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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Catalogue Modern Art Part I » to the Art Department
Modern Art Part I Catalogue Price EURO 20,00
Auction Date Sat, June 6, 14:30 CET


» Entire Catalogue (Lots 8200 - 8504)

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Chapter Moderne Kunst Teil I / Modern Art Part I (Lose 8200 - 8504) » Chapters

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Main Image Description Status
Brodwolf, Jürgen
Huldigung an Lyonel Feininger

Lot 8220

"Huldigung an Lyonel Feininger"
1 handschriftlicher Brief, Einladungskarte mit montierter Tubenfigur und 5 Objektbilder. Collagen auf Offsetdrucken mit montierten Tubenfiguren, in 6 Objektkästen. 1971.
Je 43 x 33 x 4 cm (Rahmen).
Jeweils unten rechts mit Bleistift signiert "Brodwolf" und datiert, unten links betitelt und im Oberrand mit Feiningers Titeln bezeichnet, verso auf dem Kasten auf fotokopiertem Klebeetikett im Text nochmals signiert.

Die Tubenfiguren zusammen mit den collagierten Farbetiketten korrespondieren kompositorisch mit Feiningers Landschaftszeichnungen, in deren Reproduktionen sie mitten hinein montiert sind. Die Abbildungen stammen aus dem Katalogheft der Galerie Elfriede Wirnitzer, Baden-Baden 1971. Die fünf Abbildungen schickte Brodwolf collagiert an die Galeristin zurück und erhielt die Objekte nach ihrem Tod aus dem Nachlass zurück. Charakteristisches Erkennungsmerkmal des gelernten Zeichners und Lithographen ist seit 1959 die Tubenfigur, entstanden aus ausgedrückten, eigentümlich verformten Farbtuben, die ihm als Urbild seiner "inneren Figur" dienen. Seit den 1970er Jahren setzt er sie in seinen Objektbildern ein. "In dieser Tubenfigur erkannte ich die starke Verwandtschaft zu den Figurenrelikten meiner Kindheit, und somit die Wiederfindung meiner wahren Identität und eigener Sprache. Wer diese Kunstfigur nur als künstlerisches Markenzeichen deklariert, übersieht das Archetypische, Idolhafte dieser Kunstfigur und das Phänomen ihrer ständigen Wandlungsfähigkeit." (Jürgen Brodwolf, 2017, in: juergenbrodwolf.com, 27.1.2020).


Estimate
€ 2.800   (US$ 3.080)


Büttner, Erich
Sommer am Waldrand

Lot 8221

Sommer am Waldrand
Öl auf Leinwand. 1915.
59,5 x 82 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Blau signiert "Erich Büttner" und schwer leserlich datiert.

Ein Sommertag in der Natur: In dunkelgrünen und bräunlichen Valeurs ist die üppige Vegetation am Waldrand locker hingetupft und -gestrichelt, in den Vordergrund hinein, dicht umrahmt von Bäumen und Gebüsch, öffnet sich eine Weide. Spaziergänger wandern an einer einzelnen Kuh vorbei. Mit impressionistisch weichem Duktus und malerischer Sicherheit gestaltet Büttner Natur wie auch Mensch und Tier. Der Maler, Zeichner, Illustrator, Entwerfer und Graphiker aus Berlin-Kreuzberg studierte nach einer Lehre zum Kunstglaser 1906-11 an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin bei Emil Orlik, ab 1908 war er Mitglied der Berliner Secession, dann Mitglied im Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands und in der Freien Vereinigung der Graphiker zu Berlin.

Estimate
€ 2.400   (US$ 2.640)


Burliuk, David Davidovic
Landschaft im Wind

Lot 8222

Landschaft im Wind
Öl auf Hartfaserplatte.
21 x 27,3 cm
Unten rechts mit Pinsel in Schwarz signiert "BURLIUK".

Mit lockerer Hand, in pastosen, zügigen und kleinteiligen Pinselstrichen schildert Burliuk die Landschaft im wirbelnden Wind, in gedecktem Kolorit und mit vielfältigen Diagonallinien spannungsreich gestaltet. Der in der Ukraine geborene David Burliuk gilt zu Recht als einer der wegweisenden und vielseitigsten Künstler der russischen Avantgarde und als wichtiges Bindeglied verschiedener avantgardistischer Strömungen seiner Zeit. Sein Schaffen zeichnet sich durch die stetige Aufnahme neuester Stilrichtungen und avantgardistischer Strömungen aus. Vom Impressionismus mit seinem pastosen Farbauftrag ausgehend, wendet er sich dem Fauvismus und Neoimpressionismus zu. In seiner kubofuturistischen Phase verarbeitet er traditionelle Elemente der russischen Volkskunst und widmet sich in seinem Spätwerk realistischen Landschaften und Bildnissen.
Der russisch-amerikanische Dichter und bildende Künstler publizierte als eines der führenden Mitglieder der Moskauer Avantgarde 1910 das Manifest "Zur Verteidigung der modernen Kunst". In München nahm er gemeinsam mit Paul Klee, Wassily Kandinsky, Franz Marc u.a. an der ersten Ausstellung des Blauen Reiters in der Galerie Thannhauser teil und beteiligte sich 1913 am ersten Deutschen Herbstsalon in der Berliner Galerie "Der Sturm" von Herwarth Walden.
Verso mit dem Stempel "Burliuk Gallery, Marussia Burliuk Art Director, Hampton Bays L.L. N.Y. U.S.A.".

