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Lotto 2935 Gregor, Joseph
Konvolut Briefe
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- Gregor, Joseph, österr. Theaterwissenschaftler, Theater- und Musikschriftsteller, Leiter der Theatersammlung der Österr. Nationalbibliothek, schrieb 3 Libretti für Richard Strauss (1888-1960). Konvolut von 2 eigh. und 11 masch. Briefen. Zus. ca. 23 S. Meist gr. 4to. Wien, Venedig, Mailand und Bad Gastein 1937-1940.

Umfangreiche Briefe an die Schauspielerin Adelina Vulcu in Orastie, Rumänien, die versuchte, von ihr übersetzte Theaterstücke rumänischer Autoren über Gregor bei Wiener Bühnen anzubringen. Im August 1937 erklärt er, weshalb er das rumänische Stück "Rote Rosen" noch nicht für österreichische Bühnen bearbeiten konnte. Er sei krank und infolgedessen zur Kur in Bad Gastein gewesen. "... Soviel ich aber arbeiten konnte - und durfte, musste ich für Direktor [Rudolf] Lothar mein Stück 'Kaiser Maximilian I.' schreiben, das er, wie Sie wissen, schon mehrmals angekündigt hat. Ich bin noch nicht ganz fertig, auch eine andere Bühne verlangt ein Stück von mir. Gewiss aber habe ich mich mit den 'Roten Rosen' beschäftigt und hat sich leider unsere Wahrnehmung bestärkt, dass der Autor wohl ein Dichter, aber kein Dramatiker ist. Wenigstens nicht in diesem Stücke, das nur auf Schönheit der Sprache und der Gedanken gestellt ist. Da hat er freilich in Ihnen die allerbeste Helferin, denn ich muss immer mehr bewundern, mit welchem Verständnis, welcher Liebe, aber auch welchem Geschick Sie Ihre Arbeit geleistet haben! Wenn der Autor auch an mir einen Helfer finden soll, so bedarf es dazu einer gründlichen Umarbeitung ..." [3.VIII.1937]. - Als Leiter der österr. Theatersammlung bietet Gregor sich für eine ähnliche Institution in Rumänien an: "... Ich habe Ihren lieben Brief nach Berlin nachgesendet erhalten. Ich war dort zur Aufführung der beiden Opern, die sehr schön waren. Auch das übrige Theater interessant, aber nicht alle Eindrücke waren erfreulich. Ich danke Ihnen sosehr, dass Sie sich für mich bemühen. Sie wissen, dass ich nicht glücklich bin. Ich habe in Berlin noch nichts von den Aufführungen bei Ihnen gehört. Ich möchte sehr gerne nach Rumänien kommen und vor Allem die Bukowina sehen. Wirklich habe ich mir gedacht, wenn Sadoveanu jetzt einen so hohen Posten einnimmt, dass ihn vielleicht die Errichtung eines solchen Institutes, wie ich es hier habe, interessieren wird. Er hatte stets große historische Interessen. An der Sprache kann die Sache nicht scheitern, ich spreche recht gut französisch und könnte wohl schon in einigen Monaten wieder rumänisch sprechen, das ich ja als Kind gesprochen habe [11.III.1939] ... Wenn Sie Herrn Sadoveanu sehen, so bitte ich, ihm zu erzählen, dass auch in diesem Jahre die Reichstheater-Festwoche in Wien stattfindet. Aus diesem Anlass werde ich neuerlich eine Ausstellung machen, aber viel grösser als im vorigen Jahre ... Am 10. Juni ist die grosse Feier für Richard Strauss, in der Oper, mit Aufführung meines 'Friedenstag' und Rede von Herrn Reichsminister Dr. Goebbels ... Die Eröffnung findet durch Herrn Reichsminister Goebbels in Anwesenheit von Richard Strauss statt, hier im großen Saal der Bibliothek. Vielleicht interessiert es Herrn Sadoveanu, wenn ich ihn mit Meister Richard Strauss bekanntmache, was ich sehr gern tun werde ... Das Theater ist um diese Zeit ganz vorzüglich, da gewiss wieder Gründgens spielen wird, einer der besten Darsteller, die wir besitzen [17.III.1939] ... Ich habe Gelegenheit gehabt, Herrn Direktor Röbbeling [den Burgtheater-Direktor] in der Angelegenheit des Stückes zu sprechen. Herr Direktor Röbbeling ist geneigt, in Verhandlungen mit mir einzutreten, stellt aber eine Vorbedingung: Er muss sicher wissen, dass Herr Barsan ein führender Autor bei Ihnen ist und dass er den offiziellen Stellen bei Ihnen als repräsentativer Autor angenehm und erwünscht ist. Dir. Röbbeling sagte, er ist ja persönlich davon überzeugt, wenn ich es ihm sage, er muss aber eine offizielle Bestätigung haben, denn er hat einmal mit einem anderen Staat eine Schwierigkeit gehabt ..." [4.IX.1939]. - Mit den folgenden Briefen sendet Gregor ihr Bücher und Bilder zum Theater, wünscht sich mit immer zärtlicheren Handküssen Zivilbilder von ihr und läßt immer wieder durchblicken, daß er lieber zu ihr käme und in seiner alten Heimat arbeiten würde als in Wien. Mit fortschreitender Lebensmittelknappheit im Krieg sendet sie Speck, Butter, Tee und andere Bedarfswaren, ja sogar Seife. Am 30. Jan. 1940 schreibt er von einer Reise nach Rom aus Venedig: "... Die Sensation, in einem freundlichen Lande ohne Krieg zu sein, ist hervorragend. Es ist eine Erholung der Nerven, die kaum zu beschreiben ist. Der überaus glückliche Umstand, daß in einer Stunde die italienische Premiere des 'Friedenstag' beginnt, und ein Vortrag in Rom hat mir diese Reise ermöglicht. Ich vertrete den Komponisten und werde in Rom über das Werk sprechen ...". Auf der Rückreise schreibt er aus Mailand: "... Ich habe unverdient glückliche Tage gehabt, konnte drei Vorträge halten, in offiziellem Auftrag, und also drei Wochen von Wien fernbleiben ... Ich habe mich endlich mit den Nerven erholt und in der ganzen Zeit höchstens 2 Schlafpulver gebraucht, während ich in Wien fast nie ohne Schlafpulver schlafen kann...". Auch zur politischen Lage äußert er sich vorsichtig: "... Ich habe jetzt also endlich kennengelernt, wie die Sache steht. Nicht besonders rosig. Für niemanden. Auch für Sie nicht. Nicht persönlich, Gottseidank, aber im Ganzen. Gott gebe, dass die schwere Prüfung, die uns allen auferlegt ist, bald vorübergeht ..." [16.II.1940]. - Die von Stefan Zweig begonnene Arbeit am Textbuch zum "Friedenstag" wurde durch seine Emigration abgebrochen. Aber Zweig schlug vor, Joseph Gregor das Libretto ausführen zu lassen. Die Partitur der 1936 fertiggestellten Oper widmete Strauss dem Dirigenten Clemens Krauss und dessen Frau, der Sopranistin Viorica Ursuleac. - Beigegeben ein Blatt aus einem Autogrammbuch, das 13 Eintragungen enthält, darunter die Signatur von Torsten Ralf, dem ersten "Apoll" in Strauss-Gregors "Daphne"; ferner Signaturen von dem Komponisten Alfredo Casella, dem Schriftsteller Felix Salten, der Fürstin Sophie von Albanien, dem Erzherzog Clemens Salvator und anderen Personen des europäischen Adels.

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