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Dürer, Albrecht
Das Tier mit den Lammshörnern

Lotto 5061

[^] Das Tier mit den Lammshörnern. Holzschnitt. 39,2 x 28,1 cm. (1496-1498). B. 74, Meder 175, deutsche Urausgabe von 1498.

Dürer illustriert hier das dreizehnte Kapitel der Johannes Offenbarung, in dem es zu Beginn heißt: „Und ich sah ein Tier aus dem Meer steigen, das hatte zehn Hörner und sieben Häupter und auf seinen Hörnern zehn Kronen und auf seinen Häuptern lästerliche Namen. Und das Tier, das ich sah, war gleich einem Panther und seine Füße wie Bärenfüße und sein Rachen wie ein Löwenrachen. Und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Macht [...]“ (Offb 13,1-11). Eines der seltensten Blätter aus dem Zyklus der Apokalypse. - Prachtvoller, klarer und gegensatzreicher Druck der deutschen Urausgabe von 1498 mit feinem Rändchen um die Einfassungslinie. Linke untere Eckenspitze ganz minimal angeschrägt und hinterlegt, in der rechten unteren Ecke winzige Randläsuren im äußersten weißen Rand, kleine Bleistiftnummerierung und Reste alter Montage verso, sonst frisch und sehr gut erhalten. Aus der Sammlung Rolf Leopold von Retberg, Hannover, einem der größten Kenner des Werks von Albrecht Dürer (Lugt 2822).

Stima
€ 18.000   (US$ 21.240)


Aggiudicato per € 20.000 (US$ 23.600)


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Dürer, Albrecht
Der hl. Hubertus, auch Eustachius genannt

Lotto 5072

[^] Der hl. Hubertus, auch Eustachius genannt. Kupferstich. 35,6 x 25,9 cm. Um 1501. B. 57, Meder 60 k. Wz. Einköpfiger Adler mit MC im Brustschild (Meder 234).

Die Darstellung des hl. Hubertus, für die Albrecht Dürer selbst die Bezeichnung "Eustachius" gebrauchte, da die beiden Heiligen als Schutzpatrone der Jagd sich die Legende teilen, stellt die größte Kupferstichplatte im druckgraphischen Werk des Meisters dar. In den Abmessungen reicht sie gar an die Holzschnitte der Apokalypse heran. Das Hauptblatt des Meister in einem ganz ausgezeichneten, zarttonigen und noch feinzeichnenden Abzug mit samtener Wirkung und umlaufend mit sehr feinem, gleichmäßigem Rändchen um die Plattenkante, entlang des unteren Rand partiell knapp auf diese geschnitten. Minimal angestaubt sowie nur schwach fleckig, oben mittig eine ergänzte Fehlstelle mit feiner, sehr sorgfältiger Federretusche, unauffällige Ausbesserung in der oberen linken Eckenpartie sowie vereinzelt im äußeren rechten Rand, oben rechts zwischen den Bäumen und im Geweih des Hirschs zwei zarte Quetschspuren, verso vereinzelt schwache Spuren von Rötel, geglättete horizontale Mittelfalte verso, kurzer unauffällig geschlossener Randeinriss unten am Monogramm, sonst insgesamt in sehr schöner und äußerst ausgewogener Erhaltung.

Stima
€ 12.000   (US$ 14.160)


Aggiudicato per € 22.000 (US$ 25.960)


» Stampe
Dürer, Albrecht
Ritter, Tod und Teufel

Lotto 5077

Ritter, Tod und Teufel. Kupferstich. 24,5 x 19 cm. 1513. B. 98, Meder 74 f (von g). Wz. Kleines Stadtwappen (Meder 271).

