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Catalogo Autografi » Dipartimento Libri
Autografi Prezzo del catalogo EURO 15,00
Data dell'asta Mer, 17. Apr., 10:00


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Capitolo Autographen Geschichte / Autographs History / Autografi storia (Lotti 2186 - 2301) » Capitoli

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Immagine Principale Descrizione Stato
Aereboe, Friedrich
2 Briefe 1930 + Beigaben

Lotto 2186

Aereboe, Friedrich, bedeutender Agrarökonom, Professor in Breslau, Hohenheim und Berlin, "gehört zu den großen Universalgelehrten der Agrarökonomie" (1865-1942). 2 Briefe (1 eigh., 1 masch.) m. U. "Aereboe". Zus. 2 S. Mit gedr. Briefkopf. Gr. 4to. Bozen 27.VIII. und 27.IX.1930.

An den Nationalökonomen und Politiker Gerhart von Schulze-Gaevernitz (1864-1943), Professor in Freiburg, u. a. über die neugegründete "Deutsche Staats-Partei". "... Ich war am Semesterschluß mit meinen Kräften ganz am Ende; habe dann zuerst in Deutschland an verschiedenen Stellen etwas Erholung gesucht, bin aber überall vollkommen verregnet, so daß ich schließlich nach Bozen-Gries geflüchtet bin ... Es ist zu schade, daß wir uns über das Programm der Staatspartei nicht eingehend mit einander und mit Koch-Weser, Höpker Aschoff, Halpach etc. unterhalten können. Ich glaube nicht, daß es sich empfiehlt so weit in die Details hineinzusteigen wie es der mir übersandte Entwurf tut. Ich will aber zusehen, daß ich in diesen Tagen auch zu den einzelnen Abschnitten des Entwurfes noch einige Ausführungen mache [Gries-Bozen 27.VIII.1930] ... Ich bin in Bezug auf die agrarpolitischen Maßnahmen, die unter den Herren Dietrich und Schiele getroffen sind, vollkommen Ihrer Meinung. Dieselben führen unsere Landwirtschaft und unsere gesamte Volkswirtschaft immer tiefer in den Sumpf hinein, weil sie das Inland ausplündern und das Ausland in seiner Konkurrenzfährigkeit in den Möglichkeiten, nach Deutschland zu importieren, ungeheuer stärkt ..." [Berlin-Hermsdorf 27.IX.1930]. - Hermann Dietrich war in den Kabinetten Müller und Brüning zuständig für Ernährung und Landwirtschaft; Martin Schiele war ebenfalls Reichsernährungsminister. - Mit Farbstift-Anstreichungen des Empfängers. - Dabei: Erich Koch-Weser, Jurist und Politiker, Reichs-Innen- und Justizminister, emigrierte 1933 nach Brasilien (1875-1944). 2 Briefe m. U. "Koch-Weser". Zus. 2 S. Gr. 4to. Berlin 31.VII. und 21.VIII.1930. - Ebenfalls an Schulze-Gaevernitz. "... Ich habe mich sehr über Ihr Schreiben vom 30. Juli 1930 gefreut und würde es begrüssen, wenn Sie das angeregte Programm für uns ausarbeiten würden. Sie würden mir damit einen grossen Dienst erweisen. Ich darf nach Ihrem Schreiben feststellen, dass die Deutsche Staatspartei Ihren Namen als einen der hervorragendsten unter den unendlich Vielen, die in diesen Tagen der Partei beitreten, nennen darf [31.VII] ... Meinen verbindlichsten Dank für Ihre ... Uebermittlung Ihres Programmvorschlags ... Ich glaube Ihnen sagen zu können, dass die Staatspartei in allen wesentlichen Fragen auf dem Boden Ihrer Richtlinien steht; in Sonderheit betont sie auch stark die sozialen Verpflichtungen: bereits in ihrem Gründungsaufruf und auch jetzt bei der Auswahl der Kandidaten ist das deutlich zum Ausdruck gekommen. Ich glaube daher in Ihrem Sinne zu handeln, wenn ich Ihr Exposé der nach den Wahlen zusammentretenden Programmkommission zur Stellungnahme unterbreite ..." [21.VIII.1930]. - Mit Briefkopf "Deutsche Demokratische Partei. Der Parteivorsitzende." - Der erste Brief mit 4 Tintenflecken. - Ferner beiliegend die Durchschrift des vorangegangenen Gegenbriefes von Schulze-Gaevernitz, in dem er u. a. vor den Nationalsozialisten warnt. - 5 interessante Briefe zur politischen Atmosphäre gegen Ende der Weimarer Republik.

