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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Catalogue Modern Art Part I » to the Art Department
Modern Art Part I Catalogue Price EURO 20,00
Auction Date Sat, Nov 30, 14:00 CET


» Entire Catalogue (Lots 8000 - 8338)

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Chapter Moderne Kunst Teil I / Modern Art Part I (Lose 8000 - 8338) » Chapters

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Main Image Description Status
Baumeister, Willi
Safer

Lot 8020

Safer
Farblithographie auf Bütten. 1953.
41,5 x 27,4 cm (50 x 35,2 cm).
Signiert "Baumeister". Auflage 36 num. Ex.
Spielmann/Baumeister 141 b.

Verso mit Stempel in Braun "atelier willi baumeister". Farblich sehr schön nuancierter Druck über leicht chamoisfarbener Tonplatte, mit Rand.

Estimate
€ 750   (US$ 825)


Baumeister, Willi
Monturi (Positiv)

Lot 8021

Monturi (Positiv)
Serigraphie auf Bütten. 1954.
20,7 x 14,8 cm (48,8 x 31,1 cm).
Signiert "Baumeister" und bezeichnet "Probe".
Spielmann/Baumeister 212.

Prachtvoller und tiefschwarzer Druck mit Rand, an drei Seiten mit dem Schöpfrand. Selten.

Estimate
€ 750   (US$ 825)


Baumeister, Willi
ARU 5b

Lot 8022

ARU 5b
Farbserigraphie auf leichtem Schoeller-Turm-Karton. 1955.
52,2 x 39,4 cm (62,7 x 45,2 cm).
Signiert "Baumeister". Auflage 60 num Ex.
Spielmann/Baumeister 218.

Kräftiger und farbintensiver Druck mit Rand, wohl auf dem vollen Bogen.

Estimate
€ 1.500   (US$ 1.650)


Bayros, Franz von
Schwestern der Salome

Lot 8023

Schwestern der Salome
Mischtechnik (Kreide, Aquarell, Kohle und Bleistift) auf leicht strukturiertem festen Velin. Wohl vor 1920.
74,2 x 97,3 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "bayros".