Der Ritter zu Pferd, begleitet von seinem Hund, reitet durch eine unwirtliche Landschaft aus wurzelbewachsenen schroffen Felsen, blattlosen Bäumen und Sträuchern. Nur die Stadt auf einem Berg in der Ferne verweist auf die menschliche Zivilisation. Durch den Helm daran gehindert, entziehen sich dem Blick des Reiters die monströsen, furchteinflößenden Gestalten die am Wegrand lauern: Es sind der Tod und der Teufel. Der Tod „weist dem Mann ein Stundenglas, geläufiges Symbol der ablaufenden menschlichen Lebenszeit. Doch befindet sich im oberen Teil noch genügend von dem langsam nach unten rinnenden Sand, so dass die Todesdrohung nicht von aktueller Schrecklichkeit ist. Als Mann des Krieges muss dem Reiter der Tod ein ständiger vertrauter Begleiter gewesen sein. […] Das Mischwesen am rechten Rand verkörpert den Teufel. Mit seiner Tierschnauze und dem nach vorn gebogenen, großen Stirnhorn gleicht er dem Teufel auf Dürers Holzschnitt „Christus in der Vorhölle“ (B. 14) von 1510. […] Bewusst lässt Dürer den Betrachter des Blattes im Unklaren, ob der Reiter Tod und Teufel nicht nur im Geiste schaut“ (Schoch/ Mende: Albrecht Dürer. Das druckgraphische Werk, Bd. 1, München 2001, S. 170). Der Kupferstich "Ritter, Tod und Teufel" oder "Reuther", wie Dürer selbst ihn in seinem Tagebucheintrag vom 24. November 1520 nannte, ist der erste der drei sogenannten "Meisterstiche", deren inhaltliche Deutung bis heute Rätsel aufgibt und kontrovers diskutiert wird (vgl. Schoch/ Mende: Albrecht Dürer. Das druckgraphische Werk, Bd. 1, München 2001, S. 166ff). Dieser Stich zählt sowohl technisch als auch inhaltlich sicherlich zu den bemerkenswertesten Arbeiten Dürers. - Ausgezeichneter Druck mit der Plattenkante, mit der Schramme durch das linke Hinterbein. Unauffällige geglättete Mittefalte, schwache Quetschfalte vom Druck am linken Rand, winziges Rostfleckchen, sonst in vorzüglicher Erhaltung.

Stima
€ 8.000   (US$ 9.440)


Aggiudicato per € 16.000 (US$ 18.880)


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Dürer, Albrecht
Melencolia I

Lotto 5078

[^] Die Melancholie (Melencolia I). Kupferstich. 23,9 x 18,8 cm. 1514. B. 74, Meder 75 II, vor dem Ritz auf der Kugel b (von f). Wz. Kleines Krüglein (Meder 158, um 1525).

Albrecht Dürers Kupferstich „Melencolia I“, dessen inhaltliche Deutung seit jeher Rätsel aufgibt, gilt als das am meisten besprochene und kommentierte Werk der Kunstgeschichte. Peter-Klaus Schuster nannte es das „Bild der Bilder“.
Rechts auf einer Steinbank sitzt die weibliche, bildbestimmende Figur. Sie trägt einen Blätterkranz auf dem Haupt und hat Engelsflügel. Den Ellenbogen auf ihr Bein gestützt, legt sie den Kopf nachdenklich in die linke Hand - ein seit dem Altertum geprägter Topos für Schwermut und Trauer. Umgeben wird das geflügelte Wesen von symbolträchtigen Gerätschaften und Utensilien: Hobel und Stichsäge, Lineal und Richtscheit, Nägel und Hammer, Tintenfass und Schmelztiegel, Waage und eine magische Tafel sowie der Stein-Polyeder. Der am Boden kauernde Jagdhund und der Putto auf dem Mühlstein teilen offenkundig die schwermütige Stimmung. Rechts, hinter dem Putto und der weiblichen Gestalt, ragt ein turmartiges, fensterloses Gebäude empor, das die Sicht auf die phantastische Meereslandschaft versperrt, die links zu sehen ist. Am Nachthimmel ein heller Komet und ein Regenbogen. Ein fledermausähnliches Wesen mit aufgerissenem Maul im oberen linken Rand verweist mit dem Titulus „Melencolia I“ auf den Sinngehalt des Kupferstichs. Einhellig geht man davon aus, dass es sich um eine allegorische Darstellung einer der vier menschlichen Temperamente handelt, dem Schema folgend, das in der Antike entwickelt wurde (vgl. Schoch/Mende/Scherbaum: Albrecht Dürer, Das druckgraphische Werk, München 2002, Bd. I, S. 180). Aus der antiken Vier-Säftelehre, nach deren Verständnis das Mischverhältnis der vier Körpersäfte Blut (sanguis), Schleim (phlegma), gelbe Galle (chole) und schwarze Galle (melaina) die Befindlichkeit eines jeden Menschen bestimmt, entwickelte sich die Idee der vier menschlichen Grundtypen mit stereotypen Charaktereigenschaften: Sanguiniker, Phlegmatiker, Choleriker und Melancholiker. Auch zu Dürers Zeit war die Vorstellung dieser vier Grundtypen verbreitet; wurde der Sanguiniker gemeinhin als heiter erachtet, so wurde der Melancholiker als dessen negatives Gegenbild definiert.
Angestoßen durch eine Passage in Aristoteles „Problemata“, die durch neoplatonische Philosophen zunächst in Italien Verbreitung fand, besteht Dürers epochale Leistung vor allem darin, für die europäische Bildtradition dieses mittelalterliche Schema der Komplexionen durch eine neue Sicht auf das melancholische Temperament abgelöst zu haben. Das melancholische Temperament wurde in der Folge mit intellektueller Kreativität in Verbindung gebracht, Melancholie und Genialität bedingten sich nun wechselseitig. Dürers geflügelte Gestalt wird somit zu einer Allegorie der künstlerischen Melancholie. Nicht zu Unrecht sehen einige Forscher deshalb in dem Kupferstich ein „verstecktes Selbstbildnis“ des Künstlers, denn Dürer waren die Leiden des Melancholikers wohl nicht fremd: grundlose Traurigkeit und Weltfurcht - um nur eine der vielen Deutungen aufzugreifen (vgl. op. cit. S. 183). Der Kupferstich ist der letzte der drei sogenannten "Meisterstiche", die Dürer in den Jahren 1513 und 1514 entwarf und die innerhalb des druckgraphischen Œuvres als unübertroffene Höhepunkte gelten. -
Das bedeutende Blatt Dürers in einem zweiten Zustand mit der Richtigstellung der Ziffer 9 auf der magischen Tafel, vor den Kratzern über den Nägeln. Mit dem für den frühen b-Zustand bei Meder beschriebenen Wasserzeichen "Krüglein", das in der Regel, wie auch bei unserem Exemplar, am äußersten Rand situiert ist und hier nur unwesentlich angeschnitten ist. Prachtvoller, äußerst harmonischer und samtener, wohl noch zu Lebzeiten Albrecht Dürer genommener Abzug, der in den dunklen Hintergrund- und Schattenpartien herrlich prägnant und kräftig mit feinem Grat druckt. Mit den Spuren eines Rändchens um die Einfassung, links in zwei Stellen partiell an die Darstellung geschnitten. Unmerkliche Randläsuren, etwa in der unteren rechten Ecke, links im Rand sowie ein kurzer hinterlegter Randeinriss oben, winzige Ausbesserung mit feiner Federretusche in der unteren linken Eckenspitze, winzige Montierungsrückstände oben verso, sonst in unübertrefflich schöner und vollkommener Erhaltung.
Der Kupferstich war 2008 in der Ausstellung "William Kentridge: Seeing Double" in der Marian Goodman Gallery in New York zu sehen.

