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Immagine Principale Descrizione Stato
Winghe, Joos van
Die Dornenkr÷nung

Lotto 6024

zugeschrieben. Die Dornenkrönung. Grisaillemalerei. 41 x 28 cm.

Souverän ausgeführte Grisaillemalerei, die in stilistischer Hinsicht vergleichbaren Arbeiten des Joos van Winghe sehr nahe kommt. Winghe lernte bei Bartholomeus Spranger und war vier Jahre in Rom, bevor er 1568 in Brüssel Hofmaler des Alessandro Farnese, des Statthalters der Niederlande, wurde. Der Künstler zog 1585 aus religiösen Gründen nach Frankfurt, wo er 1588 das Bürgerrecht erhielt. Sein relativ kleines Œuvre umfasst hauptsächlich religiöse und mythologische Sujets. In den Niederlanden geht die Tradition der Grisaillemalerei zurück auf namhafte Künstler wie Maerten van Heemskerck, Pieter Brueghel d. Ä. und Hendrick Goltzius.

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€ 4.500   (US$ 5.084)


Aggiudicato per € 6.000 (US$ 6.779)


» Dipinti del XV - XIX secolo
Ridolfi, Claudio
Die Anbetung der K÷nige

Lotto 6026

zugeschrieben. Die Anbetung der Könige.
Öl auf Kupfer. 48 x 39,5 cm.

Das sehr qualitätvolle Bild dürfte von der Hand des aus Verona stammenden und in den Marken tätigen Malers Claudio Ridolfi stammen. Ridolfi wurde bei Paolo Veronese ausgebildet und war ab 1603 in Urbino tätig. 1617 kehrte der Künstler für kurze Zeit nach Verona zurück, führte jedoch bereits 1621 in Urbino zusammen mit Girolamo Cialdieri Allegorien für die Hochzeit des Herzogs Federigo Ubaldo mit Claudia de' Medici aus. Siehe Ausstellungskat. Claudio Ridolfi. Un pittore veneto nelle Marche del '600, bearb. von C. Costanzi, M. Massa, Ancona 1994, Nr. 5, Abb. S. 57; Nr. 28, Abb. s. 103. Wir danken Dr. Roberto Contini, Berlin, für den wertvollen Hinweis.

Stima
€ 7.500   (US$ 8.475)


Aggiudicato per € 5.500 (US$ 6.214)


» Dipinti del XV - XIX secolo
Schirmer, August Wilhelm Ferdinand
Ansicht der Ruine von Paulinzella

Lotto 6056

Ansicht der Ruine der Abteikirche von Paulinzella.
Öl auf Leinwand. 32,5 x 42,5 cm. Verso auf der Leinwand von späterer Hand bez. "Klosterruine Paulinzella-Thüringen / Bauwerk der / (Hirsauer Schule). Um 1823.

