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Catalogo Manuscritti, incunaboli » Dipartimento Libri
Manuscritti, incunaboli Prezzo del catalogo EURO 15,00
Data dell'asta Mar, 16. Apr., 16:00


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Capitolo Architektur, Kunstaltertümer und Archäologie / Architecture, Art and Archaeology /Architettura, arte antica ed archeologia (Lotti 897 - 934) » Capitoli


Immagine Principale Descrizione Stato
Bartsch, Adam
Recueil d'estamples d''après les deß de Fr. Bar...

Lotto 907

Guercino. - Bartsch, Adam. Recueil d'estampes d'après les deß de Fr. Barbieri dit Guercino qui n'ont pas encore été gravées, tirées de la Collection de S. A. R. Monseigneur le Prince Albert de Pologne. Fr. Piranesi Seul et unique propriétaire de cet ouvrage, l'a réuni à sa Calographie. Kupfertitel und 39 Kupfertafeln von Adam Bartsch nach Guercino. 44 x 30,5 cm. Halbleder um 1860 (Kanten etwas beschabt und bestoßen) mit goldgeprägtem Leder-Deckelschild. Paris, Adam Bartsch, 1808.

Nicht bei Fabia-Borroni, Cicognara, in der Ornamentstichsammlung (vgl. aber 1878). – Überaus seltenes, für uns bibliographisch nicht nachweisbares Stichwerk zum Œuvre des italienischen Barockmalers Giovanni Francesco Barbieri, genannt "Il Guercino" (1591-1666) von dem österreichischen Künstler Johann Adam Bernhard Ritter von Bartsch (1757-1821), der vor allem durch seine Systematisierung der graphischen Künste und sein großes lexikalisches Werk berühmt wurde. – Alle Blätter unten versehrt mit Bräunungen und (älter hinterlegten) Ausbrüchen durch Wasserschaden, dennoch sind die Plattenränder des überaus breitrandigen Exemplars fast nicht betroffen, lediglich 3 Tafeln sind minimal über den Plattenrand gebräunt, und 2 große querformatige Tafeln zeigen stärkere Ausbrüche mit Darstellungsverlust, jeweils am linken Rand, alle Tafeln sauber aufgezogen, sonst nur vereinzelte kleine Fleckchen und kaum Gebrauchsspuren. Von allergrößter Seltenheit (nicht über den KVK zu finden).

Stima
€ 1.000   (US$ 1.130)


Aggiudicato per € 1.000 (US$ 1.130)

Hamerton, Philip Gilbert
Portfolio, an artistic periodical

Lotto 908

Hamerton, Philip Gilbert. Portfolio, an artistic periodical. 17 Bände (von 48). Mit ca. 505 Tafeln, teils in Originalradierung, Kupfertiefdrucken und Heliogravüre. Halbleder d. Z. (etwas berieben und beschabt) mit Kopfgoldschnitt. London, Jackson Seeley, 1871-1893.

Vorhanden sind die folgenden Bände II, IV, VIII, X, XI, XII, XIII, XIV, XV, XVI, XVII, XIX, XX, XXI, XXII, XXIII, XXIV. Die Graphiken stammen von von J. Lumsden Propert, J. P. Heseltine, A. P. Martial, W. Roberts, J. Veyrassat, R. H. Cave, Karl Bodmer, P. G. Hamerton, A. Balfourier, A. Feyen-Perrin, M. W. Ridley, J. D. Watson, A. Legros, R. S. Chattock, L. Gaucherel, F. Dupont und vielen mehr. – Nicht kollationiert, augenscheinlich komplett. Leicht gebräunt. Mal mehr, mal weniger braun- und stockfleckig, stellenweise etwas sporfleckig, selten feuchtrandig.

