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BASSENGE Kunst-, Buch- und Fotoauktionen

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Lotti in vendita post asta

Catalogo Vendita speciale 'Memento Mori' » Dipartimento Arte
Vendita speciale 'Memento Mori' Prezzo del catalogo EURO 15,00
Data dell'asta Gio, 31.05., 16:00


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Capitolo Sonderauktion / Special Sale 'Memento Mori' (Lotti 6300 - 6417) » Capitoli


Immagine Principale Descrizione Stato
Deutsch
Der hl. Hieronymus meditierend

Lotto 6303

1. Hälfte 17. Jh. Der hl. Hieronymus meditierend.
Öl auf Leinwand, randdoubliert. 45 x 34,5 cm.

Der Heilige Hieronymus (347-420) war Gelehrter und Theologe und zählt in der katholischen Kirche mit Ambrosius, Augustinus und Gregor dem Großen zu den vier Kirchenvätern der Spätantike. Er ist der Verfasser der Vulgata, der lange Zeit maßgeblichen lateinischen Bibelübersetzung. In der bildenden Kunst wird Hieronymus deswegen häufig als Gelehrter in seiner Studierstube dargestellt, den anderen Aspekt seiner Persönlichkeit als radikaler Asket stellt ihn auch oft als Eremit in der Einöde dar. Einen Schädel betrachtend und über die Vergänglichkeit sinnierend gilt er als ein Repräsentant der Vita contemplativa, die die Abkehr von den weltlichen Dingen und die radikale Hinwendung zu Gott verlangt. Eine frühere Zuschreibung des kleinen Andachtsbildes an Antonio Viladomat y Manalt (1678-1755) ist unseres Erachtens wenig stichhaltig.

Provenienz: Privatsammlung Spanien.

Stima
€ 6.000   (US$ 6.899)


Prezzo post-asta
€ 4.000   (US$ 4.600)


(Post-asta chiuso.
Domandare la disponibilitą.)

Flämisch
Vanitasstillleben mit seifenblasendem Putto, Mu...

Lotto 6310

Mitte 17. Jh. Vanitasstillleben mit seifenblasendem Putto, Musikinstrumenten, Büchern, Schädel und Sanduhr.
Öl auf Holz. 71 x 57,8 cm (im Oval). Mit zwei englischen Galerie-Etiketten verso.

Die Darstellung eines nackten Putto oder Knaben mit Totenschädel findet Ende des 16. Jahrhunderts nördlich der Alpen in einem Kupferstich des Hendrik Goltzius (1558-1617) einen ersten, weitverbreiteten Höhepunkt. Vermutlich vermittelt er dabei in Italien, wahrscheinlich bei Agostino Carracci Gesehenes. Die auf dem Goltzius-Stich gestellte Frage "Quis evadet" (Wer kann entrinnen?) wird auch durch die äußerst kurzlebigen Seifenblasen aufgegriffen, ein schon in der Antike z.B. bei Petronius gebrauchtes Bild des Homo Bulla, des Menschen als Seifenblase. Für die große Beliebtheit des Themas im 17. Jahrhundert finden sich viele Beispiele, so unter anderem in der flämischen Malerei (z.B. bei Otto van Veen), den Niederlanden (Rembrandt, Jan Lievens, oder auch Caspar Netscher), als auch über die Rembrandt-Schule nach Deutschland vermittelt im Werk des Jürgen Ovens.

Provenienz: Privatsammlung Spanien.

Stima
€ 15.000   (US$ 17.250)


Prezzo post-asta
€ 10.000   (US$ 11.500)


(Post-asta chiuso.
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Deutsch
Halbstunden-Sanduhr

Lotto 6311

18. Jh. Halbstunden-Sanduhr.
Handgeblasenes Glas, Holz, blau gefasst, mit Papier überzogen. Höhe 21,2 cm.

Knapp eine halbe Stunde braucht der Sand, um durch die winzige Halsöffnung von einem Kolben in den anderen zu rieseln - das menschliche Dasein regelmäßig getaktet. Sanduhren wurden in der bildenden Kunst seit ihrer Erfindung im Spätmittelalter zu einem beliebten Attribut zahlreicher Figuren wie der Temperantia (Mäßigung) oder Chronos, aber vor allem als Sinnbild des dichotomen Gleichnisses Leben - Tod zum Vanitassymbol par excellence. Als Veranschaulichung der gleichmäßig verrinnenden Zeit, stehen sie sinnfällig für die melancholische Resignation vor der Kurzlebigkeit menschlicher Wünsche und Werke. Die Zeit alleine herrscht über diesen unausweichlichen Prozess und befindet sich im Gegensatz zur irdischen Endlichkeit im ewigen Fluss. Das Gestell unseres Stundenglases bilden oben und unten zwei runde Holzscheiben, in denen fünf Holzstäbe eingelassen sind. Innerhalb dieses Gestells befindet sich das Glas, das an der Blende zusätzlich durch einen mit Papier überzogenen Glasring verstärkt wird. Große Sanduhren mit halbstündiger Ablaufzeit erlangten vornehmlich in der Seefahrt Bedeutung, wo Gewichtsräderuhren wegen der Schiffsschwankungen unbrauchbar waren.