Mit dem Erwachen der romantischen Hinwendung zur mittelalterlichen Vergangenheit um 1800 wurde die Ruine der romanischen Benediktiner-Abteikirche von Paulinzella (1102-1124) in Thüringen zu einem bedeutenden Ziel für zahlreiche Künstler, Schriftsteller und Gelehrte. Bewunderer fand sie unter anderem in Karl Friedrich Schinkel, Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gottfried Schadow, Wilhelm von Humboldt und Friedrich Schiller. Auf einer Studienreise durch Thüringen und den Harz im Sommer des Jahres 1823 besuchte auch Schirmer gemeinsam mit seinem Künstlerfreund August Wilhelm Julius Ahlborn die Klosterkirche. In den Erinnerungen Ahlborns liest man: "im Juli - es war der Sommer 1823 - unternahmen wir eine Studienreise durch Thüringen und den Harz, die ein Vierteljahr dauern sollte. Es läßt sich kaum Fröhlicheres denken, als so zwei junge Maler, denen in der Frische der Begeisterung alles schön erscheint, alles zulacht und bis zum Horizont die ganze Schöpfung gehört, und die nun bei erstarkenden Fährigkeiten drei schöne Monate lang auf deutschen Bergen, in deutschen Wäldern wetteifern im Dienst der geliebten Kunst". In diesem Bild Schirmers ist viel von dieser euphorischen Stimmung eingefangen. Auf der Berliner Akademieausstellung des Jahres 1824 waren Schirmer und Ahlborn mit den Bildern "Ansicht der Ruine von Paulinzelle, nach der Natur gemalt" und "Paulinzelle in Thüringen, nach der Natur" (Katalognrn. 663 und 630) vertreten. Allerdings kann es sich bei vorliegendem Werk nicht um das auf der Akademieausstellung gezeigte Bild handeln, denn Boetticher (Malerwerke des 19. Jahrhunderts) erwähnt noch die Darstellung Ahlborns (sitzend) und Schirmers (stehend) im Gemälde. Dennoch wird man eine etwa gleichzeitige Entstehung dieses aus Privatbesitz neu aufgetauchten Werkes annehmen dürfen.
Schirmer wählt für seine Komposition einen Standort innerhalb der Vorkirche mit Blick auf das charakteristische Stufenportal, durch dessen Öffnung man die in verheißungsvolles Sonnenlicht getauchte Säulenarkade des Langhauses erspähen kann. Ganz im Geiste der Romantik verschmelzen die bewachsenen Steinquader harmonisch mit der Vegetation, wobei der verklärte Blick auf die Vergänglichkeit vom bewohnten Nebenbau im linken Hintergrund gemildert wird. Ein Gutachten von Prof. Helmut Börsch-Supan, Berlin, vom 19. Januar 2018 ist in Kopie vorhanden.

Stima
€ 6.000   (US$ 6.779)


Aggiudicato per € 6.000 (US$ 6.779)


» Dipinti del XV - XIX secolo
Blunck, Detlev Conrad
Bildnis eines Mannes in schwarzer Jacke

Lotto 6062

Bildnis eines Mannes in schwarzer Jacke.
Öl auf Leinwand. 61 x 48 cm. Unten rechts signiert und bez. "D C Blun[...]/Rom 18[...]".

Ab 1814 besuchte der in Münsterdorf in Holstein geborene Detlev Conrad Blunck die Kunstakademie in Kopenhagen. Christoffer Wilhelm Eckersberg und Johann Ludwig Lund waren seine Professoren und bildeten ihn zum Historienmaler aus, wobei Blunck sich zum Lieblingsschüler Lunds entwickelte.
Im September 1827 gewann Blunck die große Goldmedaille und damit das ersehnte Stipendium nach Rom, wohin er im Sommer 1828 aufbrach. Über mehrere Stationen erreichte er am 29. Dezember die Ewige Stadt, wo er zunächst in der Via Felice eine Wohnung fand. Den Neujahrsabend feierte er gemeinsam im Kreis der dänischen Künstler um Thorvaldsen.
Die Verbundenheit der Künstler - deutscher sowie dänischer - im Kreis von Thorvaldsen in Rom schuf eine Gemeinschaft, die sich auch malerisch niederschlug. Es entstanden Gruppenbilder, die das heitere Zusammensein der Künstler feierten, wie auch in Bluncks „Dänische Künstler in der Osteria „La Gensola“ in Rom von 1836 (Öl auf Leinwand, 71 x 94 cm, Frederiksborgmuseet, Hiller°d). Oder Freundschaftsbildnisse, von denen Blunck zahlreiche anfertigte - er galt als glänzender Porträtist. Es ist u.a. Bendz und Blunck zu verdanken, dass sich die dänischen Künstler mit neuem Selbstbewusstsein zeigten, sei es im Atelierbild oder im Porträt. Als Intellektueller, Bohémien oder „zweiter Gott“ (alter deus) entsteht ein neuer, bildwürdiger Typus des Künstlers. Vorliegendes Bildnis eines elegant gekleideten, jungen Herrn vor einer grünen Stofftapete ordnet sich zweifellos in diese Art der Präsentation ein. Mit wachem und sensiblen Blick schaut er den Betrachter an. Sein dunkler Umhang und der lässig gefaltete Kragen seines weißen Hemdes, zusammengehalten von einer goldenen Anstecknadel, deuten auf Wohlstand und eine gehobene Herkunftsschicht. Die klaren Linien und scharf aufgeteilten Flächen erzeugen eine Brillanz, die vorliegendes Porträt in die Reihe von Bluncks Darstellungen seiner Künstlerkollegen und -freunde in Rom, wie dem Kopenhagener Architekten Frederik Ferdinand Friis (1829), die dänischen Schriftsteller Ludvig B°dtcher (1829) und Christian Winther (1830) sowie den Malern Troels Lund (1831), Friedrich Thöming (1831) und J.A. Jerichau (1838) einzuordnen ist.
Wir danken Karin Bechmann S°ndergaard und Ulrich Schulte-Wülwer für wertvolle Hinweise.

