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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Main Image Description Status
Boccioni, Umberto
Ines

Lot 8218

[^] Ines
Radierung und Kaltnadel in Braunschwarz auf leichtem Velinkarton. 1908.
17,6 x 13,8 cm (44 x 35,5 cm).
Signiert "Umberto Boccioni".
Bellini (2004), 24, Calvesi-Cohen (1983), 386, Taylor 303.

Wohl Zustand nach Reduzierung der Oxidationsspuren. Brillanter, gratiger Druck mit reichem, differenziertem Plattenton in Braun. Wie sämtliche Radierungen dieses bedeutenden italienischen Futuristen von großer Seltenheit.

Estimate
€ 18.000   (US$ 19.800)



» Modern Art I
Liebermann, Max
Stilleben - Alter Stuhl, Dreimaster, Buch mit S...

Lot 8325

[*] Stilleben - Alter Stuhl, Dreimaster, Buch mit Siegel
Öl auf Eichenholz. 1869/70.
23,6 x 17 cm.
Oben rechts mit Pinsel in Dunkelbraun signiert "M Liebermann" und bezeichnet "Weimar 1870".
Eberle 1869/3.

Liebermann malt eine Leerstelle. Zunächst ist dies die Abwesenheit des Menschen, genauer: des Mannes. Denn es sind männliche Utensilien, die er um den alten Lehnstuhl mit seinen gewundenen Barockformen herum drapiert, nämlich den auch "Dreimaster" genannten friderizianischen Dreispitz, die Jacke aus blauem Samt; am weißen Tuch über der Armlehne lehnt ein Säbel, und auf der Sitzfläche liegen neben einem ledergebundenen Folianten noch einige gesiegelte Urkunden. Da ein Stilleben ja immer auch eine Art Erzählung ist, sehen wir hier also nicht nur die Abwesenheit eines Mannes, sondern den Platz, den er verlassen hat. Dieser Platz ist gefüllt mit teils bürgerlich, teils historisch und auch soldatisch wirkenden Insignien preußischer Pflichterfüllung. Liebermann malt hier ein Arrangement, das entweder dazu anregen soll, ein Stück geschriebener Geschichte zu reflektieren (Eberle) oder möglicherweise, sei es bewusst, sei es unbewusst, auch für die eigene Abkehr von dem für ihn vorgesehenen Lebensweg steht: Seine Eltern waren nicht begeistert von seiner früh begonnenen Malerei, so dass er zunächst begann, Chemie zu studieren. Im Januar 1868 wurde er von der Universität Berlin wegen "Studienunfleißes" exmatrikuliert. Nach einem intensiven Konflikt mit dem Vater, der vom Weg seines Sohnes nicht angetan war, ging Liebermann im Frühjahr 1868, im Alter von gut 20 Jahren also, nach Weimar, um dort an der Kunstakademie bei den belgischen Professoren Pauwels und Thumann zu studieren. Bei einem Besuch der Klasse im Fridericianum in Kassel brachte ihm der Landschaftsmaler Pauwels Rembrandt näher. Diese Begegnung beeinflusste den Stil des jungen Liebermann nachhaltig. Er konzentrierte sich in seinem Schaffen weitgehend auf die Beobachtung und die Wiedergabe des Lebens, doch entstanden zu dieser Zeit wenige kleine Stilleben, darunter auch das vorliegende Gemälde, eine seiner frühesten bekannten Arbeiten.
Ein schriftliches Gutachten von Prof. Dr. Matthias Eberle vom 3.5.2014 liegt vor.

Provenienz: Prof. Peter Paul Müller München (1914)
Privatbesitz Schweiz (bis 1999)
Philippe Schuler Versteigerungen AG Zürich, Februar 1999

Ausstellung: Große Berliner Kunst-Ausstellung, Berlin 1897, Nr. 893 (?)

Literatur: Erich Hancke, Max Liebermann. Sein Leben und seine Werke, Berlin 1914, S. 527
Matthias Eberle, Max Liebermann. Werkverzeichnis der Gemälde und Ölstudien, Bd. I, München 1995, Nr. 1869/3

Estimate
€ 30.000   (US$ 33.000)



» Modern Art I
Lipchitz, Jacques
Variation of the Rape of Europa F

Lot 8333

Variation of the Rape of Europa F
Bronze mit schwarzbrauner Patina auf Bronzeplinthe. 1969-1970.
Ca. 51 x 33 x 38 cm.
Auf der Bronzeplinthe vorne rechts signiert "J. Lipchitz", vorne links mit dem Daumenabdruck des Künstlers (Wilkinson 5). Auflage 7 num. Ex.
Wilkinson 675.

