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Catalogo Arte Moderna e Contemporanea I » Dipartimento Arte
Arte Moderna e Contemporanea I Prezzo del catalogo EURO 20,00
Data dell'asta Sab, 30.11., 14:00


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Capitolo Aus einer sächsischen Privatsammlung (Lotti 8194 - 8213) » Capitoli


Immagine Principale Descrizione Stato
Uhlig, Max
Ohne Titel

Lotto 8194

Ohne Titel
Aquarell auf dünnem Japanbütten. 1978.
30,5 x 73,1 cm.
Oben links mit Bleistift signiert "Uhlig" und datiert.

Uhligs Werk beschränkt sich auf drei Genres: das Porträt, die Landschaft und das Stilleben. Die Bewegung spielt als Moment durchweg eine große Rolle. In den Landschaften reagiert Uhlig auf atmosphärische Wandlungen, Windstöße und geologische Vorgänge und macht sie spürbar. Unser Aquarell erinnert an die von ihm öfter gezeichneten Gebüschhügel, die vom Wind eine spezifische Form erhalten und deren Farben im Herbst bunt erscheinen.

Stima
€ 900   (US$ 990)


Aggiudicato per € 800 (US$ 880)

Altenbourg, Gerhard
"Geselle"

Lotto 8195

"Geselle"
Chinesische Tusche, Rötel und Bister, aquarelliert, auf Velin. 1956.
56,8 x 13,5 cm.
Unten rechts mit Feder in Schwarz monogrammiert "GA", datiert und betitelt.
Janda 56/52.

Tief im Dunkel zahlreicher Federstriche liegen die Gesichtszüge verborgen, die Schattenpartie schön mit der streifenförmigen Hintergrundkontur kontrastierend. Nach Malunterricht bei Erich Dietz war Altenbourg zunächst als Schriftsteller und Journalist tätig, studierte dann von 1948 bis 1950 an der Hochschule für Baukunst und Bildende Kunst in Weimar. Danach lebte er freischaffend in Altenburg und nahm Mitte der 1950er Jahre den Künstlernamen Altenbourg an. 1951 zeigte er in Begleitung von Erich Dietz seine Arbeiten dem Westberliner Galeristen Rudolf Springer, der sein erster Kunsthändler wurde. 1956 erwarb das Lindenau-Museum in Altenburg als erstes Museum zwei Blätter des Künstlers. 1959 nahm Altenbourg an der documenta II teil. Es folgten zahlreiche weitere Ausstellungen, u.a. 1969/70 seine erste Retrospektive in der Galerie Brusberg, Berlin. Da sich Altenbourg konsequent der offiziellen Kunstpolitik der DDR verweigerte, wurde er bis in die 1980er Jahre in seinem Wirken durch Verbot und Schließung von Ausstellungen behindert.

Provenienz: Galerie Springer Berlin
Dr. E. Thriemer Bad Urach

Stima
€ 3.500   (US$ 3.850)


Aggiudicato per € 2.500 (US$ 2.750)

Altenbourg, Gerhard
"Plakat für den Wanderverein"

Lotto 8196

"Plakat für den Wanderverein"
Chinesische Tusche und Bleistift, mit Tinte aquarelliert, auf Zeichenpapier. 1954.
43 x 60 cm.
Im linken Rand mit Feder in Schwarz signiert "Altenbourg" sowie monogrammiert "GA", datiert und unten links betitelt.
Janda 54/12.

Tausende von Strichlein, Häkchen, Kringel und Pünktchen fügen sich zu einer poetischen, detailreich-skurrilen Landschaft, derer unter Gerhard Altenbourgs über 3000 Zeichnungen zahlreiche zu finden sind. In ihnen "scheint es dem Meister am leichtesten zu Mute zu sein, da ist ihm am wohlsten. Die Hügel schwingen, Linien verflechten sich, es ist fugierte Musik. Berge öffnen sich, Tiefen erschließen sich, die Linie fasert... Höhenzüge, die man im Oberen wahrnahm, kehren in einem Zwischenreich wieder, zuweilen in Hohlform." (Erhart Kästner, in: Gerhard Altenbourg, Ausst.-Kat. Galerie Brusberg, Hannover 1969, S. 5f.). Charakteristisch durchdringen sich Landschaft, Pflanzen und der Mensch in dem komplexen Gefüge, das alles Gewachsene miteinander verflochten zeigt. Altenbourg sagt dazu: "Ohne genaues Studium der Einzelformen geht man an den vielfältigen Beziehungen der Binnenformen vorbei." (a.a.O., S. 13). Verschlungen und verschachtelt scheinen die Wege des Wanderers in seinem leuchtenden blauen Farbfeld und so steht auch der Betrachter vor der Herausforderung, den komplizierten Wanderwegen von Altenbourgs Feder zu folgen.

Provenienz: Galerie Springer Berlin
Dr. E. Thriemer Bad Urach

Stima
€ 8.000   (US$ 8.800)


Prezzo post-asta
€ 6.000   (US$ 6.600)


Müller-Schloen, Claus
Der Tod und das Mädchen

Lotto 8197

Der Tod und das Mädchen
Mischtechnik auf Hartfaserplatte. 1970er Jahre.
51 x 60 cm.

