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Tutti i Cataloghi termini di ricerca: Alexander I.
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Hornemann, Friedrich Konrad
Tagebuch seiner Reise von Cairo nach Murzuck

Lotto 31

Die "erste itinerarische Grundlinie" durch die Sahara
Hornemann, Fr(iedrich Konrad). Tagebuch seiner Reise von Cairo nach Murzuck, der Hauptstadt des Königreichs Fessan in Afrika in den Jahren 1797 und 1798. Aus der teutschen Handschrift desselben herausgegeben von Carl König. XXX, 240 S. Mit 2 gernezkolorierten Kupferstichkarten. 19,5 x 12,5 cm. Marmorierter HLederband d.Z. (etwas berieben) mit RSchild. Weimar, Landes-Industrie-Comptoir, 1802.

(Bibliothek der neuesten und wichtigsten Reisebeschreibung Band VII). Kainbacher 185. Henze II, 628. Vgl. Cox I, 398 (englische Ausgabe). – Erste Ausgabe der bedeutenden deutsche Reisebeschreibung des "Pioniers der Saharaforschung". Der aus Hildesheim stammende Forschungsreisende Friedrich Konrad Hornemann (1772-1801) "lieferte eine erste itinerarische Grundlinie durch die Wüste, von Kairo über Siwa und Audjila nach Mursuk, eine Linie, von der nun alle Betrachtung ausging. Zudem gab er reiche Aufschlüsse über die mittlere Sahara und den mittleren Sudan, die J. Rennell zusammen mit Brownes Nachrichten auf seiner vermehrten und berichtigten Karte von Nord-Afrika, 1802, zu einem vielfach ganz neuen, den wahren Verhältnissen weiter genäherten Bilde zusammensetzte" (Henze II, S. 625 ff.). "Hornemann was one of the unlucky four sent out by the African Association to solve the vexatious question of the elusive Niger - where was it's source, in what direction did it flow, and where did it empty. He set out from Egypt, reached Murzuk, but endend up in Tripoli. Starting from the country he made another attempt, but died somewhere on the Niger, without being able to inform the world of what he accomplished" (Cox).
"Die Bedeutung dieses Reisenden liegt darin, daß er als der erste wissenschaftlich forschende Europäer den Weg Kairo-Mursuk und Mursuk-Tripolis beschritt, die erste direkte Nachricht über Audschila und Mursuk nebst einer reichen Menge von Erkundigungen über die Länder südlich, westlich und östlich von Mursuk mittheilte, welche für spätere Erforscher bis auf Barth und Vogel herab von Werth gewesen sind. Hornemann gehört zu den ersten jener durch Alexander von Humboldt repräsentirten Gruppe moderner Reisenden, die gründliche wissenschaftliche Vorbildung mit Vielseitigkeit der Interessen verbinden. Seine Darstellung ist von einer für seine Zeit bemerkenswerthen Einfachheit, Klarheit und Sachlichkeit" (ADB XIII, 150). Die beiden grenzkolorierten Karten zeigen Hornemanns Reiseroute sowie die bei Henze erwähnte Nordafrikakarte von Rennell. Ein Nachdruck erschien 1803. – Ohne den häufig fehlenden Reihentitel. Leicht stockfleckig, im Rand etwas gebräunt, Titel und Vorsatz mit hs. Besitzeintrag von 1831, Innenspiegel mit montiertem Exlibris.

Stima
€ 450   (US$ 513)


Aggiudicato per € 520 (US$ 592)


» Geografia
Praemer, Wolfgang Wilhelm
Arbor Monarchica, Repraesentans Omnes Universi ...

Lotto 111

Praemer, Wolfgang Wilhelm. Arbor Monarchica, Repraesentans Omnes Universi Orbis Monarchas, Id Est: Pontifices, Imperatores, Reges Electores, Duces Et Philosophos, Illorum vitam & regiminis Annos, Regnorum ortus & occasus a Mundo condito usque ad praesentia tempora. 3 (statt 4) Bl. Mit 7 vielfach gefalteten Kupferstichtafeln von jeweils mehreren Platten als Segmente zu einem monumentalen Stammbaum. Ca. 59 x 43 cm. Stärker lädiertes Leder d. Z. (zahlreiche Fehlstellen, wellig, angestaubt und angeschmutzt, fleckig, Randläsuren, Risse, Rücken teils fehlend) mit Resten von Goldprägung (meist oxidiert). Wien, o. Dr. (Praemer), 1698.