Stima
€ 400   (US$ 451)


Aggiudicato per € 200 (US$ 225)

Heineke, Paul
Lucidum prospectivae speculum

Lotto 909

Heineke, Paul. Lucidum prospectivae speculum, das ist: Ein heller Spiegel der Perspective. 2 nn. Bl., 32 S. Mit gestochenem Frontispiz und 95 teils gefalteten Kupfertafeln. 40 x 24 cm. Halbleder d. Z. (Gelenke angeplatzt, unteres Kapital mit Fehlstellen, stärker berieben, beschabt und bestoßen). Augsburg, Erben Wolff, 1727.

Ornamentstichsammlung 4730. Gier-J. 986 und 974. Thieme-Becker XV, 236. – Einzige Ausgabe. Prächtige Bauperspektive des Lübecker Malers Paul Heineken (1674-1746) mit Entwürfen und Vollzeichnungen von Deckengemälden, Kapitellen, Altären, Grabmälern etc., ferner einige Polyeder. "1727 erschien die Perspektivlehre von Paul Heinecken, in der - dem Verfahren Pozzos verwandt - mehrere Beispiele zeitgenössischer Bauten und einzelne Architekturglieder in bildhaften Perspektivdarstellungen vorgestellt werden" (Gier-J.). Die schönen Tafeln zeigen Säulenordnungen, Portale, Beichtstühle, Kanzeln, Grabmäler, Altäre, Decken und Parkpartien, teils in bemerkenswerten Perspectiven mit hübscher Staffage. – Frontispiz mit Quetschfalte. Hin und wieder etwas feuchtrandig, gelegentlich im Bug feuchtrandig. Stellenweise leicht wurmspurig, leicht gebräunt, etwas fingerfleckig.

Stima
€ 1.700   (US$ 1.920)


Aggiudicato per € 1.500 (US$ 1.694)

Huysum, Jan van
Blumenstilleben. Sommerblumen in antikisierende...

Lotto 910

Huysum, Jan van. Blumenstilleben. Sommerblumen in antikisierender Reliefvase mit Orange, Zitrone und Trauben, umflattert von drei Schmetterlingen und mit einer Biene. Koloriertes Schabkunstblatt von J. Johann Peter Pichler nach Jan van Huysum. Plattengröße 53,4 x 38,2 cm. Darstellungsgröße 50,2 x 38,2 cm. Blattgröße mehr als ca. 58 x 42 cm (vom Rahmen überschnitten). Mit Passepartout unter Glas in mehrfach profilierter teilvergoldeter Holzleiste gerahmt 71 x 55 cm. Wien, Bureau des Arts et de l'Industrie, 1803.

Hollstein 24 (nach Huysum). Pichler 36. Delaborde 307. British Museum Collection items 1861.1109. 113 & 114. – Stilleben nach dem holländischen, im 18. Jahrhundert überaus beliebten, aus Amsterdam stammenden Maler Jan van Huysum (1682-1749), hier als besonders fein koloriertes Schabkunstblatt von dem begabten österreichischen Mezzotintokünstler und Porträtstecher Johann Peter Pichler (1765-1807).

"Van Huysum was the 'phoenix of Flower Painters' ... In Van Huysum's lifetime the Kings of Poland and Prussia, the Elector of Saxony, Prince William of Hesse, the Dukes of Orleans and Mecklenburg, and Sir Robert Walpole were eager patrons. When Catherine the Great, thirty years after Van Huysum's death, wanted to buy the Walpole Collection, the greatest in England. Jan, born at Amsterdam in 1682, was the eldest son and pupil of Justus van Huysum. Justus was the head of a family enterprise ... with three younger sons assisting: Justus the younger, Jacob and Michiel. Their large-scale production met the demand for decorative flowerpieces" (Peter Mitchell European Flower Painters 142ff.). – In ausgezeichnetem zeitgenössischen Kolorit mit leuchtenden Farben Rot für die Tulpen und Chrysanthemen und Nelken, Grün für die Blätter und Stiele, Gelb für die Zitrone, Orange die Orange, Violett für die Nelken und Tulpen ebenso wie Rosé, Weinrot oder Himmelblau für die in abgestuften Farbtönen gehaltenen Veilchen, ferner auch reliefmäßig aufgetupfte orangene Blütenstempel etc.
Grandioser gratiger Druck auf festem Velinkarton (dieser etwas gebräunt, kaum fleckig, möglicherweise mit Randläsuren unter dem Passepartout). Nicht ausgerahmt, Versand nur ohne Rahmen.

