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Boffrand, Germain
Œuvres d'architecture de Monsieur Boffrand

Lotto 901

Boffrand, Germain. Œuvres d'architecture de Monsieur Boffrand, architecte du Roy, et inspecteur général des Ponts et Chaussées de France: contenant les principaux bâtiments civils, hidrauliques et mécaniques, qu'il a fait exécuter en France et dans les pays étrangers, gravés en taille douce par les plus habiles maîtres. 2 gestochene und 2 typographische nn. Bl. Mit Kupfertitel mit Vignette, 2 gestochenen Vignetten, davon eine von C. N. Cochin nach François Boucher und 60 (8 einfachen, 41 doppelblattgroßen, 11 mehrfach gefalteten, 2 zusammenmontierten) Kupfertafeln von Babel, Blondel, Moreau, Mutel, Tardieu nach Germain Boffrand. 47,3 x 33 cm. Reich blindgeprägtes hellbraunes Kalbsleder um 1930 (nur winzige Fleckchen, Kratzer, Bezugsfehler, etwas bestoßen, Kanten teils beschabt) mit goldgeprägtem RTitel und reicher RVergoldung sowie Rotschnitt. Paris, Pierre Patte, 1753.

Nicht in der Ornamentstichsammlung (vgl. ebenda 2402, "Livre d'Architecture" desselben Autors, Paris 1745). – Germain Boffrand war ein französischer, aus Nantes stammender Architekt und Dekorateur, der zahlreiche bedeutenden Bauten in Paris und - vor allem auch im deutschen Ausland im Stil des Rokoko errichtete - und die er im einzelnen in seinem vorliegenden Werk vorstellt, das acht Jahre nach seinem überaus erfolgreichen "Livre d'Architecture" (Paris 1745) erschienen und ebenfalls reich mit Tafeln ausgestattet worden war.
Nach einer Lehre bei François Girardon gelang es ihm, Schüler des berühmten Jules Hardouin-Mansart zu werden und 1709 in die Académie Royale d'Architecture aufgenommen zu werden. 1711 wurde er dann zum Ersten Architekten des Herzogs von Lothringen befördert:

"Après avoir étudié la sculpture sous Girardon, il se livra entièrement à l'architecture, et fût reçu à l'Arcadémie en 1719. Plusieurs souverains d'Allemagne le choisirent pour leur architecte, et firent élever beaucoup d'ßedifices considérables sur ses plans. Ingénieur et inspecteur général des ponts et chaussées, il fit construire un grand nombre de canaux, d'écluses, de pontes, et une infinité d'ouvrages mécaniques ..." (Hoefer VI, 374f.)

Das Werk enthält Paläste, Schlösser, Pavillons, Brunnen und andere Architekturen aus Barock und Rokoko, jeweils in Grundriss, Aufriss, Schnitt und meist prachtvoller Vedute, darunter: "Château de Bouchefort", "Palais de Nancy", "Les deux Palais de la Malgrange", "Château de Luneville", "Palais de Wurtzbourg" (die Rokoko-Residenz Balthasar Neumanns in Würzburg), "Hôtel de Craon", "Hôtel de Monmoranci", "Hôtel d'Argenson", "Hôtel Soubise", "Le portail de la merci", "La porte du petit Luxembourg" etc.: "ces bâtimens se vendent séparément et en volume enrichi d'un très grand nombre de planches avec un discours orné de vignette et culs de lampe". – Von den 60 Kupfertafeln messen einige bis zu 47,3 x 116 cm (!), wie üblich sind Tafeln O2-3 zusammenmontiert und ausfaltbar. Die Tafelbezeichnung: A5 B5 C6 D4 E3 F6 G3 H4 I4 K10 L1 M1 N1 O4 P1 Q1. In Vergleich zu den wenigen anderen von uns nachweisbaren Exemplaren (der Worldcat verzeichnet lediglich drei: Montréal, New York und Ohio), ist die Kollation so vollständig und korrekt (es gab kein Frontispiz oder Porträt, Ohio zählt 4, 6 S., 60 Tafeln, mit Titel haben wir auch 5 Blätter = 10 Seiten). Keine europäische, auch keine französische Bibliothek scheint ein Exemplar zu besitzen (Nationalbibliothek, Verbundskatalog etc.). Von größter Seltenheit. Auch im Handel auf europäischen und amerikanisch-englischen Auktionen konnten wir kein einziges Exemplar nachweisen.

Stima
€ 3.000   (US$ 3.419)


Aggiudicato per € 2.000 (US$ 2.280)


» Libri del Cinquecento
Maffei da Volterra, Raffello
Commentariorum urbanorum Raphaelis Volterrani

Lotto 1201

Aus der Bibliothek des Philipp Melanchthon wohl mit dessen eigenhändigen Einträgen
Maffei da Volterra, Raffello. Commentariorum rerum urbanorum liber primus [bis] octo et triginta libri. 18, DXLVII num. (ohne CCCV-CCCXLI), 12 Bl. Mit 8 Textholzschnitten. 32,6 x 22 cm. Holzdeckelband d. Z. (etwas bestoßen, Ecken sauber restauriert) mit breitem blindgeprägten Schweinslederrücken (Gelenke teils leicht brüchig, Bezug auf Bünden ebenfalls, wenige ältere Ausbesserungen), 1 (von 2) Messingschließen und Schnitt-Titel sowie goldgeprägtem RSchild des 18. Jahrhunderts. (Rom, Johannes Besicken, 1506).