Coreth 42. Jöcher III, 1742. VD17 32:680817Z; 75:706777L; 23:699239N; 32:687135Q; 32:680817Z. – Erste Ausgabe des "Arbor Monarchica", eines der (in Buchform veröffentlichten) größten Kupferstichtafeln, die jemals gedruckt wurden: Die sieben Segmente von jeweils ca. 210 x 115 cm ergeben zusammenmontiert einen Stammbaum von fast achteinhalb mal zwei Metern (ca. 840 x 210 cm!). Gezeigt werden die wichtigsten historischen Ereignisse aus 5640 Jahren monarchischer Geschichte mit dem Verzeichnis von Päpsten, Kaisern, Königen, Kurfürsten, Herzögen und Gelehrten, stets mit Angabe der Lebens- und Regierungszeiten, Ursprung und Untergang der Herrscherfamilien bis zum Jahre 1698.
Stecher waren J. Schmutzer, J. Franck von Landgraffen und andere, jede der sieben Segmente ist wiederum aus einigen Platten zusammengefügt.
"Der sieben Meter hohe, in Kupfer gestochene Riesenstammbaum, vom Hofkriegsrat Wolfgang Wilhelm Prämer, [hängt] prunkend im Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchiv ... er zeigt nicht eine genealogische Abstammung, sondern die in Gestalt eines Baumes angeordnete historische Folge der fünf Weltmonarchien von Adam bis Kaiser Leopold, wobei die Herrscherpersönlichkeiten anderer Reiche und große historische Gestalten zu dem jeweiligen Zeitpunkt als Äste und Nebenzweige dem Hauptstamm entwachsen" (Coreth).

Prämers tabellarisch-chronologisches Lexikon der Weltgeschichte steht mit seinem eschatologischen Weltbild in der Tradition der auf der Vision des Propheten Daniel basierenden Lehre von den vier Weltreichen, das in Österreich bis zur Aufklärung vorherrschend war. Ungeachtet dieses altertümlichen Gliederungssystems war Prämer bestrebt, auch neueste historische und geographische Werke auszuwerten und als Quelle seiner Arbeit anzuführen. Als jüngstes Werk nennt er die erst ein Jahr vorher veröffentlichte Biographie Leopolds I. von Giovanni Battista Comazzi (1697).

Das einzigartige Riesenformat erklärt sich in erster Linie aus einer dialektischen Überlegung. Im Sinne der zeitgenössischen Mneomotechnik betont der Autor, dass seine Publikation ähnlich einem Globus bildlich die historische und gottgewollte Ordnung nachvollziehbar mache, indem sie jeder Person und jedem historischen Ereignis „seinen rechtmäßigen Sitz/ und Wohnungs-Platz“ zuweise und damit der Leser „daßjenige, was sonst in so viel tausent Büechern enthalten, in einem Tabell oder Compendio ohne sondere Beschwährung in weniger Zeith Vollständtig begreiffen könne“ (Friedrich Polleroß. Arbor Monarchica. Ein Beitrag zur Kulturgeschichte des Wiener Hofes um 1700, in: Frühneuzeit-Info 8, 1997, 7-22).

