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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Catalogue Modern Art Part I » to the Art Department
Modern Art Part I Catalogue Price EURO 20,00
Auction Date Sat, Nov 30, 14:00 CET


» Entire Catalogue (Lots 8000 - 8338)

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Chapter Moderne Kunst Teil I / Modern Art Part I (Lose 8000 - 8338) » Chapters

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Main Image Description Status
Sintenis, Renée
Fohlen bäumend

Lot 8303

Fohlen bäumend
Bronze mit goldbrauner Patina. 1917.
10 x 11 x 3,5 cm.
Am rechten Hinterbein monogrammiert "RS".
Berger/Ladwig/Wenzel-Lent 32, Buhlmann 125.

"Darstellungen von Pferden und Ponys nehmen im Rahmen des Sintenisschen Schaffens besonders großen Raum ein. Die Motivation zur intensiven Auseinandersetzung mit diesen Tieren hat ihre Ursache in der außerordentlichen Zuneigung, die die Künstlerin ihnen entgegenbringt. Wie bereits erwähnt, hält sich Renée schon als Kind häufig auf Koppeln und Weiden auf. Als sie mit ihren Arbeiten auch finanzielle Erfolge verbuchen kann, erwirbt Sintenis ein Reitpferd. Sie eignet sich eine ausgeprägte Sensibilität gerade für diese Tiere an" (Britta E. Buhlmann, Renée Sintenis. Werkmonographie der Skulpturen, Darmstadt 1987, S. 56). Das Fohlen sträubt sich mit seinem gesamten Körper gegen einen unsichtbaren Widerstand. Schöner Guss, die Patina betont leuchtend und modellierend wenige Körperpartien.

Estimate
€ 2.500   (US$ 2.750)


Hammer Price
€ 7.000 (US$ 7.700)


Skarbina, Franz
Frau im Profil

Lot 8304

Frau im Profil
Kohle auf hellbraunem Velin. 1898.
56 x 42,5 cm.
Unten rechts mit Kohle monogrammiert "F. Sk." und datiert.

Mit sicherem Strich erfasst der versierte Modezeichner und Maler Skarbina den eleganten Schwung des Hutes und den Pelzkragen der jungen Frau, oben rechts findet sich eine vergrößerte Detailstudie zu ihrem Augenausschnitt. Die "Frau im Profil" steht stilistisch und motivisch in einer Reihe von Porträtzeichnungen ähnlichen Typus, die Skarbina um 1898 anfertigte. Die Zeichnung wurde von Miriam-Esther Owesle bestätigt.

Provenienz: Privatsammlung Berlin

Estimate
€ 900   (US$ 990)


Hammer Price
€ 1.200 (US$ 1.320)


Slevogt, Max
Porträtskizze eines Afrikaners

Lot 8305

[^] Porträtskizze eines Afrikaners
Öl auf Malpappe. Um 1895-1900.
84,7 x 66,3 cm.
Oben rechts mit Pinsel in Schwarz signiert "Slevogt".

