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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Catalogue Lovis Corinth » to the Art Department
Lovis Corinth Catalogue Price EURO 10,00
Auction Date Sat, Dec 1, 14:30 CET


» Entire Catalogue (Lots 8500 - 8532)

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Chapter Sonderauktion / Special Sale: Lovis Corinth (Nachlass Allan Frumkin) (Lose 8500 - 8532) » Chapters

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Main Image Description Status
Corinth, Lovis
Stehender männlicher Akt

Lot 8500

[^] Stehender männlicher Akt
Bleistift auf festem Velin. Um 1890.
40 x 29,3 cm.

Athletisch wirkt er nicht, mit seinen zarten Schultern und schmalen Oberarmen. Aber kraftvoll, mit muskulösen Beinen und zupackenden Händen. Frontal steht der männliche Akt zum Betrachter, mit direktem, klarem Blick nach vorne, entschlossenem Mund unter dem Schnauzbart und leicht angespannter linker Hand. Humorvoll setzt Corinth die beiden Füße, die im Unterrand angeschnitten sind, rechts und links neben die stehende Figur, wie um den Körper zu komplettieren. Mit sorgfältig gezeichneten Konturen umreißt Corinth die Figur und arbeitet mit lockeren Schraffuren Licht und Schattenspiel in schöner Plastizität heraus.

Estimate
€ 1.500   (US$ 1.709)


Corinth, Lovis
Liegender Frauenakt (Charlotte Berend)

Lot 8501

[^] Liegender Frauenakt (Charlotte Berend)
Kohle auf festem Velin. 1902 (?).
51 x 69,3 cm.
Unten rechts in der Darstellung mit Bleistift signiert "Lovis Corinth" und schwer leserlich datiert.

Seit Corinth 1901 seine künftige Ehefrau und Muse Charlotte Berend kennenlernte, zeichnet und malt er sie immer wieder. Hier positioniert er zwar den verführerischen Beckenschwung im Bildzentrum, doch das hinreißend liebevoll gezeichnete Gesicht zieht viel mehr Aufmerksamkeit auf sich als der locker mit sicheren Konturen umrissene, schön stilisierte Körper der jungen Frau.

Estimate
€ 1.800   (US$ 2.052)


Corinth, Lovis
Kompositionen

Lot 8502

[^] Kompositionen
1 Doppelbl. Titel mit Druckvermerk und Inhaltsverzeichnis sowie 10 Kaltnadelarbeiten auf Japan. Lose in Orig.-Maroquinmappe mit Goldprägung. 1921.
49 x 35 cm.
Die Graphiken sämtlich signiert "Lovis Corinth". Auflage 25 num. Ex.
Müller 553-565 jeweils A (von B).

Komplette Folge der Ausgabe A, erschienen in Propyläen-Verlag Berlin, 1921/22. Die Gesamtauflage betrug 100 Exemplare, gedruckt von Alfred Ruckenbrod, Berlin. Brillante, gratige Drucke mit dem vollen Rand.

Estimate
€ 2.000   (US$ 2.280)


Corinth, Lovis
Selbstbildnis als sitzender, zeichnender Akt

Lot 8503

[^] Selbstbildnis als sitzender, zeichnender Akt
Bleistift auf Velin. Um 1907.
35,2 x 25,7 cm.
Verso von Charlotte Berend-Corinth mit Bleistift monogrammiert "Ch. B. C." und bezeichnet "Selbstportrait Nachlass Corinth".