Die einzelnen Segmente gliedern sich:
1. Prima Pars Arboris Monarcharum
Die ersten zehn Patriarchen der Welt von Adam bis Noa
2. Secunda Pars, et Prima Monarchia Assyrica
Die erste assyrische Monarchie ab der Erhebung des Nimrod
3. Tritter Theil als Anderte Persische Und Tritte Griechische Monarchia
Die griechische und persische Monarchie von Alexander dem Großen bis Cleopatra
4. Quarta, et Prima Pars Romanae, Monarchiae
Römische Kaiserzeit von Cäsar bis Constantin
5. Quinta, et Secunda Pars Romanae Monarchia
Kaiserzeit Constantin bis Karl dem Großen
6. Sechster: Und Tritter Theil der Röm. Monarchia
Kaiserzeit Karl der Große bis Konrad IV.     
7. Sibenter: Und Vürter Theil der Röm. Monarchia
Kaiserzeit Rudolph I. bis Leopold I. – Ränder teils mit Läsuren, Ein- und kleinen Ausrissen, durchgehend etwas angestaubt bzw. unfrisch, verso mit großen zeitgenössischen Titeln in Handschrift, vom Block gelöst, Tafeln lose, stock-, finger- bzw. sporfleckig, teils stellenweise leicht verfärbt, wenige größere Ausrisse (mit Darstellungsverlust), jedoch meist an Falzen gerissen, insgesamt noch ordentlich und gut restaurierbar (bzw. aufziehbar), vollständig, wie nur seltene Exemplare. Neben dem kolorierten Riesenbild in der Direktion des Österreichischen Staatsarchivs sowie je einem Exemplar der Bayreuther Universitätsbibliothek und der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar existiert nur eine gebundene Stichserie in der Österreichischen Nationalbibliothek.

Stima
€ 2.200   (US$ 2.508)


Aggiudicato per € 1.600 (US$ 1.823)


» Geografia

Sternberg, Alexander von
Die gelbe Grńfin

Lotto 681

Sternberg, A(lexander) von. Die gelbe Gräfin. 2 Bände. 1 Bl., 359 S.; 1 Bl., 331 S. 16,5 x 11,5 cm. Schwarzer moderner Leinenband mit schlichter RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. Berlin, Alexander Duncker, 1848.

Kosch XX, 3. ADB XXXIX, 299f. Hayn-Gotendorf VII, 437. – Erste Ausgabe seiner laut ADB spannendsten Erzählung, "die einen ziemlich unwürdigen Gegenstand der Memoirenlitteratur frei behandelt. Elisabeth, welche wegen einer von Friedrich über sie gethanen verächtlichen Aeußerung diesen mit Krieg überzog, hatte schon in frühester Zeit heimlich eine Tochter geboren, welche später mit Hülfe einiger Franzosen außerhalb Rußlands in Sicherheit gebracht werden sollte. Die Franzosen erwiesen sich als unzuverlässig, dagegen wurde durch einen Rath beim Reichskammergericht in Wetzlar und seinen Sohn aufs beste für sie gesorgt. Doch bemächtigte sich sogleich in Wetzlar einer der Franzosen der Tochter eines Tausendkünstlers und gab sie für die Tochter der Elisabeth - die gelbe Gräfin - aus.
Die untergeschobene war sehr schön, aber halb blödsinnig. Sie mußte jedes Mal erst durch Schläge mit einem Instrumente, welches sie in einem schönen Futterale bei sich trug, wozu sie den Schlüssel selbst herausgab, zum öffentlichen Erscheinen gezwungen werden. In einer Gesellschaft beim Erzbischof von Köln, der den Franzosen mit vielem Gelde unterstützt hatte, wurde ihr Irrsinn entdeckt. Dennoch kam sie nach Ungern’s Romane gleich der ersten Tochter der Elisabeth noch unter Katharina II. nach Rußland, wo beide untergingen.
Die echte Gräfin hatte als Gattin des jungen Mannes aus Wetzlar einige Jahre verborgen in der Schweiz gelebt, war aber dann auf einige Zeit durch die französische Revolution nach Paris gerufen worden. Das erinnert an Goethe’s 'Natürliche Tochter', mit welcher dieser Leihbibliotheksroman sonst in keiner Hinsicht etwas gemein hat. Doch stand die Arbeit noch weit über den 'Braunen Märchen' und dem zweibändigen 'Deutschen Gilblas'" (ADB). – Etwas stärker braun-und stockfleckig, vorderes Innengelenk von Band II angeplatzt, der fl. Vorsatz dort mit Leihbibliotheksstempel.

Stima
€ 120   (US$ 136)


Aggiudicato per € 80 (US$ 91)


» Letteratura
Lovisa, Domenico
Il gran teatro di Venezia ovvero raccolta delle...