Stima
€ 4.500   (US$ 5.084)


Aggiudicato per € 52.000 (US$ 58.759)


» Dipinti del XV - XIX secolo
Stieler, Joseph Karl
Bildnis der Tochter Ottilie Stieler mit dem Str...

Lotto 6073

Bildnis der Tochter Ottilie Stieler mit dem Strohhut.
Öl auf Leinwand, auf Platte aufgezogen. 72,5 x 58,6 cm. (1845-48).

Nach zwei anfänglichen Lehrjahren in Würzburg geht Joseph Karl Stieler 1800 nach Wien. Während der dortigen Weiterbildung unter Heinrich Füger erhält der Achtzehnjährige bereits zahlreiche Porträtaufträge des osteuropäischen Adels. Die Jahre 1807/08 verbringt Stieler in Paris. Hier erhält er die für seine zukünftige Arbeit entscheidenden Impulse unter Führung des David-Schülers François Gérard. Ab 1809 verbringt er mehrere Jahre in Italien, kommt 1812 erstmals, von König Max I. Joseph wohlwollend empfangen, nach München. Nach mehrjährigem Aufenthalt in Wien, wo er - im Auftrag des bayerischen Königs - Kaiser Franz und die Kaiserin porträtiert, lässt er sich 1820 endgültig in München nieder. Unter Ludwig I. zum Hofmaler ernannt, wird er mit Aufträgen von Königen und Kaisern überhäuft. Weltberühmt sind aber auch seine Bildnisse herausragender Geistesgrößen und Künstler wie Ludwig van Beethoven 1819, Johann Wolfgang von Goethe 1828 und Alexander von Humboldt 1848, sowie die berühmte, zwischen 1827 und 1850 im Auftrag König Ludwigs I. geschaffene Schönheitengalerie in Schloss Nymphenburg, die ursprünglich 36 Bildnisse umfasste (das Porträt von Luise Freiin von Neubeck ist seit 1936 verschollen).
Als beinahe Siebzigjähriger geht Stieler mit dem vorliegenden Gemälde einen großen Schritt über sein bisheriges Schaffen hinaus. Das Bildnis seiner vierten Tochter aus erster Ehe „Ottilie Stieler mit dem Strohhut“ ist 1848 in der Münchner Kunstausstellung zu sehen. Stieler gerät damit erneut in den Brennpunkt der zeitgenössischen Kritik. Zurecht wird es in der künstlerischen Nachfolge berühmter Bildnisse gesehen, beginnend mit dem „Le Chapeau de Paille“ genannten Porträt der Helene Fourment von Peter Paul Rubens (National Gallery, London), dem darauf beruhendem Bildnis der Lavinia Countess Spencer von Josua Reynolds (Earl Spencer Althorp Collection, Northamptonshire), und dem um 1715 entstandenen „Mädchen mit einem Gemüsekorb“ von Antoine Pesne (heute in der Bayerischen Staatsgemäldesammlung Schloss Schleißheim). In Aufzeichnungen der Enkelin Dora Stieler ist überliefert, dass Stieler das Bildnis im Sommer im Garten seines Hauses am Tegernsee, und nicht wie üblich in seinem Atelier, angefertigt hat. Im Gegensatz zu den eher kühlen, sehr klaren und linienbetonten