Stima
€ 120.000   (US$ 141.600)


Aggiudicato per € 160.000 (US$ 188.800)


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Lucchese, Michele
L'Asinaria

Lotto 5130

L'Asinaria. Kupferstich. 26 x 43,3 cm. 1564. Nicht bei Passavant.

Das enigmatische Blatt ist als Allegorie auf die menschliche Torheit zu deuten. Im Vordergrund sind vor der Stadtkulisse des antiken Roms Esel dargestellt, die sich entleeren oder sich gegenseitig beißen. Sie zertrampeln die auf dem Boden liegenden Attribute der Künste und der Wissenschaften. Im Himmel schwebt ein als Pegasus getarnter Esel. Es gibt eine zweite Fassung von Domenico Zenoi, die auf diesen Prototyp zurückgeht. Für eine eingehende Würdigung der Ikonographie siehe Jean Michel Massing: "Washing the Ass's Head: Proverbial and Allegorical Prints of the Sixteenth Century", in: Print Quarterly, vol. XXVIII, September 2011, Number 3, S. 300 - 301. Prachtvoller, kontrastreicher und toniger Druck mit gleichmäßigem Rändchen. Minimale Altersspuren, sonst vorzüglich erhalten. Das Blatt ist von großer Seltenheit.

Stima
€ 6.000   (US$ 7.080)


Aggiudicato per € 14.000 (US$ 16.520)


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Rembrandt Harmensz. van Rijn
Die Windmühle

Lotto 5180

Die Windmühle. Radierung. 14,7 x 20,4 cm. 1641. B. 233, White/Boon (Hollstein) 233, Nowell-Usticke 233, Hinterding/Rutgers (New Hollstein) 200.

Nowell-Usticke R- :"Very uncommon, a popular subject". Ganz ausgezeichneter, gleichmäßiger und leicht toniger, zeitgenössischer Abzug auf fein strukturiertem Bütten, mit feinem Rändchen. Verso mit einigen Sammlerparaphen in brauner Feder. In vorzüglicher Erhaltung.

Stima
€ 24.000   (US$ 28.320)


Aggiudicato per € 28.000 (US$ 33.040)


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Scolari, Giuseppe
Die Himmelfahrt Mariä

Lotto 5200

Umkreis. Die Himmelfahrt Mariä. Holzschnitt. 25,1 x 16,9 cm. Unbeschrieben.