Lotto 918

Lovisa, Domenico. Il gran teatro di Venezia ovvero raccolta delle principali vedute e pitture che in essa si contengono. Diviso in due tomi. Tomo secondo = Band II (von 2). 1 Blatt (Titel) in Schwarz und Rot gedruckt. Mit 57 (davon 3 eingefaltete) Kupfertafeln meist von Andrea Zucchi nach Silvestro Manaigo. 48 x 67 cm. Halbleder d. Z. (beschabt, bestoßen, etwas angestaubt) mit rotem RSchild. (Venedig, Domenico Lovisa, 1720).

Brunet II, 1696. Thieme-Becker XXXVI, 576. Ornamentstichsammlung 2693. – Der zweite Band des prachtvollen Tafelwerks mit den großformatigen Kupfertafeln (ca. zwischen 73 x 39 cm und 34 x 45 cm), die religiöse und geschichtliche Szenen nach Gemälden der großen italienischen Künstler zeigen. Das "Gran Teatro di Venezia" wurde um 1715 von einem Gremium venezianischer Aristrokraten geplant, die die "Splendori della Repubblica" und ihrer Kunstsammlungen darstellen wollten und den Kupferdrucker und Verleger Domenico Lovisa (1690-1750) mit dem Auftrag betrauten. Ursprünglich beabsichtigten sie, eine Sammlung von 100 Illustrationen mit Ansichten von Venedig und eine zweite Serie von 100 Stichen mit Abbildungen der bedeutendsten Gemälde, Kunst- und Kultgegenstände etc., jeweils mit erklärendem Text, zu veröffentlichen, woraus dann allerdings zwei - in sich vollständige - Galeriewerke mit zusammen "nur" 122 Tafeln (Teil I 65, Teil II 57 Tafeln) wurden.
Neben den Stichen nach Vorlagen von Silvestro Maniago (1670-1735) finden sich solche nach den berühmtesten venezianischen Gemälden, beispielsweise nach Tizians Tempelgang der Mariae ("Presentazione di Maria al Tempio" und Tintorettos Interpretation derselben Szene ("Purificatione della B. Vergine"), desselben Darstellung des Raubs der Markusreliquien ("Temporale miracoloso insorto, mentre li Alessandrini volevano impedire la Traslazione à Venezia del corpo di S. Marco"), ferner Francesco Bassanos Schwertübergabe des Papstes Alexander III. an den Dogen Ziani, der gegen Kaiser Barbarross in den Kampf zog: "Prima che monti il Doge Ziani la Galera per andar contro Federico, le vien donato dal Pontefice lo stocco benedetto" mit der grandiosen Ansicht der Piazza di San Marco. – Die ersten und letzten Tafeln mit unschönen Wasserflecken im bemerkenswert breiten Rand von rechts, die Darstellungen aber jeweils durchgehend sauber und frisch und in allerbestem, gratigen und kraftvollen Druck.

Stima
€ 2.200   (US$ 2.508)


Aggiudicato per € 1.500 (US$ 1.709)


» Libri del Cinquecento

El Dioscˇrides grecolatino
Vat. Chigi 53

Lotto 942

El Dioscˇrides grecolatino del Papa Alejandro VII. Vat. Chigi 53 (F. VII 159). 2 Bände (Faksimile und Kommentar). Mit einer Vielzahl an ganzseitigen Illustrationen. 30 x 21,5 cm. Rotes OLeder mit Goldprägung in schwarzer OLeinenkassette (leichte Gebrauchsspuren) und illustrierte OSeide in OJapanpapier-Schuber. Madrid, Testimonio Compania Editorial, 2001.

Die faksimilierte Handschrift behandelt Themen der Botanik und der Medizin und stammt aus der berühmten Bibliothek Papst Alexanders VII. (1599-1667). Die "Dioscorides" basieren auf einer antiken Handschrift aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. und wurden nach ihrem Autor, dem griechischen Arzt Pedanios Dioscorides Anazarbeus, benannt. – Nahezu verlagsfrisch.