Bildnissen früherer Jahre, die noch ganz der napoleonischen Porträtkunst verpflichtet waren, gibt der Maler hier seine hübsche Tochter atmosphärisch im strahlenden Gegenlicht der Sonne wieder, das schräg von rechts über ihren Rücken fällt und die rechte Schulter und beide Arme seitlich streift. Mit der linken Hand, die ein Spitzentuch hält, zieht sie sich die breite Krempe des Strohhutes ein wenig ins Gesicht, welches, wie der Oberkörper, ganz im Schatten liegt. Trotz des Schattens gelingt dem Maler durch Spitzen, Stickereien und zum Plissée geraffte Gewandfalten eine beeindruckende Stofflichkeit. Die früher so scharfen Konturen sind mit breitem Pinsel in fließendem Auftrag wesentlich weicher modelliert, die Umrisse beginnen beinahe zu flimmern. Bemerkenswerterweise verzichtet er auch in der überlieferten Kreidevorzeichnung (Graphische Sammlung München, Inv.Nr. 1918: 207. Vgl. Von Hase 1998, S. 143, Kat.Nr. 238, Abb.), die bereits die Idee der an die Hutkrempe fassenden Linken erfasst, ebenso auf klare Konturlinien. Überliefert ist, dass ein Windstoß das soeben vollendete Bildnis von der Staffelei wehte und das noch feuchte Porträt im Kies landete. Stieler hat es erst ein Jahr später von den Steinen befreit und die entsprechenden Stellen übermalt. Trotzdem wird es als eines der frühesten in der freien Natur entstandenen Bildnisse in der Folgezeit eines seiner bekanntesten Werke. Die Kunstanstalt Stengel in Dresden veröffentlichte das Gemälde Anfang des 20. Jahrhunderts als Ansichtskarte (Nr. 29987).

Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers.
Seitdem in Familienbesitz.

Literatur: Verkaufsverzeichnis Joseph Stielers aus den Jahren 1818-1858, Nr. 229.
R. Marggraff: Nachruf, im: "Abendblatt" der "Neuen Münchner Zeitung" 1858, Nr. 149.
L. Schorn: Kunstblatt, Stuttgart und Tübingen 1848/59.
M. Sauerlandt: Der stille Garten, Leipzig 1911, Abb. S. 80.
R. Oldenbourg, H. Uhde-Bernays: Die Münchener Malerei im neunzehnten Jahrhundert, München 1922, S. 88.
K. A. v. Müller, Der Hofmaler Joseph Stieler, in: Unbekanntes Bayern, Bd. 3, München 1959, S. 189.
H. Bünemann: Von Runge bis Spitzweg (Die Blauen Bücher), Königstein/T. 1961, Abb. S. 44.
H. Schindler: Große Bayerische Kunstgeschichte, München 1963, S. 389.
Ulrike von Hase: Joseph Stieler 1781-1858. Sein Leben und sein Werk. Kritisches Verzeichnis der Werke, München 1998, S. 86 ff., S.143 f., Kat.Nr. 239 mit Abb.

Stima
€ 35.000   (US$ 39.549)


Aggiudicato per € 74.000 (US$ 83.619)


» Dipinti del XV - XIX secolo
Strutt, Arthur John
Ansicht von Rom mit dem Grabmal der Caecilia Me...

