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Catalogo Letteratura, Libri d'Infanzia » Dipartimento Libri
Letteratura, Libri d'Infanzia Prezzo del catalogo EURO 20,00
Data dell'asta Mar, 15. Ott., 17:00


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Capitolo Inkunabeln, Drucke vor 1600 / Incunabulas, Prints before 1600 / Incunaboli, Libri del Cinquecento (Lotti 1045 - 1160) » Capitoli

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Immagine Principale Descrizione Stato
Fracastoro, Girolamo
Opera omnia

Lotto 1095

Fracastoro, Girolamo. Opera omnia, in unum proxime post illius mortem collecta... Accesserunt Andreae Naugerii orationes duae carminaque nonnulla. 2 Teile in 1 Band. 6 nn., 285 (recte: 281) num. Bl.; 32 num. Bl. Mit Holzschnittdruckermarke auf dem Titel, blattgroßer Holzschnittbordüre mit zwei kleinen Medaillonportraits und einigen schematischen Textholzschnitten. 23,5 x 16,5 cm. Späterer Pergamentband (etwas fleckig und berieben) mit RVergoldung und 2 goldgeprägten RSchildern. Venedig, Erben L. A. Giunta, 1555.

Baumgartner-Fulton 32. STC 275. Adams F 817. Durling 1631. Waller 3168. Wellcome I, 2396. Hirsch-Hübotter II, 589. – Erste Werkausgabe der Schriften des aus Verona stammenden Renaissancegelehrten Girolamo Fracastoro (um 1477-1553), der sich als Arzt und Dichter auch umfassend mit den naturwissenschaftlichen Disziplinen Astronomie, Kosmologie, Geologie, Pharmakologie und Biologie befasste. Enthält u. a. "Homocentricorum sive de stellis liber unus", "De causis criticorum dierum libellus", "De sympathia & antipathia", "De contagionibus & contagiosis morbis & eorum curatione", "De vini temperatura sententia", "Syphilides sive de morbo Gallico libri tres", einige poetische Schriften etc. – Etwas stockfleckig und mit zahlreichen Unterstreichungen sowie einigen Marginalien. Am Schluss von Teil I mit restaurierter Wurmspur im oberen Bug, Teil II mit geschlossener Wurmspur in der oberen rechten Ecke (teils minimaler Buchstabenverlust) sowie im unteren Bug. Mit Schnitttitel.

Stima
€ 900   (US$ 990)


Prezzo post-asta
€ 600   (US$ 660)


(Post-asta chiuso.
Domandare la disponibilità.)

Franck, Caspar
Passional

Lotto 1096

(Franck, Caspar). Passional. Inn welchem mit sonderm Fleiß in schöne Figuren zusammen gebracht sein die fürnembste Historien und Geschicht des Lebens, Leidens, Sterbens, und Auferstehung unsers Herrn Jesu Christi. 45 (statt 47) nn. Bl. Mit figürlicher Holzschnitt-Titelbordüre und 39 (statt 41) fast blattgroßen Textolzschnitten. 19 x 14,5 cm. Moderner flexibler Pergamentband mit RSchild in modernem Pappschuber. München, Adam Berg, 1572.

VD16 F 2055. ADB VII, 273. – Seltener einziger Druck. Der Ingolstädter Pfarrer Caspar Franck (1543-1584) wirkte als Rektor der Universität Ingolstadt und "entwickelte eine rege Thätigkeit als Schriftsteller". Mederer zählt 24 Schriften auf, darunter seine Conversionsschrift: 'Dilucida expositio justissimarum caussarum, quibus' etc., Ingolstadt 1568, die drei Auflagen erhielt, und eine Anzahl Predigten und Gelegenheitsreden, die wir übergehen; dann Schriften zur Vertheidigung der katholischen Religion im Allgemeinen: 'Brevis et pura institutio de puro verbo Dei' gegen Schmidlin und Johann Cölestin, 1570 ... 'Ein Passionale biblische Geschichte', 1572 etc. – Es fehlen die beiden Blatt Gi und Giv. Titel mit Besitzeintrag. Der zweite Holzschnitt mit der Darstellung des Sündenfalls mit hinterlegter kleiner Fehlstelle. Nur vereinzelte unbedeutende Flecken, insgesamt schönes und sauberes Exemplar.