Stima
€ 2.500   (US$ 2.824)


Aggiudicato per € 1.800 (US$ 2.033)

Jarry, Paul
La guirlande de Paris

Lotto 911

Jarry, Paul. La guirlande de Paris ou maisons de plaisance des environs, au XVIIe et au XVIIIe siècle. 2 Bände. 2 Bl., 12 S.; 2 Bl., 12 S. Mit zusammen 72 Tafeln. 44 x 32,5 cm. OHalbleinen-Mappe (leicht berieben) mit schwarzgeprägtem RTitel. Paris, F. Kontet, 1928-1931.

Abgebildet sind zahlreiche französische Lusthäuser, die erste Mappe u. a. mit Fotoreproduktionen von Chatillon, Gentilly, Ivry, und Vitry, der zweite Band mit Ansichten von Chambourcy, Fontenay-aux-Roses, Meudon, Versailles und Viroflay. – Vortitel der ersten Mappe leicht lichtrandig. Minimal gebräunt, insgesamt sauber und wohlerhalten.

Stima
€ 350   (US$ 395)


Prezzo post-asta
€ 250   (US$ 282)


(Post-asta chiuso.
Domandare la disponibilità.)

Kettner, Friedrich Ernst
Antiquitates Quedlinburgenses

Lotto 912

Schönes Exemplar, sehr selten, in Berlin nicht vorhanden
Kettner, Friedrich Ernst. Antiquitates Quedlinburgenses, Oder Keyserliche Diplomata, Päbstliche Bullen, Abteyliche und andere Uhrkunden von dem Keyserlichen Freyen Weltlichen Stiffte Quedlinburg, Sampt einigen alten Siegeln und Nachrichten so hiezu dienlich, Aus den Abteylichen und Pröbsteylichen Archiv zusammen getragen. 11 Bl., 696-702 S., 22 Bl. Mit gestochenem Frontispiz und 6 Kupfertafeln. Titel in Schwarz und Rot. Pergament der Zeit (etwas angestaubt). Leipzig, Johann Christian König, 1712.

Bircher B 11059. DBA 644, 93. – Erste Ausgabe der Abhandlung über die Kunstdenkmäler Quedlinburgs in Sachsen-Anhalt von dem evangelischen Pfarrer und Diakon an der Leipziger Thomaskirche Friedrich Ernst Kettner (1671-1722). Das Frontispiz zeigt das Grabmal der Äbtissin Hedwig von Hackeborn, die Tafeln zahlreiche Siegelmarken. – Vorsatz mit Wappenstempelchen und Exlibris sowie Einträgen, sehr sauber und frisch, wohlerhalten und gut gebunden. – 1) Urban Gottfried Siber. De illustribus Alemannis, inprimis iis, quos Magdeburgum ob nobilitatem gentis a VII. retro seculis ad se recepit atque inde per omnem Europam in publicum orbis commodum diffudit, commentatio, e vetustis historiae sacrae civilisque tabulis hausta. 216 S., 2 Bl., 23 S., 5 Bl. Mit gestochenem Kopfstück. Leipzig, Johann Friedrich Gleditsch, 1710. - 2) Nicolaus Hieronymus Gundling. De Henrico Aucupe Franciae Orientalis Saxonumqve Rege Liber Singularis in quo reipublicae facies ex genuinis rerum documentis diplomatibus tabulis chartis scriptoribusque Aeqvalibus in luce collocatur. 4 Bl., 314 S., 10 Bl. Mit gestochenem Titelkupfer und kleinem Textholzschnitt. Mit Halle, Renger, 1711. - VD18 11058196. - Beide Beibände ebenso frisch und kaum gebräunt, kaum mit Gebrauchsspuren. Alle Drucke von größter Seltenheit, beispielsweise nicht in den Berliner Staatsbibliotheken (Kriegsverluste).