Edit16 CNCE 46654. EROMM 20140917. VD M 114, BNH M 38. Nicht im STC und bei Adams. – Erste Ausgabe der "Commentariorum urbanorum libri XXXVIII" des Raffaello Maffei da Volterra (1451-1522) mit dem Anhang seiner Übersetzung aus Xenophon:" Oeconomicus Xenophontis per R. Volaterranum conversus".
Der in Volterra geborene Raffaello Maffei gehört zu den großen italienischen Humanisten, Schriftstellern und Theologen aus dem Ordo Servorum Mariae, dem Servitenorden. In Rom war er als Schreiber, als "Scriptor apostolicus" am Hofe Papst Pauls II. tätig, studierte aber begleitend auch noch scholastische Theologie und Philosophie bei dem griechischen Gelehrten Georgios Trapezuntios (1395-1484). Erst später zog Maffei nach Volterra, wo er seine bedeutendsten Werke schuf. In seinen "Commentariorum urbanorum libri" gibt er seinen Zeitgenossen eine ganze Enzyklopädie des Wissens seiner Zeit in 38 Bänden an die Hand, deren erste zwölf die Geographie behandeln. Die nächsten elf enthalten Biographien der berühmtesten Männer der Weltgeschichte, von Kaiser, Päpsten etc., und die letzten Bücher beschäftigen sich mit den neuesten Wissenschaftslehren und vor allem mit der Sprachwissenschaft. Die Grobgliederung fasst demnach drei Themen zusammen, die Geographie, die Anthropologie und die Philologie, wobei Maffei auch zahlreiche andere Wissensgebiete streift, wie Tiere und Pflanzen, Metalle, Gemmen, Edelsteine, Architektur, Mathematik, Arithmetik, Geometrie, Optik und Katoptrik, Astronomie und Astrologie mit einem langen Exkurs über Aristoteles, ferner über Grammatik, Rhetorik und die Schönen Künste. Alle Themen werden durch das Stichwortregister am Anfang zugrifflich gemacht sowie ferner durch die Marginal-Stichwörter auf jeder Seite. Die Holzschnitte zeigen einige optische und Geometrische Skizzen, Tabellen etc. – Von den 552 römisch foliierten Blättern fehlt der Schluss der letzten Lage (Y8) des ersten Teils mit der "Anthropologia" (Y8 ist weiß), sonst komplett. Vorsätze älter erneuert, erstes Blatt (des Registers) leicht fleckig, gebräunt, anfangs minimale Wurmlöchlein, mehrere zeitgenössische und etwas spätere Sepia-Marginalien als interessante Kommentare zu einzelnen Themen, viele darunter wohl eigenhändige Einträge des Humanisten und Reformators Philipp Melanchthon (1497-1560). 2 Seiten (CCCCXVIIv und CCCCXVIIIr) mit interessantem Fehldruck (minimale Verschiebung der Druckplatte), sonst kaum fleckig, in grandios schöner Gesamterhaltung, ein besonders breitrandiges Exemplar mit Témoins.

Die schöne Postinkunabel ist in einen ebenfalls bemerkenswerten Einband eingebunden. Der breite Schweinslederrücken ist mit Rautenstempel zwischen Schlingwerkmustern verziert, die kleinen Pry, die Zirbelnuss zeigt, was auf eine Augsburger Werkstätte hindeuten könnte. Die Holzdeckel sind mit diagonalen dreifachen Streichlinien geziert, und interessanterweise findet sich in der Mitte ein großer Brandprägestempel im Kreis (Durchmesser ca. 3,8 cm) mit einer Druckermarke (links ein Tier im Wappenschild, ein Löwe oder Drache, rechts der Winkelhaken mit den drei Sternen, darüber die Jahreszahl "1525"), darüber Reste des mit schwarzer Tinte in einer Gotica aufgebrachten Autorennamen "Volater[ano]". Auf zwei der drei Seiten des Schnittes ebenfalls die für eine Humanisten-Bibliothek typischen Schnitt-Titel mit den Volumen-Nummern der Sammlung, die die Bücher auch zugrifflich machten, wenn sie im Regal liegend gelagert worden: "223 Volaterano" und "159 136 Volateran[us]".

Sehr selten, über den KVK sind nur das Exemplar in der Staatsbibliothek München nachzuweisen, ferner eines in der Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts in Florenz.