Im zeichnerischen Schaffen Corinths nimmt sowohl die Aktdarstellung als auch das Selbstbildnis eine wichtige Rolle ein. Zur Selbstdarstellung sagte Corinth: "Das beste und willigste Modell aber ist 'man selbst'... Die Sucht, sich selbst kennen zu lernen; die Möglichkeit, jeden Augenblick, in welchem man sonst unbeschäftigt wäre, auf diese Weise lehrreich ausnutzen zu können, die Billigkeit des Modells, denn es ist nur ein guter Spiegel nötig; - am allermeisten aber die Lust, ganz nach eigenem Gutdünken, ohne jede andere Beeinflussung das Arrangement und die Auffassung treffen zu können, macht das Selbstporträt zum bevorzugten Studienmittel aller Maler." (Lovis Corinth, Das Erlernen der Malerei, Berlin 1908, S. 122). Zugleich aber dient das Selbstbildnis stets auch der Selbstbefragung. Der Künstler zeichnet sich hier in gelöster Haltung, mit locker hängenden Schultern und vorgewölbtem Bauch, auf einem bloß angedeuteten Schemel, schräg nach links gewandt, das Blatt und die zeichnende Hand auf Brusthöhe haltend. Sein aufmerksamer, prüfender Blick richtet sich gerade in den Spiegel, wobei die dunkel verschattete, tiefliegende Augenpartie in Nase, Wange und Mundpartie übergeht. Mit großer zeichnerischer Souveränität, spielerisch schwingender Linienführung und sicheren Schraffuren erfasst er die eigenen Züge und scheint mit dem eindringlichen Blick nicht nur sich selbst, sondern auch den Betrachter zu hinterfragen.
In der Hamburger Kunsthalle befindet sich eine gegenseitig komponierte, vergleichbare Zeichnung Corinths, "Selbstporträt als sitzender, zeichnender Akt" (Inv. Nr. 2004-17).

Estimate
€ 1.800   (US$ 2.052)


Corinth, Lovis
Stehender Frauenakt

Lot 8504

[^] Stehender Frauenakt
Kohle und Kreide in Rot auf J. Whatman-Velin. 1904.
50 x 33,2 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "Lovis Corinth" und datiert.


Auf seiner Kohlezeichnung akzentuiert Corinth die Wangen, einzelne Haarsträhnen, die Brustwarzen und die Schraffur der Beine mit roter Kreide, um die Sinnlichkeit des weiblichen Aktes hervorzuheben, was charakteristisch für Corinths Akte ist: Mit Hilfe von Accessoires, hier sind es die Schuhe, oder von Farbakzenten, kontrastiert Corinth die zur Schau gestellte Blöße seiner Modelle. Es handelt sich um eine delikate und detailliert ausgearbeitete Aktzeichnung, bei welcher die Frauenfigur den Betrachter unmittelbar anspricht.

Estimate
€ 2.000   (US$ 2.280)


Corinth, Lovis
Das ABC

Lot 8505

[^] Das ABC
1 Bl. Titel mit Impressum und 25 Lithographien auf Japanbütten. Lose in Orig.-Halbleinenmappe mit Deckellithographie. 1917.
46 x 37 cm.
Im Impressum signiert "Lovis Corinth". Auflage 125 num. Ex.
Schwarz L 315.

Exemplar der Ausgabe B, erschienen im Verlag Fritz Gurlitt, Berlin. Durchweg kräftige Drucke mit breitem Rand, jeweils an einer Seite mit dem Schöpfrand.

Estimate
€ 1.000   (US$ 1.140)


Corinth, Lovis
11 Remarquedrucke zu Goethes Götz

Lot 8506

[^] 11 Remarquedrucke zu Goethes Götz
Titelblatt und 10 Kaltnadelarbeiten auf Velin. Sämtlich unter Orig.-Passepartouts in Orig.-Lederband mit Goldprägung, dort verso mit dem Druckvermerk. 1921/22.
42 x 32 cm.
Alle Graphiken signiert "Lovis Corinth". Auflage 5 num. Ex.
Müller 513, 516, 517, 521, 522, 526, 530, 531, 535, 536 und 538 jeweils A (von C).

Auswahl aus der Folge der insgesamt 27 Graphiken Corinths zu Goethes "Geschichte Gottfriedens von Berlichingen mit der eisernen Hand". Hier die seltene Ausgabe A, verso auf dem Ledereinband bezeichnet: "Büttenausgabe Nr. I-V: Nr. III, Privatdruck Berlin 1922". Es handelt sich durchgehend um Remarquedrucke, also die Vollbilder mit Randeinfällen, gedruckt von den unverstählten Platten. Die Gesamtauflage betrug 192 Exemplare, erschienen bei E. Steinthal bzw. später Fritz Gurlitt, Berlin, 1922. Sämtlich prachtvolle, tonige Drucke mit schönem Plattenton und dem vollen Rand. In dieser Ausgabe Rarissimum.