Stima
€ 450   (US$ 495)


Aggiudicato per € 300 (US$ 330)

Galenus, Claudius
Omnia, quae extant

Lotto 1097

Galenus, Claudius. Omnia, quae extant, in Latinum sermonem conversa ... Hic accedunt nunc primum Con. Gesneri praefatio & prolegomena tripartita, De vita Galeni, ejusque libris & interpretibus. 11 Teile in 3 Bänden. (Ohne das Titelblatt des ersten Teils). Mit Holzschnitt-Titel, zahlreichen Holzschnitt-Vignetten, einigen Textholzschnitten und insgesamt 16 Druckvermerken. 38 x 23,5 cm. Modernes dunkelbraunes Leder im Stil d. Z. mit goldgeprägten RSchildern und floraler RVergoldung. Basel, Froben und Episcopius, 1561-1562.

VD16 G 129. Durling 1757. Osler 357. Graesse III, 8. Wellcome I, 2515. Adams G 39. STC 328. – Die große, von Conrad Gesner (1515-1565) herausgegebene Gesamtausgabe der Werke des antiken Arztes Galen, die elf in sich abgeschlossene Teile (hier in drei Bänden) zählt. Diese Ausgabe zieht Graesse jeder anderen vor: "Il existe une dernière édition Basil. per H. Froben et Nic. Episcopium 1561-62. 11 part. en 3 vol. in-fol. qu'on préfère à toutes les autres à cause des prolegomènes de Cnr. Gesner qu'on y a insérés" (Graesse III, 8).
Kollation: Band I: 40 Bl., 143 S., 686 S., 1 Bl., 222 S., 1 Bl. Band II: 446 S., 1 Bl., 588 S., 1 Bl., 155 S. Band III: 639 S., 1 Bl., 113 S., 115 Bl "Index". – Das Titelblatt des ersten Teils (mit der Holzschnitt-Bordüre) fehlt, durch ein Faksimile ersetzt. Die weiteren Titel mit durchgestrichenen Besitzvermerken (Papier mit Löchern durch Eisengallustinte). Die ersten Blätter des ersten Bandes stärker spor- und wasserfleckig, stellenweise mit Feuchträndern, nur vereinzelt etwas gebräunt. Einige hs. Randbemerkungen. Insgesamt ordentliches Exemplar, sehr stilvoll und wertig modern eingebunden.

Stima
€ 500   (US$ 550)


Aggiudicato per € 550 (US$ 605)

Galenus, Claudius
Omnia, quae extant 2-4

Lotto 1098

Galenus, Claudius. (Omnia, quae extant). Secunda, tertia [und] quarta classis. 3 Teile in 1 Band. 1 Bl., 222 S.; 1 Bl., 387 S.; 446 S., 1 Bl. Mit einigen Holzschnittinitialen, Kopfvignetten, Textholzschnitten und 6 Holzschnitt-Druckmarken. 36 x 23,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder, datiert "1604" (fleckig, gebräunt, bestoßen und berieben) über abgefassten Holzdeckeln mit 1 (von 2) ziselierter Messing-Schließe. Basel, (Hieronymus) Froben (und Nikolaus Episcopius), 1561.

