Please enter search terms:

BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

Sprache / Lingua / Language


Catalogue Contents

Catalogue Modern Artists Retrieved from Oblivion » to the Art Department
Modern Artists Retrieved from Oblivion Catalogue Price EURO 15,00
Auction Date Sat, June 1, 11:00 CET


» Entire Catalogue (Lots 8000 - 8119)

Please ask for condition reports for individual lots (art@bassenge.com),
as the condition is usually not mentioned in the catalogue.

» Catalogues (Order)

» Terms and Conditions (PDF)
» First Time Bidders (as PDF)
» Form for your bids (PDF)
Chapter Vergessene Moderne (Lose 8000 - 8119) » Chapters

1 2 3 4 5 6 7 8 9 ... 12   first pagerewindprevious pagenext pagefast forwardlast page

Main Image Description Status
Oppenheimer, Max
Malerei und Musik

Lot 8030

Malerei und Musik
Farblithographie auf festem Velin. 1919.
75 x 65 cm (83,5 x 68 cm).
Signiert "Mopp". Auflage 50 num. Ex.
Nicht bei Stix/Osborn; Pabst L 14.

Künstlerhände stehen im Mittelpunkt der Darstellung, umgeben von Utensilien der beiden Künste Malerei und Musik: eine Violine mit Bogen und Noten sowie Pinsel, Palette und Werkzeug. Hochdynamisch und expressiv verlaufen die Kompositionslinien strahlenförmig von der Bildmitte nach außen.
Oppenheimer studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Griepenkerl sowie an der Prager Kunstakademie. 1908 kehrte er nach Wien zurück und nahm an der Kunstschau teil. Nach Studienreisen in Europa lebte er ab 1911 in Berlin, wo er vom Verleger Paul Cassirer gefördert wurde. Die renommierte Münchner Galerie Thannhauser widmete „MOPP“, wie sich Oppenheimer ab 1912 verkürzt nannte, eine Personalausstellung. Zur gleichen Zeit erschien in Wien eine Monographie und die Galerie Miethke zeigte seine Werke. 1915 verlegte er seinen Wohnsitz in die Schweiz, danach wieder nach Berlin und Wien, wo er im Hagenbund ausstellte. Von den Nationalsozialisten als entarteter Künstler eingestuft, emigrierte er 1938 in die Schweiz, dann nach New York, wo er bis zu seinem Tod in großer Zurückgezogenheit lebte. In Auseinandersetzung mit Kokoschka und Schiele entstanden spannende, expressive, teils kubistisch und futuristisch beeinflusste Arbeiten. Internationale Ausstellungen machen ihn zu einem der wichtigsten Vertreter der österreichischen Kunst der Zwischenkriegszeit.
Prachtvoller, farblich sehr schön abgestimmter Druck mit Rand. Eines der Hauptblätter im graphischen Schaffen Max Oppenheimers, wie auch die beiden Blätter der Lose 8032 und 8033.

Estimate
€ 6.000   (US$ 6.779)


Hammer Price
€ 6.000 (US$ 6.779)


Oppenheimer, Max
Ferruccio Busoni/Kopf

Lot 8031

Ferruccio Busoni / Kopf
Kaltnadel auf Japan. 1924.
19,8 x 18,6 cm (32,7 x 33,4 cm).
Stix/Osborn 44; Pabst R 48.

Nach rechts gewandt, mit konzentriertem Blick, arbeitet Oppenheimer mit wenigen kurz gesetzten Strichen und einem spannungsreichen Licht-Schatten-Spiel das Gesicht des Musikers Ferruccio Busoni heraus. Busoni, der vor allem für seine Pianisten- und Lehrertätigkeit bekannt ist, verfasste zudem musiktheoretische Schriften und zahlreiche Kompositionen, darunter die vier Opern "Die Brautwahl", "Arlecchino", "Turandot" und "Doktor Faust" sowie Konzerte und Klavierwerke. Ausgezeichneter Druck mit feinem Plattenton, die Plattenkante mit deutlichem Relief druckend und mit Rand

Estimate
€ 700   (US$ 790)


Hammer Price
€ 2.000 (US$ 2.260)


Oppenheimer, Max
Rosé-Quartett

Lot 8032

Rosé-Quartett
Farblithographie auf leichtem Plakatpapier. Um 1920.
66 x 66 cm (78 x 70 cm).
Nicht bei Stix/Osborn; Pabst L 15.

Max Oppenheimer schuf zahlreiche Darstellungen von Musikern und Orchestern. Unser ausdrucksstarkes, nur auf die Musikerhände konzentriertes Blatt entstand nach dem berühmten Wiener Rosé-Quartett. "Der in Rumänien geborene Meistergeiger Arnold Rosé, ein Schwager von Gustav Mahler, ist bis zu seiner Emigration nach England 1938 jahrzehntelang Konzertmeister der Wiener Philharmoniker. Das von ihm gegründete Quartett erlangt nach 1905 Weltruf. Der Künstler verbindet die Portraits der Musiker mit einer abstrakten Raumkomposition. Ihre transparente Struktur wirkt im Zusammenspiel mit der stakkatohaften Rhythmik von Linien, Winkeln und Flächen wie eine Visualisierung der die Musiker umflutenden Schwingungen der Klänge." (Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, zum Gemälde "Das Rosé-Quartett", 1924, Inv.-Nr. Gm2035). Prachtvoller Druck mit dem wohl vollen, kleinen Rand.

