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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Catalogue Modern Artists Retrieved from Oblivion » to the Art Department
Modern Artists Retrieved from Oblivion Catalogue Price EURO 15,00
Auction Date Sat, June 1, 11:00 CET


» Entire Catalogue (Lots 8000 - 8119)

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Chapter Vergessene Moderne (Lose 8000 - 8119) » Chapters

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Main Image Description Status
Sailer, Anton
Warten auf Kundschaft

Lot 8041

Warten auf Kundschaft
Mischtechnik auf Velin. Um 1930.
28 x 36 cm (Passepartoutausschnitt).
Mittig rechts mit Feder in Schwarz signiert "Sailer".

Mit wenigen treffenden Federlinien erfasst Sailer die Züge der beiden wartenden Frauen in ihren Pelzmänteln und Hüten. Grün, Schwarz und Rot dominieren die Komposition. Die "Byrrh"-Reklame rechts im Bild legt ein Entstehen der Zeichnung in Sailers Pariser Zeit nahe. Viele seiner Arbeiten entstanden in seiner Pariser Zeit. Er zeichnete ebenso die einfachen Marktfrauen des Quartier Sainte-Marthe wie elegante Pariser Paare auf der Place Pigalle oder am Boulevard Saint-Germain bis hin zu ausschweifenden Bällen in der Rue de Lappe und schuf ein buntes Kaleidoskop der Hauptstadt Frankreichs.

Estimate
€ 1.000   (US$ 1.130)


Hammer Price
€ 800 (US$ 903)


Bronstert, Franz
Mutter mit Kind

Lot 8042

Mutter mit Kind
Aquarell, Bleistift und Feder in Schwarz auf Velin. 1922.
25,3 x 18,4 cm.
Unten mittig mit Bleistift signiert "Fr Bronstert" und datiert.

Feinsinnige Zeichnung mit stimmigem, expressivem Kolorit. Zwar arbeitete Bronstert auch in Öl, doch gehörte seine Liebe dem Aquarell.
Bronstert besuchte vor dem Ersten Weltkrieg die Höhere Maschinenbauschule in Hagen/Westfalen, wo er die Ingenieurprüfung ablegte. Während des Krieges lernte er in englischer Kriegsgefangenschaft, im Lager Ripon in Yorkshire, Fritz Fuhrken und Georg Philipp Wörlen kennen. In dieser Zeit betätigte er sich zum ersten Mal auch künstlerisch und beschloss, als Autodidakt freischaffender Künstler zu werden. 1921 gründete Bronstert gemeinsam mit Fuhrken und Wörlen die Künstlergruppe "Der Fels", zu der auch Reinhard Hilker und Carry Hauser gehörten. Nach dem Krieg lebte er in Hagen, wo er Bekanntschaft mit dem Kreis um Karl Ernst Osthaus machte, insbesondere mit Christian Rohlfs. In dieser Zeit lernte er Alfred Kubin kennen, mit dem er freundschaftlich verbunden war. In den 1920er Jahren nahm Bronstert an Ausstellungen des Jungen Rheinlandes und des Hagenrings teil. Er entwickelte sich vom radikalen Expressionismus über eine realistische Phase hin zum, wie er selbst sagte, "geläuterten Impressionismus". Seine Motive fand er vor allem in der Natur. Da der finanzielle Erfolg als Künstler ausblieb, arbeitete Bronstert in seinem erlernten Beruf als Ingenieur, war Inhaber von Patenten und Vorstandsmitglied des VARTA-Konzerns. Beigegeben: Ein Holzschnitt von Franz Bronstert.

Estimate
€ 1.800   (US$ 2.033)


After-Sales Price
€ 1.500   (US$ 1.694)


Breinlinger, Hans
Frauenporträt in Landschaft

Lot 8043

Frauenporträt in Landschaft
Öl auf Karton. 1927.
30 x 22 cm.
Mittig rechts mit Pinsel in Schwarz signiert "H. Breinlinger" und datiert.

Mit der Halbfigur einer jungen Frau, möglicherweise seiner Ehefrau Alice Berend, steht Breinlinger stilistisch dem Expressionismus nahe. Harmonische Farbkontraste von Blau und Gelb, Grün und Violett bestimmen die in lockerem Duktus gemalte Koposition.
Nach seiner Lehre als Fotograf und Retuscheur arbeitete Breinlinger bis 1908 als Fotograf in Nürnberg, Freiburg im Breisgau, Lausanne, Boulogne, Paris und Stuttgart, kehrte dann nach Konstanz zurück und nahm ab 1911 ein Studium an der Großherzoglichen-Badischen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe auf. Sein Malstil wurde dort von Wilhelm Trübner beeinflusst. Anfang der 1920er Jahre lernte er die Schriftstellerin Alice Berend kennen, heiratete sie 1926 in London und zog mit ihr nach Berlin, wo er durch seine Ehefrau, deren jüngere Schwester Charlotte Berend-Corinth und seinen Schwager Lovis Corinth Zugang zur Berliner Gesellschaft fand. 1933 wurden die Bücher Alice Berends von den Nationalsozialisten auf die "Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums" gesetzt und sie als Jüdin verfolgt. 1935 emigrierte sie nach Italien, Breinlinger und Berend ließen sich scheiden. 1943 wurden seine Wohnung und Atelier in Berlin ausgebombt.