VD16 G 129. Adams G 39. STC 328. Durling 1757. Osler 357. Wellcome I, 2515. Graesse III, 8. – Die große, von Conrad Gesner (1515-1565) herausgegebene Gesamtausgabe der Werke des antiken Arztes Galen, von der hier die Teile zwei bis vier vorliegen. Graesse favorisiert diese Ausgabe: "Il existe une dernière édition 'Basil. per H. Froben et Nic. Episcopium 1561-62. 11 part. en 3 vol. in-fol.' qu'on préfère à toutes les autres à cause des prolegomènes de Cnr. Gesner qu'on y a insérés" (Graesse III, 8). – Wurmspuren, wasserfleckig, stellenweise mit Feuchträndern, nur vereinzelt etwas gebräunt, einige hs. Randbemerkungen. Schöner Einband in reich blindgeprägtem Schweinsleder. Der Deckel ist mit ornamentalen Bändern, Heiligen- sowie Tugenderolle geschmückt ("FIDES", "SPES", "VERITAS" und "PACIENCIA"). Mit einst goldgeprägtem (nunmehr oxidiertem) Monogramm "M. C. F. H" eines Würzburger Doktors der Philosophie und Medizin auf dem Vorderdeckel, der sich auf den hs. Besitzvermerk im fliegenden Vorsatz bezieht: "Sum M. Caspari Friderici Herbipolensis M. S. philosophia & medicina doctoris. Nunc Georgii Aguarii Med. Doct. Casparo mortuo a parentib. ipsio emit. Decemb. 1608".

Stima
€ 400   (US$ 440)


Aggiudicato per € 350 (US$ 385)

Gesner, Conrad
Chirurgia. De Chirurgia scriptores optimi quiqu...

Lotto 1099

Gesner, Conrad. Chirurgia. De Chirurgia scriptores optimi quique veteres et recentiores, plerique in Germania antehac non editi. 10 nn., 408 (recte 406) num., 21 nn. Bl. (ohne d. le. w.). Mit 2 wdhl. Holzschnittdruckermarken, zahlreichen figürlichen Holzschnittinitialen sowie 171 Textholzschnitten. 31,5 x 20,5 cm. Blindgeprägtes Pergament d. Z. (berieben, bestoßen, fleckig, RDeckel mit Feuchtigeitsfleck, unteres Kapital aufgeplatzt) über abgefasten Holzdeckeln mit 2 ziselierten Messingschließen (eine Spange fehlt) und mit hs. RTitel. Zürich, C. Gesner, 1555.

VD16 G1707. Adams G 520. Durling 960. Wellisch A.36.1. Osler 643. Waller 1960. Garison-Morten 5562. Wellcome I, 1460. – Erste Ausgabe. "Various treatises on surgery, mostly written by Gessner's contemporaries in Italy, France, and Germany: J. Tagault, M. Santo, A. Bolognini, M. Biondo, A. Ferri, J. Lange, Oribasius, O. Brunfels etc. Gessner himself contributed the treatise 'De medicinae chirurgiae praestantia et antiquitate ... observationes' (S. 393-408)" (Wellisch). Gesner setzt einzelne Werke zur Chirurgie welche bis 1555 erschienen sind, teils mit Inhaltsangaben, meist mit bibliographischen Angaben zusammen und schafft so nicht nur ein bedeutendes Gesamtwerk, sondern auch eine der ältesten medizinischen Bibliographien.

Die Holzschnitte zeigen verschiedene Instrumente und Vorgehensweisen zu Operationen. – Titel angefalzt, mit kleiner Wurmspur und Besitzvermerk in brauner Tinte. Innengelenk brüchig. Wenige einzelne Blätter mit winzigem, teils hinterlegtem Randausriss. Mit Griffregister aus hs. beschriebenen Pergamentlitzen. Der Vorderdeckel ist mit einer Ornament- und einer Heilsrolle (mit David, Johannes, Paulus, Christus) und der Rückdeckel mit einer Tugend-, Ornament- und der selben Heilsrolle verziert. Aus der Bibliothek des Christophorus Wenceslaus Graf von Nostitz mit dessen großem (14 x 11cm) gestochenen Wappen-Exlibris auf dem Innendeckel.

– Beigebunden: Bernard Dessen von Kronenburg. De Compositione Medicamentorum ... Libri X. 18 nn., 154 num. Bl. Mit zwei wdhl. Holzschnittdruckermarken. Frankfurt, Egonolph, 1555. - VD16 C5943. Durling 1120. Hirsch-Hübotter II, 247. Ferguson I, 188. Erste Ausgabe der frühen Medikamenten- und Rezeptkunde, die nicht nur für Mediziner und Pharmazeuten, sondern auch für alle interessierten Studiosi verfasst wurde: "Non Medicis & Pharmacopoeis tantùm sed omibus insuper rerum cognoscendarum studiosis, utilisimi parter ac necessa rij. Ubi singula ad ipsissimam uertatem expenduntur, plurimi errores aperiuntur, & controuersiae frequentes conciliantur. Dessen "ein hochbedeutender, zum Teil in Italien gebildeter Arzt, Humanist, Gegner des Parcelsus, gest. 1574 in Köln, schrieb unter Hinweis auf etwa 200 Quellschriften ein wertvolles Buch ... in dem er, unter Hinweis auf den üblichen Trug, genaue Prüfungen aller Arzneimittel anempfiehlt" (Schelenz 409). - Titel fleckig. Buchblock mit durchgehendem schwachem Wasserfleck.

