm. - Für den geplanten Gedichtband "Der ewige Tag" an den Verleger Rowohl im Dezember 1910 verschickte Liste mit 37 Gedichttiteln und dem Vermerk: "Die Reihenfolge würde ich, wie folgt, wünschen. Ich habe sie nach bestimmten Gesetzen aufgestellt." - Mit zahlreichen kleinen Randnotizen (Bleistift) von Erwin Loewenson. - 14.) [2 Entwürfe zu einer Besprechung des II. Abends vom "Neopathetischen Cabaret"]. 11/2 S. auf 2 Bl. kariertem Papier. Eigenhändig. Tinte. Je 215 x 174 mm. - Stark korrigierte Entwurfsskizzen. - 1 Blatt verso mit dem eigenhändigen Entwurf eines Gedichts von Jakob van Hoddis: "Ein Walzer rumpelt, Sieben Geigen kreischen / Die Luft ist weiß vom Dunst der Cigaretten ...". - 15.) Styx. - Gedicht-Typoskript. 11/4 S. auf 2 Bl. Folio. - Gemäß Papier und Format wohl von Heym oder Loewenson gefertigt. Text mit Abweichungen vom Druck in "Dichtungen und Schriften". - 16.) Die Tote im Wasser. - Gedicht-Typoskript. 3/4 S. Folio. - Gemäß Papier und Format wohl von Heym oder Loewenson gefertigt. - 17.) Das Fieberspital. - Gedicht-Typoskript, mit eigenhändigem Zusatz Heyms. 1 S. Folio. - Hier noch ohne die später angefügte Fortsetzung. Unten von Heyms Hand der Wunsch: "was nicht passt, bitte Mittwoch Abend zurück." (dies vom Redakteur mit Rotstift durchgestrichen). - 18.) Marathon. - Ausgeschnittener Abdruck des Sonetts Nr. VI aus der Zeitschrift "Der Demokrat", 2. Jg, Nr. 50, Beilage, vom 7. Dez. 1910. - 2 Stellen von Heym mit Tinte korrigiert; diese Korrekturen von neuerer Hand wiederholt und kommentiert. - Die Folio-Blätter z. T. gebräunt; kleinere Randschäden; 2 Bl. mit größerem Eck-Ausriss.
Trotz des bekanntlich sehr hohen Handelswertes von Gedichtmanuskripten Georg Heyms haben wir in Übereinstimmung mit dem Einlieferer der Versuchung widerstanden, die vorliegende Sammlung von Manuskripten zu vereinzeln. Die ohnehin geringe Zahl von überlieferten und zugänglichen Handschriften des Dichters auf solche Weise zu zerstreuen und weiter zu vermindern, kann niemandem wünschenswert erscheinen. Zu ermitteln, ob von den hier versammelten Skizzen und Entwürfen nach der Werkausgabe von 1964 noch etwas veröffentlicht wurde, war uns im Rahmen der Auktions-Vorarbeit nicht möglich. Auf jeden Fall liegen hier überaus seltene Originale als kostbares Material zur Erkenntnis der Entwicklung und Arbeitsweise eines der wortmächtigsten und wichtigsten Vertreter des literarischen Expressionismus in Deutschland vor.


Stima
€ 40.000   (US$ 46.000)


Heym, Georg
Konvolut zeitgenöss. Abschriften seiner Werke

Lotto 2597

- Sammlung von ca. 75 Bl. (Doppelblätter einzeln gezählt) zeitgenöss. Abschriften von Dichtungen Georg Heyms, verfertigt von seinen Freunden David Baumgardt (1890-1961) und Erwin Loewenson (1888-1963). Zus. ca 136 S., davon 133 S. Handschriften, 3 S. Typoskripte. Verschied. Formate. (Wohl ca. 1912 ff.).