Estimate
€ 700   (US$ 790)


Hammer Price
€ 1.200 (US$ 1.355)


Kuhfuss, Paul
Die Piazza San Marco, Venedig

Lot 8044

Die Piazza San Marco, Venedig
Öl auf Leinwand. Um 1929.
63 x 78 cm.
Unten rechts zweifach mit Pinsel in Rosa und in Rot signiert "Kuhfuss".

Paul Kuhfuss unternahm 1928 eine Studienreise nach Italien; mit vielen anderen Künstlern seiner Generation teilte er eine Italienbegeisterung, die ihn dort mit fieberhafter Produktivität intensiv arbeiten ließ. Seine Eindrücke von Venedig hielt er in zahlreichen Zeichnungen und Ölbildern fest. Mit souveränem, lockerem Duktus und in leuchtendem Kolorit malt er in nachexpressionistischem Stil den Dogenpalast am Markusplatz, im Hintergrund die Kirche St. Giorgio Maggiore. Seine Skizzenbücher von dieser Venedig-Reise zeugen von einer erstaunlichen Produktivität: "(...)10 Tage Venedig haben meinem Vorrat an Studien gut getan. Venedig ist herrlich, obgleich ich nicht das Renaissance-Venedig, sondern das des 18. Jahrhunderts gesucht und gefunden habe." (Paul Kuhfuss, Aus dem Skizzenbuch Italien 1929, Nachlass-Archiv Paul Kuhfuss Berlin-Pankow 1991, zit. nach Röske, S. 14). Im Jahr 1929 entstand ein weiteres, motivisch sehr ähnliches Gemälde der Piazza San Marco von Paul Kuhfuss (vgl. Hellwich/Röske 29/22). Unser Gemälde darf als eines der exemplarischen Hauptwerke dieser Reise gelten.

Estimate
€ 6.000   (US$ 6.779)


Hammer Price
€ 8.000 (US$ 9.040)


Kuhfuss, Paul
Gardasee

Lot 8045

Gardasee
5 Zeichnungen. Kohle auf Velin. Um 1930.
Ca. 46 x 37 cm.
Jeweils betitelt.

Die Ortschaft Riva am Gardasee und ihre Umgebung inspirierte Paul Kuhfuss zu zahlreichen Zeichnungen und Gemälden. Hier folgende Motive: "Porto Piccolo in La Rocca", "Der Strand von Torbole sul Garda", "Ausblick auf Riva und die Strada Pontale", "Ansicht von La Rocca" und "Am nördlichen Ufer des Gardasees". Teils verso mit weiteren Skizzen.

Estimate
€ 750   (US$ 847)


Hammer Price
€ 500 (US$ 565)


Kuhfuss, Paul
Rialto, Venedig

Lot 8046

Rialto, Venedig
4 Zeichnungen. Kohle auf Velin. 1928.
Ca. 46 x 37 cm.
2 Blatt betitelt "Ponte Rialto".

Paul Kuhfuss unternahm 1928 eine Studienreise nach Italien. Seine Eindrücke von Venedig hielt er in zahlreichen Zeichnungen und Ölbildern fest. In den charakteristischen spitzen Formen und mit sicheren Schraffuren zeichnet er die Rialtobrücke und Umgebung, den "Aufgang zur Rialtobrücke", den "Ausblick auf die Brücke von Ruga del Vin", den "Markt von Rialto" und die "Rialtobrücke aus Sicht der Riva del Vin". Teils verso mit weiteren Skizzen.

Estimate
€ 750   (US$ 847)


Hammer Price
€ 1.300 (US$ 1.468)


Kuhfuss, Paul
Venedig

Lot 8047

Venedig
3 Zeichnungen. Kohle auf Velin. 1928.
Ca. 46 x 37 cm.
2 Blatt betitelt.

Malerische Motive aus Venedig: "Arkaden am Canal Grande", "Santa Maria della Salute am Canal Grande" und "Venezianischer Kanal". Eines verso mit weiterer Skizze.

Estimate
€ 600   (US$ 677)


Hammer Price
€ 950 (US$ 1.073)


Kuhfuss, Paul
Venedig

Lot 8048

Venedig
4 Zeichnungen. Kohle auf Velin. 1928.
Ca. 46 x 37 cm.
2 Blatt betitelt.