Estimate
€ 2.500   (US$ 2.824)


Hammer Price
€ 3.200 (US$ 3.615)


Oppenheimer, Max
Die Amati (Hommage à Guarnerius del Gesu)

Lot 8033

Die Amati (Hommage à Guarnerius del Gesu)
Farblithographie auf Velin. 1932.
67 x 56 cm (69,5 x 58 cm, Passepartoutausschnitt).
Signiert "MOPP". Auflage 100 num. Ex.
Nicht bei Stix/Osborn; Pabst L 22.

Unser ausdrucksstarkes Blatt konzentriert sich nur auf die Musikerhände sowie die beiden Violinen und Notenblätter, die auf dem dunklen Hintergrund zu schweben scheinen. Mit Verve zeichnet Oppenheimer die Komposition, so dass ein außerordentlich suggestives und ausdrucksstarkes Abbild von Musikalität und Rhythmus selber entsteht. Von Oppenheimer geschaffen als Hommage an Guarnieri, der Schüler Amatis war.
Prachtvoller, klarer Druck mit Rand. Selten.

Estimate
€ 4.000   (US$ 4.520)


Hammer Price
€ 3.500 (US$ 3.954)


Nückel, Otto
Wartende Familie am Bahnsteig

Lot 8034

Wartende Familie am Bahnsteig
Aquarell auf Velin.
26,9 x 34,9 cm.
Unten rechts mit Feder in Schwarz signiert "O. Nückel".

Mit überzeugender Stilisierung fein aquarellierte nächtliche Szene, in leuchtender Farbigkeit und im Stil der Neuen Sachlichkeit, wie Nückel ihn in den fortschrittlichen Münchner Künstlerkreisen kennengelernt hatte. In Nückels 1920 entstandener Folge "Schicksal. Eine Geschichte in Bildern" findet sich eine in Ausdruck und Gestaltung vergleichbare Szene, "Wartendes Paar am Bahnhof" (Pauls VI, 185).
Otto Nückel war bereits seit Kindheitstagen zeichnerisch und malerisch tätig. Nach einem abgebrochenen Medizinstudium in Freiburg im Breisgau zog er nach München, um sich als Maler professionell weiterzuentwickeln. Nückel war Mitglied der Künstlervereinigung Münchner Sezession sowie der 7 Münchner Maler. Im Jahr 1918 bezog er das ehemalige Atelier von Wilhelm Leibl in Bad Aibling, eine bescheidene Hütte am Dorfrand, in der er bis 1923 lebte. Seinen Lebensunterhalt verdiente Nückel als Mitarbeiter der satirischen Zeitschriften Simplicissimus und Simple sowie der Kinderzeitschrift Ping-Pong. Er gestaltete Illustrationen und Karikaturen; sein Werk wird beherrscht von Skurrilem und einer tiefgründigen Ironie, die bis zu bissigem Sarkasmus reicht.
Beigegeben: Eine kleine Bleistiftzeichnung von Otto Nückel.

Provenienz: Sammlung Dr. F. W. Denzel, Nr. N/41 (dessen Etikett montiert auf der Rahmenrückseite)

Estimate
€ 600   (US$ 677)


Hammer Price
€ 600 (US$ 677)


Bolz, Hanns
Traum im bunten Zimmer

Lot 8036

Traum im bunten Zimmer
Öl auf Leinwand. 1910.
51,5 x 61,5 cm.
Unten mittig links mit Pinsel in Dunkelbraun signiert "Bolz", datiert und gewidmet "à Suzanne".

Träumt sie? Mit geschlossenen Augen sitzt die junge Frau mit großem Hut in dem lebendig und farbenfroh dekorierten Zimmer. Hinter ihr scheinen rosa Schweinchen, Puppe und Frack in der Luft zu schweben, rund um das mit bunten Kissen bedeckte Bett. Unser Gemälde entstand 1910, in Bolz' früher Pariser Zeit, in der er vehement mit Farben experimentierte. Bolz studierte von 1905 bis 1908 an der Kunstakademie in Düsseldorf und verbrachte anschließend drei Jahre in Paris, wo er Pablo Picassos kleines Atelier auf dem Montmartre, in der Rue Gabrielle 49 übernahm. Er war dort eng mit Max Ernst und Otto Freundlich, der auch sein Trauzeuge wurde, befreundet. Bald schon schloss sich Bolz in Paris der kleinen deutschen Künstlerkolonie an, die sich im Café du Dôme um Purrmann und Levy etabliert hatte. Dem renommierten Kunsthändler Alfred Flechtheim war es vergönnt, diesen illustren und in seinen Stilrichtungen völlig unterschiedlichen Künstlerkreis, "Dômiers" genannt, 1914 erstmals in seiner Galerie zu zeigen. Bolz lebte in den Jahren 1911 und 1912 in München, wo er als Illustrator für die Zeitschrift "Komet" tätig war. Bereits 1912 kehrte er nach Paris zurück, bezog ein Atelier auf dem Montparnasse und unternahm Studienreisen nach Madrid, London, Venedig und Oslo. Während seines Kriegseinsatzes im Ersten Weltkrieg wurde er schwer verwundet und 1917 fast blind aus dem Wehrdienst entlassen. Er widmete sich in seiner kurzen Lebensspanne nach dem Krieg fast ausschließlich dem Modellieren.

