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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Catalogue Vergessene Moderne » to the Art Department
Vergessene Moderne Catalogue Price EURO 15,00
Auction Date Sat, June 1, 11:00 CET


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Chapter Sonderauktion / Special Sale: Vergessene Moderne (Lose 8000 - 8119) » Chapters

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Main Image Description Status
Kokoschka, Oskar
Herbstblumen

Lot 8113

Herbstblumen
Farblithographie auf Velin. 1968/75.
47,5 x 50 cm (74 x 54 cm, Passepartoutausschnitt).
Signiert "OKokoschka". Auflage 150 num. Ex.
Wingler/Welz 520.

Die Lithographie entstand 1975 nach einem Aquarell von 1968, in einer Gesamtauflage von 170 numerierten Exemplaren. Ausgezeichneter, farblich sehr schön abgestimmter Druck von 19 Steinen, mit Rand.

Estimate
€ 900   (US$ 1.026)


Hammer Price
€ 700 (US$ 797)


Jaenisch, Hans
Abstrakte Komposition

Lot 8114

Abstrakte Komposition
Öl auf Leinwand. 1971.
81,5 x 65 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Rosa mongrammiert "Jae" und datiert.

Hans Jaenisch wurde 1927 von Herwarth Walden entdeckt und in den Künstlerkreis seiner Galerie "Der Sturm" aufgenommen. Nach seiner Rückkehr aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft kam er 1946 nach Deutschland und wurde 1953 zum Professor an die Hochschule für Bildende Künste in Berlin berufen. Zu seinen Schülern gehörten u.a. Günter Thiele, Rainer Fetting und Klaus Lindemann. Jaenisch arbeitete überwiegend abstrakt - wie auch in unserer Komposition. Ineinander fließende Formen, die an amorphe Mikroorganismen erinnern, bilden eine harmonische Einheit aus sanften Farben.


Errata: Entgegen den Angaben im Printkatalog monogrammiert statt signiert.

Estimate
€ 1.200   (US$ 1.367)


Hammer Price
€ 1.000 (US$ 1.140)


Jaenisch, Hans
Vor dem Eingang

Lot 8115

Vor dem Eingang
Tempera auf Leinen. 1979.
45 x 31,5 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Hellbraun monogrammiert "Jae" und datiert.

Collagenhaft verbinden sich einzelne, überwiegend rechteckige Farbflächen, die teils sanft ineinander verfließen, zu einem harmonischen Ensemble. Die abstrakte Komposition bringt durch ihre reizvolle Farbigkeit von Terracotta, Gelb, Grün, Grau, Blau und Braun eine besondere Wärme und Lebendigkeit hervor. "Oft blüht sinnenhaft, ja triebhaft aus seinen Bildern - besonders den Aquarellen - eine Atmosphäre des Glücks, der Heiterkeit der Farben, des Lichtes, der korrespondierenden Formen, der Beziehungen zwischen Natur und denkerisch-ungegenständlicher Gestaltung." (Karl Heinz Hoyer, in: Hans Jaenisch, Niederteufen 1971, S. 6).

Errata: Entgegen den Angaben im Printkatalog monogrammiert statt signiert.

Estimate
€ 600   (US$ 683)


Hammer Price
€ 500 (US$ 570)


Jaenisch, Hans
Schleusentor

Lot 8116

Schleusentor ("TB # 41")
Mischtechnik, Collage und Tusche in Schwarz auf Velin, auf Leinwand kaschiert. 1963.
135 x 150 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Schwarz monogrammiert "Jae", verso nochmals signiert, datiert und bezeichnet "TB # 41", verso mit Klebeetikett des Deutschen Künstlerbundes Köln und Klebeetikett der Baukunst Köln, dort typographisch bezeichnet.