Lotto 6081

Ansicht von Rom mit dem Grabmal der Caecilia Metella und der Maxentiusvilla im Vordergrund.
Öl auf Leinwand, doubliert. 81 x 121 cm. Rechts unten signiert und datiert "A. J. Strutt, Rome 1851".

Nachdem er seinen Vater, den Landschaftsmaler Jacob Strutt, im Alter von nur 12 Jahren auf einer ausgedehnten Reise durch Italien begleitet hatte, ließen sich beide im Jahre 1831 dauerhaft in Rom nieder, wo der Vater in der Via del Babuino ein Atelier einrichtete und sein Sohn seine Ausbildung absolvierte. Von dort aus unternahmen Vater und Sohn zahlreiche Reisen durch Italien, aber auch nach Frankreich und in die Schweiz. 1841 begab sich der nun 21-jährige Arthur John Strutt mit seinem Freund, dem Poeten William Jackson, auf eine Wanderung durch Italien, die Strutt 1842 in seinem vielbeachteten Reisebericht "A Pedestrian Tour in Calabria & Sicily" beschrieb. Strutt etabliert sich wie sein Vater schnell als Landschaftsmaler und sein Atelier wurde Anlaufstelle für viele Rom-Reisende, die besonders seine malerischen Darstellungen der Campagna und von Ansichten entlang der Via Appia schätzten. In späten Jahren wurde Strutt wegen seiner umfangreichen archeologischen Kenntnisse zum Ehreninspector der Antiken in Lavinium ernannt.

Stima
€ 9.000   (US$ 10.169)


Aggiudicato per € 10.500 (US$ 11.864)


» Dipinti del XV - XIX secolo
Makowski, Konstantin Jegorowitsch - zugeschrieben
"La Belle Otero" als byzantinische Kaiserin

Lotto 6199

zugeschrieben. "La Belle Otero": Augustina Carolina Otero Iglesias (1868-1965) als byzantinische Kaiserin.
Öl auf Leinwand, kaschiert auf Malkarton, achteckig. 53 x 46,7 cm. Um 1901.

Die Spanierin Augustina Carolina Otero Iglesias, genannt La Belle Otero, gilt als eine der schillerndsten Persönlichkeiten der Belle ╔poque. Begonnen hat sie ihre Karriere auf den Ramblas in Barcelona, später geht sie nach Frankreich und gibt 1894 ihr Debüt in den berühmten Folies Bergère in Paris. Als angesehene Sängerin und Tänzerin verkehrte sie in den höchsten Kreisen der Gesellschaft, zu ihren Bekanntschaften zählen Mitglieder des Hochadels sowie Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft. Viele reiche und prominente Männer verehrten die schöne Otero und beschenkten sie mit zahlreichen Kostbarkeiten, darunter Wohnungen und vor allem Juwelen. Das vorliegende Gemälde zeigt La Belle Otero in ihrem Kostüm als byzantinische Kaiserin, das sie in dem Ballett „L'Impératrice“ trägt. Das Ballett, geschrieben von Jean Richepin, wurde 1901 im Theater „Olympia“ in Paris uraufgeführt.

Stima
€ 9.000   (US$ 10.169)


Aggiudicato per € 8.000 (US$ 9.040)


» Dipinti del XV - XIX secolo
Poveda y Juan, Vincente
"Un traghetto a Venezia": Gondoliere in Venedig

Lotto 6207

"Un traghetto a Venezia": Gondoliere in Venedig.
Öl auf Leinwand. 60,5 x 100 cm. Links unten signiert und datiert "V. Poveda / 1895 ", verso auf dem Rahmen ein Ausstellungsetikett der Großen Berliner Kunstausstellung "Grand Exposition des Beaux-Arts à Berlin 1895" mit Angaben zum Künstler und Titel "Un traghetto a Venezia" sowie ein roter Siegellackstempel.