Stima
€ 400   (US$ 451)


Aggiudicato per € 300 (US$ 338)

Kipping, Heinrich
Antiquitatum Romanorum. Letzte erw. Ausgabe.

Lotto 913

Kipping, Hinrich. Antiquitatum Romanorum libri quatuor. Quibus continentur res sacrae, civiles, militares, domesticae... Editio novissima & multo studio passim emendata. 14 Bl., 684 S. Mit Kupfertitel, Titel in Rot und Schwarz, 46 (16 ganzseitigen) Textkupfern und 10 gefalteten Kupfertafeln. 18,7 x 12 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig) mit hs. RTitel. Leyden, Pieter van der Aa, 1713.

Vgl. Brunet III, 664. ADB XV, 786. Jöcher II, 2091f. – Letzte und umfangreichste Ausgabe der belieben "Antiquitatum Romanarum", der auch noch eine "Vita Kippingii, Elenchus Librorum ab ipso editorum, Notae quaedam Viri docti, Figurae ex antiquis Monumentis selectissimae, & Justi Lipsii opuscula rariora" beigebeben wurde.
Hinrich oder Heinrich Kipping (1623-1678) stammt aus Rostock, wurde "in Greifswald schon inscribirt 1635 am 30. Juli, jedoch erst 1645 zum Eide zugelassen. Schon Wittenbergischer Magister, wurde er von den Schweden aufgegriffen und gewaltsam unter die Soldaten gesteckt. Der Baron Erskeyn, der ihn auf Posten in Stade den Statius lesend fand, machte ihn frei und gewährte ihm eine Stellung als Privatbibliothekar. 1654 ernannte ihn die schwedische Regierung zum Subrector, 1672 zum Conrector der Domschule in Bremen ... Er war ein gelehrter Mann, Philolog, Theolog, Philosoph und Orientalist. Seine römischen Alterthümer ('Consensus novus et methodicus antiquitatum Romanarum') haben acht Auflagen, zuletzt 1713 in Leyden, erlebt".
Die hübschen, detaillierten Tafeln illustrieren die römische Geschichte, Baugeschichte, Kunstgeschichte und Denkmäler auf besonders schöne Weise. – Vorsatz, Titel und Text vereinzelt mit alten Sepia-Einträgen, die ersten Blätter etwas knickig, vereinzelt etwas gebräunt, jedoch kaum fleckig, Exlibris. – Beigebunden: Flavius Josephus. Decreta Romana & Asiatica Pro Judæis ad cultum divinum per Asiæ minoris urbes secure obeundum, ab Josepho collecta in libro XIV Archæologiæ, sed male interversa & expuncta, in publicam lucem utilitatemque restituta. Accedunt Suidæ Aliquot loca in literis ABGD ab vitiis purgata ex Mss. Codicibus Academiæ Lugdunu-Batavae ab Jacobo Gronovio. 8 Bl., 118 S., 1 Bl. Ebenda, Luchtmann, 1712. - Leicht fleckig.

Stima
€ 200   (US$ 225)


Aggiudicato per € 100 (US$ 112)

Kreuter, Georg Friedrich
Juwelen-Musterbuch. Deutsche Handschrift mit Ze...

Lotto 914

[*] Kreuter, Georg Friedrich. "Zeichnungs-Buch". Juwelen-Musterbuch. Deutsche Handschrift auf Papier mit ca. 900 einmontierten originalen Zeichnungen nach Entwürfen von Schmuck. 34,2 x 31,5 cm. Hanau 1867-1870.

