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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Catalogue Special Sale 'Fernweh' » to the Art Department
Special Sale 'Fernweh' Catalogue Price EURO 15,00
Auction Date Thu, June 4, 15:00 CET


» Entire Catalogue (Lots 6200 - 6410)

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Chapter Sonderauktion / Special Sale: Fernweh - Sehnsucht nach dem Unbekannten (Lose 6200 - 6410) » Chapters

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Main Image Description Status
Robertson, …tienne-Gaspard
La Minerve, vaisseau aŽrien

Lot 6200

La Minerve, vaisseau aŽrien.
Destiné aux découvertes, et proposé à toutes les Académies de l'Europe. Seconde édition, revue et corrigée. 36 S. Mit Holzschnitt-Titelvignette, 4 Holzschnitt-Illustrationen auf 3 Tafelseiten und gestochener Falttafel. 20,5 x 13,5 cm. Strukturgeprägter Pappband d. Z. (schwach fleckig, Kapitale und Ecken etwas bestoßen) mit Rückenfileten. Paris, Hocquet, 1820.

Zweiter Druck des Rarissimums der Ballonfahrtliteratur, der Erstdruck erschien zuerst 1804 in Wien bei Degen. Detailreiche Beschreibung des kuriosen Luftschiffes "Minerva", das der aus Lüttich stammende Zauberkünstler und Ballonfahrer …tienne-Gaspard Robertson konstruierte: "Minervadarstellungen. Utopistisches Projekt einer schwebenden Luftstadt". Mit zahlreichen aerostatischen Fertigungsdetails (Durchmesser des Ballons, maximales Tragegewicht etc.) und Beschreibung aller für die autarke Versorgung der Luftstadt und ihrer Bewohner notwendigen Einrichtungen wie Rettungsballons, Tischlerei mit Mehrzweckraum, Speicherfass für Trinkwasser und Weinvorräte, Ballonküche für die kulinarische Versorgung, Leitern zum Erklimmen der unterschiedlichen Ebenen, chemisches Laboratorium, Konferenzsaal für wissenschaftliche Vorträge, Gymnastikraum für die körperliche Ertüchtigung, Observatorium mit Navigationsgeräten, Musiksalon, Zelte für die Wachmannschaft, Fallschirmvorrichtungen, der Sprechmaschine "Phonorganon" etc. Im Ausguck thront der Hahn als Symbol für Wachsamkeit. Der umtriebige Physiker Robertson interessierte sich besonders für Fragen der Optik und entwickelte auch verschiedene Illusionsformen und Phantasmagorien, mit denen er bei Zaubervorführungen kreuz und quer durch Europa sein Publikum faszinierte.

Literatur: Poggendorff II, 663. Liebmann-W. 443. Brockett 10421. Tissandier 33. Darmon 95.

Estimate
€ 2.000   (US$ 2.200)


Verne, Jules-Gabriel
Bekannte und unbekannte Welten

Lot 6201

Bekannte und unbekannte Welten. Abenteuerliche Reisen.
Verschiedene Auflagen. 95 Werke in 60 Bänden. Mit zahlreichen Holzstich-Illustrationen. 24 x 17 cm. Illustrierte Original-Leinenbände mit Gold- und Schwarzprägung (in der Mehrzahl Rücken verblasst und stumpf; mehrere Bände stärker berieben; ein Band Rückdeckel lose, ein weiterer mit erheblichen Erhaltungsmängeln). Wien, Pest und Leipzig, A. Hartleben, 1887-1911.

Bis auf drei Bände vollständige Folge der legendären Ausgabe, eine der großen Klassikereditionen des Jahrhunderts und das Fundament für den nachhaltigen Erfolg des "genialen naturwissenschaftlichen Romantikers" Jules Verne (so eine treffende Charakterisierung des Verlages Hartleben) in Deutschland. Den Auftakt bildeten die bis heute populären Romane Von der Erde zum Mond (mit dem Untertitel Directe Fahrt in 97 Stunden 20 Minuten), Reise nach dem Mittelpunkt der Erde, Zwanzigtausend Meilen unterm Meer, Reise um die Erde in 80 Tagen und Fünf Wochen im Ballon. Die hier vorliegende umfangreiche Reihe enthält auch so rare Bände wie Die Gebrüder Kip, Der Goldvulkan, Der Pilot von der Donau und Wilhelm Storitz' Geheimnis.