Stima
€ 350   (US$ 398)


Prezzo post-asta
€ 250   (US$ 285)


Kaufbrief 1392 aus der Altmark
Niederdeutsche Pergament-Urkunde

Lotto 2187

Altmark. - Kaufbrief. Niederdeutsche Handschrift auf Pergament. 1 S. Quer-schmal-4to. (Wasmerslage bei Osterburg) Pfingstmontag (3.VI.) 1392.

Vertrag zwischen Henning (von) Kannenberg und seinem Knappen Allert (von) Ro[h]r über einen Hof in Wasmerslage. Die Urkunde beginnt: "Wytliken sy alle den ghenen Sye dessen Bryf syn horen edder lesen dat ik Henningh Kannenberghe ... bekenne vnde betuighe apenbar in dessen Jeghenwardighen bryfe dat ik mit gude wille vnde mit vulbort miner rechten eruen hebbe gelaten vnde vorkoft rechtliken vnde redeleken deme duchthegen knapen allert Ror vnde synen rechten eruen dat hogheste rychte vnde den teghede aver den hof tu Wasmerslage ...". - Ohne das angehängte Siegel. - So früh selten.

Stima
€ 450   (US$ 513)


Aggiudicato per € 800 (US$ 911)

Leopold I., Fürst von Anhalt-Dessau
Brief 1733

Lotto 2188

Anhalt-Dessau. - Leopold I., Fürst von Anhalt-Dessau, der "Alte Dessauer", Reichsgeneralfeldmarschall, preuß. Generalfeldmarschall und Heeresreformer, verheiratet mit einer Bürgerlichen, daher von großer Popularität (1676-1747). Brief m. U. "Leopold F z Anhalt". 2 S. 4to. Doppelblatt mit Adresse und Siegelrest. Halle (Saale) 19.V.1733.