Wichtige handschriftliche Kopien und Exzerpte aus Heyms "Gedichtbüchern" 1 a und 5, deren Originale großenteils verschollen sind. Vorhanden ist in der Abschrift Erwin Loewensons: "Der Wege sind viele. Was ist ihr Sinn? ..." (Gedicht "Wo gehen die Wege hin"). - In der Abschrift David Baumgardts liegen vor: "Jungfernlieder. Gedichte von Georg Heym, angefangen d. 28.12.1902. 'Rein'. - Mit den Dichtungen: Nebelschauer. Nach dem Sommer. Wunsch. Johannisnacht. Lied des Gefangenen. Abend am Meer. Winterwaldnacht. Die Notwendigkeit (Prosa). Der Armenkirchhof. Heidenmittag (3 Versionen). Hymnus. Spätherbstmorgen. Das Märchen. Novembertag. Mitternacht. Abend am See. Gebet (gegen Osten). Das Totenschiff. Nordlicht. Maienabend (2 Versionen). Pfingsten. Klage. Winterwärts. Sehnsucht. Etwas Wahres (Prosa). Ich schlich mich am Rande ... (Prosa). Allreichen. Resignation. Der Goldreif. Frühling. - Spilmann's Grab. St. Helena. Das Gebet der Seelen. Goldelse. Die Sklavin. An Emma Riffarth. Die Leidenweste. An Toni. Erste Liebe. Letzte Fahrt. Echo im Dunklen. Endlich Licht. Ein Stiller im Lande. Die Sünde wieder [!] den Geist. Läuterung. Der Mensch. An meine kleine Freundin. Der Modedichter. Auf eine Verlobung. Alles ist eitel. Mondaufgang. An Else Müller, die ich liebe, wie keine. Finnischer Hirte. Volkslied. Trinklied. Das tote Haus. An einem Abend. An Emma R. In meinem Herzen steht ein Tempel, an E. R. Absolution. Stimme aus der Tiefe. Werbung. In Verkleidung. Der Alte von Berge. Und immer noch der alte Schmerz. Die Macht. Schwarzer Tag. Ein Märchen ohne Inhalt (Prosa). Ist das das Glück? Feiertag. Lebensfragen. Sonnenabend. An Maria D. Sonnenwende. Beim Weine zu singen (An Ernst Balcke). Am Springbrunn. Abschied von Stenzi K. Brief an Stenzi K. (Prosa). - Ebenfalls in der Abschrift David Baumgardts: die 2. und 3. Lage aus Heyms "Gedichtbuch 5"; angefertigt 1912-1913. 11 Bl. mit diversen Zyklen, Fragmenten und Entwürfen, darunter: Der Herbst (10.9.11). Die Stadt der Qual (11.IX.11). Herbstliche Tetralogie am 24. abend, 25. früh. Die Schatten (27.9.11). Die Dämonen (28.9.11). Die Gefangenen. Nacht (28/29 nachts). Die Blinden (2.10.11). Simson (4.10). - Ebenfalls in Abschrift Baumgardts: "Ach nun seht doch den Heym, wie er schreitet ..." (Glauben. An Else Müller. 1904). - 3 Typoskripte, wohl von Baumgardt: Der Krieg. Herbstmorgen. Die Pappeln im Herbst. - Jeweils mit vielen Streichungen, Änderungen und handschriftl. Ergänzungen, oft auch mit dem ursprünglichen Entstehungsdatum. - Für viele Gedichte Heyms die einzigen Textgrundlagen.

Stima
€ 1.200   (US$ 1.380)


Heym, Georg
12 Postkarten und 1 Brief

Lotto 2598

"Tinte gesoffen ... verrückt ... Idioten"
- Sammlung von 12 eigh. Postkarten und 1 eigh. Brief m. U. "Georg Heym" oder "Heym". Zus. ca. 141/2 S. (Tinte und Bleistift). Mit 1 Umschlag. 8vo und 4to. Charlottenburg und Lichterfelde bei Berlin, Warnemünde und Wusterhausen 30.V.1910 - 7.XI.1911.