Neben Max Liebermann, dem Wortführer, und Lovis Corinth, dem großen Malerfürsten, zählt Max Slevogt zu den Hauptvertretern des deutschen Impressionismus. Unter diesen war er der lyrischste.
Seit 1885 studierte Slevogt an der Münchner Akademie. Vier Jahre später besuchte er in Paris die Académie Julian, wo er mit dem französischen Impressionismus direkt in Berührung kam.
Von 1890 bis 1897 lebte er wieder in München und war zeitweise Mitarbeiter an der "Jugend" und am "Simplizissimus". Nach mehreren Auslandsreisen, u.a. nach Italien, ließ er sich 1901 in Berlin nieder, wo er Mitglied der Secession wurde.
Slevogts vielseitiges Schaffen, das sich durch reiche Phantasie und Musikalität auszeichnet, umfasst neben illustrativen druckgraphischen Arbeiten vor allem Bildnisse, Figurenszenen und Landschaften. Unser Porträt eines Afrikaners ist vermutlich in Slevogts Münchner Zeit entstanden. Dass der Künstler eine freie Bildnisauffassung in seinen Kompositionen bevorzugte, ist an unserem Halbfigur-Porträt deutlich zu erkennen. Nicht in strenger, repräsentativer Haltung zeigt sich der Porträtierte, sondern mit virtuosem, lockerem Pinsel malt Slevogt einen Mann in stolzer und zugleich lässiger Pose. Mit in der Hüfte aufgestützter rechter Hand dreht er sich nach links. Die Darstellung wirkt wie eine Momentaufnahme, der Mann ist in kommunikativer Bewegung. Seine Kleidung ist eher schlicht, ein anthrazitfarbener Rock mit weißer Halsbinde kleidet den attraktiven Dargestellten. Der Fokus liegt auf dem markanten Männergesicht: Der Blick geht über die linke Schulter in die Ferne und obwohl er nicht auf den Betrachter ausgerichtet ist, sucht er zugleich dessen Aufmerksamkeit. Die kräftigen Hände deutet Slevogt souverän an, als ob er sie im nächsten Moment gleich einem Bildhauer herausmodelliert, eine typische Vorgehensweise für den Maler.
Wer der Dargestellte ist, muss noch weiter erforscht werden. Slevogts Bilderlisten sind vor allem für die frühe Schaffenszeit nicht vollständig. Die freie Malweise deutet auf ein privates Porträt, das er vielleicht von einem Malerfreund angefertigt hat, hin. Zudem ist um 1900 in München ein Afrikaner, der als Aktmodell häufiger und u.a. auch von Slevogt gemalt wurde, nachweisbar. Möglicherweise saß er Slevogt in dessen Atelier privat Modell. Dafür würde die skizzenhafte und Intimität ausstrahlende Umsetzung sprechen, die den großen Reiz des Bildnisses ausmacht.
Verso mit einer Skizze eines männliches Porträts, vermutlich eine Kopie nach einem niederländischen Meister des 17. Jahrhunderts.
Wir danken Dr. Karoline Feulner und Dr. Eva Brachert, GDKE/Landesmuseum Mainz/Max Slevogt-Forschungszentrum, für die Bestätigung der Authentizität des Gemäldes vor dem Original sowie für wertvolle Hinweise. Das Porträt wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Ölgemälde von Max Slevogt aufgenommen.

Estimate
€ 25.000   (US$ 27.500)


Hammer Price
€ 20.000 (US$ 22.000)


Soulages, Pierre
Lithographie no 8

Lot 8306

Lithographie no 8
Farblithographie auf Arches-Velin. 1958.
64 x 48,3 cm (75,8 x 56, 3 cm).
Signiert "Soulages". Auflage 250 num. Ex.
Rivière 8.

Rivière nennt eine Auflage von 150 Exemplaren. Herausgegeben von der Kestner Gesellschaft Hannover, gedruckt bei Pons, Paris. Soulages, der 1946 von Montpellier nach Paris zieht, wird in der französischen Hauptstadt 1948 von Hans Hartung und Francis Picabia entdeckt. Bereits 1955 nimmt er an der ersten Documenta in Kassel teil und gilt bald als europäisches Gegengewicht zu den amerikanischen "Abstrakten Expressionisten" wie Franz Kline und Jackson Pollock. Die schwarzen, kalligraphiehaften Formen in wohlüberlegten, komplexen Kompositionen werden schnell zu seinem Markenzeichen. Hervorragender, satter Druck mit dem vollen Rand, an einer Seite mit dem Schöpfrand.

Estimate
€ 4.500   (US$ 4.950)


Hammer Price
€ 6.500 (US$ 7.150)


Soto, Jesús Raphael
Vibration

Lot 8307

Vibration
Siebdruck auf Plexiglas, Stahlstäbe und Nylon. 1969.
17 x 53,5 x 12 cm.
Vorne an der Unterseite signiert"Soto" (geritzt). Auflage 200 num. Ex.