Estimate
€ 6.000   (US$ 6.600)


Reise-Aquarellmalkasten
Reise-Aquarellmallkasten

Lot 6202

Reise-Aquarellmalkasten.
Schön gearbeiteter und umfassend ausgestatteter Kasten aus Holz, mit Klappdeckel und Schloss inkl. Schlüssel. Auf dem Deckel mit geprägter Vignette "Dessin Aquarelle Lavis". Zweistufiger Innenaufbau mit einem herausnehmbaren Tablett, mit abgeteilten Fächern für Farben und Werkzeug. Der Kasten enthält 10 Aquarellfarben von Bourgeois Ainé, je ein kleiner gepresster Block Sepia und chinesische Tusche, zwei Päckchen mit schwarzen Kreiden, ein Farbstift mit roter und blauer Mine, zwei Glasnäpfe, zwei Gläser, Pinsel und Pinselhalter, einen Tintenradierer ("Ink Eraser"), zwei Papierwischer (Estompes), ein Stifthalter aus Metall, ein Stück Gummi Arabicum, ein Lineal sowie ein rechtwinkliges Holzdreieck. Größe: 27,5 x 21 x 6 cm. Bourgeois Ainé, Paris um 1840.


Estimate
€ 1.800   (US$ 1.980)


Klein, Johann Adam
Der Landschaftsmahler auf der Reise

Lot 6203

"Der Landschaftsmahler auf der Reise" (Der Maler J. F. Kirchner am Ufer der Donau sitzend).
Radierung. 13,7 x 19,1 cm. 1814. Jahn 131 II.

Die Reise zu Fuß hatte sich im ausgehenden 18. Jahrhundert als Motiv der bürgerlichen Erfahrung etabliert. „In der Zeit der Romantik entdeckten die Künstler und Schriftsteller das Wandern als Selbstzweck, das heißt mit dem Ziel, sich an Naturerlebnissen zu erbauen und davon inspirieren zu lassen“ (Anja Kregeloh: „Vom Felleisen zum Trekkingrucksack - Gepäck für Fußreisen“ in: Reisebegleiter. Mehr als nur Gepäck. Bearb. von Claudia Selheim, Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum. Nürnberg 2010, S. 61). Auch war dem Künstler sehr wohl bewusst, dass er zur gleichen Zeit Einblick in seine eigene menschliche Natur gewann. Dieses Selbstbewusstsein zeigt sich auch in den zahlreichen Selbstporträts und Porträts von Künstlerkollegen, die in den Reisebildern der damaligen Zeit zu finden sind. Das vorliegende Portrait des aus Nürnberg stammenden Johann Jakob Kirchner (1788-1837) an der Donau sitzend und zeichnend zählt zu den schönsten Freundschaftsbildnissen im Bereich der romantischen Druckgraphik.- Ganz ausgezeichneter Druck mit schmalem Rand um die Plattenkante. Etwas fleckig, leichte Altersspuren, verso kleine Klebe- und Montierungsrückstände, sonst sehr gut.

Provenienz: Aus der Sammlung Wolfgang von Dallwitz (Lugt 2656).

Estimate
€ 1.200   (US$ 1.320)


Klappsonnenuhr
Barocke Reisesonnenuhr

Lot 6204

Barocke Reisesonnenuhr.
Zwei durch Scharniere verbundene Holztafeln, überzogen mit handkolorierten Kupferstichen, je ein Schließ- und Aufstellhaken. In der unteren Holztafel mittig der Kompass (D. 2,5 cm) mit 8-teiliger Windrose, die obere Holztafel innenliegend mit Vertikalsonnenuhr mit hufeisenförmigem Zifferblatt 6-12-6, in der Mitte des Zifferblattes das Einsteckloch für den Polfaden, Faden eingesteckt bei 500, auf der Oberseite die Polhöhentafel für 36 europäische Städte. 8 x 4,8 x 1,5 cm (im geschlossenen Zustand). Deutschland, um 1790.

Klappsonnenuhren dieser Art, die auf Reisen mitgeführt wurden, wurden überwiegend in Nürnberg bei den dortigen Kompassmachern hergestellt, etwa bei D. Beringer und J. G. u. J. P. Kleininger. Sie waren in Deutschland noch bis ins 19. Jahrhundert in Gebrauch. Meist wurden sie vom Hersteller weder datiert noch bezeichnet, gelegentlich jedoch mit Monogramm versehen.