Umfangreiches Musterbuch mit Originalzeichnungen des reichen Sortiments von Entwürfen der raffiniertesten Schmuckstücke der drei Jahre vor der Reichsgründung: 1867 bis 1870. Es handelt sich meist um Federzeichnungen auf Bleistiftlinlien, die dann wieder mit Bleistift "plastisch" gehöht wurden. Einige Entwürfe auch ganz in Bleistift, andere nur in Federzeichnung. Durchnummeriert von "No 1863" bis "No 2769".

Die Hanauer Juwelenfabrikation "Fr. Kreuter & Co." wurde von Georg Friedrich Kreuter (1815-1902) und seinem Bruder Wilhelm Karl Ludwig Kreuter im Jahre 1842 gegründet. Die Firma wuchs schnell und galt als eine der phantasievollsten, geistreichsten Schmuckhersteller, die mit ihren kleinen Kunstwerken die König- und Kaiserhöfe der ganzen Welt belieferten. Jedes Schmuckstück ist auf einem leicht säurehaltigen Transparentpapierstück gezeichnet, das dann linksbündig, untereinander in den Bug auf die Albumseiten montiert wurde. Daneben dann die Beschreibung mit dem genauen Datum des Entwurfs, der Lagerung und dem Preis etwa: "L[o]t. H[anau], den 31ten August 1867 - 1 Medaillon, für 2 Bilder - 4 Kr[onen].", "Lt. H. den 19ten September 1867 - 1 Broche, zugleich Collier-Mittel 2 Kr. 21 Prty", "Lt. H. den 22ten September 1867 1 Brochsche matter Käfer. 15/16 Kr".

Im Sortiment sind wundervolle Broschen, Colliers, Medaillons, Armreifen, Armbänder, Ketten, mit zahlreichen Motiven, die nicht nur einem historisierenden Stil verpflichtet sind, sondern in vielem schon sehr "modern" anmuten, den Jugendstil schon in manchem Aspekt vorausnehmend: darunter Motive wie Insekten, Käfer, Schmetterlinge, Fliegen, Kreuze, Sterne, Herzen, Hufeisen, Guillochen, konzentrische Kreise, Abhänger, Kronen, Blumen, Pflanzen, Bouquets, Trauben, Blattmotive, ligierte Monogramme und vieles, vieles mehr - ein unermesslicher Ornamentschatz.

Die Juwelenfabrikation "Fr. Kreuter" wurde später auch durch die schöpferischen Impulse des bedeutenden jüdischen Juweliers Robert Koch (1852-1902) bekannt. Sie bediente quasi den gesamten deutschen und mitteleuropäischen Raum, verfügte über Läden in Hanau, Frankfurt und Baden-Baden, wo sich die Reichsten der Reichen regelmäßig trafen. So reisten selbst die Hofjuweliere der bedeutendsten europäischen Königshäuser an, um sich Inspirationen zu holen oder um die gekrönten Häupter ihrer Länder mit dem Schmuck ausstatten zu können. Dabei war einer der festen Abnehmer der russische Zarenhof, ebenso wie die vornehmsten russischen Adelshäuser. Neben Verkäufen nach Nord- und Südamerika, hatte Kreuter auch das Monopol auf die Produktion der Kronjuwelen, schuf beispielsweise die Krone der Kaiserin Auguste Victoria nach einem Entwurf Kaiser Wilhelms II. neben einigen Hundert weiteren Kronjuwelen. – Wenige Transparentblättchen lose, aber kaum fehlende, alle gebräunt oder teils an Rändern leimschattig, sonst nur geringe Gebrauchsspuren. Auf den Kartonseiten die entsprechenden Säureschatten, insgesamt aber in sehr guter Gesamterhaltung.