Im Jahr 1960 beginnt Jaenisch mit einer neuen Technik zu arbeiten: Die "Tuschbilder" entstehen aus Collagen mit Tusche und Lasurfarbe, auf Leinen aufgezogen. "Die strahlende Farbigkeit der Balkenfugen schafft den Hell-Dunkel-Gegensatz und somit den dramatischen Dualismus, der aus die 'Tuschbilder' von 1960 bis zur ersten Hälfte des Jahres 1963 beherrscht. Hier ist es wieder graphisches Craquelé, das auf Papier mit Tusche gemalt und geknittert in eigenwilliger Technik die Bilder überzieht. Jaenisch sagt über diese Tuschbilder, sie seien 'als Versuche gemeint, die Randgebiete surrealer Vorgänge zu erforschen. Sie bedeuten für mich die Erschließung neuer Räume. Schichtungen, in denen ich mich dieser Bilderwelt anvertraue, treiben in den Räumen ihr Spiel'." (K. H. Hoyer, in: Hans Jaenisch, Ausst.-Kat. Galerie Vömel, Düsseldorf 1991, S. 10).

Ausstellung: Deutscher Künstlerbund Köln, 12. Ausstellung 1963 (mit Fragment dessen Klebeetiketts verso)

Errata: Entgegen den Angaben im Printkatalog monogrammiert statt signiert.

Estimate
€ 1.800   (US$ 2.052)


Hammer Price
€ 1.700 (US$ 1.937)


Jaenisch, Hans
Ikarus

Lot 8117

Ikarus ("TB # 44")
Mischtechnik, Collage und Tusche in Schwarz auf Velin, auf Leinwand kaschiert. 1964.
150 x 135 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Schwarz monogrammiert "Jae", verso betitelt und bezeichnet "TB # 44", verso mit Klebeetikett der Baukunst Galerie Köln, dort typographisch bezeichnet.

Charakteristisches Tuschbild Jaenischs aus der ersten Hälfte der 1960er Jahre; hier setzt er sich mit dem Bild des Ikarus aus der griechischen Mythologie auseinander und stellt die Flügel ins Zentrum seiner Darstellung. Die Fragilität dieser Konstruktion des Daedalus aus Vogelfedern und Bienenwachs spiegelt sich in der empfindlichen Oberfläche aus zerknittertem Papier, dessen Falten wie Risse und Sprünge die Komposition durchziehen.
Bereits als junger Künstler wurde Hans Jaenisch von Herwarth Walden entdeckt und in den Künstlerkreis seiner Galerie "Der Sturm" aufgenommen, seine Werke wurden schon 1927 in einer Einzelausstellung gezeigt. Während er zunächst noch gegenständlich und figural arbeitete, werden die Formen ab den 1960er Jahren immer abstrakter. 1932 lehrte er an der Berliner Kunstschule "Der Weg", bis er 1933 von den Nationalsozialisten Berufsverbot auferlegt bekam. 1939 kam er durch seinen Militärdienst nach Nordafrika und geriet 1943 in amerikanische Kriegsgefangenschaft. In der Nachkriegszeit konnte er sich erneut etablieren und wurde 1953 zum Professor an die Hochschule für Bildende Künste berufen.

Ausstellung: Deutscher Künstlerbund Köln, 12. Ausstellung 1963 (mit Fragment dessen Klebeetiketts verso)

Errata: Entgegen den Angaben im Printkatalog monogrammiert statt signiert.

Estimate
€ 1.800   (US$ 2.052)


After-Sales Price
€ 1.500   (US$ 1.709)


(Sale closed.
Inquire for availability.)

Schoemakers, René
Kinderbildnis; Selbstporträt

Lot 8118

Kinderbildnis; Selbstporträt
2 Gemälde. Acryl auf Leinwand. 2004.
50 x 70 bzw. 50 x 50 cm.
Verso mit Faserschreiber signiert "R. Schoemakers" und datiert.