Stima
€ 4.000   (US$ 4.400)


Prezzo post-asta
€ 2.400   (US$ 2.640)


(Post-asta chiuso.
Domandare la disponibilità.)

Guigo de Castro
Statuta Ordinis Cartusiensis a domino Guigone p...

Lotto 1100

Guigo de Castro. Statuta Ordinis Cartusiensis a domino Guigone priore cartusie edita. 6 Teile in 1 Band. 50; 25 (statt 26); 106; 26; 59 (statt 60) Bl. Mit zahlreichen großen roten Lombarden, hunderten kleinerer Initialen und durchgehender Rubrizierung. Mit 30 kleineren und 3 (statt 5 von 27 Stöcken; davon 1 ganzseitigem) teils kolorierten, teil- oder ankolorierten Textholzschnitten von Urs Graf. 30,5 x 21 cm. Schlichter Pappband des 18. Jahrhunderts (beschabt, bestoßen, mit Bezugsfehlstellen, fleckig) mit hs. RSchild. (Basel, Johann Amerbach, 15. I. 1510).

VD16 G 4071. Adams G 1559. Panzer VI, 186, 84. Proctor 14140. Clement VI, 315ff. Lonchamp 1338. Heckethorn 45, 34. Hieronymus Nr. 60. Muther 1285 (mit Tafel 219). Nicht bei Heinemann, Volkskunde der Schweiz. – Erste und einzige Ausgabe des "Opus rarissimum" (Panzer), das als "extrêmement rare" (Clement) gilt und in sechs Teilen die gesamten Statuten und Ordensregels des Karthäuserordens darlegt. Der Autor war der Karthäuser Gigo von Kastell (auch Guigues du Chastel, Guigo de Castro oder Guigo de Saint-Romain; 1083-1136), der als Guido I. fünfter Prior der Grande Chartreuse, des großen Mutterklosters des Kartäuserordens, erstmals die meist nur durch mündliche Überlieferung tradierten und befolgten Ordensregeln schriftlich niederlegte. Praktisch gelten diese Regeln seit dem 12. Jahrhundert noch heute.

Die bemerkenswerte Seltenheit des Drucks erklärt sich durch die zum Anfang des 16. Jarhunderts nur in wenigen Exemplaren gedruckte Auflage, der auch keine weiteren folgen sollten. Sie war vornehmlich für die Ordensmitglieder und die einzelnen Filiationen der Grande Chartreuse vorgesehen. Als Auftraggeber und Herausgeber fungierte der Prior der Karthause bei Freiburg im Breisgau, Gregor Reisch (1470-1525), der vor allem durch seine große allgemeine Enzyklopädie, die "Margarita philosophica", bekannt geworden war.

Bei den hübschen, von Lüthi (128, 8/9) beschriebenen Holzschnitten handelt es sich um die frühesten Arbeiten des Schweizer Zeichners, Illustrators und Kupferstechers Urs Graf d. Ä. (1485-1528), die dieser für die Amorbachsche Offizin in Basel schuf.