Stima
€ 1.200   (US$ 1.355)


Aggiudicato per € 3.000 (US$ 3.389)

La Guépière, Pierre-Louis-Phillipe de
Recueil d'esquisses d'architecture représentant...

Lotto 915

La Guépière, (Pierre-Louis-Phillipe de). Recueil d'esquisses d'architecture représentant plusieurs monuments de composition dont partie sont construits par le sieur de La Guêpière. 5, 2 Bl. Mit 56 Kupfern bzw. Radierungen auf 51 (17 doppelblattgroßen, 2 vielfach gefalteten) Tafeln. 49 x 34 cm. Weinrotes geglättetes Kalbsleder d. Z. (Kapitale leicht abgeschürft, Kanten und Bünde beschabt, kaum Kratzer, etwas bestoßen) über 6 Zierbünden mit goldgeprägtem RTitel und reicher RVergoldung, breiten goldgeprägten Deckelbordüren und dreiseitigem Goldschnitt. Stuttgart, Cotta, o. J. (1759).

NDB XIII, 413. – Der aus Sceaux bei Paris stammende Architekt Philippe de La Guêpière (1715-1773) wurde im Jahre 1752 als Hofarchitekt des Herzogtums Württemberg angestellt, wo er sein Hauptwerk, den "Recueil d'esquisses d'architecture" vollenden konnte, an dem er schon seit 1750 arbeitete: "Eingeführt in die Baukunst durch seinen Onkel Jacques, studierte La Guépière an der Pariser Académie d'Architecture ... Um 1750 stand er in Verbindung mit dem Reformkreis um den Marquis de Marigny und J. G. Soufflot, der sich gegen die Übertreibungen des Louis-XV-Stils in der Architektur wandte. La Guépière zeichnete und stach damals die ersten Entwürfe für seinen „Recueil d'Architecture“ und bildete Architekten aus. Seit 1752 nahm er durch seinen Schüler A. F. v. Kesslau wesentlichen Einfluß auf den Bau des Karlsruher Schlosses.

Durch seine Entwürfe wie durch ein Projekt für eine Militärschule empfahl er sich dem jungen Herzog Carl Eugen von Württemberg, der ihn 1752 in der Nachfolge von Leopoldo Retti als Oberbaudirektor berief. La Guépière hatte das 1747 von Retti begonnene Neue Schloß in Stuttgart weiterzuführen. Er errichtete den linken Flügel, wobei er die Stadtfassade in betont einfachen Formen hielt. Bis 1763 schuf er die Innenausstattungen, von denen die Repräsentationsräume in den Formen des 'goût grec', das Treppenhaus mit seinen Nebenräumen, der Marmorsaal, die Aeneasgalerie und der Weiße Saal nach dem 2. Weltkrieg wiederhergestellt werden konnten" (NDB).

In den teils doppelblattgroßen, teils mehrfach gefalteten prachtvollen Kupfertafeln, die von der kleinsten Platte ca. 7 x 9,6 cm bis zur größten auf der vielfach gefalteten Tafel 102,6 x 142 cm (!) misst, sind zahlreiche Architekturen in Grundriss, Aufriss und verschiedenen Querschnitten dargestellt, darunter der Monumentalplan mit dem Stuttgarter Schloss "Haupt-Grund-Riss Façade und Profils ... des neuen fürstlichen residenz gebäudes so Ihro hochfürstl. Durchlaucht der jezo glorwürdigst regierende Herr Herzog Carl zu Württemberg in dero Residenz und Haupt-Statt Stuttgardt auf dem selbst gnädigst ausgesuchten Plaz ... fortsezen lassen".