Estimate
€ 600   (US$ 660)


Deutsch
Zwei Darstellungen der nŲrdlichen Erdhalbkugel ...

Lot 6205

18. Jh. Die nördliche Erdhalbkugel mit Reisenden.
2 Zeichnungen, Gouache auf Velin. 56,7 x 72,7 cm; 56,4 x 73,5 cm. Mit Bezeichnungen einzelner Länder.

Die beiden Blätter zeigen Darstellungen einzelner Länder der nördlichen Welthalbkugel mit jeweils einigen repräsentativen Figuren in den landestypischen Trachten. Bühnenhaft inszeniert, werden die halbkreisförmigen Weltsegmente von einer Korbbogenarkade überfangen, die auf Doppelsäulen ruht. Denkbar ist, dass es sich um Vorstudien für die Ausmalung eines privaten Studiolos, eines Bücherkabinetts, eines Handelskontors etc. handelt, dessen Wände mit Supraporten ausgestattet werden sollten. Wie üblich wurden dabei die vier Kontinente und ihre Bewohner repräsentativ vorgestellt. Von den mutmaßlich vier vorgesehenen Supraporten ist hier Europa mit den - geographisch freilich sehr frei interpretierten - Ländern „England“, „Frankreich“, „I(talien)“, „Deutschland“, „Holland“, „U(ngarn)“ und „Turkey“ dargestellt. Die Europäer sind in Gehröcken, Stiefeln, mit Hüten und Spazierstöcken dargestellt, ein Priester trägt eine Kutte, in Holland steht eine Wassermühle, im Osten finden sich Turban tragende Türken mit langen Wasserpfeifen, im Hintergrund eine Moschee. Daran schließt sich dann das Panel für die rechts folgende Wand an. Hier entfaltet sich ausgehend von Westeuropa mit „Pohlen“ und „Rusland“ eine Ansicht Asiens bis nach „China“, belebt von wild reitenden Kutschen, Tartaren in Pelzmützen und chinesischen Zopfträgern in farbenfrohen Gewändern, die typischen Opiumpfeifen rauchend. Die nächste sich rechts anschließende Supraporte wäre dann Amerika, das auf der Asien-Tafel am rechten Bildrand auf der anderen Seiten des angedeuteten Nordpazifiks erscheint. Dort steht ein Ureinwohner mit Ackerbeil und totem Hasen als Repräsentant des Indianers als Feldbauer und Jäger. Die geographische Genauigkeit tritt in diesen Blättern hinter die Vermittlung der Vorstellung von Nationen und ihrer Bewohner. Während die Deutschen beispielsweise in der Art von Schlaraffenland-Darstellungen unter üppigen Bäumen ruhen, sinkt vor der Küste Hollands ein stattliches Schiff, sinnbildlich für den Niedergang eines Landes, das im 18. Jahrhundert endgültig seine Rolle als führende See- und Handelsmacht eingebüßt hatte.

Estimate
€ 4.000   (US$ 4.400)


Linck, Jean Antoine
Vue du Mont-Blanc, prise du Sommet du Col de Balme

Lot 6206

Vue du Mont-Blanc, prise du Sommet du Col de Balme.
Farbradierung. 39,9 x 51,9 cm.

Ausgezeichneter Druck mit Rändchen um die Einfassungslinie, unten mit dem Schriftrand. Kleiner Wasserrand oben links, kleiner Einriss im oberen Rand bis zur Einfassung, sonst sehr schönes Exemplar.

Estimate
€ 1.200   (US$ 1.320)


Wien
Ansicht der Insel St. Helena

Lot 6207

Ansicht der Insel St. Helena von der Seite des einzigen Landungsplatzes in der Nähe des Fort James.
Kolorierte Umrissradierung. 44 x 54,5 cm. Wien, Artaria, um 1830.

"Das nach der Natur von einem Ingr.offizier aufgenommen(e)" Blatt zeigt den Hafen St. Helenas und im Hintergrund die Hauptstadt Jamestown. Zwei hochaufragende Felsen flankieren den Hafen, in den zwei große Segelschiffe einfahren und ein kleinerer Segler in diesem Moment ablegt. Auch zwei Ruderboote werden durch die aufgewühlte See manövriert. - Etwas gebräunt, mit kleinsten Randläsuren. Im oberen Rand mit kleinen hinterlegten Randeinrissen.