Estimate
€ 20.000   (US$ 22.599)


Hammer Price
€ 18.000 (US$ 20.339)


Spiegel, Hans
Porträt

Lot 8037

Porträt
Öl auf Leinwand. 1918.
52,5 x 45,5 cm.
Unten links wohl Reste einer Signatur.

Kubistische Elemente und weiche Körperformen verbinden sich in dem Brustbildnis überzeugend zu fein modellierter Körperlichkeit. In aufmerksamer Haltung sitzt der junge Mann mit vorgebeugtem Oberkörper, den Kopf in Gegenrichtung nach rechts gedreht, den Blick nach links aus dem Bild gerichtet. Ebenso kantig durchgestaltet wie die Figur ist der nicht näher definierte Hintergrund. Die braunen, grauen und rötlichen Nuancen ergeben in ihren fein abgestuften Modulationen ein harmonisches Zusammenspiel. Frühes Gemälde Spiegels aus der Zeit, als er sich mit den Künstlerkollegen Oskar Schlemmer, Willi Baumeister und Albert Mueller zur Uecht-Gruppe zusammenschloss. Verso auf dem Keilrahmen bezeichnet "Eduard Schneider".

Estimate
€ 2.500   (US$ 2.824)


Hammer Price
€ 4.000 (US$ 4.520)


Sailer, Anton
Les deux rats

Lot 8038

"Les deux rats"
Aquarell und Feder in Schwarz auf Velin. Um 1930.
29,7 x 41,3 cm.
Unten links mit Feder in Schwarz signiert "Sailer" und betitelt.

Skurrile Szene, deren Bedeutung sich nicht leicht erschließt: An einem Ufer steht die sehr übergewichtige, billig zurechtgemachte Frau, links von ihr stürzt sich eine Ratte ins Wasser. Feine, suchende Federstriche skizzieren das Geschehen, die zarte, wässrige Aquarellierung verleiht der Zeichnung ihre atmosphärische Wirkung. Sailers französischer Bildtitel verweist auf ein Entstehen der Arbeit in seiner Pariser Zeit.
Nach seiner Ausbildung an der Münchner Kunstgewerbeschule bei Robert Engels und Willi Geiger und der Zeichenklasse von Franz Klemmer an der Münchner Akademie der Bildenden Künste ließ sich der Maler und Literat Anton Sailer von 1926 bis 1935 in Paris nieder, wo er zunächst seine Ausbildung an der Académie de la Grande Chaumiére komplettierte. 1935 kehrte er nach Deutschland zurück und übte eine literarische Tätigkeit im Ullsteinhaus in Berlin aus. Ab 1947 lebte Sailer wieder in München und nahm seine künstlerische Arbeit erneut auf.

Estimate
€ 800   (US$ 903)


After-Sales Price
€ 600   (US$ 677)


Sailer, Anton
Dirne vor dem Hotel

Lot 8039

Dirne vor dem Hotel
Aquarell und Feder in Schwarz auf Velin. Um 1930.
44,6 x 30 cm (Passepartoutausschnitt).

Charakteristische Zeichnung aus Sailers Pariser Zeit. Die alte Dirne steht zurechtgemacht mit kurzem Rock und hohen Stiefeln vor dem Stundenhotel, die Haltung lockend in geübter Pose, die Gesichtszüge jedoch verbittert zusammengezogen. Hinter ihr schleicht eine Katze in geduckter Haltung zum Eingang des "Hotel du Cygne", dessen vernachlässigte Reklameschilder schief und krumm hängen.

Estimate
€ 1.000   (US$ 1.130)


After-Sales Price
€ 800   (US$ 903)


Sailer, Anton
Etablissement Suzy

Lot 8040

Etablissement Suzy
Aquarell und Feder in Schwarz auf Velin. Um 1930.
38,3 x 33,3 cm.
Unten rechts mit Feder in Schwarz signiert "Sailer".

Typisches Motiv des Münchner Zeichners: Lockend stehen die drei Mädchen in ihren leichten Hemdchen im Fenster des Etablissements "Suzy", eine schwarze Katze bewacht die Eingangstür. Der französische Name des Bordells verweist wohl auf ein Entstehen der Arbeit in Sailers Pariser Zeit.

Estimate
€ 800   (US$ 903)


After-Sales Price
€ 600   (US$ 677)



1 2 3 4 5 6 7 8 9 ... 12   first pagerewindprevious pagenext pagefast forwardlast page