Dargestellt sind Entwürfe für Brunnen "Elevation d'une petite Fontaine public", ein Stadttor "Porte de Ville", ein Triumpfbogen "Arc de Triomphe avec son plan au bas", ein prachtvolles, schlossartiges Rathaus "Elévation d'un Hôtel de Ville", Parkpavillons "Plan d'un Belvedere", "Plan [und] Elévation d'un Belvedere Projetté pour les jardins du Palais de Louisbourg" (Ludwigsburg bei Stuttgart), "Un petit Temple dédié à Mars", Kirchen "Eglise pricipale ou Metropolitaine", "Temple dédié à la Paix" mit Gräbergruft "Plan d'un Tombeau" und "Elévation du Tombeau" mit einer von Säulen umstandenen Pyramide, das Bühnenhaus eines Operntheaters "Coupe d'un avant Scène d'Opéra", aber auch zahlreiche einzelne Bauformen und Elemente wie Fensterädikulen "differentes cases de croisée".

Die zwei zwischengebundenen Blätter zum "Chasteau de Stuttgardt avec l'explication de sa distribution sur le plan général", mit der vollständigen Legende zum Monumentalplan und den zahlreichen Detailplänen, die folgen (Radierungen 35-56). Zwei der Tafeln zum Schloss mit an Falzen aufmontieren, ausklappbaren Grundrissvarianten. – Vorsatz in türkischem Marmorpapier, der fliegende stärker knittrig, mit Exlibris "Charles Frederic Architecte" und einem weiten gestochenen Blättchen mit leerem Rahmen. Vorsatz und Titel mit winzigem Rotstempelchen, nur vereinzelt minimal angestaubt, kaum gebräunt, der große Faltplan am Schluss mit wenigen kleinen Falzrissen, gering knittrig vereinzelt minimal fleckig und gebraucht. Sonst sind die Textblätter und Tafeln fast vollständig fleckenfrei, sauber und nahezu "druckfrisch" zu nennen, die Kupfer und Radierungen in starkem gratigen und überaus präzisen Abdruck, kontrastreich und scharf. Bemerkenswert schön gebunden.

Stima
€ 12.000   (US$ 13.559)


Aggiudicato per € 10.000 (US$ 11.299)

Le Chevalier, Jean-Baptiste
Reise nach Troas oder Gemählde der Ebene von Tr...

Lotto 916

Le Chevalier, (Jean-Baptiste). Reise nach Troas oder Gemählde der Ebene von Troja in ihrem gegenwärtigen Zustande. Nach dem Französischen der zweiten Ausgabe frei bearbeitet von C. G. Lenz. 7 (statt 8) Bl., 271 S. Mit 8 gefalteten Kupfertafeln und mehrfach gefalteter Kupferstichkarte. 19 x 11,5 cm. Pappband d. Z. (stärkere Gebrauchsspuren). Altenburg und Erfurt, Rinck und Schnuphase, 1800.

VD18 10328203. Griep-Luber 781. – Erste deutsche Ausgabe. "Bericht einer Reise nach Troas im Jahr 1785 auf der Suche nach dem historischen Troja und archäologischen Spuren der von Homer erzählten Ereignisse" (Griep-Luber). – Es fehlt das Blatt mit den Verlagsankündigungen. Titel, Tafeln und Karte gestempelt. Der Titel mit zwei hs. Besitzvermerken, Vorsätze und Innenspiegel vollständig hs. beschrieben. Die Tafeln an blattgroße Falze eingeklappt. Etwas stärker gebräunt und braunfleckig. – Dabei: Derselbe. Voyage dans la Troade, ou tableau de la plaine de Troie dans son état actuel. (Es fehlt der Titel), 269 S., 1 Bl. Mit 8 Kupfertafeln und mehrfach gefalteter Kupferstichkarte. 19,5 x 12,5 cm. Halbleder d. Z. (stärker berieben und beschabt). (Paris, 1799?). - Erste oder zweite Ausgabe. - Ohne das Titelblatt. Die Karte mit zahlreichen hs. Anmerkungen im Rand und einem kleinen Einriss (außerhalb der Darstellung). Leicht gebräunt und braunfleckig.

Stima
€ 350   (US$ 395)


Aggiudicato per € 280 (US$ 316)