Soto experimentierte nach seinem Studium an der Kunstschule Escuela de Artes Plásticas y Artes Aplicadas in Caracas mit optischen Illusionen und visuellen Tricks der Op-Art im Stil von Victor Vasarely. Ab 1950 lebte und arbeitete er in Paris und Caracas und war seit den 1960er Jahren einer der bedeutendsten Vertreter der Kinetischen Kunst und Optical Art in Südamerika sowie Europa. In diesen Jahren beschäftigte er sich mit strukturellen und optischen Effekten. Er schuf Objekte aus Eisendrähten und Holz, die er Vibrationsbilder nannte. Diese bestanden aus dünnen, in Reihen angeordneten Pendelstäbchen, die vor fein gestreiften, ebenen Flächen befestigt wurden. Beispiele sind etwa "Vibrationsbild mit schwarzem Stab", "Vibrations", "Vibrationsbild mit grün-schwarzem Gitter" oder "Writing". Die Anordnung der Drähte und die Streifen auf der Oberfläche zeigten je nach Blickwinkel eine andere optische Wirkung und erzeugten beim Betrachter fast hypnotische Effekte, wenn dieser sich vor dem Objekt bewegte.

Estimate
€ 2.400   (US$ 2.640)


Hammer Price
€ 2.400 (US$ 2.640)


Spiro, Eugen
Ansicht von Tossa del Mar an der Costa Brava

Lot 8308

Ansicht von Tossa del Mar an der Costa Brava
Öl auf Leinwand. 1934.
84,3 x 102 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Schwarz signiert "Eugen Spiro" und datiert.

Eugen Spiro entstammt einer jüdischen, deutschsprachigen Familie in Breslau. Sein künstlerischer Werdegang war beeindruckend: Nach einem Studium an der Akademie für Kunst und Kunstgewerbe in Breslau ging Spiro 1894 an die Akademie der Bildenden Künste in München. Er wurde Meisterschüler von Franz von Stuck und verfügte über ein eigenes Atelier in der Villa Stuck. 1904 zog es ihn nach Berlin und es wurde zwei Jahre später Mitglied der Berliner Secession. Kurz danach siedelte er nach Paris über, wo er im Malerkreis des "Café du Dôme" verkehrte und mit Hans Purrmann eine jahrelang andauernde Freundschaft schloss. Die Deutschenfeindlichkeit bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges zwang Spiro, nach Berlin zurückzukehren. Hier erfuhr er bis zu dem Aufstieg der Nationalsozialisten im Beruflichen wie Privaten eine Blütezeit. Er wurde in den Vorstand der Berliner Secession gewählt und zum Professor an der Staatlichen Kunstschule ernannt. Mit seiner zweiten Ehefrau Elisabeth Saenger-Sethe unternahm er in den Jahren 1918 bis 1935 viele Reisen in den Süden Europas, u.a. auch nach Tossa del Mar in Spanien. Unser Gemälde ist auf ihrer Reise 1934 dorthin entstanden und zeigt die pittoreske Ansicht der alten Stadtmauer aus dem 12. Jahrhundert mit den Wehrtürmen. Das klare, leuchtende Blau und die sommerliche Frische der malerischen Bucht hält Spiro mit herrlich flockigem Pinselduktus fest.


Provenienz: Privatbesitz Rheinland

Estimate
€ 6.000   (US$ 6.600)


Hammer Price
€ 7.000 (US$ 7.700)


Starowieyski, Franciszek
"Zwischen Todt und Licht"

Lot 8309

"Zwischen Todt und Licht"
Farbkreiden auf grauem Bütten. 1984.
66 x 48 cm.
Unten rechts mit Kreide in Weiß signiert "FStarowieyski", datiert "1684" und bezeichnet "H." sowie betitelt.

Aus geschwungenen Lineaturen und Schraffuren lässt der Künstler die charakteristische Zeichnung zweier üppiger Frauenakte entstehen. Starowieyski, auch unter dem Künstlerpseudonym Jan Byk bekannt, war ein polnischer Graphiker, Maler und Bühnenbildner. Von ihm bevorzugte Motive waren das Vergehen, der Tod und das Ende der Zivilisation. Um seine Vorliebe zur Barockkunst zu unterstreichen, signierte Starowieyski seine Werke mit einer um 300 Jahre früheren Jahreszahl. 1949 bis 1955 studierte er an den Akademien in Krakau und Warschau, gehörte der Gruppe Alliance Graphique International (AGI) an und war der erste polnische Künstler mit einer Einzelausstellung 1986 im MoMA in New York.