Wichtige Korrespondenz an seinen Freund Erwin Loewenson (1888-1963), Mitbegründer des "Neuen Clubs", der unter dem Pseudonym "Golo Gangi" Mitarbeiter mehrerer Literaturzeitschriften des Expressionismus in Berlin war. Thema sind vor allem Rezensionen von Heyms bei Rowohlt erschienenem Gedichtband "Der ewige Tag". Erwähnt werden diverse Freunde und Weggefährten des Dichters. "... Vielen Dank für Ihre Einladung, der ich gern folgen werde, vorausgesetzt, dass es nichts kostet. Denn ich bin z. Z. arm wie eine Kirchenmaus und pfeife auf dem letzten Loch. Bitte bringen Sie doch mein Trauerspiel wieder mit. Ich will damit nächste Woche hausieren gehn. Im übrigen Prost. Ihr Georg Heym mit y. alias Robespierre auf dem Thespiskarren [30.V.1910] - Lieber Golo Gangi. Ich bin ein gemachter Mann, insofern, als [Maximilian] Harden über mich einen Artikel loslassen will. Nun muß eine erste Feder ran. Am liebsten Sie. Recensionexemplar geht von Rowohlt morgen direkt an Sie ab [Gross-Lichterfelde 25.IV.1911] ... Bei Ihnen scheinen die Leute alle taub zu sein. Eben habe ich sie wieder mit der Zunge in's Ohr gekizelt, aber absolut keine Gewißheit erhalten, ob sie mich verstanden haben. Die Kritik muß - kein willkürliches Datum - eigentlich schon heut, spätestens Dienstag Nachmittag 6 Uhr in Hardens Wohnung ... sein. Ich glaube, Sie schreiben alles ganz richtig. Soweit ich mich selber erkenne, wenigstens [1.V.1911; auf Briefbogen vom "Kaufhaus des Westens", mit Umschlag] ... Senden Sie umgehend an [Ernst Wilhelm] Lotz, Gr. Lichterfelde, 2. Baselerstr. alle Prosa. Er wird 'Irre' u. '5 Oktober' lesen, Sie können beides beliebig zusammenstreichen. Er muß es Freitag Abend haben, hat Freitag Abend sich zum Einüben genommen. Montag 2 Uhr bei mir Generalprobe ... Schreiben Sie ihm das noch [12.V.1911; auf Ansichtskarte mit Innenaufnahme der "Probierstube von C. S. Gerold Sohn, Joachimstalerstr.3"] ... Was soll man über den Mann sagen. Dieser sogenannte [Anselm] Ruest hat wohl Tinte gesoffen? Ist der Kerl verrückt, oder sieht das nur so aus? [30.V.1911; auf Ansichtskarte mit Innenansicht einer anderen "Probierstube von C. S. Gerold Sohn, Leipzigerstr. 103"] ... Bekomme eben von Herzog [Wilhelm H., Redakteur des "März"] schon die 2. Karte mit Anfrage, wo Ihre Besprechung bleibt. Wollen Sie nicht umgehend abschicken? [8.VI.1911] ... Ich fahre heut nach Haus. [Kurt] Hiller hat natürlich falsches geschrieben, immerhin er hat so gefeuert, daß ich äußerlich zufrieden bin. Innerlich rumort seine Critik in mir. Und ich möchte sehr gern lesen, was Sie dagegen geschrieben haben. Senden Sie mir den Artikel sofort zu. Ich werde ihn dann gleich durch [Rudolf] Kurtz oder Rüst an den März schicken lassen, oder durch Rowohlt an die Fischer'sche Rundschau? Herzog hatte den Hillerschen Artikel auch angenommen [31.VII.1911; auf Ansichtskarte aus Warnemünde] ... Also nicht wahr, Sie senden mir umgehend die Analysis meiner Seele. Denn Sie werden doch wenigstens sachlich zu Werke gegangen sein. Nach und Nach wirkt die Hillersche Kritik in mir in der Tat wie etwas Gift. Ich muß also sofort Ihre als remedium dagegen anwenden. Ich verspreche Ihnen, sie keinem andern Blatt zu geben, beileibe nicht dem Idioten [Franz] Pfemfert. Da ich am 16. ev. nach Wusterhausen an der Dosse komme, so ist Eile von nöten ... Denke heut abend kurz zu interpellieren [1.VIII.1911] - Ubi manet articulus? HEYM [4.VIII.1911] ... Nachdem ich eben zum letzten Mal den Referendarstalar angehabt habe und mich nun in der Freiheit meines Individuums sonne, teile ich ergebenst mit, daß meine Adresse von nun an wieder: Neue Kant 12 ist. Guttmanns Artikel hervorragend rein an sich [Wusterhausen, wohl 21.VIII.1911; auf Ansichtskarte mit Foto des "qualvollen Amtsgerichts"] - Herzog verreist. Mann am Telefon weiß nicht, ob Artikel angenommen [1.IX.1911] ... Empfehle Ihnen als glänzende Schattenspiel-Idee irgend ein schnell zu erfindendes Schauerdrama, in dem sämmtliche Mitglieder des N.[eo] P.[athetischen] Cabaretts karikiert werden [6.XI.1911] ... Ich habe gehört, daß ich an I. Stelle lesen soll. Das kann ich natürlich nicht. Sie können mich von 2-5 postieren. Nach Wohlgefallen. Aber als I. zu lesen, habe ich nicht nötig ..." [7.XI.1911]. - 1 Karte ohne Unterschrift; 1 Karte stärker beschädigt.