Lipchitz‘ künstlerische Laufbahn nimmt in Paris ihren Anfang. Durch Bekanntschaften mit Pablo Picasso, Juan Gris und Kontakt zum Kreis der Kubisten entstehen erste kubistische Plastiken, für die der Künstler bis heute vornehmlich bekannt ist. Von dieser Formensprache löst sich Lipchitz jedoch ab 1925, und die kantigen Strukturen weichen einem freieren Stil, der sich im Rückgriff auf natürliche Formen äußert, die zunehmend organischer werden. Auch bedient er sich ab den 1930er Jahren der Mythologie als Sujet. 1937 zeigt er etwa auf der Pariser Weltausstellung seinen "Prometheus", für den er nicht nur mit einem Preis ausgezeichnet wird, sondern die mythologische Figur wird für ihn zu einer Gestalt, die ihn zeitlebens nicht mehr loslässt. Mit weiteren mythologischen und auch biblischen Gestalten wie Jakob und dem Engel, David und Goliath, Theseus und Minotauros sowie Zeus' Raub der Europa baut der Künstler ein motivisches Repertoire auf, das er künftig variantenreich in seinen Skulpturen einsetzt. Zentral rückt für ihn dabei der innere Kampf zwischen den Protagonisten in den Fokus. Den politischen Gegebenheiten in Europa der 1930er/40er Jahre geschuldet, flieht Lipchitz 1941 nach Amerika. Er lässt sich in New York nieder, regelmäßige Ausstellungen in der Buchholz Gallery, die später von Curt Valentin geführt und schließlich zur Marlborough Gallery wird, folgen, nebst zahlreichen öffentlichen Großaufträgen. Die Werke, die in Amerika entstehen, knüpfen direkt an Lipchitz' Pariser Zeit an. Er besitzt, ähnlich wie Picasso, die Kraft, sich
immer wieder zu erneuern und vermag sich dennoch treu zu bleiben. So greift er Zeus‘ Raub der Europa von 1969 bis 1972 in einer neuartigen Ausformulierung auf. Behandelte er das Thema 1938 dahingehend, dass Europa und Zeus, stellvertretend für Europa und Hitler, unter dem Mantel der Mythologie einen Kommentar zur politischen Entwicklung geben, sind die beiden Figuren nunmehr in einem innigen, ja erotischen Verhältnis einander gegenübergestellt. Auf einer Art wurzelähnlichen Aufsockelung platziert, sind sie eng, höchst liebend, miteinander verschlungen. Das dynamische, vertikal komponierte Skulpturenpaar wird von Lipchitz in fließenden, aufgeblähten Formen und einer organischen Verflochtenheit festgehalten. Die tiefe innere Empfindung, die nach außen kraftvoll vermittelt wird, verleiht unserer Skulptur ihren bestechenden Charakter.
Der Raub der Europa ist ein Werkkomplex, den Lipchitz in seinem amerikanischen Spätwerk schafft und der aufgrund der variantenreichen Wiederholung in drei Untergruppen aufgeteilt werden kann: Die erste, unter die unsere Skulptur fällt, ist von einer vertikalen Komposition und der engen Beziehung der Figuren bestimmt, die zweite bilden kleine Bronzen, bei der Europa auf dem Rücken des Stieres ist und die dritte Gruppe ist die an Werkanzahl größte. Die Arbeiten sind auf 7 Exemplare limitiert, eine Auflagenbeschränkung, die Lipchitz bereits in Paris beschloss. Zudem handelt es sich um Lebzeitengüsse.

Provenienz: Berliner Privatbesitz

Literatur: A. M. Hammacher, Jacques Lipchitz, 1891-1973, a concise survey of his life and work, in: Alan G. Wilkinson, The sculpture of Jacques Lipchitz, a catalogue raisonné, volume one, the Paris years 1910-1940, London 1996, S. 7-25
tate.org.uk/art/artworks/lipchitz-the-rape-of-europa, 16.3.2020

Estimate
€ 22.000   (US$ 24.200)



» Modern Art I
Lüpertz, Markus
Orpheus

Lot 8336

"Orpheus"
Öl auf collagiertem Velin, auf Leinwand montiert.
100 x 81 cm.
Unten rechts mit Kreide in Türkis mit dem Künstlersignet "ML", verso mit Kreide in Rot signiert "Lüpertz" und betitelt.