Vincente Poveda y Juan begann seine Ausbildung in seiner Heimatstadt Alicante, später nahm er ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Madrid auf, wo er Schüler von Federico de Madrazo wurde. Vom Provinzialrat von Alicante erhielt er eine Pension, die es ihm in den 1890er Jahren ermöglichte, nach Rom zu gehen und dort dauerhaft zu leben. Auch die Lagunenstadt Venedig scheint ihn mit ihren Wasserstraßen, Gondeln und versteckten Gärten fasziniert zu haben. Die realistische Blickweise Povedas fängt in vorliegendem Gemälde eine alltägliche Szene mit gekonnter Lichtregie und subtilen Farbkontrasten ein: Eine junge Dame mit rotem Umhang, wartend auf die anlegende Gondel, steht auf einem Steg vor dem Palazzo. Ihr rotes Gewand spiegelt sich in den sanften Wellen des Kanals und bildet einen harmonischen Kontrast mit dem weißen Hemd des Gondolieres und dem gelben Dach der rechten Gondola.

Ausstellung: Große Berliner Kunstausstellung vom 1. Mai bis 29. September 1895, Ausst.Kat., Berlin, S. 73, Nr. 1373.

Literatur: Friedrich von Boetticher: Malerwerke des neunzehnten Jahrhunderts, unter Nr. 2.

Stima
€ 7.500   (US$ 8.475)


Aggiudicato per € 13.000 (US$ 14.689)


» Dipinti del XV - XIX secolo
Tschautsch, Albert
Junges Paar auf der Veranda

Lotto 6213

Junges Paar auf der Veranda.
Öl auf Leinwand. 78,5 x 105 cm. Unten mittig signiert und datiert "A. Tschautsch 1892".


Stima
€ 4.500   (US$ 5.084)


Aggiudicato per € 8.500 (US$ 9.605)


» Dipinti del XV - XIX secolo
Diefenbach, Karl Wilhelm - Umkreis
Kampf gegen die niedere Kreatur

Lotto 6216

Umkreis. Kampf gegen die niedere Kreatur.
Öl auf Leinwand. 150 x 75,5 cm. Verso auf dem Keilrahmen in Rotbraun signiert "Diefenbach" sowie datiert "Capri 1903".

Als Diefenbach 1899 die sagenumwobene Insel Capri erreichte, konnte er bereits auf eine lange künstlerische Entwicklung zurückblicken. Jedoch waren die Themen und Motive, die bis dahin den Schwerpunkt seines Werkes ausmachten, vor allem szenische Umsetzungen seiner philosophischen Ideale und lebensreformerischen Überzeugungen. Den konsequenten Schritt hin zu einer rein symbolistischen Malerei, speziell der symbolistischen Landschaft, angereichert durch Staffagefiguren und architektonische Versatzstücke, gelang ihm erst hier, jenseits des Festlandes, umgeben von Naturgewalten und -schauspielen. - Ein Jüngling steht auf einem vom Meer umtosten Felsen und kämpft gegen die Tiere der Finsternis. Schemenhaft zeichnet sich vor dem nachtschwarzen Hintergrund eine riesenhafte Figur ab, die dem Kämpfer für das Gute beizustehen scheint. Das Motiv des "Kampfes gegen niedere Gewalten" hat Diefenbach offenbar tiefer bewegt, denn es existiert ein weiteres Gemälde aus demselben Jahr zu dem Thema in der Certosa di San Giacomo, Capri (siehe Claudia Wagner: Der Künstler Karl Wilhelm Diefenbach (1851-1913), Meister und Mission, Dissertation Berlin 2007, S. 9, Werkkatalog WK 2.12 mit Abb.).

Errata: Bei dem Gemälde handelt es sich wohl nicht um ein eigenhändiges Werk von Karl Wilhelm Diefenbach, sondern um eine Arbeit aus dem Umkreis des Künstlers.

Stima
€ 9.000   (US$ 10.169)


Aggiudicato per € 7.000 (US$ 7.909)


» Dipinti del XV - XIX secolo

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