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Lotto 2538 Hertz, Wilhelm
6 Briefe
Venduto
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Hertz, Wilhelm, Sohn Adelbert von Chamissos, Berliner Buchhändler, Verleger und Freund Fontanes, ferner Verleger von Heyse, Keller, Geibel und vielen anderen prominenten Autoren (1822-1901). 6 eigh. Briefe m. U. "Wilhelm Hertz". Zus. ca. 16 S. Gr. 4to, 4to und gr. 8vo. Berlin 1881-1889.

An die Schriftstellerin und Salonière Rosa von Gerold in Neuwaldegg bei Wien. Freundschaftliche Briefe über Bücher und Buchhandel, über den Tod ihres Mannes, des Wiener Verlegers Moritz von Gerold, und die Folgen. "... Die Kunde von der Krankheit und dem Tode Ihres Gatten bewegt mich in tiefer Seele ... Ihr Gatte gehörte zu der kleinen Zahl seltener Menschen, denen im Leben zu begegnen eine Wohlthat war ... Hier rede ich nicht von dem, was seine Kräfte, sein Fleiß, sein Willen in Beruf und im Staate wirkten [8.X.1884] ... Aufrichtig danke ich Ihnen das werthvolle Geschenk Ihrer Athenfahrt, welches mir Freund Wattenbach zu Weihnacht brachte. Ich reiste und reise mit Ihnen, bewundere und staune mit Ihnen und freue mich der Lebenswahrheit, die mich Wasser und Land, Heute und 'Einst' in der Fülle der Linien und Farben mit durchwandern lassen ... Ihr Athen steht unter meinen Büchern neben Ihrem Spanien. Haben Sie nicht auch ein Italien? [25.I.1885] ... Der Unterstützungs-Verein für hilfsbedürftige Buchhändler, dessen Vorsitzender ich gegenwärtig bin, hat heute die Gabe, die Sie im Gedächtniß Ihres verstorbenen theuren Gatten uns übergaben, empfangen und der Verein wird Ihnen den Dank aussprechen, den er für Ihre Liebe und Ihre Großmuth lebhaft empfindet [11.XII.1885] ... Sehr habe ich Ihnen den gütigen Brief von dem 10ten Januar zu danken, der mir die erfreuliche Aussicht bringt, bald hier Sie begrüßen zu können ... Ich bitte Sie, richten Sie sich auf eine geraume Zeit für Berlin ein Berlin gewährt dem besucher am meisten Genuß, Förderung und Wohlbehagen, der mit einer gewissen Ruhe sich etablirt und für jede Betrachtung ein wiederholtes Anschauen sich gönnt. Dieses läßt sich, wie ich einsehe, überhaupt überall anwenden, da man nur das wirklich zum Erwerb und Besitz sieht und kennen lernt, was man bereits sah und kannte. Die erste Betrachtung ist meist nur Befriedigung der Neugierde, die Aneignung entspringt aber aus der Wiederholung. - Lebhaft gedachte ich gestern der guten Stunden, welche Ihr Gatte und Sie uns im Herbst 1851 in Ihrem Landhause gönnten. Wir waren an einem Abend mit Oscar und Erich Schmidt zu Ihnen gewandert. Seitdem habe ich Oscar Schmidt nicht wieder gesehen und nun liegt die Todesnachricht da. Schon in unsern jungen Jahren haben wir uns in Jena gekannt. Sein Wesen, sein Anblick sind mir unvergesslich [11.I.1886] ... Es freut mich, daß Ihnen das Helvig-Buch Theilnahme erweckte. Ich habe anfänglich geglaubt, daß die Kunst der Herausgeberin mehr aus dem schönen Material ein Gesammtbild des Lebens und des Characters, auch der Zeit, in der Amalie wuchs, ward und stand, und ihrer Männer, der Männer jener Zeit, hätte gestalten sollen, aber ich bin zu dem Gefühl gelangt, daß die Einfachheit, mit welcher dieses material, chronologisch geordnet redet, dem Buch etwas von dem Reiz einer Autobiographie gewährt ...". Erörtert dann die Vorzüge und Nachteile von Biographien wirklicher oder erfundener Menschen. Erwähnt die Besuche seiner dreizehn Enkel und gelegentliche Treffen mit Erich Schmidt [6.V.1889] "... Ihrer Frage nach unserem Ergehen antworte ich: Wir sind ein altes Paar, das das alt und älter werden empfindet. Meine liebe Frau ist tapferer und frischer, aber auch sie fängt an, unter allerlei Beschwerden zu leiden ... Wir haben im verflossenen Mai das Fest unserer goldenen Hochzeit begehen können ...". Erklärt ihr dann, warum er die Gedichte eines von ihr protegierten jungen Lyrikers nicht verlegen will: er würde in seinem Verlag kein Publikum finden. "... Aber ich weiß auch nicht Namen zu nennen, die man, hier, angehen könnte. Gebrüder Paetel verlegen bessere schöne Wissenschaft, z. B. die Werke der Frau von Ebner-Eschenbach. Der Chef, Commerzienrath Edwin Paetel, ist wohlhabend, wohlwollend und er hat einen guten sicheren Geschmack. Ob Ihr junger Dichter an ihn eine Frage stellen möchte? ..." [5.III.1898]. - Mit dem erwähnten "Helvig-Buch" ist das bei Hertz verlegte Buch von Henriette von Bissing, "Das Leben der Dichterin Amalie von Helvig", gemeint. - Wilhelm Hertz ruht in einem Ehrengrab der Stadt Berlin auf dem Alten St. Matthäus-Kirchhof in Schöneberg.

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Lotto 2538 Hertz, Wilhelm
6 Briefe
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