Mit monumentaler Geste und reliefhaft-pastosem Farbauftrag lässt Lüpertz seinen überdimensionalen Orpheus-Kopf im Profil entstehen. Gewaltig steht der Kopf rostrot auf hellem Bildgrund, mit weit geöffnetem Mund, also wohl singend. Der Maler identifiziert sich in "Ich Orpheus" selber mit dem tragischen antiken Sänger. In der griechischen Mythologie kann der liebende Künstler zwar mit seinen Gesängen sogar die Grenze zum Tod überwinden und bekommt die Chance, seine geliebte Eurydike aus der Unterwelt zu befreien, scheitert aber, weil er sich zu früh umdreht und die Geliebte für immer verliert. Die Ambivalenz von künstlerischer Kreativität und tragischem Scheitern inspirierte immer wieder Maler und Bildhauer. Lüpertz setzt sich seit Mitte der 1980er Jahre mit Themen der klassischen Antike auseinander. Zwar zeigt im "Orpheus" das klassische Stirnband Anklänge an deren Ästhetik, mit seinem vehementen Gestus jedoch und der Reduzierung des Kopfes beinahe zu einem Totenschädel, dessen Augenhöhlen leer aussehen und bei dem die Nase bereits zu fehlen scheint, setzt Lüpertz sich leichtfüßig über alle Darstellungstraditionen hinweg, um zu seinem ganz eigenen Orpheus-Bild zu gelangen.

Estimate
€ 25.000   (US$ 27.500)



» Modern Art I
Masson, André
Cheval effrayé par le sang

Lot 8347

Cheval effrayé par le sang
Bronze mit dunkler Patina, partiell farbig gefasst. 1987.
79 x 58,5 x 5 cm.
Unten links monogrammiert "A M" und mit dem Gießerstempel "F(onderia O.) Brustolin, Verona". Auflage 12 num. Ex.
Passeron 177.

In Massons Werken ist eine stetige existenzielle Unruhe zu finden, welche die beiden Weltkriege und Krisen seiner Zeit widerspiegelt. Sein stilistisch ständig im Wandel begriffenes Werk strahlt Erfindungsreichtum und große Gestaltungskraft aus. Bei unserer reliefartigen Bronze, die nach einer 1953 entstandenen, wesentlich kleineren Terakotta mit demgleichen Motiv gefertigt wurde, ließ sich Masson sicherlich von frühzeitlicher Höhlenmalerei beeinflussen.
Prachtvoller Guss mit sehr schön leuchtender Patina. Gesamthöhe mit Metallständersockel 63,5 cm.
Mit einer Fotoexpertise des Comité André Masson, unterschrieben von Diego Masson, Paris 1995.

Provenienz: Galleria Due Ci Rom
Privatsammlung Rom

Estimate
€ 15.000   (US$ 16.500)



» Modern Art I
Miró, Joan
Série I

Lot 8352

[^] Série I
Radierung und Farbaquatinta auf Arches-Velin. 1952.
38 x 45,3 cm (48,4 x 55,3 cm).
Signiert "Miró" und datiert. Auflage 13 num. Ex.
Dupin 80.

Die farblich reichste Version der Folge "8 Radierungen", entstanden im Juni 1947 im "Atelier 17" in New York, gedruckt 1952 bei Lacourière in Paris. Aus der einzigen Auflage von 13 Exemplaren, neben denen Dupin noch einzelne Probedrucke erwähnt. In solch exzellenter Druckqualität und schöner Erhaltung nur noch extrem schwer zu finden. Brillanter Druck dieser bedeutenden Radierung. Von größter Seltenheit.

Estimate
€ 18.000   (US$ 19.800)



» Modern Art I
Picasso, Pablo
En la Taberna. Pêcheurs Catalans en Bordée (Au ...

Lot 8420

[^] En la Taberna. Pêcheurs Catalans en Bordée (Au Cabaret)
Radierung in Schwarz-Braun auf Montval-Bütten mit Wasserzeichen "Vollard". 1934.
23,6 x 29,6 cm (34 x 44,8 cm).
Mit Mehrfarbstift signiert "Picasso" und gewidmet "pour Frélaut".
Baer 439 B d 1 (von D), Bloch 286.