Skurrile Gestalten scheinen in einer bühnenartig ausgeleuchteten, bizarren, zerklüfteten Landschaft mit manierierter Gestik zu agieren. Lediglich der weiß verhüllte Tod und das leichenblasse Mädchen mit seinen bereits geschlossenen Augen stehen miteinander in Beziehung, während die drei weiteren Figuren ganz für sich bleiben. Das Mädchen dominiert mit seiner lebendig leuchtendroten Bluse - ein extremer Kontrast zu ihrem Entschweben - das Zentrum der Darstellung. Die Vergänglichkeit des Menschen thematisiert hier nicht nur die Anwesenheit des leibhaftigen Todes, sondern auch der Ewigkeitscharakter der Felsformationen.
Claus Müller-Schloen studierte von 1975 bis 1980 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Seine wichtigsten Lehrer, Hans Mayer-Foreyt, Volker Stelzmann und Arno Rink prägten ihn mit ihrer veristischen und prononcierten Malweise.

Stima
€ 2.200   (US$ 2.420)


Aggiudicato per € 1.800 (US$ 1.980)

Müller-Schloen, Claus
Zwischen Verzweiflung und Melancholie

Lotto 8198

Zwischen Verzweiflung und Melancholie
Mischtechnik auf Hartfaserplatte. 1980.
80 x 139 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Weiß mit dem Künstlersignet und datiert.

Ein modernes Paar und ein zeitloser, uns anblickender Mann zwischen archaischen Gestalten: Tiefe Felsspalten trennen unsere Identifikationsfigur ebenso wie den Jojospieler und seine flotte Gefährtin von den verzweifelten Massen links und der Allegorie der Melancholie rechts. Die hochsymbolische Darstellung zieht den Betrachter nicht nur mit ihren vielfältigen Bezügen in ihren Bann, sondern auch mit der bühnenartigen, eindrucksvollen Landschaftskomposition und der fast altmeisterlichen Malweise in geheimnisvoll leuchtendem Kolorit. Zugleich bricht Müller-Schloen auf vielfältige Weise Darstellungs- und Sehgewohnheiten: Überall blitzt uns Unerklärliches, Skurriles entgegen, sei es in dem eigentümlichen Schweben der Figuren, in ihren geheimnisvollen Gesten oder in dem exponierten Jojo, das wie ein Lebensrad zentral in der Komposition schwebt.

Stima
€ 5.000   (US$ 5.500)


Prezzo post-asta
€ 4.000   (US$ 4.400)


Schmidt, Karl-Heinz
"Kain vor den Augen der Welt"

Lotto 8199

"Kain vor den Augen der Welt"
Öl auf Hartfaserplatte. 1979.
100 x 80 cm.
Unten links mit Pinsel in Schwarz signiert "K. H. Schmidt" und datiert, verso betitelt und bezeichnet "4.33".

Ein moderner Kain hat seinen Bruder mit einem Gewehr erschlagen. Abel, weiße Figur, liegt am Boden, Kain, die Waffe noch erhoben, steht schwarz vor ihm. Beide setzt Schmidt auf eine dunkle schiefe Ebene, umgeben von aus Augäpfeln bestehenden kugeligen Gebilden. Bis weit hinein in den Bildraum sind diese Augengebilde verteilt, unzählige Beobachter des Brudermordes, des Urverbrechens. Der Himmel und ebenso die angedeutete Architektur rechts im Rand sind, der Dramatik des Geschehens entsprechend, blutrot gefärbt. Abstraktion, Phantastik und realistische Malweise verschränken sich und ergänzen einander zu einer verstörenden Darstellung der Kinder Adams und Evas, Kain und Abel, die hier vor den Augen der Welt die Konkurrenz auf zwischenmenschlicher Ebene begründen.

Stima
€ 2.000   (US$ 2.200)


Aggiudicato per € 1.500 (US$ 1.650)

Schmidt, Karl-Heinz
Selbstbildnis

Lotto 8200

Selbstbildnis
Öl auf Hartfaserplatte. 1966.
103 x 64 cm.
Unten links mit Pinsel in Schwarz signiert "K. H. Schmidt" und datiert.

Der Maler blickt durch eine rote Brille. Kein Wunder, dass der Hintergrund in purem Rot leuchtet. In die vielen variierenden Nuancen hinein zeichnet Schmidt Ornamente und Figuren, die ihn wie Erscheinungen umschweben. Eine besondere Lust an der Farbe prägt das Selbstbildnis. "Eigentlich steht für ihn nicht der abgebildete Gegenstand bzw. die Figur im Mittelpunkt des Interesses, sondern das an diesem Objekt abgehandelte Zusammenspiel von Formen und Farben, das eine ganz spezifische emotionale Atmosphäre erzeugt." (Barbara Mohsen-Zaher, in: Karl-Heinz Schmidt, Malerei, Ausst.-Kat. Die Galerie, Essen o. J., S. 3). Schmidt studierte nach einer Tischlerlehre in Hellerau Kunst an den Hochschulen in Dresden und Leipzig und lehrte ab 1984 an der Hochschule für Kunst und Design, Burg Giebichenstein, Halle.