Estimate
€ 1.800   (US$ 1.980)


Calderara, Antonio
Ohne Titel

Lot 8223

Ohne Titel
Aquarell auf Karton. 1959.
13 x 18 cm.
Unten links auf dem Unterlagekarton mit Bleistift monogrammiert "A. C." und datiert, verso mit Bleistift signiert "Antonio", nochmals datiert und bezeichnet "al mano".

Das Meer, der Himmel, die Sonne und ein fernes Ufer - all das ist aufgelöst in klare geometrische Grundformen, aufs Äußerste reduziert. Stille und feiner Farbklang dominieren die Komposition. Erst im Jahr 1959, dem Entstehungsjahr unserer Zeichnung, entstand Calderaras erstes nicht-figuratives, rein abstraktes Bild. Gebogene Linien wichen flächigen Quadraten, rechten Winkeln und Streifen, die durch die Verwendung von nur wenigen Farben an Ausdruckskraft gewannen. Die wichtigsten künstlerischen Einflüsse in dieser Zeit erfuhr Calderara durch die Konfrontation mit den Bildern von Kasimir Malewitsch, Piet Mondrian und Josef Albers. Er öffnete sich einer gegenstandslosen Welt und prägte für seine geometrische Vorgehensweise den Begriff des "spazio mentale", des "geistigen Raums". Über seine künstlerische Intention sagte Calderara selbst: "Ich möchte das Nichts malen, das das Ganze ist, das Schweigen, das Licht, Maß, Ordnung, Harmonie. Das Unendliche".

Estimate
€ 1.800   (US$ 1.980)


Calderara, Antonio
Ohne Titel

Lot 8224

Ohne Titel
Aquarell auf Karton. 1960.
15 x 14,5 cm.
Unten links mit Bleistift monogrammiert "A. C." und datiert, verso mit Bleistift signiert "Antonio Calderara" und erneut datiert.

Die zarte Schönheit des Grüns harmoniert mit der geometrischen Strenge der Fläche. In dem Grundquadrat stehen grüne Quadrate und schmal-rechteckige Flächen im unteren Drittel nebeneinander in einer feinsinnig austarierten Konstruktion. Die Dualität von Strenge und Zartheit macht den hohen Reiz dieser Komposition aus, und es wird verständlich, was Calderara mit "spazio mentale" meint. "Die Beziehungen zwischen Farbtönen, Proportionen, Fläche und Raum schliessen ein, interagieren und grenzen nicht aus. Nicht ohne Grund hat er dem verehrten Josef Albers zu dessen Todestag eine Hommage gemalt." (zit. nach landbote.ch, 15.10.2019).
2017 widmete das Kunstmuseum Winterthur Antonio Calderara eine Retrospektive.

Estimate
€ 1.800   (US$ 1.980)


Castelli, Luciano
Transi stehend

Lot 8225

Transi stehend
Tempera und farbige Kreiden auf Velin, in zwei Teilen auf Leinwand aufgezogen. 1983.
198 x 70 cm.
Seitlich rechts mit Kreide in Schwarz signiert "Luciano Castelli" und datiert.