Zweifellos fanden nur wenige christlich-mythologische Themen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts so viel Aufmerksamkeit in der Literatur, Kunst und Musik wie die Geschichte der Salomé. Neben Oscar Wilde, Johann Strauß, Aubrey Beardsley, Max Klinger und Franz von Stuck - um nur einige Künstler zu nennen - setzte sich der skandalumwobene österreichische Illustrator und Maler Franz von Bayros ebenfalls mit der neutestamentlichen Geschichte auseinander. 1920 erschien die „Bayros-Mappe“ mit u.a. sechs Blättern zum Salomé-Zyklus im Verlag Ed. Strache in Wien, Prag und Leipzig. Bei unserem Werk handelt es sich um die Originalzeichnung, die in der Mappe als Blatt 41 reproduziert wurde.
Der österreichische Schriftsteller und Freund Bayros‘, Rudolf Hans Bartsch, schreibt in dem Vorwort der zweiten Auflage der Mappe von 1921: „Vom Zyklus der Salome habe ich schon ein Blatt erwähnt. Es ist vielleicht das Heißeste, was Bayros je ersann, und wie erschreckt von seinem eigenen Werke, blieb er darin stehen und vollendete die ungeheure Frechheit des Unterfangens nicht, welches einen Kurzschluß zwischen Heiligkeit und Perversität bedeutete. In dieser Mappe haben wir vom Salome-Phantasma neben feierlichen Effekten von Gefühl und Licht, von Schwermut und Nacht nur den Reigen, den halbgereifte Mädchen vor der in sich zusammengesunkenen Prinzessin mit der großen Schüssel tanzen müssen, auf welcher das Haupt des Johannes liegt. (...) Denn diese Blätter offenbaren, zum ersten Male und vielleicht nur darum so erstaunlich, das bisher verhohlene, aber das tiefste Wesen unseres Künstlers.“
Bayros' künstlerische Laufbahn ist geprägt von den Strömungen des Fin de Siècle und vom Untergang der Österreich-Ungarischen Monarchie. Geboren 1866 in Zagreb, entstammt Bayros einem alten Adelsgeschlecht. Früh stand bereits fest, dass er Maler werden wollte. Mit 17 Jahren bestand er die Aufnahmeprüfung der Wiener Akademie. Rasch gelang ihm der künstlerische Aufstieg, schon bald verkehrte er in der eleganten Welt um Johann Strauß, dessen Stieftochter er heiratete. Doch war die Heirat unglücklich und Bayros fühlte sich in Wien nicht wohl. 1897 siedelte er nach München um, wo er 1904 mit seiner ersten Ausstellung große Erfolge feierte. Bayros veröffentlichte in den nächsten Jahren einige Exlibris-Mappen und drei Bayros-Mappen bei Karl Theodor Senger in München. Er tat sich als Zeichner erotischer Illustrationen hervor, was zur Folge hatte, dass 1911 die Zensur eingriff und er München verlassen musste. Zurückgekehrt nach Wien, konnte er recht schwer an seine Erfolge anknüpfen. Dennoch fand er Anschluss an die Kunstszene und gewann Rudolf Hans Bartsch, Anton Wildgans und Hugo Markus Ganz als Freunde und Förderer.
Bartsch preist in seinem Vorwort Bayros‘ feinfühliges Talent für die Linie, das in unserer Zeichnung wunderbar zur Geltung kommt. Es handelt sich keineswegs lediglich um eine Vorskizze, sondern in ihrem groß angelegten, prächtigen Format und der vollendet aufwendigen Ausführung in unterschiedlichen Techniken erhebt sie den Anspruch eines eigenständigen Kunstwerkes: Der Reigen der vier nackten Mädchengestalten, der Schwestern der Salomé, ist das Hauptmotiv im Vordergrund. Er zeichnet sich aus durch elegant geschwungene Linien, die anmutige Posen eines ekstatischen Tanzes erschaffen. Die Prinzessin sitzt auf dem Thron im Hintergrund, während die Tänzerinnen in düsterer Sinnlichkeit die Grausamkeit der begangenen Tat feiern. Das Haupt Johannes des Täufers auf dem Tablett, das die Schwestern tragen, ist dabei kaum ersichtlich - vom Thron bis zum vorderen Saal hin schmückt ein Meer aus Rosenblüten die Stufen der Treppe und versinnbildlicht das Blut der Tat. Bayros gelingt es Schmerz, Grausamkeit, Schönheit und Erotik in dieser Zeichnung zu vereinen und schafft damit ein überzeugendes Abbild der Dekadenz einer ganzen Epoche.

Provenienz: Privatbesitz Wien

Literatur: Siehe: Brettschneider, Rudolf (Hg.): Franz von Bayros. Bibliographie seiner Werke und beschreibendes Verzeichnis seiner Exlibris. Leipzig 1926, 22, Nr. 41 und 23, Nr. 19

Estimate
€ 12.000   (US$ 13.200)


Beckmann, Max
Bildnis Reinhard Piper

Lot 8024

Bildnis Reinhard Piper
Kaltnadel auf Japan. 1920.
29,5 x 14,8 cm (38 x 24,5 cm).
Signiert "Beckmann". Auflage 50 Ex.
Hofmaier 163 II.B.b (von f).

Der Münchner Verleger und Freund Beckmanns im Dreiviertelportrait nach rechts. Beckmann lag mit seinem Bildnis Pipers daran, "etwas Rassiges, Geistreiches und Gespanntes zu machen." (Brief des Künstlers an Reinhard Piper vom 19.3.1921, zit. nach Hofmaier, S. 432). Gedruckt von Franz Hanfstaengl, München, erschienen im Verlag R. Piper & Co., München, wohl 1921. Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand, rechts mit dem Schöpfrand.

Estimate
€ 900   (US$ 990)


Becher, Bernd und Hilla
Vier Gasometer (Anonyme Skulpturen)

Lot 8025

Vier Gasometer (Anonyme Skulpturen)
Fotooffset auf glänzendem Velin. 1973.
51 x 39,5 cm (80 x 64 cm).
Signiert "Bernhard Becher" und "Hilla Becher". Auflage 80 num. Ex.

Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand.