Stima
€ 25.000   (US$ 28.749)


Heym, Georg
Porträtfoto-Karte von 1911

Lotto 2599

- Eigh. Porträtfoto-Postkarte m. U. "Georg". 1 S. (Kopierstift). (Harz, 2. Hälfte Juli 1911).

Im Umschlag verschicktes Foto (im Postkarten-Format) an Hildegard Krohn. "Da ist das gewünschte Bild. Nun muß ich aber auch gleich eines kriegen. Morgen trudeln wir uns über Braunschweig so langsam IV. Klasse an die Wasserkante. Wenn Deine Mutter nicht mehr böse ist, bestell ihr doch mal einen Gruß, dann wird sie vielleicht menschlich ...". - Die Aufnahme des Ateliers Paul Eichelberg in Bad Harzburg zeigt Georg Heym und einen Begleiter (vielleicht den berühmten Silhouetten-Künstler und Maler Ernst Moritz Engert) in Wanderkleidung mit Stöcken stehend vor einem Wasserfall. - Diese letzte Aufnahme Heyms war ein Geschenk Engerts an den Heym-Experten Karl Ludwig Schneider. Von Engert stammt auch die Auskunft über die in der Karte namentlich nicht genannte Adressatin. - Der Umschlag nicht mehr vorhanden; kleiner Einriss am oberen Bildrand; leichte Gebrauchsspuren.

Stima
€ 3.000   (US$ 3.449)


Heym, Georg
Brief an Anne-Marie

Lotto 2600

- Eigh. Brief m. U. "Ihr Georg Heym". 2 S. 8vo. O. O. (ca. 1910).

An eine Freundin namens Anne-Marie. "... Jetzt können Sie wirklich mal die I Renaissance-Novelle lesen, wenn Sie sie inzwischen noch nicht gelesen haben. Sie passt jetzt fast wörtlich auf unsere Lage. Wenn Sie ebenso standhaft sein könnten! Übrigens, sowie ich Ihre Frau Mutter sehe, gehe ich hin, stelle mich vor und bitte sie um Verzeihung, wenn sie mich auch ausschimpft. - Wirklich, daß das gerade jetzt passieren mußte. Jetzt, wo ich gerade so glücklich war. - Nun, wir werden uns im nächsten Winter spätestens gesellschaftlich kennen lernen, das wenigstens ist noch ein Trost. Und so viel, wie die Leute in der Novelle haben wir nicht auszuhalten. Aber es ist doch furchtbar ... Die Adresse lasse ich vorsichtshalber schreiben." - Nach dem Inhalt des Briefes könnte er der obigen Foto-Postkarte vorangegangen sein; dann würde allerdings die Adressatin dort nicht stimmen.

Stima
€ 3.000   (US$ 3.449)



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