Provenienz: Privatsammlung Spanien.

Stima
€ 3.000   (US$ 3.449)


Prezzo post-asta
€ 2.000   (US$ 2.300)


(Post-asta chiuso.
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Niederländisch
Andachtsbild: Kalvarienberg in einem Miniatursarg

Lotto 6316

17. Jh. Andachtsbild: Kalvarienberg in einem Miniatursarg.
Holz, farbig und golden gefasst. 9,5 x 2,7 x 1,6 cm.

Hinter dem Deckel des kleinen, grün gefassten Sarges verbirgt sich die geschnitzte Miniaturansicht einer Kreuzigung. Die Figurengruppe um den Erlöser ist auf die Muttergottes links und den Apostel Johannes rechts reduziert, der Schädel Adams zu Christus Füßen verortet das Geschehen auf den Kalvarienberg. Diese Darstellung wird mit jener, der Heiligen Dreifaltigkeit verschränkt und so befinden sich über dem Kruzifix die Taube und Gottvater. Form und Inhalt dieses Objektes lassen auf eine zweifache Funktion schließen: Einerseits sollte der Sarg mahnend an die Endlichkeit des Daseins auf Erden erinnern, andererseits diente er offen aufgestellt zur privaten Andacht. Das handliche Format dieser Devotionalie erlaubte es dem Besitzer sie überall mit sich zu führen, um so jederzeit die private Frömmigkeitsausübung mit der greifbaren Visualisierung des Anbetungsobjektes zu unterstützen. Seit dem Mittelalter verbreitet, hingen Material und Ausführung dieser Andachtsbilder vom Vermögen und dem Rang des Besitzers ab, doch war allen der affektive, persönliche Charakter gemeinsam.


Provenienz: Privatsammlung Spanien.

Stima
€ 1.000   (US$ 1.150)


Prezzo post-asta
€ 800   (US$ 919)


(Post-asta chiuso.
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Spanisch
Relief mit anthropomorphen Wesen und Schädel

Lotto 6317

16. Jh. Relief mit anthropomorphen Wesen und Schädel.
Holz, farbig und golden gefasst. 11,3 x 27,2 cm.

Diese Groteske zeigt zwei Mischwesen mit tentakelartigen Beinen und abgewandten Köpfen, die je einen Arm hin zur Bildmitte strecken, wo ein Schädel zwischen ornamentalen Ranken auf einem sockelartigen Podest ruht. Der ursprüngliche Entstehungszusammenhang dieses Fragmentes lässt sich nicht mehr nachvollziehen, doch besitzt es durchaus dekorativen Eigenwert.

Provenienz: Kunsthandlung Metz de Benito, München;
Privatsammlung Spanien.

Stima
€ 800   (US$ 919)


Prezzo post-asta
€ 500   (US$ 575)


(Post-asta chiuso.
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Spanisch
Amor Mortem Vincit: Relief mit Vanitas-Sinnbildern

Lotto 6318

Mitte 16. Jh. Amor Mortem Vincit: Relief mit Vanitas-Sinnbildern.
Holz, farbig, golden und silber gefasst. 40 x 100 cm.

Diese Art enigmatischer Darstellungen fanden im Spanien des 16. und 17. Jahrhunderts große Verbreitung und sollten den Betrachter einem Rätsel gleich durch kodifizierte und schwer entzifferbare Elemente zur Reflexion über den Bildinhalt einladen. Eine solche Intention liegt wohl auch unserem Relief zugrunde, das aufgrund des Ausbleibens religiöser Symbolik und der Verarbeitung des Themas vom Sieg der Liebe über den Tod einen Gebrauch im weltlichen Kontext suggeriert. Das zentrale Bildfeld dominiert das pausbäckige Antlitz Eros' in einer ovalen Kartusche. Diesem Sinnbild begehrlicher Vitalität steht das darunter befindliche Bukranion als Symbol des Todes gegenüber, wobei das abgebrochene Horn des Ochsenschädels auf den letztlichen Sieg der Liebe hindeutet. Das Siegesmotiv wird durch die zwei Putti über dem Kopf des Liebesgottes weitergeführt, die zu zwei Adlern mit ausgebreiteten Flügeln blicken. Zwei weitere Putti halten die Kartusche von unten an beiden Seiten hoch. Auffällig ist der Rückbezug auf antike Mythologie und Schmuckelemente, was auch an den Grotesken in den seitlichen Bildfeldern deutlich wird.