An den Pastor Koch in Ihlewitz, den er ausdrücklich zur Einhaltung einer bereits von der Kanzel verlesenen Ordre des "Soldatenkönigs" Friedrich Wilhelm I. zur verstärkten "Enrollierung", d. h. Aushebung von Truppen ermahnt. "... wie Sr. Königl. Mayst. dero sämtlichen Regimentern und Compagnien gewißer districte mit denen darin belegenen Städten und Dörffern allergnädigst assigniret, den Zuwachs darin zu enrolliren, mit Pässen zu versehen und darauf den Eyd der Treue schwehren zu laßen, und dann das Dorff Ellewitz [Ihlewitz], Straußhoff, Packdorff, Pfeifhausen und Abendorff meinem Regimente und zwar des Hauptmans de Fouquet Compagnie zugefallen, so wird der Herr Pastor die Gutheit haben, und so bald ein junger Bursche, der einen paß hat, zum Abendmahl gewesen, es der Compagnie durch ein Schreiben bekant machen, damit dieser sodann nach Sr. Königl. Mayst. Allergn. Ordre beym Anhaltschen Regimente der Fahne schwehren könne, Als dadurch der H. Pastor dem Regimente und mir einen nicht geringen Gefallen, erweiset. Solte aber im unvermutheten widrigen Fall der H. Pastor sich darunter
saumsählich bezeigen, und deshalb bey Sr. Königl. Mayst. Beschwerde einlauffen, wird auch alle daher entstehende schwere Verantwortung auf den Hn. Pastor alleine fallen, doch zweiffele ich nicht, der Herr Pastor werde sich vor Straffe in Acht zu nehmen wißen ...". - Der anfangs genannte und hier befolgte Erlaß des Soldatenkönigs bedeutete die Einführung des sog. Kantonierungssystems, wobei die Kantone in Anlehnung an das Grundsteuerkataster 5000 bis 8800 Feuerstellen (Häuser mit eigenem Eingang und Kamin) umfassten. Aus diesen für sie reservierten Landesteilen hoben die Regimenter, die sich vorher stets im Wettstreit um den besten Nachwuchs befunden hatten, nunmehr ihren Ersatz für die krankheitsbedingt ausgefallenen oder invaliden Kantonisten aus. Hierzu wurden die Knaben bereits bei der Geburt registriert, später vorgemustert und mit Namen, Alter und Größe in die Stammrolle eingetragen. Sie erhielten dann einen Enrollierungsschein (Laufpass), der sie bis zum Erreichen der ausgewachsenen Größe und der endgültigen Einberufung (alle 1-2 Jahre) begleitete. Die Kantonierung bedeutete de jure lebenslänglichen Militärdienst, beschränkte sich aber de facto auf die zwölfmonatige Grundausbildung und die jährlich zweimonatigen Übungen (zit. nach M. Guddat, Handbuch zur preußischen Militärgeschichte 1688-1786, 2. Aufl., Hamburg 2011).

Stima
€ 250   (US$ 285)


Prezzo post-asta
€ 180   (US$ 205)


August, Prinz von Preußen
2 Briefe

Lotto 2189

August, Prinz von Preußen, Sohn des Prinzen Ferdinand, preußischer General (1779-1843). 2 Briefe m. U. "August Prinz von Preußen". Zus. 11/2 S. Mit 1 gesiegelten Umschlag. Gr. 4to. Berlin 19.III.1831 und 1.III.1834.

Der erste Brief an den kgl. sächsischen Advokaten Steche in Leipzig. Lehnt ein Gesuch ab, dem aus Berlin stammenden, in Leipzig lebenden Schriftsteller und Publizisten Ludwig von Alvensleben (1800-1868) ein Darlehen zu gewähren. Teilt mit, "daß ich demselben das nachgesuchte Darlehen um so weniger bewilligen kann, als er bereits früher aus einer verderblichen Lage durch Mich befreiet worden ist, und hierselbst sich eine große Anzahl von Hülfsbedürftigen befindet, welche durch gutes Verhalten nähere Ansprüche auf meine Wohlthätigkeit haben ...". - Offenbar hatte sich Alvensleben, der 1817-1823 als preußischer Artillerie-Leutnant gedient hatte, beim Prinzen unbeliebt gemacht und sich zudem 1830 mit der Gründung der "Sachsenzeitung" eher als sächsischer Untertan profiliert. Er scheint auch von oppositioneller Gesinnung gewesen zu sein, denn er wurde später wegen Beteiligung an der 1848er Revolution in Wien zu Festungshaft verurteilt. Alvenslebens großes und unbestreitbares Verdienst liegt in der Gründung und Redaktion der "Allgemeinen Theaterchronik", die von 1832 bis 1873 in Leipzig erschien. - Der zweite Brief ist an den russischen Generalleutnant Prinz Ernst von Hessen-Philippsthal in Barchfeldt gerichtet, der ihm einen Offiziersanwärter empfohlen hatte. Teilt mit, "daß der junge Baron von Fischern unterm 27ten Februar bereits in die Garde-Artillerie-Brigade eingestellt worden ist. Ich habe Mir den jungen Mann persönlich vorstellen laßen und erlaube Mir Euer Durchlaucht die Versicherung zu ertheilen, daß ich mit Vergnügen geneigt bin, demselben, mit besonderer Berücksichtigung Ihrer Empfehlung, vorzugsweise im Auge zu behalten. - Besonders erfreulich ist es Mir gewesen aus Euer Durchlaucht Schreiben entnommen zu haben, daß Sie Sich der kurzen Zeit Ihrer diesseitigen Dienste so gütig erinnern ...".