Stima
€ 150   (US$ 170)


Aggiudicato per € 600 (US$ 683)


» Libri del Cinquecento

Gregor XIII., Papst
Corpus iuris canonici emendatum et notis

Lotto 1143

Gregor XIII., Papst. Corpus iuris canonici emendatum et notis. Hrsg. von Giovanni Paolo Lancellotti. 26 Bl., 454 S., 1 w. Bl. Mit gestochener Druckermarke auf dem Titel. 38,5 x 26 cm. Kalbsleder d. 18. Jahrhunderts (Rücken vollständig restauriert, etwas stärker berieben und beschabt, fleckig, bestoßen) mit goldgeprägtem RTitel und RVergoldung. Paris, o. Dr., 1618.

Umfassendes Werk zur Kirchengeschichte von Papst Gregor XIII. (1502-1585), der vor allem wegen der auf ihn zurückgehenden Kalenderreform bekannt ist. Mit der Bulle "Inter gravissimas" erließ er 1582 den bis heute gültigen Gregorianischen Kalender. – Leicht gebräunt. Mit gestochenem Exlibris von Alexander Hume-Campbell, Earl of Marchmont (1675-1740). – Nachgebunden: I) Papst Gregor IX. Decretales, cum privilegio Gregorii XIII. 7 Bl., S. 454-727. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. Ebenda 1618. - II) Papst Bonifatius VIII. Liber sextus decretalism, cum privilegio Gregorii XIII. 3 Bl., S. 732-885. Mit blattgroßem Textholzschnitt. Ebenda 1618. - Am Schluss leicht wurmspurig. - III) Giovanni Paolo Lancellotti. Institutiones iuris canonici. 72 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. Ebenda 1618. - Zu Beginn leicht wurmspurig.

Stima
€ 400   (US$ 455)


Prezzo post-asta
€ 200   (US$ 227)


(Post-asta chiuso.
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» Bibliotheca Scholastica
Nicolaus de Ausmo
Supplementum Summae Pisanellae. Venedig, Leonha...

Lotto 1212

Nicolaus de Ausmo. Supplementum Summae Pisanellae [mit] Alexander de Nevo. Consilia contra Judaeos faenerantes. Mit Brief von Franciscus Condulmarus an die Abgeordenten von Verona. Astesanus. Summa de casibus... 1 w., 378, 1 w. Bl. 2 Spalten. 49 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 14,7 x 9,5 cm. Format: 21,4 x 15 cm. Mit großer Schmuckinitiale "Q" in Blau mit Federwerk in Rot und Gelbbraun über drei Seiten der Kolumne und ca. 734 roten und blauen Lombarden, davon 8 6-zeilige und 726 3-4-zeilige. Blindgeprägtes, geglättetes Kalbsleder d. Z. (mit Bezugsfehlstellen und brüchigen Gelenken, sauber restauriert und die größeren Fehlstellen fachmännisch restauriert) mit 2 (statt einst 4) ziselierten Messingschließen (es fehlen 2 Schließbeschläge auf dem Rücken und die beiden Bügel für die untere und obere Schließe). Venedig, Leonhard Wild, 1489 (d. i. 1479).

