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Lotto 1047 Homiliarius doctorum
de tempore et de sanctis. Pars aestivalis Köln,...
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Homiliarius doctorum de tempore et de sanctis. Pars aestivalis de tempore et de sanctis. Teil II (von 2). 2 Spalten. 40 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 20 x 13,7 cm. Format: 29 x 21,6 cm. Mit 2 großen 9-zeiligen Zierinitialen in Rot mit braunem bzw. grün-braunem Feder- bzw. Akanthuswerk und Hunderten von roten Lombarden und Rubrizierung mit Kapitalstrichelung und römischer Paginierung in Rot. Blindgeprägter, geglätteter Kalbslederband d. Z. (stark lädiert, mit zahlreichen Bezugsfehlstellen, Bezug brüchig, beschabt und bestoßen mit Eckverlusten, Rücken erneuert, Vordergelenk gebrochen, Deckel lose) über schweren Holzdeckeln (teils kleiner Eckverlust) und mit 4 schweren geschmiedeten Messing-Schließbeschlägen an Nägeln (ohne die Schließen) sowie 5 (von 10) Bleibuckeln auf den Deckeln. Köln, Konrad Winters, um 1480.

Hain-Copinger 8789. GW 12927. Goff H-315. Proctor 1192,2. Pellechet 8892bis. Ernst, Hildesheim, I, 1, 330 und II,2 222. Finger 553. 554. Lenz 222. Oates 673. Schlechter-Ries 932. Schüling 650. Sheehan H-134. BMC I, 250. BSB-Ink H-323. CIBN H-181. ISTC ih00315000. – Zweite Ausgabe des Sommerteils mit dem „de tempore et de sanctis“, die erste bei dem Kölner Drucker Konrad Winters. Das "Homiliarius doctorum" ist eine „Sammlung von ursprünglich 244 Homilien und Sermones aus überwiegend patristischen Quellen, die Paulus Diakonus wohl 782-786 im Auftrag Karls des Großen zusammengestellt hat. Die Sammlung erfuhr durch das gesamte Mittelalter hindurch eine weite Verbreitung, wobei Zusammensetzung und Konzeption immer wieder verändert wurden. Das von Beginn an zweiteilig konzipierte Homiliar erstreckt sich über das gesamte Kirchenjahr, Pars hiemalis und Pars aestivalis. Der zweite Teil wurde durch 35 Texte des Commune sanctorum erweitert. Dieser Aufbau wird in den Drucken des 15. Jh. teilweise durch die Einteilung in De tempore und De sanctis erweitert bzw. ersetzt. Die ursprünglich zum Homiliarius gehörenden Textbeigaben fehlen meist“ (GW). – Es fehlen lediglich 5 Blätter, Fol. 2, 28, 32 und 131.
Der vorliegende zweite Teil des „Pars aestivalis de tempore et de sanctis“ gliedert sich wiederum in 2 Teile, jeweils mit eigenen Incipit „Omelie et postille venerabilius dotrorum gregorii augustini“ (Fol. 1-132) und „Omelie de sanctis“ (Blatt 133-288). Zwischen die beiden Teile ist ein Block mit 9 handschriftlichen Blättern eingebunden, die Kommentare und ein Register in dunkelbrauner Sepia und Rot enthalten.
Das erste Blatt um die Textkolumnen beschnitten und an allen Seiten angesetzt, mit überklebten Rissen, Teilverlust des Initialenstabs links im Bug, stärker fleckig und alt gestempelt mit dem Überstempel „Doublet“ am Rand. Durchgehend stärker finger- und schmutzfleckig, zahlreiche kleine Risse und Papierläsuren, meist älter restauriert und im Bug teils verstärkt, wenige Feuchtränder und oft nur unwesentliche Fleckchen, letztes Blatt mit Bugschäden, sonst ordentlich. Am Schluss sind 2 Blätter mit zeitgenössischer Handschrift mit Ergänzungen zum Text beigebunden (fragmentarisch, mit ergänzten Randläsuren). Vereinzelt zeitgenössische Beischriften, auch vom Rubrikator. Insgesamt im Block gut erhaltene, sehr seltene Inkunabel - ein Zeugnis der rheinischen Gelehrsamkeit im ausgehenden Mittelalter.

Der besonders interessante, zeitgenössische - wiewohl stark lädierte, teils nur fragmentarisch erhaltene - Einband stammt wohl aus einer Werkstatt ganz im Westen Deutschlands oder aus Ostfrankreich, vielleicht aus Lothringen, der Champagne etwa. Die Deckel sind mit den üblichen Dreifachfileten in breite Rahmen und Mittelfeld geteilt, das wiederum mit Rautenmustern gestaltet wurde, an deren Knoten kleine Sonnenblumenstempelchen sichtbar werden. Größere Rundstempel mit einem Eichenblatt (?) sind in Bordüre und Rauten platziert. Der Vorderdeckel zeigt dann eine nach außen gerichtete, beide Register ganz umlaufende Bogenbordüre, in deren Bögen sich kleine Sonnenblumenblütenstempelchen finden und deren Zinnen in Sternblumenblüten enden. Eine genaue Einordnung sollte noch vorgenommen werden.

Stima
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