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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Lot 6020 Giovanni, Benvenuto di
Madonna mit Christuskind und Engeln
Sold
6020)

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Madonna mit Christuskind und Engeln.
Tempera auf Holz. 136 x 86 cm. Um 1470.

Benvenuto di Giovanni zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten Sieneser Malern der zweiten Hälfte des Quattrocento. In die Lehre ging er bei Lorenzo di Pietro, genannt il Vecchietta. Im Jahr 1453 unterstützt er diesen bei der Ausführung der Fresken am Baptisterium des Doms zu Siena (Keith Christiansen et al.: Painting in Renaissance Siena, 1420-1500, New York: Metropolitan Museum, 1988, S. 300ff). Benvenutos Malstil steht in der Tradition der vorangegangenen Sieneser Meistern des Trecento, wie Duccio oder Simone Martini. Sein erstes nachweislich signiertes und datiertes Werk ist ein Altarretabel mit der Verkündigung von 1466 in der Chiesa di San Girolamo in Volterra (siehe Burton B. Fredericksen/ Darrell D. Davisson: Benvenuto di Giovanni, Girolamo di Benvenuto, Malibu, 1966, S.16). Bryson Burroughs schreibt über Benvenuto und seinen Sohn Girolamo, der bei seinem Vater lernte und mit dem er später eng zusammenarbeitete, „[they] were the last of the Sienese artists who remained loyal to the ancient artistic traditions of their city. For two centuries the Sienese painters confined their energies to the expression of an ideal which was purely decorative and poetic“ (Bryson Borroughs: “A Sienese Painting”, in:The Metropolitan Museum of Art Bulletin, Vol. 5, No. 11 (Nov., 1910), S. 249). Die Maler Liberale da Verona und Girolamo da Cremona, die sich 1466 und 1470 in Siena niederließen, beeinflussten Benvenutos Malerei stark und bewirkten bei ihm ab den 1480er Jahren einen Stilwechsel, der sich in einer gesteigerten Dramatik und Bewegtheit auszeichnet (vgl. Christiansen et al. op cit, S. 301 und 305). Das vorliegende Werk zählt jedoch noch zu seiner frühen Schaffensperiode und zeigt deutlich sein Bewusstsein für die künstlerische Tradition des Trecento. Tatsächlich war es auch Benvenutos phantasievolle Überarbeitung von Trecento-Motiven, die ihn von seinen Zeitgenossen abhebt und seine religiösen Empfindungen unterstreicht. - Mit einem naturwissenschaftlichen Untersuchungsbericht des Ordinarius für Farbenlehre und Farbenchemie an der Akademie der Bildenden Künste, Wien, Prof. Dipl. Ing. Dr. Manfred Schreiner vom 5. August 2006, welcher das Gemälde auf die Zeit um 1470 datiert.

Provenienz: Sammlung James Renwick.
dessen Enkelin Isabel Hewitt.
Sotheby's, New York, Auktion am 4. April 1973, Los 164.
Privatsammlung Mailand.
Sotheby's, London, Auktion am 1. November 1978, Los 15.
Privatsammlung Österreich.

Literatur: Maria Cristina Bandera: Benvenuto di Giovanni, Mailand 1999, S. 193/194; 245, Kat Nr. 88.

Estimate
€ 60.000   (US$ 67.800)


Hammer Price
€ 44.000
(US$ 49.719)
(GBP 39.160)
(CHF 49.280)



» Paintings (15th to early 20th Cent.)
Lot 6020 Giovanni, Benvenuto di
Madonna mit Christuskind und Engeln
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