Stima
€ 1.800   (US$ 1.980)


Prezzo post-asta
€ 1.200   (US$ 1.320)


Zalisz, Fritz
Putzende

Lotto 8201

Putzende
Bronze mit goldbrauner Patina auf Marmorsockel.
Ca. 22 x 29,5 cm x 16 cm.
Hinten mittig signiert "Zalisz" und mit dem Gießerstempel "Bronze Noack Leipzig" (in Versalien).

Zalisz erfasst die Figur inmitten ihres handelnden Moments: Nach vorne gebückt, Arme und Beine gebeugt und ein Bein hinter das andere setzend, widmet sie sich ihrer Tätigkeit. Ihr Blick ist jedoch nicht auf diese gerichtet, sondern sie schaut auf. Etwas aus ihrer näheren Umgebung erweckt ihre Aufmerksamkeit und lässt sie in ihrer schweren Arbeit kurz innehalten. Den Moment der Bewegung bringt der Künstler zum Stehen und lässt die Figur so in ein interessantes Verhältnis zu dem sie umgebenden Raum treten. Zalisz ist zunächst Schüler des Zoologen Ernst Haeckel in Jena, ehe in München erste plastische Versuche unter Gabriel von Max und Adolf von Hildebrandt entstehen. Von 1914 bis 1918 nimmt er am Ersten Weltkrieg teil, anschließend studiert er an der Akademie für Grafik und Buchgewerbe in Leipzig u.a. in der Klasse der graphischen Techniken bei Alois Kolb und der für Plastik bei Adolf Lehnert. Nach einigen Studienaufenthalten in Berlin ist er künftig in Leipzig freischaffend tätig, von wo aus er Reisen nach Holland, Belgien, Frankreich und in die Schweiz unternimmt. Prachtvoller Guss mit lebendig durchgestalteter Patina. Gesamthöhe mit Sockel beträgt ca. 28 cm.

Stima
€ 900   (US$ 990)


Aggiudicato per € 1.100 (US$ 1.210)

Melchior, Volker
Weiblicher Akt im Raum

Lotto 8202

Weiblicher Akt im Raum
Öl auf Hartfaserplatte. 1983.
90 x 110 cm.
Rechts in der Darstellung mit Pinsel in Rosa signiert "Melchior" und datiert.

Ihren Schatten scheint sie anzublicken. Einen bizarr verschwommenen, farblich schön mit Blau- und Rottönen akzentuierten Schatten, den die junge Frau auf eine an der Wand herabhängende Leinwand wirft. Ein kaltes weißes Licht fällt von links durch das Atelierfenster auf den Frauenkörper und modelliert die Rundungen der Rückenansicht mit tiefen Schlagschatten plastisch heraus. Locker getüpfelte Partien und klar formulierte Konturen stehen in schönem Gegensatz zueinander und werden den jeweiligen Materialien und Texturen treffend gerecht. Nach einer Lehre als Musterzeichner und anschließender Tätigkeit in der Stickereiindustrie studierte Melchior 1961-66 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB). Von 1984-2005 lehrte er an der Hochschule für Kunst und Design, Burg Giebichenstein, Halle.

Ausstellung: 11. Kunstausstellung des Bezirkes Leipzig 1986, verso mit deren Klebeetikett, dort bezeichnet und betitelt

Stima
€ 2.000   (US$ 2.200)


Aggiudicato per € 1.600 (US$ 1.760)

Zürner, Klaus
"Akt vor Spiegel"

Lotto 8203

"Akt vor Spiegel"
Öl auf Leinwand. 1969.
79 x 62 cm.
Oben rechts mit Pinsel in Hellgrau mit dem Künstlersignet und datiert, verso auf dem Rahmen signiert "K. H. Zürner", datiert, betitelt und mit der Nummer "86".

Ein schimmernder Frauenrücken neben leuchtenden Blumen in der Vase, differenziert plastisch ausformuliert, kontrastiert spannungsreich mit der wilden Figurenskizze, die links dahinter an die Wand geheftet zu sein scheint. Zürner studierte 1951-56 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Elisabeth Voigt und Johannes Lebek, 1957 war er Mitgründer und 1960-90 künstlerischer Leiter der christlichen Galerie ”Wort und Werk” in Leipzig. Neben Ernst Barlach oder Otto Dix zeigte er hier auch in der DDR weniger akzeptierte Künstler, unter ihnen Albert Ebert, Albert Wigand, Edmund Kesting und Gerhard Altenbourg ebenso wie die "Jungen Wilden" um Hans-Hendrik Grimmling, Günther Huniat und Lutz Dammbeck.

Stima
€ 2.000   (US$ 2.200)


Prezzo post-asta
€ 1.600   (US$ 1.760)