Der Holzschnitt verso Titel des 2. Teils ("Statuta") zeigt den Stammbaum der Karthäuser, vom Heiligen Bruno von Köln ausgehend bis über Guigo zu den aktuellen Prioren vom Ende des 15. Jahrhunderts. Unten liegt - wie bei der Wurzel Jesse - der mönchisch gewandte "Bruno primus car.", aus ihm wächst der große grüne Baum, flankiert von Maria und Johannes dem Täufer (im vorliegenden Exemplar recht hübsch in Rot, Blau und Grün koloriert). Es folgt im 4. Teil ("Statuta nova") der Prior "Guilhelmus Rainaldus" auf dem Thron, umgeben von den Gelehrten Karthäusern (teilkoloriert in Rot) sowie, im 5. Teil den ganzseitigen Holzschnitt mit dem Prior Franciscus de Puteo, der mit den Mönchsbrüdern die Statuten diskutiert (lediglich sauber ankoloriert). Die 30 Textholzschnitte im letzten Teil zeigen Papstporträts. Es fehlen die beiden mehrteiligen blattgroßen Holzschnitte im zweiten und sechsten Teil mit den 9 Szenen aus der Geschichte der Ordensgründung sowie die Wiederholung des Stammbaums, der umgeben ist von 17 Papstporträts.

Das Kolophon lautet: "Ex officina nostra litteraria: basileae ad. xviij. calendas februarias. M.D.X." und "Impressa Basilee arte et industria magistri Iohannis amorbachij ac collegarum suorum. impensis domus montis sancti iohannis baptiste, prope friburgum. Anno domini quingentesimo decimo supra millesimum ad. 18. calendas februarias."

Die von Exemplar zu Exemplar unterschiedliche Bindung der einzelnen Teile fasst die sechs hier folgendermaßen zusammen:
1)
Repertorium statutorum ordinis cartusiensis per ordinem alphabeti. a8 b-h6 i-k8 = 50 Bl.
2) Statuta Ordinis Cartusiensis a domino Guigone priore cartusie edita. A8 B-D6 = 25 (statt 26, le. w.) Bl., fehlt Blatt A2 mit dem ganzseitigen Holzschnitt (Darstellung des Kartäuserordens in neun Bildern).
3) Statuta antiqua ordinis cartusiensis in tribus partibus comprehensa. a-d8.6 e-g8 h-m6 n-p8 = 106 Bl. Mit großem koloriertem Textholzschnitt verso Titel.
4) Statuta nova ordinis cartusiensis in tribus partibus, antiquorum statutorum pribus correspondentibus comprehensa. q-s6 t8 = 26 Bl. Mit (in Rot) teilkolorierten Textholzschnitt verso Titel.
5) Tertia compilatio statutorum ordinis cartusiensis. v8 x-y6 z8.
Mit ganzseitigem (in Grün und Rot) ankoloriertem Textholzschnitt verso Titel.
6) (Privilegia ordinis cartusiensis: et multiplex confirmatio eiusdem). A10 b-h6 i8 = 59 (statt 60) Bl. Es fehlt Blatt A1 mit dem Titel und verso dem ganzseitigen, 18-teiligen Textholzschnitt. Mit 30 kleinen Textholzschnitten mit den Karthäuserpäpsten. – Es fehlen 2 Blätter mit 2 Holzschnitten verso (aus 27 einzelnen Blöcken gedruckt). Gegen Anfang und Schluss etwas wurmstichig und mit Wurmgängen, meist aber nur mit kleinem Buchstabenverlust. Nur ganz vereinzelte Papierläsuren durch Einriss an den Griffregisterlitzen, kaum fleckig, insgesamt sauberes, sehr breitrandiges Exemplar in hübschem Kolorit und sauberer durchgehender Rubrizierung.

Stima
€ 3.500   (US$ 3.850)


Aggiudicato per € 2.000 (US$ 2.200)

Hieronymus, Sophronius Eusebius
Ominum Operum

Lotto 1101

Hieronymus, Sophronius Eusebius. Omnium Operum. Hrsg. von Erasmus von Rotterdam. Teil I-II (von 9) in 1 Band. 26 nn., 141 num., 1 nn. Bl.; 238 num. Bl. Mit Holzschnittdruckermarke verso Titel, 2 verschiedenen, breiten 4-teiligen Holzschnittbordüren sowie zahlreichen Metallschnittinitialen. 35,5 x 25 cm. Holzdeckelband d. Z. (etwas fleckig, kleine Fehlstelle, einige Wurmspuren) mit breitem blindgeprägtem Schweinslederrücken, mit hs. RTitel und 2 intakten Messingschließen. Basel, Johann Froben, (1516).

