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Catalogo Letteratura, Libri d'Infanzia » Dipartimento Libri
Letteratura, Libri d'Infanzia Prezzo del catalogo EURO 20,00
Data dell'asta Mar, 15. Ott., 17:00


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Lotto 1011 Grablegung Christi
Spätmittelalterliche Handschrifteniniatur eines...
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Beweinung Christi. Spätmittelalterliche Handschriftenminiatur eines Antiphonale. Miniaturmalerei in farbiger Gouache mit Pinselgold auf Pergament. Größe ca. 17,4 x 14,7 cm (auf den Rand beschnitten), in vergoldetem Holzprofilrahmen hinter Glas. Wohl Venedig Mitte des 15. Jahrhunderts.

Große Handschriftenminiatur auf Pergament. Ausschnitt ohne den einstigen Rand, der nur noch oben fragmentarisch sichtbar ist. Verso mit blauer Initiale "Q" für "Qui timendo..." mit vier teils abgeschnittenen Notensystemfragmenten mit romanischer Quadratnotation.
Recto mit der Szene der Grablege bzw. Beweinung Christi nach dessen Kreuzigung: Der Heiland wurde von Nikodemus und Josef von Arimathäa auf ein kostbares weißes Leinentuch, das hier mit hübschen grünen Sternblüten bestickt ist. Die beiden reichen Juden hatten Jesum ihr eigenes, kostbares Grab zur Verfügung gestellt, hier ein mächtiger Marmorsarkophag mit blauem Kassettenmuster an der Front und mit roten Simsbändern und kopfstehenden Vierpässen im Quadrat aus Rosso-Marmor.
"Gegen Abend kam ein reicher Mann aus Arimathäa namens Josef; auch er war ein Jünger Jesu. Er ging zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu. Da befahl Pilatus, ihm den Leichnam zu überlassen. Josef nahm den Leichnam und hüllte ihn in ein reines Leinentuch. Dann legte er ihn in ein neues Grab, das er für sich selbst in einen Felsen hatte hauen lassen. Er wälzte einen großen Stein vor den Eingang des Grabes und ging weg. Auch Maria aus Magdala und die andere Maria waren dort; sie saßen dem Grab gegenüber" (Mt 27,57-60).
So heben Joseph und Nikodemus den Leib Christi in das Grab, während Maria - hier in Grün gewandt - ihren Sohn mit ihrer Linken segnet und Maria Magdalena zu seinen Füßen steht. Johannes, Jesu "Lieblingsjünger" hebt die Hand Christi, deren Stigmatum er küsst, während sich hinter dem Sarkophag die Jünger in großer Schar, Männer und Frauen des Gefolges Jesu, versammelt haben, darunter Petrus, Andreas, Jakobus und Maria Maria, die Mutter des Jakobus.

In synoptischer Zusammenschau wird über der Szene der schon auferstandene, in den Himmel gefahrene Heiland als "Christus triumphans" mit der rot-weißen Siegesfahne, auf Wolken stehend dargestellt, flankiert von zwei schwebenden Engeln, die als Insignien Kreuz und Speer, die "Arma Christ", halten.

Stilistisch lässt die Miniaturmalerei Einflüsse der venezianischen Malerei des 15. Jahrhunderts erkennen, darunter einige Charakteristika wie die gedämpften Pinselgold-Nimben, vor deren Scheiben sich die Köpfe mit dunklen Schatten abheben, das rötlich-kraftvolle Strähnenhaar der Maria Magdalena, der orientalische Fez des zweiten Jüngers links, die Schleier der beiden Frauen am rechten Rand etc. Die höchst feine Gestaltung der Gesichter, die durchaus bemerkenswert individuell und vielfältig zu nennen sind, zeigt mehrere Anleihen an die griechische Ikonenmalerei, die in dieser Zeit in bekanntermaßen über Italien, besonders eben über Venedig in das Weströmische Reich gelangte. Man vergleiche hier etwa die bärtigen Gesichter des Nikodemus und des Jüngers links hinter ihm: mit minutiöser Pinselführung wurden hier die braun-schwarzen Schattenlinien und die nicht weniger feine Weißhöhung zur Schaffung von Plastizität aufgebracht, die durchaus überzeugt, den Gesichtern aber auch etwas leicht Hölzernes verleiht, wie es für die zeitgenössische Ikonen typisch war. – Etwas wellig, wenige horizontale Knickspuren mit ganz leichter Farbabplatzung, unten ein winziger Fehlstelle, wenige kleine Inseln mit Farbabplatzungen, rechts oben am Sarkophag eine mit grau übermalte Fehlstelle, sonst wohl nur minimale Retuschen oder Ausbesserungen. Verso angestaubt und leicht unfrisch, sehr schönes, bemerkenswert feines Blatt.

Stima
€ 1.800   (US$ 1.980)


Prezzo post-asta
€ 1.400

(US$ 1.540)
(GBP 1.246)
(CHF 1.540)


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