Provenienz: Privatsammlung Spanien.

Stima
€ 10.000   (US$ 11.500)


Prezzo post-asta
€ 8.000   (US$ 9.200)


(Post-asta chiuso.
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Cambiaso, Luca
Vanitasallegorie

Lotto 6321

Vanitasallegorie: Knabe mit Stundenglas und Totenschädel.
Öl auf Leinwand. 50 x 62 cm.

Im Hinblick auf die kühle Farbpalette, die kontrastierende Wirkung von Hell- und Dunkelwerten sowie dem Typus des mahnenden Knaben geht diese allegorische Darstellung mit anderen Werken des Genueser Künstlers vollkommen konform.

Stima
€ 3.500   (US$ 4.024)


Prezzo post-asta
€ 3.000   (US$ 3.449)


(Post-asta chiuso.
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Neuspanische Schule
Der Christusknabe mit Schädel und Passionswerkz...

Lotto 6328

Anfang 18. Jh. Der Christusknabe mit Schädel und Passionswerkzeugen.
Öl auf Leinwand, randdoubliert. 49 x 63,5 cm.

Unter einem Schriftband mit den Worten "lilium inter espinas (Wie eine Lilie (oder Rose) unter den Dornen" ruht der Jesusknabe einen Schädel betrachtend und darüber meditierend inmitten der Passionswerkzeuge wie die Lanze, der Essigschwamm, die Dornenkrone oder die Kreuzestafel in einem Hain aus Rosen und Lilien. Dieses möglicherweise im spanischen Vizekönigreich Mexiko entstandene kleine Andachtsbild versinnbildlicht, daß man selbst in unmittelbarer Nähe des Todes im Wissen um das ewige Leben beruhigt ruhen kann.

Provenienz: Privatsammlung Spanien.

Stima
€ 6.000   (US$ 6.899)


Prezzo post-asta
€ 4.000   (US$ 4.600)


(Post-asta chiuso.
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Niederländisch
Kupferplatte mit der Darstellung der büßenden M...

Lotto 6333

17. Jh. Kupferplatte mit der Darstellung der büßenden Maria Magdalena im Gebet. 23,7 x 17,8 cm.

Die Kupferplatte mit der Darstellung der büßenden Maria Magdalena ist eine Kopie nach dem 1609 datierten Kupferstich Willem van Swanenberghs (vgl. Hollstein 10).

Stima
€ 1.200   (US$ 1.380)


Prezzo post-asta
€ 800   (US$ 919)


(Post-asta chiuso.
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Spanisch
Lederrelief: Der hl. Franziskus das Kruzifix um...

Lotto 6340

16. Jh. Lederrelief: Der hl. Franziskus das Kruzifix umarmend.
Leder, farbig und golden gefasst. 31,4 x 25,1 cm.

Bei diesem überaus besonderen Stück handelt es sich um ein Relief aus Leder, vermutlich Corduan, wohl aus dem andalusischen Córdoba, wo die Kunst dieses Material virtuos zu bearbeiten von den Mauren eingeführt wurde. Das Leder konnte auf vielfältige Art modelliert werden, hier scheint das flache Stück angefeuchtet mithilfe eines Models, in dem zuvor die entsprechende Darstellung gearbeitet wurde, geprägt worden zu sein. Einmal getrocknet und gehärtet, wurde das Stück in einem zweiten Schritt grundiert und bemalt. Gewählt wurde eine Ansicht des hl. Franziskus von Assisi, der in Halbfigur nach links gewandt liebevoll ein hölzernes Kruzifix an seine Wange drückt und mit halbgeöffneten Augen küsst - die überkreuzten Arme inszenieren prominent die Stigmata auf den Handrücken, die für die Nähe des Heiligen zum Erlöser stehen. Im weitläufigen Panorama der Franziskus-Darstellungen tritt die Anbetung des Kreuzes erst ab Mitte des 16. Jahrhunderts auf. Hier wird die Komposition von seinen ikonographischen Attributen ergänzt, einem aufgeschlagenen Buch, das von einem düsteren Schädel gestützt wird und die Geiselrute, die den meditativen Aspekt von Franziskus inniger Verehrung unterstreichen.


Provenienz: Privatsammlung Spanien.

Ausstellung: Ausst.Kat. La Danse des Morts, Paris, Galerie le Toīt du Monde, 2004, S. 97, Kat. 54 (Abb.).

Stima
€ 5.000   (US$ 5.750)


Prezzo post-asta
€ 3.000   (US$ 3.449)


(Post-asta chiuso.
Domandare la disponibilitą.)