Dargestellt sind berühmte venezianische Motive wie die "Chiesa di Santa Maria della Salute", die "Chiesa di San Simeone Piccolo", "Palazzi am Canal Grande" und der "Campaniello del Teatro in Venedig", alle in Kuhfuss' typischer Manier und aus interessanten Blickwinkeln. Teils verso mit weiteren Skizzen.

Estimate
€ 750   (US$ 847)


Hammer Price
€ 1.300 (US$ 1.468)


Birkle, Albert
Schlächterwagen

Lot 8049

Schlächterwagen
Mischtechnik auf Velin, auf Unterlagepapier und ganzflächig auf Malkarton kaschiert. 1923.
47 x 71 cm.
Unten rechts auf dem Malkarton mit Bleistift signiert "Albert Birkle" und datiert, verso auf dem Malkarton nochmals mit Bleistift signiert "Albert Birkle" und bezeichnet "Berlin".

Nach rechts und nach links ziehen durch das Bild ausgemergelte, von der Not gezeichnete Gestalten, Menschen und Pferde, die versuchen, dem Elend und Hunger zu entkommen. Wenige Wagenlampen werfen ihren schwachen Schein in das Dunkel des Geschehens, und nur zurückhaltend setzt Birkle das Kolorit in seiner Komposition ein. Der alte Mann ganz links vorne blickt unter seiner Hutkrempe direkt zum Betrachter und ruft ihm zum Zeugen der erbärmlichen Zustände in diesem ereignisreichen Jahr der Weimarer Republik: Wegen verspäteter Reparationszahlungen besetzte Frankreich 1923 das Ruhrgebiet, die deutsche Regierung rief zu Sabotage und Streik auf, zahlte jedoch die Löhne an die Streikenden weiter und musste dafür mehr Banknoten in Umlauf bringen. So begann die dramatischste Inflation, die das Land je erleben sollte, mit katastrophalen wirtschaftlichen Folgen für die Bevölkerung.
Birkle absolvierte nach Ende des Ersten Weltkrieges eine Lehre als Dekorationsmaler im väterlichen Betrieb, studierte von 1920 bis 1925 an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin und war Meisterschüler bei Arthur von Kampf. Er entwickelte in diesen Studienjahren einen religiös geprägten, sozialkritischen Realismus in einer formalästhetisch-neusachlichen Formensprache, der vor allem in seinen Charakterköpfen karikierende Züge vermittelte. Das Angebot einer Professur an der Königsberger Akademie lehnte der Künstler 1927 ab, um Aufträge für kirchliche Wandmalereien u.a. in Gaislingen und Kattowitz auszuführen. Im Umbruch der Machtergreifung Hitlers übersiedelte Birkle nach Salzburg, wobei er sein Berliner Atelier behielt. 1936 stellte er in der Berliner Nationalgalerie aus und vertrat Deutschland auf der Biennale in Venedig. Die dort gezeigten Bilder wurden 1937 im Haus der Deutschen Kunst in München entfernt, weitere Werke von ihm in öffentlichen Sammlungen als "entartet" beschlagnahmt und er selbst mit einem Malverbot belegt. Birkle meldete sich freiwillig zum Reichsarbeitsdienst, wodurch er vorübergehend dem Militärdienst entgehen konnte. Er arbeitete als Kriegsmaler, Kriegsberichterstatter und musste 1944 einrücken. 1946 erhielt Birkle die österreichische Staatsbürgerschaft und widmete sich vor allem sakralen Gestaltungswegen als Glasmaler. In den 1950er und 1960er Jahren entstanden bedeutende Werke auf diesem Gebiet. In seinem malerischen und zeichnerischen Spätwerk griff er in einem expressiven Stil auf die sozialkritischen Tendenzen seiner frühen Motive zurück.
Bitte Zustandsbericht erfragen.

Errata: Die vollständigen Angaben zur Technik, Signatur und Datierung lauten: Mischtechnik auf Velin, auf Unterlagepapier und ganzflächig auf Malkarton kaschiert. Unten rechts auf dem Malkarton mit Bleistift signiert "Albert Birkle" und datiert, verso auf dem Malkarton nochmals mit Bleistift signiert "Albert Birkle" und bezeichnet "Berlin"; im Printkatalog abweichend.

Estimate
€ 35.000   (US$ 39.549)


Hammer Price
€ 30.000 (US$ 33.900)


Böhm, Emil
Der Weg zum Glück

Lot 8050

Der Weg zum Glück
Gouache auf Velin.
21,3 x 17 cm (Passepartoutausschnitt).

In ihrer Phantastik lässt die Zeichnung an Chagall denken, wenn auch das Thema des Trinkers deutlich sozialkritisch ist. Charakteristische Zeichnung Böhms, spannungsvoll komponiert.

Errata: Der Künstler ist Emil Boehm, Lebensdaten 1904-1996, München, entgegen den Angaben im Printkatalog.

Estimate
€ 500   (US$ 565)


After-Sales Price
€ 400   (US$ 451)



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