Es geht hoch her in der turbulenten, lebendigen Radierung. Picasso versammelt in der Taverne - eine der wenigen in seinem graphischen Schaffen - einige seiner Lieblingsmotive: Die üppige, nackte Schönheit beim Tanz. Ein lachender, klatschender Faun, seine Blöße nachlässig mit einem Lendenschurz bedeckt, mit wildem Bart und Lorbeerlaub im zottigen Haar. Ganz links, scheinbar unbeteiligt, mit kontrollierter, gefasster Miene, ein junger Seemann, adrett in seinem Ringelpulli. In der Mitte ein Sänger und Musikant mit Laute. Am rechten Bildrand blickt ein älterer Seemann mit Baskenmütze, das Kinn in die Handfläche gestützt, versonnen auf die Tänzerin und träumt vor sich hin. Im Hintergrund schließlich eine alte Kupplerin.
Die Radierung entstand in Paris, im November 1934. Die Beziehung zu Marie-Thérèse ebbte allmählich ab, ohne dass Picasso von ihrer Schwangerschaft wusste; sie informierte ihn erst kurz vor Weihnachten dieses Jahres. Und so erscheint sie nicht in diesem Bild, und auch keines der emotional belasteten Themen, die er in Drucken von 1933 und Anfang 1934 untersucht hatte.
Wie häufig bei Picasso, verschränken sich auch in "En la Taberna" antike und zeitgenössische Motive miteinander. Aber nicht nur das, es sind vielfältige Gegensatzpaare, die der Künstler einander gegenüberstellt: Jugend und Alter, Schönheit und Verfall, Nüchternheit und Enthemmtheit, Aktion und Kontemplation, Lärm und Stille. Die katalanischen Seeleute erscheinen häufiger in Picassos Drucken der Mitte der 1930er Jahre, so auch in der berühmten Radierung "Minotauromachie" (1935, Bloch 288) und in den Bildern des blinden Minotaurus aus der Suite Vollard (1934, Bloch 222-225). In jeder dieser anderen komplexen Kompositionen sind die Seeleute jedoch vielmehr emotional distanzierte Zuschauer der phantastischen Szene, die sich vor ihnen abspielt. Hier, in der Taverne sind die Fischer involvierter, beteiligt am Geschehen.
Da ja Picassos Bildfindungen immer wieder Spiegel seines eigenen Lebens sind, sehen wir in diesen männlichen Figuren, die sich um die Schönheit herum versammelt haben, möglicherweise auch verschiedene Abbilder eigener Seinsmöglichkeiten, unterschiedliche Entwürfe und Aspekte des eigenen Selbst des Künstlers.
So vielfältig die Motive erdacht sind, so variantenreich zeigt sich auch Picassos Zeichenstil: Klare, gerade Striche und Schraffuren stehen neben kleinen, kreiselnden Kringeln und Wirbeln, feine, zarte Schattierungen neben tiefdunklen, breitgratigen Akzenten.
Einer von drei oder vier Probedrucken auf diesem Papier, gedruckt von Lacourière 1942. Vor der Auflage von 108 Exemplaren. Brillanter Druck mit tiefen Schwärzen in den dunklen Partien und reichem Kontrast, insgesamt von größter Schönheit und Präzision, in dieser Form, als signierter Druck vor den Auflagen Rarissimum.

Estimate
€ 40.000   (US$ 44.000)



» Modern Art I
Redon, Odilon
Vieux chevalier

Lot 8434

[*] Vieux chevalier
Lithographie auf gewalztem China, auf Velin. 1896.
29,8 x 23,4 cm (57,1 x 43,1 cm).
Monogrammiert "Od. R.".
Mellerio 158.

Der Ritter in Redons "Vieux chevalier" ist eine äußerst romantische und idealisierte Vorstellung des einsamen Suchenden nach Licht und Wahrheit. Seine mittelalterlichen Konnotationen und spirituelle Aura stehen eng in Verbindung mit Redons Sujets der 1890er Jahre. Hervorragender, kreidiger und kräftiger Zustandsdruck auf chine collé, außerhalb der Auflage von 100 Exemplaren. Selten.