Estimate
€ 1.800   (US$ 1.980)


Hammer Price
€ 1.500 (US$ 1.650)


Strässer, Herbert
Kubistische Dreiergruppe

Lot 8310

Kubistische Dreiergruppe
Bronze mit goldbrauner Patina, auf Mahagonisockel. 1956.
26,7 x 17 x 8 cm.
Seitlich unten links monogrammiert "HST".

Klare, kantige Formen verbinden sich mit runden, werden addiert und auch subtrahiert, Zackiges wird mit Weichem verzahnt. Rhythmisch, wiederholend, vielfältig, ja spielerisch gibt sich die Komposition. Die vielen verschiedenen, ähnlichen, aber kaum gleichen Formen gehen mit dem sie umgebenden Raum ein wechselvolles, spannungsreiches Verhältnis ein. Die geometrisch reduzierten Elemente fügen sich zu einer dreiteiligen Figurengruppe, die zwischen gegenständlich und abstrakt changiert. Jede der Figuren hat Anklänge an Menschliches, an Gesichter, Arme und Beine. „Auch bei scheinbar zu reinen 'Zeichen' reduzierten Formen läßt sich (Strässer) zunächst von der Natur, der menschlichen Figur, dem Problem der Gruppierung leiten (…).“ (Wolfgang Kermer, in: Plastiken, Skulpturen, Reliefs, Zeichnungen, Herbert Strässer, Ausst.-Kat. Saarbrücken 1968, o. S.). Unsere "Dreiergruppe" stammt aus Strässers früher, kubistisch beeinflusster Schaffensphase und weist formale Ähnlichkeiten zu Arbeiten von etwa Ossip Zadkine, Henri Laurens und Jacques Lipchitz auf, ist in ihrer Ausformulierung aber höchst eigenständig. Prachtvoller Guss mit wunderbar glatter, kantiger Oberfläche. Gesamthöhe mit Sockel 41,5 cm.

Estimate
€ 12.000   (US$ 13.200)


Hammer Price
€ 8.000 (US$ 8.800)


Sundberg, Alan Frederick
Ohne Titel

Lot 8311

Ohne Titel
Mischtechnik und Collage auf genarbtem Velin. 1984-86.
36,5 x 43,5 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Grau signiert "Alan Sundberg", verso erneut signiert und datiert.

Alan Sundberg studierte 1965-1968 am Pratt Institute School of Art and Design, in Brooklyn, New York. Sein künstlerisches Schaffen bewegt sich stets auf der Gratlinie zwischen Realität und Traum, Erleben und Phantasie. "Selten findet man heute noch angesichts einer zum Monumentalformat neigenden Malerei einen Künstler wie Alan Frederick Sundberg, dessen Werk so konsequent und frei vom modischen Zeitgeist über Jahre hinweg von den subtilen Ausdrucksvaleurs der Zeichnung geprägt worden ist." (Karin Thomas, in: A.F. Sundberg, Phasen, Dortmund 1983).

Estimate
€ 750   (US$ 825)


After-Sales Price
€ 500   (US$ 550)


(Sale closed.
Inquire for availability.)

Szymanski, Rolf
Stehende Figur

Lot 8312

Stehende Figur
Bronze mit brauner Patina auf Bronzeplinthe.
25 x 16 x 8 cm.
Unten seitlich monogrammiert "Szy". Auflage 12 num. Ex.
Nicht bei Krischke.

Die abstrahierte Figur steht auf einer schiffsförmigen Plinthe. "Zunehmend (...) erhielten die Bronzen und Eisenfiguren schorfige Haut und amorphe Gestalt. Sie muten an, als hätten sie ihre Identität verloren, Kopf, Rumpf, Beine oder Arme bestehen mehr aus Andeutungen denn ausgeformten Körperteilen. Der Bildhauer verweist in den knotigen Formen der massigen Gestalten auf die Autonomie des Gestalterischen, gleichsam auf etwas Unzerstörbares (...)." (Ingeborg Ruthe, Berliner Zeitung, 22.10.1998, zit. nach Galerie Westphal 2014). Prachtvoller, herrlich differenzierter Guss.

Errata: Entgegen den Angaben im Printkatalog ohne die Beigabe.

Estimate
€ 900   (US$ 990)


Hammer Price
€ 1.200 (US$ 1.320)



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