"Transi stehend", voller Charisma und Selbstbewusstsein. Die Zweigeschlechtlichkeit des Menschen beschäftigt und begeistert Luciano Castelli, das zeigen auch seine eigenen androgynen Selbstinszenierungen, beeinflusst von der Ästhetik des Glam Rock. In Luzern schon Schlüsselfigur der Bohème, berühmt auch durch die Fotos aus seiner Wohngemeinschaft von Franz Gertsch, nahm er bereits mit 21 Jahren an der Kasseler "documenta" teil und gehörte später in Berlin mit Salomé und Rainer Fetting zu den Jungen Wilden. Besonders in den Jahren 1980 und 1983 beschäftigte sich Castelli motivisch mit zweigeschlechtlichen Transvestiten. Aus dieser Berliner Zeit stammt auch unser großformatiger, in den Grundfarben Gelb, Blau und Rot expressiv gemalter Akt, in dem Castelli männliche und weibliche Geschlechtsmerkmale miteinander kombiniert. Eine feine Umrisslinie und gestische Binnengestaltung des Körpers stehen in schönem Kontrast zueinander. Der direkte Blick ermöglicht einen zutraulichen oder auch konfrontativen Dialog zwischen Betrachter und Bildfigur. Mit bunter spielerischer Erotik und durchaus auch Theatralik durchbricht Castelli die Geschlechtertrennung und kritisiert puritanische gesellschaftliche Normen. "(...) Sollte man in dieser Doppelgeschlechtlichkeit einen Irrtum der Natur vermuten, dürfte im Bildtitel nicht der Begriff 'Transi' genannt, sondern müsste von einem 'Zwitter' die Rede sein. So aber gibt der Künstler namentlich zu verstehen, dass es sich bei dieser Bildfigur nicht um eine natürliche Fehlentwicklung handelt, sondern um eine synthetische Disposition, die auf einen medizinischen Eingriff zurückzuführen ist. In ihrer Zweigeschlechtlichkeit scheint sich die Bildfigur ausgesprochen wohl zu fühlen. Unverhohlen, selbstsicher und nicht uneitel präsentiert sie sich dem Betrachter in frontaler Vorderansicht, wobei sie mit dem angehobenen Arm, der die Region ihrer Brüste hebt, und mit dem Arm, dessen Hand sie in die Region ihres Geschlechts führt, eine Pose eingenommen hat, die ihre Zweigeschlechtlichkeit optisch betoniert (...) Mit ihrem figurentypologischen und körpersprachlichen Ausdruck wirkt die Gestalt der Transvestitenbilder trotz der Scheinwelt, in die sie sich begeben hat, als stünde sie mitten im Leben." (Matthias Liebel, Luciano Castelli, 30 Jahre Malerei, Bamberg 2004, S. 508 f., wohl Abb. 704).

Estimate
€ 12.000   (US$ 13.200)


Corinth, Lovis
Skizzenbuch

Lot 8226

Skizzenbuch
Ca. 20 Zeichnungen. Bleistift und Farbstift in Rot, meist recto/verso auf Skizzenpapier. 21 Blatt, fadengeheftet, in Orig.-Broschur. Um 1910.
16,2 x 10,7 cm.
4 Seiten und der Umschlag mit dem Nachlaßstempel "Atelier - Lovis Corinth".

Das Skizzenbuch vereint sowohl erotische Szenen und Figurenstudien als auch Tierstudien: Aktskizzen und sich umarmende Paare, dann auch Kamele, Füchse, Panther, Pferde, Löwe und Tiger, zum Teil mit nur wenigen Strichen locker angedeutet.

Provenienz: Nachlass Thomas Corinth New York

Estimate
€ 1.800   (US$ 1.980)


Corinth, Lovis
Sanssouci

Lot 8227

Sanssouci
Lithographie auf Bütten. 1916.
25 x 39,8 cm (37,4 x 50,8 cm).
Signiert "Lovis Corinth". Auflage 75 Ex.
Schwarz L 284.

Erschienen im Verlag Fritz Gurlitt. Neben der Auflage von 75 Exemplaren auf Bütten wurden noch 40 Exemplare auf Japan gedruckt. Prachtvoller Druck mit deutlich zeichnender Steinkante und mit dem wohl vollen Rand.

Estimate
€ 1.200   (US$ 1.320)


Corinth, Lovis
Klopstockstrasse 48

Lot 8228

Klopstockstrasse 48
Kaltnadel auf JWZanders-Bütten. 1919.
32 x 24,6 cm (44,4 x 36 cm).
Signiert "Lovis Corinth". Auflage 100 Ex.
Schwarz 380 XI.

Blatt 11 der 14 Radierungen umfassenden Folge "Bei den Corinthern". Ausgezeichneter, herrlich gratiger Druck mit dem vollen Rand.

Estimate
€ 900   (US$ 990)


Danler, Herbert
Gehöft Geystbichl in Telfes im Stubai

Lot 8229

"Gehöft Geystbichl in Telfes im Stubai"
Öl auf Holzplatte. 1982.
29,5 x 48,5 cm.
Unten links mit Pinsel in Rot monogrammiert "HD", verso mit Kreide in Weiß signiert "Herbert Danler", datiert und betitelt.

An der Akademie der bildenden Künste Wien studierte Herbert Danler 1952-1957 bei Franz Elsner und Herbert Boeckl. Nach der Ausbildung war Danler neben seinem künstlerischen Schaffen auch als Kunsterzieher in Landeck tätig. Seit 1985 wirkte er als freischaffender Künstler in Telfes im Stubai in Tirol. Zu seinen bevorzugten Motiven zählen die Hochgebirgslandschaften und die heimische Architektur im Stubaital. Er versteht sich als Vermittler und Konservator einer Kultur, die im Begriff ist, zu verschwinden. In seiner kräftigen pastosen Malweise mit erdigen Tönen äußert sich das Archaische seiner Umgebung. Die kubistisch angelegten Formen seiner Kompositionen unterstützen die einfache und urige Kraft, die sich in den Landschaften der Berge manifestiert.

Estimate
€ 3.000   (US$ 3.300)



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