VD16 H 3482. Adams J 113. Heckethorn 98, 48. Panzer IV, 196, 160. Van der Haeghen II, 29. Hieronymus II, 175. – Die ersten beiden Teile der ersten Gesamtausgabe, die Johann Froben initiierte und dann unter der Mitarbeit von Bruno, Basilius und Bonifacius Amerbach sowie von Jakob Rechburg zwischen 1516 und 1520 erschien. Die bemerkenswert schönen Chiasoscuro-Holzschnittbordüren von Urs Graf (1485-1529) setzten sich jeweils aus vier Stöcken zusammen, beschrieben bei Hieronymus: "Für das Titelblatt verwendet Froben ... Grafs Einfassung mit den Kandelabern mit Satyr und Fabelwesen, Festons und vier Knaben mit Wappenschild, nach Dürer, ... zuerst in den beiden Adagia-Ausgaben von 1515 verwendete Folio-Einfassung mit Säule und Doppelsäule nach Dürers Einassung für Pierckheimer von 1513 ... an die Stelle des Reihers (Dürer) bzw. des Narren (Lob der Torheit) ... Eva mit Schlange getreten [sowie] ein nackter Knabe ... Die Säule links hat Graf der grossen rechten mit Variationen angepasst (Inschrift MVA noch ungedeutet, VRS, trotz Monogramm auf der untern Querleiste wohl doch als Signatur zu verstehen, zumal die Leisten ja auswechselbar sind; MVA vielleicht als EVA zu lesen?". – Titel mit ausgestrichenem Besitzvermerk sowie zwei kleinen blassen Stempelchen des Kapuzinerordens Rosenheim, datiert 1856. In das Blankowappen der ersten Bordüre ist der Besitzvermerk desselben Klosters in schwarzer Handschrift eingeschrieben. Einige Wurmlöchlein, wenige Fleckchen, kaum Läsuren, nur ganz vereinzelte Unterstreichungen.

Stima
€ 500   (US$ 550)


Aggiudicato per € 380 (US$ 418)

Hieronymus, Sophronius Eusebius
Opera omnia. Quintus, Octavus, nonus

Lotto 1102

Hieronymus, Sophronius Eusebius. (Opera omnia). Quintus, Octavus [und] Nonus tomus operum, zus. 3 Teile (von 10) in 2 Bänden. 745 S., 1 Bl.; 138 S., 96 nn. Bl. (Appendix), 257 S., 1 Bl. Mit einigen hübschen Holzschnitt-Initialen, 5 wdhl. Holzschnitt-Druckermarken und 6 Kanontafeln mit Holzschnitt-Rahmen. 39,5 x 24 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas beschabt, berieben, bekratzt und leicht fleckig) über abgefasten Holzdeckeln mit hs. RTitel und 3 (von 4) ziselierten Schließen. Basel, Johann Froben, 1525-1526.

Graesse III, 273. VD16 H 3483. Vgl. Adams J 113f. – Zweiter Druck der zuerst 1516 bei Froben in Basel erschienenen Edition, herausgegeben von Erasmus von Rotterdam (1466-1536), der ersten Gesamtausgabe der Schriften des Kirchenvaters Hieronymus (347-420). "Érasme a expliqué assez bien les passages obscurs et séparé les écrits originaux des supposés" (Graesse, III, 273).
Bemerkenswert schöner Druck in ausgezeichneter Typographie, teils mit griechischen, teils mit hebräischen Typen. – Minimal gebräunt, mit einigen hs. Notizen, kleinen roten Nota-Bene-Händchen und Unterstreichungen im Buch. Schöner dekorativer Schweinsledereinband, mit floralen blindgeprägten Motiven im Mittelfeld. Beide Bände mit zeitgenössischem Besitzvermerk "Sum Hermani Ebingeri - Sum Sebastiany Ebingery".