Der (wohl Anfang des 19. Jahrhunderts erneuerte) Vorsatz vorn mit fünf (teils wieder aufkaschierten) Exlibris, darunter dem Bücherzeichen der Familie "Scheurl und Tucher" in einem hier altkolorierten Holzschnitt von Lucas Cranach d. Ä. (1472-1553) mit dem Versaltext in zwei Zeilen: "HIC SCHEVRLINA SIMVL TVCHERINAQ, SIGNA REFVLGENT QUE DOCTOR GEMINI SCHEVRLEN PARENTIS HABES". Ferner ein gestochenes Wappenexlibris eines "Henry Paul", "Georgius Kloß, Francofurti ad Moenum", der "Library Harwieck" sowie ein modernes Monogramm-Exlibris "AK", kleiner Klebezettel auf Vorsatz.

Der Arzt Georg Kloß (1787-1854) war auch Schriftsteller, Historiker und Büchersammler und erwarb im Laufe seines Lebens eine umfangreiche Forschungsbibliothek, die er ab Donnerstag, den 7.-29. Mai in London, bei S. Sotheby & Son versteigern ließ. Der Katalog verzeichnet das vorliegende Exemplar auf Seite 285 unter der Losnummer 3992 mit der Beschreibung: "Melancthon's Copy, with marginal notes" (die originale Fiche ist als Ausschnitt auf den VDeckel montiert). Sothebys Katalog der Versteigerung hatte zahlreiche Bücher aus dem Besitz des Philipp Melanchthon (1497-1560), viele auch mit dessen handschriftlichen Anmerkungen im Angebot: Catalogue of the Library of Dr. Kloss, of Franckfort a M., Professor; including many original and unpublished manuscripts and printed books with ms. annotations, by Philip Melancthon. Which will be sold by auction, by Mr. Sotheby and Son, Wellington Street, Strand. London 1835. Im Vorwort dieses Katalogs liest man: "There is, however, a peculiar circumstance that renders this class doubly interesting; namely, that a very great number of the volumes have passed through the hands, and many of them have been the property, of the great scholar Melancthon, who has enriched them with numerous manuscript notes" (S. VII).

Stima
€ 6.000   (US$ 6.839)


Aggiudicato per € 6.500 (US$ 7.409)


» Bibliotheca Scholastica

Brüggemann, Ludwig Wilhelm
Brief Stettin 1797

Lotto 2151

Brüggemann, Ludwig Wilhelm, aus Pommern stammender Berliner ev. Pfarrer und Geograph, Lehrer und Seelsorger der Prinzessin Amalie von Preußen, ausgezeichneter Anglist und Gründer einer Berliner Lesegesellschaft für englische Literatur, ferner Verfasser einer großen Landesbeschreibung von Pommern (1743-1817). Eigh. Brief m. U. "Brüggemann". 4 S. 4to. Stettin 4.V.1797.

An den (nicht genannten) Philologen Johann Gottlob Schneider (1750-1822), dem er seine soeben in Stettin erschienene Bibliographie "A View Of The English Editions, Translations And Illustrations Of The Ancient Greek And Latin Authors ; With Remarks, by Lewis William Brüggemann" übersendet und diese in dem ganzen Brief ausführlich erläutert. Er habe mit dem Druck so lange gezögert, weil er jeden erreichbaren Titel mit gleicher Sorgfalt bearbeiten wollte, so dass im Manuskript immer wieder Verbesserungen und Erweiterungen nötig waren. "... So ist z. B. der Artikel Cicero, seit der vor 2 Jahren gedruckten Probe, jetzt beinahe durchgehends theils berichtiget, theils ansehnlich erweitert worden. Dem Blicke meines liebenswürdigen und gelehrten Freundes, der in seinen vortreflichen Ausgaben der griechischen und lateinischen Classiker zugleich so ausgebreitete litterarische Kenntniße bewiesen hat, wird es auch nicht entgehen, daß in der Fabriciusschen griechischen so wol als lateinischen Bibliothek, und zwar nach den neuesten Ausgaben, welche [Gottlieb Christoph] Harles und [Johann August] Ernesti besorget haben, nicht die Hälfte der von mir angeführten englischen Schriften angezeiget worden ist ...". Zieht dann noch andere Nachschlagewerke und Klassiker-Editionen zum Vergleich heran und stellt als Neben-Erkenntnis seiner Arbeit fest, dass von Erfindung der Buchdruckerkunst bis zum Ende des 16. Jahrhunderts die italienischen, französischen und deutschen Klassiker-Ausgaben philologisch besser gewesen seien als die englischen. Abschließend bemerkt er: "... Mit dem größten Verlangen sehe ich Ihrem neuen kritischen, Griechisch-Deutschen Handwörterbuche entgegen, welches Ihnen zwar unsägliche Mühe machen muß, dagegen aber auch für einen jeden, der sich mit dem Studium der alten Griechen beschäftiget, ein ganz unentbehrliches Handbuch werden und alle übrigen griechischen Wörterbücher verdrängen wird ... Mit Recht bin ich stolz auf die Freundschaft, mit welcher Sie mich beehren ...".

Stima
€ 150   (US$ 170)


Prezzo post-asta
€ 100   (US$ 113)


(Post-asta chiuso.
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» Autografi

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