Hain-Copinger 2169. GW 26274. Goff N-71-72. Proctor 4457. Pellechet 1642. Feigelmanas 313. Bodleian N-030. Borm 1918. Madsen 2855. Sack 2535. Walsh 1772. BMC V, 265. BSB-Ink N-75. CIBN N-41. CIH 2376. 315. IBE 4071. IBP 3914. IGI 6877. ISTC in00071000. Nicht bei Oates und Voullième. – Die fünfte um die "Concilia" des Alexander de Nevo (gest. 1484) erweiterte Ausgabe des vielfach gedruckten, gegen 1444 abgefassten und im Druck erstmals 1473 erschienenen Supplements des Nicolaus de Ausmo zur Summa Theologica des Pisanello. Es handelt sich um das Hauptwerk aus der Feder des Theologen und Rechtsgelehrten, Mitarbeiters des Hl. Bernhard von Siena an der Ordens- und Volksreform, Nicolaus de Ausmo (auch Nicholas de Osimo oder Auximo bzw. Auximanus; gest. 1454). Das "Supplementum Summae Magistratiae seu Pisanellae" ist eine durchgesehene, überarbeitete und erheblich erweiterte Ausgabe der "Summa theologica" des Dominikaner-Gelehrten Bartolomeo da San Concordio (1260-1347), aus dem Örtchen San Concordio bei Pisa (daher "Pisanello").
Ausmos "Supplementum" gilt als eines der wichtigsten Zusammenfassungen, "Digesten", des kanonischen Rechts, das sich als Referenzwerk für kirchenrechtliche Fälle höchster Popularität erfreute und zwischen 1482 und 1500 über 25 Male gedruckt wurde, in Reutlingen, Venedig, Genua, Nürnberg, Köln und Mailand (in dieser Reihenfolge, dazwischen Mehrfachauflagen). Die Ausgabe Renners enthält ferner auch eine Abhandlung über die jüdischen Geldleiher. – Durchgehende Feuchtigkeitsspuren und Wasser- und Sporflecke am rechten Rand, dadurch restaurierte Fehlstellen und Moderspuren durch die ersten Blätter, im Rand ohne Textverlust, sonst nur vereinzelte kleine Randläsuren, hier und da kleine Farbverwischungen der Rubrikation, die weißen Anfangs- und Schlussblätter sind alt hs. beschrieben.
Der bemerkenswert schöne Einband aus einer italienischen Werkstatt, dem Ornament zufolge wohl aus dem Veneto, wenn nicht aus Venedig selbst. So greifen die Schließen von oben nach unten, die sechs Schließbeschläge aus poliertem Messing sind mit Rundkopfnägeln aufgehämmert und mit runden Drechselornamenten geziert.

Stima
€ 3.000   (US$ 3.419)


Aggiudicato per € 1.500 (US$ 1.709)


» Bibliotheca Scholastica
Schr÷der, Rudolf Alexander
15 Autographen

Lotto 2116

[*] Schröder, Rudolf Alexander, Lyriker und Erzähler (1878-1962). Konvolut von 14 Briefen und 1 sign. Porträtfoto. Zus. ca. 16 S. Mit 3 Umschlägen. Gr. 4to und quer-gr. 8vo. Bergen (Obb.) 1945-1962.

10 eigh. Briefe m. U. "Schröder", 4 masch. Briefe m. U. "Schröder" und 1 Porträt-Fotografie m. U. "Rudolf Alexander Schröder" auf dem Untersatzblatt (21 x 14,5 cm). Interessante Folge von Briefen an Wilhelm Schwinn, evangelischen Pfarrer in Starnberg (später Dekan in Würzburg), vor allem mit familiären Neuigkeiten, aber auch anderen Nachrichten. "... Ich will dann sehen, was ich über den Sommernachtstraum zu sagen weiß. Vielleicht verknüpfe ich's mit dem Sturm und hoffe, das wird recht sein. Grade das 'Menschenbild' ist ja im Sommernachtstraum am schwersten zu fassen. Tief betrübt bin ich über Otto Taubes schwere Heimsuchung ... Ich will mein 'Auftreten' bei Ihnen mit einem Aufenthalt in Gauting verbinden ..." (16. X. 1945). - "... Ich weiß nicht, ob Ihnen die 'Pressestimme' Carl Barths auch einen so fatalen Eindruck gemacht hat wie mir. Ich bin völlig außer mir über die Kälte und 'Beiläufigkeit', mit der ein solcher Mann sich über unser Unglück ausgelassen hat ... etwas mehr Teilnahme und Ehrfurcht vor so ungeheuerlichem Schicksal hätte man von dem Menschen, der einige seiner besten Jahre in Deutschland verbracht hat, erwarten dürfen ..." (26. X. 1945). Der Schweizer Theologe Karl Barth (1886-1968) hatte 1945 einen Sammelband mit dem Titel "Eine Schweizer Stimme" veröffentlicht. - "... Eben vor der Abfahrt nach Neubeuern schicke ich Ihnen die Ilias ... Ich bin bis Mitte Juni völlig überlastet von zwei Terminarbeiten, die mich wohl an den äussersten Rand meiner Kräfte bringen werden ..." (11. IV. 1946). - "... Wie hier nach Doras Tod sich die Dinge gestalten werden, ist noch nicht ganz abzusehen. Vorläufig ist meine jüngste Schwester bei mir, und meine Nichte Borchardt hilft mir bei meinen Versuchen meine Shakespeare Übersetzungen zu einem gewissen Abschluss zu bringen ..." (24. VI. 1960). - Außer seinem Shakespeare-Vortrag und Otto von Taube erwähnt er Hermann Uhde-Bernays, Richard von Kühlmann, Peter Paul Althaus, Friedrich Alfred Schmid-Noerr u. a. - Wilhelm Schwinn war nach seiner Pfarrzeit in Starnberg evangelisch-lutherischer Dekan in Würzburg und erwarb sich dort große Verdienste um die evangelische Erwachsenenbildung in Bayern. In Würzburg ist nach ihm ein Platz benannt, an dem das Rudolf-Alexander-Schröder-Haus (Evangelisches Bildungszentrum Würzburg) steht. - Gut erhalten.