Estimate
€ 280   (US$ 308)


Klein, Johann Adam
Portršt J. C. Erhard

Lot 6208

Portrait Johann Christoph Erhard, auf einer Bank im Park Aigen bei Salzburg sitzend und zeichnend.
Radierung auf festem Velin. 15,1 x 11,6 cm. 1822. Jahn 255 II.

Johann Adam Klein war wie so viele Künstler seiner Zeit dem Reisen verfallen, immer auf der Suche nach neuen, reizvollen Motiven um diese nach der Natur zu zeichnen. Schon in jungen Jahren, während seiner künstlerischen Ausbildung bei Ambrosius Gabler in Nürnberg, unternahm Klein erste Ausflüge in die oberpfälzische Umgebung bis hin in die Sächsische Schweiz. Später folgten Reisen durch die Schweiz, Österreich, Ungarn, Italien. In seinen Lehrjahren in Nürnberg lernte Klein auch den etwas jüngeren Künstler Johann Christoph Erhard kennen. Aus dieser Begegnung entwickelte sich eine tiefe Freundschaft und zahlreiche gemeinsame Ausflüge und Reisen folgten. Auf diesen Streifzügen durch die Natur etablierte sich in den 1810er Jahren, nicht nur bei Klein, ein neuartiges Bildthema: Der Künstler auf der Reise, Inbegriff der Künstlerfreundschaft dieser Zeit und Ausdruck der romantischen Auffassung des naturgetreuen Skizzierens nach der Natur. Vorliegende Radierung, in der Klein seinen Freund Erhard porträtiert, datiert 1822, dem Todesjahr seines Freundes. Die Vorlage für diese Radierung entstand jedoch bereits im Jahr 1818, als Klein zusammen mit seinen Begleitern Friedrich Philipp Reinhold, Heinrich Reinhold, Ernst Welker und Johann Christoph Erhard nach Berchtesgaden und ins Salzkammergut reiste. Die Museen der Stadt Nürnberg verwahren in ihrer Sammlung eine Zeichnung Kleins, die Welker zusammen mit Erhard aus eben diesem Blickwinkel zeigt. Bei bestem Wetter, im gleißenden Sonnenlicht des Monats August sitzen die beiden Künstler auf der sogenannten Kanzel im Landschaftspark von Schloss Aigen in Salzburg vor einem gewaltigen Bergpanorama. Mit den Zeichengriffeln in der Hand sitzen beide vertieft über ihren Skizzen. Die rechte Seite der Zeichnung zeigt Erhard in derselben Position wie wir sie hier sehen. Für dieses radierte Freundschaftsbild, das gleichzeitig ein Erinnerungsbild ist und als Titelvignette für den Nachlass Erhards bestimmt war, legte Klein den Fokus ganz auf den in seine Skizzen versunkenen Erhard. Klein symbolisiert darin seine tiefe Zuneigung und Anerkennung für den jung verstorbenen Freund.- Ausgezeichneter Druck mit schmalem Rand. Leicht angestaubt und geringfügig stockfleckig, oben links Quetschfalte vom Druck, weitere kleine Quetschfältchen am rechten Rand oben, sonst schön.

Estimate
€ 750   (US$ 825)


Escher, Rolf
Goethes Reise-Zylinderhutschachtel

Lot 6209

Goethes Zylinderhutschachtel.
Grauer Stift auf Velin. 32,3 x 24 cm. Unten links signiert "Rolf Escher", unten rechts datiert "Offenbach, 23.4.91" sowie eigenh. bez. "Goethes Zylinderhutschachtel (um 1825) im Ledermuseum Offenbach".

Dass Goethe auch während seiner Reisen größten Wert auf sein Äußeres legte, lässt das Portrait des Dichters von Heinrich Christoph Kolbe aus dem Jahr 1822 (Klassik Stiftung Weimar) erkennen. Es zeigt Goethe auf seiner italienischen Reise stehend auf einer Anhöhe vor dem Golf von Neapel, hinter ihm der rauchende Vesuv. In seiner Hand hält der Dichter ein kleines Notizheft. Über seine Schultern fällt der schwarze Reisemantel, während er seinen Zylinder und den Gehstock auf einem antiken Fragment abgelegt hat. Das hier dargestellte, aus feinem Kalbsleder gefertigte Futteral, das den Zylinder des großen Dichters aufnahm, begleitete Goethe zeitlebens auf seinen kleineren und größeren Reisen. Es wird heute im Ledermuseum in Offenbach aufbewahrt.

Estimate
€ 750   (US$ 825)



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