Stima
€ 280   (US$ 319)


Prezzo post-asta
€ 200   (US$ 227)


Ludwig Wilhelm, Markgraf von Baden
Brief 1695

Lotto 2190

Kanonen nach Heilbronn
Baden. - Ludwig Wilhelm, Markgraf von Baden, Reichsfeldmarschall, wegen seiner Erfolge als Feldherr in den Türkenkriegen genannt "der Türkenlouis", Bauherr des Rastatter Schlosses (1655-1707). Brief m. U. "freundtwilliger Louis M v Baden". 1 S. Doppelblatt mit Siegel. Folio. Günzburg 22.XII.1695.

Als Führer der Reichsarmee am Oberrhein - im Krieg gegen Ludwig XIV. - an einen General-Wachtmeister mit dem Ersuchen, sich einige Kanonen aus dem Arsenal des Bischofs von Würzburg verabfolgen zu lassen und nach Heilbronn zu spedieren. "... Weillen mir bekhant, daß des Herrn Bischoffens zu Würtzburg Lbdn: demselben die bewilligung gethan, bey erheischend notturfft von den Eisen Stükhlen Einige zum gebrauch Verabfolgen zu lassen, nun aber die occasion derzeith sich hervorthuet, daß man sich deren ... in die New angelegte linien ... sehr nüzlich gebrauchen könte, Alß woll der H: Gral Wachtmst: deren so Vill, alß sich Immer entgehen lassen dem H: gral Wachtmst: v: Erffa auff Heylbrun zuschickhen, welcher solche so dan, wohin es die noth Erforderdt, schon Überliffern lassen wirdt ...". - Bei Heilbronn hatte der Markgraf weitere Vorstöße der Franzosen ins Innere Süddeutschlands abgewehrt. Bei dem Generalwachtmeister von Erffa handelte es sich möglicherweise um Georg Hartmann von Erffa (1649-1720), später Generalfeldzeugmeister des Fränkischen Kreises. - Beim Adressblatt die Adresse abgeschnitten; etwas fleckig; einige Stellen mit Transparentpapier unterlegt; zwei sehr kleine alte Sammlerstempel.

Stima
€ 450   (US$ 513)


Prezzo post-asta
€ 300   (US$ 341)


Ferdinand Maria, Kurfürst von Bayern
Urkunde 1669

Lotto 2191

Bayern. - Ferdinand Maria, Kurfürst von Bayern (1636-1679). Urkunde m. U. "Ferdinandt Maria Churfürst mppria". Deutsche Handschrift auf Pergament. Mit kalligraphischer Kopfzeile. Quer-folio. München 9.I.1669.

Donationsbrief für den Hofkammerdirektor Marquard Pfettner. Der Kurfürst schenkt ihm einen "an dessen inhabendt Gärtl nechst dem Schwäbinger Thor an der Strass ligendten, und auf die Fortification stossendten öeden Grundt". - Ohne das angehängte Siegel; sonst gut erhaltene Pergament-Urkunde.

Stima
€ 300   (US$ 341)


Aggiudicato per € 200 (US$ 227)

München
Kaufbrief 1629

Lotto 2192

- Kaufbrief der Stadt München. Deutsche Handschrift auf Pergament. 1 S. Mit kalligraph. Kopfzeile und angehängtem Stadtsiegel in gedrechselter Holzkapsel. Quer-gr. folio (34 x 50 cm). München 27.IX.1629.