Provenienz: Claude Roger-Marx, verso mit dessen Sammlerstempel (nicht bei Lugt)

Estimate
€ 12.000   (US$ 13.200)



» Modern Art I
Sintenis, Renée
Zwei spielende Hunde

Lot 8446

Zwei spielende Hunde
Bronze mit grünlicher Patina. 1937.
10,2 x 15,5 x 6,2 cm
Auf der Rückseite der rechten Pfote des rechten Hundes monogrammiert "RS", auf der Unterseite des rechten Schenkels des rechten Hundes mit dem Gießerstempel "H.Noack Berlin".
Berger/Ladwig/Wenzel-Lent 158, Buhlmann 104.

Wild und ausgelassen tollen die beiden jungen Hunde herum. Die Köpfe mit der Schnauze himmelwärts gerichtet, springen sie sich so übermütig an, dass sich ihre Vorderpfoten in der Luft ineinander verhaken. Hunde hat Renée Sintenis immer wieder gerne zum Motiv ihrer Kleinbronzen gewählt, jedoch stellte sie zumeist einen einzelnen Terrier in verschiedenen Posen dar: im Sitzen, auf den Hinterbeinen, beim Schlafen, im Liegen, beim Bellen und auch beim Spielen (vgl. u.a. Berger/Ladwig/ Wenzel-Lent Nr. 71, 88, 96-99, 110, 118). Im Jahr 1928 entstanden die meisten Hundebronzen. Unserer Arbeit am ähnlichsten ist allerdings der "Junge Hund" von 1934, der erwartungsvoll nach oben schaut. Prachtvoller Guss mit lebendiger Patina, die Hundeköpfe, Ohren und Hinterbeine sind sehr schön plastisch modelliert. Ein Exemplar, (unserem in der Patina vergleichbar), befindet sich in der Nationalgalerie Berlin (vgl. Buhlmann sowie Berger/ Ladwig/ Wenzel-Lent).

Estimate
€ 14.000   (US$ 15.400)



» Modern Art I
Toulouse-Lautrec, Henri de
Irish and American Bar, Rue Royale - The Chap Book

Lot 8459

Irish and American Bar, Rue Royale - The Chap Book
Farblithographie auf dünnem Velin. 1895.
41,3 x 61,7 cm (43,3 x 61,7 cm).
Unten links mit dem roten Monogrammstempel des Künstlers (verblasst). Auflage 100 Ex.
Delteil 362, Adhémar 189, Wittrock P18 a (von b).

Die Irish and American Bar in der Rue Royale am vornehmen rechten Seineufer in Paris war Toulouse-Lautrecs Lieblingslokal abseits des Bohèmelebens am Montmartre. Das Plakat wirbt mit seiner Schrift für die amerikanische Zeitschrift The Chap Book, das hier vorliegende Exemplar mit dem gedruckten Künstlermonogramm aber, vor aller Schrift, wurde als limitierte Auflage speziell für Sammler hergestellt.
Die Irish and American Bar wurde vor allem von Engländern besucht, und ganz besonders von Liebhabern der Pferderennen, von Trainern, Jockeys, Buchmachern, von Pferdehändlern und Stallburschen. Zwei Protagonisten der lithographierten Barszene sind klar zu benennen: Rechts sitzt Tom, der Kutscher der Rothschilds, den Toulouse-Lautrec auf einer weiteren Lithographie in derselben Bar darstellte, und hinter dem Tresen steht links im Bild der legendäre Barkeeper Randolphe, genannt Ralph, der von sich behauptete, amerikanisches, indianisches und chinesisches Blut zu haben.
Druck des Zeichnungssteines in Olivgrün und der Farbsteine in Dunkelblau, Gelb, Rosa und Rot, gedruckt von Caix, Paris. Die Darstellung an drei Seiten bis an den Rand des Papierbogens gedruckt und von dem teils minimal überschnitten; im Vergleich zu der Abbildung der Lithographie bei Wittrock ist bei unserem Blatt am linken Rand sogar noch mehr von der Darstellung erhalten. Die bedeutende Lithographie in einem ausgezeichneten Druck, mit dem vollen Rand. Selten, Wittrock sind nur 16 Exemplare dieses Zustandes in öffentlichen Sammlungen bekannt.

Estimate
€ 15.000   (US$ 16.500)



» Modern Art I

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