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Lotto 557 Hakoah
Fotoalbum der jüdischen Sportgemeinschaft zu Be...
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Zeugnis wiederaufkeimenden frühen jüdischen Lebens im Nachkriegsberlin
Hakoah. - Fotoalbum der jüdischen Sportgemeinschaft zu Berlin. 8 Albumblätter mit 29 originalen schwarz-weiß Fotografien und 26 einmontierten Zeitungsausschnitte. 32 cm x 23,5 cm. Halbleinen-Album d. Z. (Rücken restauriert, Deckel stärker fleckig, bestoßen). Berlin 1947.

Nach fast 10-jähriger Zwangspause wurde der jüdische Sportverein "Hakoah" (hebraice: "Die Kraft") mit Sitz im Grunewalder Stadion am S-Bahnhof Grunewald im Jahre 1945 (wieder-)gegründet. Der "SC Haloach" war bereits 1905 ins Leben gerufen worden, wurde dann 1933 vom Sportbetrieb ausgeschlossen und 1938 verboten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Spielbetrieb dann mit 20-25 Mitgliedern, alle jüdische Überlebende des Nationalsozialismus, im Jahre 1947 wieder aufgenommen.
Die ersten Mannschaften - es gab Männer- und Frauenteams -, waren Handballer. Kurze Zeit später folgten die Fußballer und dann die Leichtathleten, zu denen auch der berühmte, im Jahre 1987 verstorbene Entertainer Hans Rosenthal (1925-1987) gehörte. Von diesem gibt es ein Originalfoto beim Schnelllauf (13 x 18 cm), ferner einen Zeitungsausschnitt, der ihn als Sieger im 800-Meter-Lauf zeigt (beiliegend auch eine Kopie mit Ansicht desselben beim Laufen mit Kameraden).

Die Fotos zeigen weitere Mitglieder des "Hakoah" beim Training oder bei den Spielen, während sich die Zeitungausschnitte auf (Sport-)Kommentare zu den Spielen konzentrieren. Es wird mitgeteilt, wann wer gegen wen gespielt hat und welche Erfolge der Berliner "Hakoah" Sportverein erzielt hat. Einige der Sportler tragen auf den Fotos und Abbildungen die typischen (blau-weißen) Sportanzüge, die mit dem Davidstern verziert waren. Ihre Gegner kamen zum Teil aus Berlin wie z. B. aus Rehberge, dem RIAS (Rundfunk im Amerikanischen Sektor) und RBT-Orchester (Radio Berlin Tanzorchester), aber auch internationale Vereine gehörten zu den Spielkontrahenten (beispielsweise Polen). Einige Zeitungsabschnitte berichten von Spielen für die OdF ("Opfer des Faschismus" der Nürnberger Gesetzgebung). Dabei hat der Hauptausschuss des OdF seine sportlichen Mitglieder zusammengerufen, um Freundschaftsspiele gegen die Vereine Rehberge, Schöneberg und Hakoah Berlin auszutragen. Der Erlös sollte ausschließlich dem Aufbau des neuen Dienstgebäudes für die Opfer der Nürnberger Gesetzgebung zugutekommen.

Dem ersten Werbesportfest am 13. Juli 1947 auf dem Sportplatz der Jüdischen Gemeinde am S-Bahnhof Grunewald wird in dem Fotoalbum auf zwei Seiten besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Auf dem rosafarbenen Werbeflugblatt wird zum Ausdruck gebracht, dass das letzte jüdische Sportfest fast auf den Tag genau an selber Stelle stattgefunden hat. Besonders tragisch ist etwa die Aussage: "Unsere Leistungen können sicher nicht den alten Stand erreichen, da der größte Teil unserer Besten nicht mehr unter uns weilt." Das Kampfmotto lautete: "Wenn auch die Kräfte nicht ausreichen, so ist der Wille zu loben." Im Rahmen dieser Sportspiele fand das erste Fußballspiel nach dem 2. Weltkrieg zwischen zwei jüdischen Mannschaften statt: Makkabi Köln gegen Hakoah Berlin. Das Spiel endete mit einem 7:4 für Hakoah Berlin. Ebenfalls hat bei diesen Spielen Hans Rosenthal einen 800- Meter-Lauf gewonnen. Einige Zeitungsartikel stammen aus der jüdischen Zeitschrift "Der WEG", die mit ihrer ersten Ausgabe am 1. Juni 1946 erschienen war, wobei die redaktionelle Zielsetzung der unabhängigen Zeitschrift lautete, die jüdischen Probleme zur Diskussion zu stellen), aber auch z.B. aus dem "Tagespiegel".

Vermutlich wurde das Fotoalbum von einem Herrn Dr. Albert Loewy zusammengestellt. Hinweis darauf könnte sein, dass dem Album ein Blatt beiliegt, auf dessen Rückseite groß in Weiß auf Schwarz "1938-1945" gedruckt ist und auf der Vorderseite eine Zusammenfassung eines Gesprächs mit Dr. Albert Loewy u. a. zum Thema "Gründung von Hakoach Berlin". Dort wird vermerkt, an welche Sportfreunde sich dieser noch erinnerte. Als Gedächtnishilfe dienten dabei Fotos aus den Anfangsjahren des Vereins. Somit war unter den ersten Mitgliedern beispielsweise Loewy selbst, aber auch prominente Persönlichkeiten wie Frau Ruth Galinski (gest. 2014), die spätere Ehefrau des Heinz Galinkski (1912-1992). Sie ist wohl auf dem Gruppenfoto der Handballerinnen auf der 2. Seite abgelichtet. – Einige Fotos unsachgemäß mit Klebefilm montiert, viele aber auch in Fotoecken eingelegt, stellenweise etwas verblasst oder mit Braunflecken und sonstigen Gebrauchsspuren, insgesamt aber meist wohlerhalten und sehr ordentlich. Höchst interessante Dokumentation des wiederaufkeimenden jüdischen Lebens in Berlin nach der Katastrophe des Holocaust.

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