Sehr umfangreicher Vertrag der Stadt München mit dem Bürger und Kaufmann Adam Drossel, "Inenhaberen vnnd besizeren einer Behaußung vnnd Hoffstat gelegen alhir zue München an der Althambgassen, in St: Peters Pfarr", dem sie ein "Wasser" mit "Behaußung", nämlich einen städtischen Brunnen zur ständigen Benutzung, also "alle vier vnnd zwanzig stundt" verpachtet, mit dem Recht, pro Stunde zwei Eimer zu entnehmen. Er darf den Brunnen auch in einer bestimmten Höhe ummauern ("Sechs vnnd ain halben werch Schuch hoch"), "... welche Höche vorgemelter Drossel vnnd seine Nachkomen ohne eines Ersamen Rhats sonders vorwissen unnd bewilligen nit änndern, das wasser mit dem iezigen Außgange anderswo nirgents hinfürn vnnd sonderlichen bei ferlierung des Wassers nit widere zum Außgang Richten solle, Von vnnd auß vnserm vnnd gemeiner Statt Prunnenhauß, hindter dem Bruederhauß, zwischen des Senntlinger vnnd Neuhauser Thors, darfür Er vnnß, vnnd gemeiner Statt Camer, Ainhundert gulden, Reinisch in gänz albereit vnnd ohne abgang Bezalt, unnd Richtiggemacht, Und darauf so haben wür Ime bemelts Wasser, ... in der Althamb gassen ligent, in sein Adamen Drossels deichen Überantwortet ...". Sollte die Stadt München ihm aus irgendwelchen Gründen das Wasser vorenthalten, „So hat mergemelter Drossel vnnd seine Nachkommen guet fueg vnnd Recht, auf alle gemeiner Statt München haab vnnd guettern, einkomen Rechten vnnd gerechtigkeiten sich dessen zueholn: Doch haben wür unß außtrückenlich vorbehalten, wenn am Prunnwerch ... etwaß schadhafft wurde, erbrach, oder Krieg (da gott vor seye) vnnd dergleichen oder andre ... vrsachen, wie die genannt sein, vnnd sich begeben“, so müsse Herr Drossel und auch seine Nachbarn, deren Häuser womöglich durch das Wasser beschädigt würden, sich gedulden, bis der Brunnen durch die Stadt wieder instandgesetzt werde. - Interessante Urkunde zur innerstädtischen Wirtschaft und Versorgung Münchens im Dreißigjährigen Krieg. - Gut leserlich und frisch erhalten, einschließlich des schönen Stadtsiegels (Münchner Kindl), bei dem lediglich der hölzerne Deckel der Kapsel fehlt.

Stima
€ 800   (US$ 911)


Aggiudicato per € 550 (US$ 627)

Miller, Ferdinand von
Brief 1931

Lotto 2193

[*] Der Brand des Münchener Glaspalastes
- Miller, Ferdinand von, Enkel des prominenten Münchener Mediziners Franz Xaver von Gietl, dessen Tochter Marianne (1846-1942) eine verehelichte v. Miller war. Eigh. Brief m. U. "Ferdinand v. Miller". 31/2 S. 4to. München 10.VI.1931.