Estimate
€ 900   (US$ 1.026)


Corinth, Lovis
Studie zu Kain, sitzend den Feldstein haltend

Lot 8507

[^] Studie zu Kain, sitzend den Feldstein haltend
Bleistift auf Velin. 1917.
34 x 25 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "Lovis Corinth" und bezeichnet "Kain".

Bei vorliegender Zeichnung handelt es sich um eine Vorstudie zu dem 1917 vollendeten Gemälde "Kain" (Berend-Corinth/ Hernard 708, Öl auf Leinwand, 140 x 115 cm, Kunstmuseum Düsseldorf). Der auf der Studie (wohl später von fremder Hand) notierte Preis von 13.500 Reichsmark weist auf die Zeit der Hyperinflation um etwa 1923 hin. Die Pressendrucke und Druckgraphik wurden zu dieser Zeit als sichere Wertanlage angepriesen. Verso weitere kleine Bleistiftskizzen.

Estimate
€ 750   (US$ 854)


Corinth, Lovis
Kreuzigung

Lot 8508

[^] Kreuzigung
Doppelblatt mit 2 Zeichnungen recto und 2 Skizzen verso. Bleistift auf Bütten. 1907.
48 x 62 cm.
Verso mit dem Stempel "Atelier Lovis Corinth".

Am Anfang und am Ende steht die Kreuzigung: Immer wieder setzt sich Corinth künstlerisch mit dem Leidensweg Christi auseinander. Bereits sein erstes verkauftes Gemälde war eine Kreuzabnahme, entstanden 1895, und das letzte Bild vor seinem Tod 1925 zeigt Corinth selbst in "Ecce homo". Unsere Zeichnungen stehen stilistisch dem Gemälde "Kreuzigung" von 1897 (Berend-Corinth/Hernad 138) am nächsten, auch wenn der Christus in der Zeichnung ganz entblößt ohne Lendentuch dargestellt wird. Hochinteressant zeigen die vier Bleistiftarbeiten ganz unterschiedliche Herangehensweisen Corinths: nur die Spannungslinien des Körpers, lediglich der rechte Arm in seiner Streckung, mit Schwerpunkt auf der plastischen Durchgestaltung des realistisch gezeigten Körpers, und schließlich abstrahierter mit herausgearbeiteten Akzenten und einem Fokus auf der Körpermitte. Hier spiegelt sich beispielhaft die intensive zeichnerische Arbeit Corinths anhand eines Motives.

Estimate
€ 2.000   (US$ 2.280)


Corinth, Lovis
5 Vorzeichnungen zu "Wallensteins Lager"

Lot 8509

[^] 5 Vorzeichnungen zu "Wallensteins Lager"
Bleistift auf Velin. 1922.
Je ca. 32 x 25,4 cm.
Jeweils mit dem Stempel "Atelier Lovis Corinth".

Die Folge "Wallensteins Lager" mit sechs Radierungen (inkl. Titel) erschien 1922 in Berlin bei Hans Heinrich Tillgner. Die insgesamt fünf Vorzeichnungen weichen von den vollendeten Fassungen jeweils etwas ab. Vornehmlich ging es Corinth wohl erst einmal darum, die Figuren räumlich zu positionieren. Zwei Vorstudien antizipieren die Szenen der Radierungen "Einer Dirne schön Gesicht muss allgemein sein wie's Sonnenlicht" (Müller 811) und "Was der Blitz! Das ist ja die Gustel von Blasewitz" (Müller 812). Eine weitere Zeichnung ist nicht eindeutig diesen beiden Szenen zuzuordnen, weist aber Elemente der endgültigen Fassungen auf. Ein Blatt bereitet die Radierung "Kapuzinerpredigt ('Hetzt sich lieber herum mit der Dirn')" (Müller 813) vor. Bei einer Zeichnung handelt es sich mehr um lose Skizzen einzelner Figuren, die auf der Radierung "Wohl auf Ihr Kameraden, aufs Pferd, aufs Pferd! Ins Feld, in die Freiheit gezogen" (Müller 814) wiederzufinden sind. Vereinzelt finden sich verso noch weitere, überwiegend kleinere Bleistiftskizzen zu einzelnen Szenen.

Estimate
€ 1.500   (US$ 1.709)



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