Das Personal seiner Bilder bildet meist Schoemakers Familie; hyperrealistisch setzt es das akzentuiert gezeichnete Kinderporträt vor den schwarzen Grund, der in seiner Wucht einen bedrohlichen Kontrast zur Zartheit des Kleinkindes bildet. "Obwohl alle Details ohne Umschweife zu erkennen sind, bleiben Schoemakers Bilder seltsam fremd und rätselhaft: Immer spielt der Blick eine zentrale Rolle, - sei es, dass die Figur den Betrachter unmittelbar fixiert und dadurch verunsichert, sei es, dass sie mit geschlossenen Augen den Blick nach innen richtet und sich einer visuellen Vereinnahmung verschließt. Die Figur ist vielfach nackt, was den Betrachter in die keineswegs angenehme Rolle des Voyeurs drängt (...) Schoemakers Bild-Figuren beeindrucken aber auch durch ihre geradezu konstruktiv gesetzte Direktheit. In beiden Positionen, sowohl in der beschrieben visuellen Konzeption als auch in formalkompositorischer Hinsicht gibt es keine vermittelnde Zwischenstufe zwischen dem Bild und dem Betrachter. Figur, mitunter auch ein objekthafter Ausschnitt, verweigert jedes illusionistische Einfühlen. Das macht sie frei für eine Inszenierung, die auch dem Abbildhaften einen veränderten Stellenwert zuerkennt. Schoemakers' Arbeiten werden selbst zu Objekten (...) Der Mensch bleibt in den Bildern René Schoemakers letztlich ortlos, auf sich selbst zurückgeworfen. Dieser existentielle Zustand nimmt in seinen Bildern mitunter anrührende, mitunter aber auch groteske Züge an. Niemals ist man sich seiner selbst vor diesen Bildern sicher." (Uwe Haupenthal, Sinnliches Bewusstsein, zit. nach schoemakers-info.de, 25.3.2019).

Estimate
€ 4.500   (US$ 5.130)


Hammer Price
€ 3.600 (US$ 4.104)


Schoemakers, René
Nutzungspauschale

Lot 8119

"Nutzungspauschale"
Acryl auf Leinwand. 2001.
40 x 90 cm.
Verso mit Faserschreiber signiert "R. Schoemakers", datiert, betitelt, bezeichnet und mit Maßangaben.

Schoemakers arbeitet gerne mit mehrteiligen Bildserien und Werkzyklen, die zum Teil auch objekthaft im Raum arrangiert werden; auch unser Gemälde ist Teil eines solchen Zyklus. Einander gegenüber stehen sich die beiden Bildteile der Straßenleitplanke im Schnee einerseits und der stillenden Mutter andererseits. "Es handelt sich bei diesen Werken von Schoemakers um künstlerische Darstellungen, die – bei weitem nicht auf klare Aussagen festgelegt – unserer Fantasie Beine machen und zur Reflektion antreiben. Wie mythische Erzählungen lässt Schoemakers‘ Kunst genügend Luft, schafft nicht-festgelegte Räume, so dass die Assoziation bei der Betrachtung ausreichend gefordert ist. Die hohe Qualität der Arbeiten liegt nicht nur in der formal ausgereiften Malweise, sondern gleichzeitig in der reflektierten Durchdringung. Der starke Detailnaturalismus ist mit einer inhaltlichen Tiefe durchwirkt, die die Kunst nicht als Mittel zum Zweck benutzt, sondern Idee und Materie zu verbinden versteht. Die wesentliche Grundlage aller Darstellungen und Themensetzungen ist der menschliche Körper. Wir als Betrachter werden durch unsere leibliche Konstitution unmittelbar angesprochen und auf die humanistischen Werte festgelegt." (Christian Walda, Glühender Eifer und wie man ihn bricht. Martin Luther, Lucas Cranach und René Schoemakers, 2017, zit. nach reneschoemakers.de, 25.3.2019).

Estimate
€ 2.500   (US$ 2.849)


Hammer Price
€ 2.000 (US$ 2.280)



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