An den Schriftsteller Eugen Roth, zu dieser Zeit Lokalredakteur der "Münchner Neuesten Nachrichten": "... Nächsten Sonntag, d. 14. ds. begeht meine Mutter, gottlob in bester gesundheitl. Frische, ihren 85. Geb. Tag ... An ihrem Hochzeitstag erschien am frühen Morgen in der Dienstwohnung in der Residenz in Uniform König Ludwig II. u. übereichte ihr das Braut Bouquet. M. Großvater [Franz Xaver von Gietl] war Leib Arzt bei Sr. Majestät König Max II. sowie König Ludwig II. - Nun etwas anderes! ... Was ... den Glas Palast Brand u. die nun viel besprochene Selbst Entzündung betrifft, so ist bis jetzt mit keinem Wort erwähnt worden, daß vor ca. 30 Jahren in der Max II Kaserne, die Geschütz-Remise des 1. Feld -Art. Rgts. durch Selbst Entzündung abbrannte. Es war für den folgenden Tag Geschütz Revision angeordnet u. Tage vorher wurde mit Öl u. Terpentin das Gesch. Material gereinigt u. die ölgetränkten Lappen in eine Ecke geworfen; Früh 3 Uhr brach dann das Feuer aus u. zerstörte alles. Näheres könnte darüber der derzeit. Direktor vom Armee-Museum Major Hofmann angeben ...". - Vom Empfänger mit Rotstift als "Wichtig!" gekennzeichnet; 3 Tintenwischer und 1 Büroklammer-Rostspur. - Der Münchner Glaspalast war am 6. Juni vollständig abgebrannt. Bei dem Feuer verbrannten über 3000 Kunstwerke, darunter die Werke deutscher Romantiker von Caspar David Friedrich bis Moritz von Schwind, über 1000 Werke zeitgenössischer Künstler wurden schwer beschädigt. Gerettet werden konnten nicht mehr als 80 Kunstgegenstände.

Stima
€ 150   (US$ 170)


Aggiudicato per € 180 (US$ 205)

Montez, Lola
Brief 1851

Lotto 2194

- Montez, Lola (d. i. E. R. Gilbert), irische Tänzerin und Abenteuerin, Geliebte König Ludwigs I. von Bayern, von diesem zur "Gräfin Landsfeld" erhoben (1818-1861). Eigh. Brief m. U. "M. de Landsfeld". In franz. Sprache. 1 S. Mit gekröntem Monogramm in Blindprägung. 8vo. O. O. 10.III.1851.

An einen französischen Historiker, dessen Geschichte der französischen Revolution sie mit größtem Interesse sie gelesen habe. Das Buch hebe sich gegenüber den Werken anderer Historiker, die sie studiert habe, durch seine Qualitäten deutlich hervor. Sie hoffe, den Verfasser bald einmal treffen zu können. - Da 1851 mindestens 3 Werke mit dem Titel "Histoire de la révolution française" erschienen, kommt als Adressat des Briefes François Mignet, Nicolas Villiaumé oder Roisselet de Sauclières in Betracht. - Minimal fleckig. - 3 neuere Beilagen.

Stima
€ 600   (US$ 683)


Aggiudicato per € 850 (US$ 968)

Tann, Ludwig Freiherr von der
Brief 1876

Lotto 2195

- Tann (-Rathsamhausen), Ludwig Frhr von der, hoch dekorierter bayerischer General, Generaladjutant des Königs Maximilian II. (1815-1881). Eigh. Brief m. U. "Ihr treu ergebener Vetter Fr.[eiherr] v. d. Tann". 31/2 S. Gr. 8vo. München 23.III.1876.

An eine Cousine, die ihn eingeladen hatte. Er müsse leider ablehnen: "... Denn in der zweiten Hälfte des Mai müssen wir unser Haus wegen einer projektirten Umbauung räumen. Meinen Urlaub von 6 Wochen kann ich dann zwischen einem Bade und der Tann gerade theilen. Ihr Aufenthalt in Gastein wäre ja viel später; denn Ende Mai ist man ja vor Schnee nicht sicher, wie ich selbst bei meinem Aufenthalt mit dem verstorbenen Könige erfuhr. Mein Badebesuch ist eigentlich mehr ein Präservativ, denn bis jetzt klopfen die Leiden, welche selten einen alten Soldaten verschonen, noch recht anständig bei mir an ... Da eine Dame im Hause, folgt nothwendig ein Postscriptum. Anna läßt melden, daß die Sendung aus Berlin richtig angekommen ...". - In diesem Jahr wurde von der Tann zum Großkanzler des Militär-Max-Joseph-Ordens ernannt.

Stima
€ 150   (US$ 170)


Aggiudicato per € 180 (US$ 205)


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