Stima
€ 900   (US$ 1.026)


Prezzo post-asta
€ 600   (US$ 683)


(Post-asta chiuso.
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» Autografi

Adelung, Friedrich von
Brief 1802

Lotto 2137

[*] Adelung, Friedrich von, deutsch-russischer Sprachforscher, Erzieher der Brüder des Zaren, auch Theaterleiter in St. Petersburg (1768-1843). Eigh. Brief m. U. "Adelung". 1 S. Mit montiertem Lacksiegel am Unterrand. 4to. St. Petersburg 26.V.1802.

An einen Herrn, der ein Buch für den Zaren gesandt hatte, das nun "bis zur Zurückkunft des Kaisers, also etwa 4 Wochen, liegen bleiben wird. Ich habe es unterdessen dem Staatssekretär, Herrn von Engel, durch welchen alle vom Auslande eingesandten Sachen dem Monarchen überreicht werden, zugestellt ...". - Adelung war zunächst in Riga und Mitau kaufmännisch tätig. Später leitete er in St. Petersburg das Deutsche Theater und betätigte sich als Zensor für deutsche Literatur. Seit 1803 zum Erzieher der Großfürsten Nikolaus und Michael, der Brüder des Zaren Alexander I., bestimmt, verwaltete er auch die Bibliothek der Zarin. 1809 ernannte ihn die Petersburger Akademie der Wissenschaften zum korrespondierenden Mitglied. Adelung wurde 1824 in den russischen Staatsdienst übernommen, nobilitiert und zum Direktor des Orientalischen Instituts ernannt. - Aus der Slg. Künzel.

Stima
€ 180   (US$ 205)


Prezzo post-asta
€ 120   (US$ 136)


(Post-asta chiuso.
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» Autografi

Rohlfs, Gerhard
Brief Weimar 1871

Lotto 2178

[*] Rohlfs, Gerhard, Afrika-Forscher und preuß. Hofrat, unternahm acht Reisen, mit teils langjährigen Aufenthalten, nach Afrika und Sansibar (1831-1891). Eigh. Brief m. U. "Gerhard Rohlfs". 1 S. Gr. 8vo. Weimar 22.I.1871.

An einen Herrn in Pirna: "... Ich kann Ihnen einstweilen nur die feste Versicherung machen, daß ich gerne bereit bin, nach Pirna zu kommen um über meine Reisen in Africa vorzutragen. Der Verlauf meiner Krankheit durch Kälte bedingt ist aber leider derart, daß ich selbst im Februar zu kommen, nicht ganz fest versprechen kann ...". Bittet, das Honorar selbst festzusetzen. - Großherzog Carl Alexander schenkte Rohlfs in Weimar das Grundstück Belvederer Allee 19 (Ecke Kantstr.), wo er von 1881-83 und 1885-89 den (heute noch existierenden) trutzigen Travertinsteinbau bewohnte.

Stima
€ 180   (US$ 205)


Prezzo post-asta
€ 120   (US$ 136)


(Post-asta chiuso.
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» Autografi


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