Die künstlerisch hochwertige und anmutige Komposition dürfte von der Hand eines venezianischen Formschneiders aus dem Umkreis Scolaris stammen. In technischer Hinsicht zeichnet sich das Blatt durch seine subtile, fein abgestufte Linienführung aus, während die Figurenauffassung vom Vorbild Tizians geprägt ist. Ausgezeichneter, gleichmäßiger Druck mit feinem Rändchen. Selten.

Stima
€ 1.800   (US$ 2.124)


Aggiudicato per € 12.000 (US$ 14.160)


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Desprez, Louis-Jean
Tombeau avec cariatides

Lotto 5245

Tombeau avec cariatides: Grabmonument mit einem Sarkophag mit Löwen. Aquatintaradierung. 33,5 x 49,6 cm. (1779 -1784). Baudicour 3, Wollin 27 I-II (von II), IFF 28. Wz. Lilie im Kreis mit Nebenmarke Schrift.

Zwischen den Jahren 1779 und 1784 schuf Louis Jean Desprez vier Aquatintaradierungen mit außergewöhnlich eigenwilligen, nahezu düster romantisch anmutenden Kompositionen. Ihren Ursprung hat die Suite der Tombeaux in einer Zeichnung, die Desprez im Frühjahr 1778 ausführte, als er für die Voyage pittoresque von Saint-Non durch Süditalien reiste. Während seines Aufenthalts in Benevento fertigte er zahlreiche Zeichnungen an, darunter eine, welche die Gruft der Stadt zeigt. Die hier vorgenommene Gegenüberstellung mit dem Tod hat ihr direktes Echo in der Folge der vier Tombeaux, die Desprez zum Ende seines Romaufenthaltes in der Aquatintamanier schuf. - Ganz ausgezeichneter, atmosphärischer Druck mit der Signatur des Künstlers, ohne die bei Wollin genannte Weißhöhung und vor dem Zusatz "Em 8." oben rechts. Mit gleichmäßig schmalem Rändchen um die Einfassungslinie. Verso leichte vertikale Mittelfalte, dort leicht fleckig sowie mit schwachem Wasserrand oben, geringe Gebrauchsspuren, sonst in sehr schöner Erhaltung. Von großer Seltenheit.

Stima
€ 7.500   (US$ 8.850)


Aggiudicato per € 36.000 (US$ 42.480)


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Desprez, Louis-Jean
Tombeau avec sphinx

Lotto 5246

Tombeau avec sphinx: Grabmonument mit einer Eule auf einem von Sphingen getragenem Sarkophag. Aquatintaradierung. 35 x 50,3 cm. (1779-1784). Baudicour 5, Wollin 28 I-II (von II), IFF 29. Wz. Lilie im Kreis mit Nebenmarke Schrift.

Prachtvoller, gegensatzreicher und nuancierter Druck ohne die bei Wollin für den ersten Zustand genannte Weißhöhung, jedoch noch vor dem Künstlernamen und dem späteren Zusatz "Em. 8." oben rechts. Mit gleichmäßig schmalem Rändchen um die Einfassungslinie. Leichte vertikale Mittelfalte, unten rechts der Mitte kurze Quetschspur, geringfügige Gebrauchsspuren, sonst tadellos erhaltenes Exemplar. Von großer Seltenheit.

Stima
€ 7.500   (US$ 8.850)


Aggiudicato per € 36.000 (US$ 42.480)


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Desprez, Louis-Jean
Tombeau à la Mort débout

Lotto 5247

Tombeau à la Mort débout: Grabmonument mit dem stehenden Tod vor einem Sarkopag. Aquatintaradierung. 35,2 x 49,7 cm. (1779-1784). Baudicour 2, Wollin 29 I-II (von II), IFF 30. Wz. Vierfüßler im Kreis mit dem Buchstaben P und Nebenmarke.

Ganz ausgezeichneter, samtener und atmophärischer Druck ohne die bei Wollin genannte Weißhöhung, jedoch noch vor aller Schrift, umlaufend mit gleichmäßig schmalem Rändchen um die Einfassungslinie. Unauffällige vertikale Mittelfalten verso, vornehmlich verso leicht fleckig sowie ein Wasserrand oben, unten die Ränder teils leicht bestoßen, oben ein hinterlegter Einriss sowie ein weiterer kurzer Randeinriss, weitere geringe Gebrauchsspuren, sonst in sehr schöner Erhaltung. Von großer Seltenheit.

Stima
€ 7.500   (US$ 8.850)


Aggiudicato per € 36.000 (US$ 42.480)


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