Stima
€ 800   (US$ 880)


Aggiudicato per € 800 (US$ 880)

Torres, Jero´nimo
Confessio Augustiniana

Lotto 1103

Torres, Jerónimo. Confessio Augustiniana in libros quatuor distributa et certis capitibus locorum theologicorum. Secunda editio. 18 nn., 284 num., 33 nn. Bl. 31,5 x 20 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (teils angestaubt und bestoßen, Kratzer auf dem Vorderdeckel, kleine Wurmspuren) über Holzdeckeln mit hs. RTitel, Bibliotheksnummer und hs. Initialen "AR" auf Vorder- und Rückdeckel, 2 ziselierten Messing-Schließen sowie Rotschnitt. Dillingen, Sebald Mayer, 1569.

VD16 A 4173. Bucher, Dillingen, 271. De Backer-Sommervogel VIII, 127, 3. – Zweite Ausgabe des bedeutendsten Werkes des Hieronymus Torrensis (Jerónimo Torres; 1527-1611), spanischen Jesuiten und Ingolstädter Professors, das die katholische Lehre aus den Schriften des Heiligen Augustinus klar herausstellt. Bereits in der Formulierung des Titels will es als Gegenstück zur protestantischen "Confessio Augustana" (als geistreiches Wortspiel) verstanden werden. – Titelblatt gestempelt, mit alten, teils ausgestrichenen Besitzvermerken, minimal gebräunt, minimale Wurmspuren, sonst kaum Gebrauchspuren. Bemerkenswert schöner Einband in reich blindgeprägtem Schweinsleder. Die Deckel sind mit ornamentalen Bändern und einer Heiligenrolle geschmückt, auf der Christus mit dem Heiligen Stephanus, Petrus und Johannes zu sehen ist. Die hübsche Mittelplatte zeigt unter vier Bogenädikulen die Tugenden "FIDES", "SPES", "VERITAS" und "PACIENCIA".
Ausgeschiedenes Exemplar aus der Universitätsbibliothek Breslau mit deren schwarzem Stempel verso Titelblatt: "Ex Bibliotheca Reg. Univers. Vratisl." und dem grün-grauen Dublettenstempel: "Doublette aus der Bresl. Universitäts-Bibliothek" und dem entsprechenden Vermerk in Bleistift auf dem vorderen Innendeckel, mit dem das vorliegende Exemplar ausgesondert wurde : "Dbl. zu: Theol. rec. VII, Fol. 35".

Stima
€ 600   (US$ 660)


Aggiudicato per € 850 (US$ 935)

Ignatius von Antiochien
Tou en agios ieromartyros

Lotto 1104

Ignatius von Antiochien. Tou en agios ieromartyros ... epistolai (graece). Sancti Martyris epistolae [und:] Epistolae, prosus Apostolicae. 2 Teile in 1 Band. 69 S., 1 w. Bl.; 78 S. Mit 2 wdhl. Holzschnitt-Druckermarken. 16,5 x 10,5 cm. Moderner Pappband. Antwerpen, Ch. Plantin, 1566.

Degeorge 147. Hoffmann II, 533f. Ruelens-de B. 64, 36. Voet 1435/36. Nicht im STC und bei Adams. – Erste Plantin-Ausgabe und zugleich die erste Ausgabe in der Auslegung der Märtyrerbriefe des römisch-katholischen Theologen Hieronymus Verle (auch Verlenius, Vairlenius, Verlensis; 1511-1586). "Verle zeigt sich als ein freisinniger Humanist. Später, da er im geistlichen Amt stand, war er weniger nachgiebig und mild, ohne doch eben streitsüchtig zu sein, wie die von ihm verfaßten ... 'Epistolae D. Ignatii, Archiepiscopi Antiochiae et Martyris, Graece cum Latina interpretatione et brevissimis in eas scholiis' (Antw. 1566 und 1588) erweisen" (ADB, XL, 398). – Titel des ersten Teil im Bug mit unschönen Montierungsresten, stark gebräunt, mit Fleck im unteren Rand, minimalem Löchlein am rechten Rand der Druckermarke und leicht quetschfaltig. Leicht gebräunt und minimal braunfleckig.

Stima
€ 450   (US$ 495)


Aggiudicato per € 320 (US$ 352)


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