Estimate
€ 1.200   (US$ 1.320)


Bellmer, Hans
Sitzende mit Riemchenpumps

Lot 8026

[*] Sitzende mit Riemchenpumps
Bleistift auf kariertem Velin.
21,8 x 17 cm.
Unten rechts mit Bleistift monogrammiert "H.B.", links mit Blindstempel "Bellmer".

Ab den 1930er Jahren konzentrierte sich Bellmers schöpferisches Schaffen auf die weibliche Anatomie. Sowohl in der Zeichnung, Skulptur und Fotografie als auch in seinem graphischen Werk spielt das erotische Moment dabei eine bedeutende Rolle. Mit seiner Emigration nach Paris 1938 intensivierte sich seine Verbindung zu den Surrealisten. Unsere Zeichnung spielt auf delikate Weise mit weiblicher Erotik und surrealen Elementen und beeindruckt in ihrer eleganten Freizügigkeit.

Provenienz: Sammlung Rolf Ohse Bremen

Estimate
€ 5.500   (US$ 6.050)


Beneš, Vlastimil
Drei weibliche sitzende Halbakte

Lot 8027

Drei weibliche sitzende Halbakte
Aquarell auf Velin. 1955.
29,6 x 43,7 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Schwarz signiert "Benes", unten mittig römisch datiert, verso abermals datiert.

In extremer Nahsicht und nahezu den gesamten Bildraum einnehmend, gibt Beneš die drei weiblichen Akte wieder. Sie sitzen, halb bekleidet, jede auf einer gestreiften bzw. geblümten Decke, deren Muster subtil Bezug auf ihre Oberteile und auch den Hintergrund nehmen. Eine der Dargestellten trägt zudem Strümpfe, die mit den nackten Beinen der anderen ein interessantes Wechselspiel ergeben. In dem sie umgebendem, dichten Blattwerk sehen sich die Figuren weder an noch sprechen sie miteinander; sie agieren lediglich durch die von Beneš eingesetzten, aufeinander verweisenden Elemente miteinander. In ruhiger Interaktion entsteht eine spannungsreiche, intime, stille Unterhaltung.
Figürliche Darstellungen des Künstlers, der vor allem für seine Landschaften, Vorstadt- und Industriemotive bekannt ist, sind selten.

Provenienz: In den 1960er Jahren von Benno Walldorf, Galerie "Elefant", Bad Homburg, erworben
seitdem in Familienbesitz

Estimate
€ 750   (US$ 825)


Beneš, Vlastimil
"Hrište 'Meteor II'"

Lot 8028

"Hřiště 'Meteor II'"
Tempera auf Gips. 1965.
23,5 x 38 cm.
Mit Pinsel in Weiß römisch datiert, verso mit Pinsel in Dunkelgrün bzw. Dunkelbraun signiert "Vlastimil Beneš", abermals datiert, betitelt und mit Maßangaben.

Wie der rückseitigen Datierung zu entnehmen ist, entstand die Ansicht auf dem winterlichen, menschenleeren Fußballplatz im Februar 1965. Beneš erfasst die Darstellung in dem für ihn charakteristischen, flächigen und auf geometrische Formen reduzierten Malstil. Zudem verleiht er ihr durch den oberflächlich eingekratzten Gitterzaun, der den Sportplatz an zwei Seiten einfasst, eine herrlich haptische Wirkung. Anknüpfend an den sozialen Realismus und an die Poetik der konstruktivistischen Avantgarde, steht Beneš' Malerei für einen geometrisierenden poetischen Realismus.

Provenienz: Zwischen 1965 und 1970 von Benno Walldorf, Galerie "Elefant", Bad Homburg, erworben
seitdem in Familienbesitz

Estimate
€ 1.500   (US$ 1.650)


Beuys, Joseph
Suite Tränen

Lot 8029

Suite Tränen
9 (von 12) Radierungen auf dünnem Velin, aufgewalzt auf grauem Rives-Velin (8), bzw. auf festem, strukturiertem Bütten (1). 1985.
Ca. 43 x 31 bis 56,5 x 45 cm.
Jeweils signiert "Joseph Beuys". Auflage 75 num. Ex.
Schellmann 524, 525, 527, 528, 529, 530, 532, 533 und 534.

Herausgegeben vom Grafos-Verlag, Vaduz, in einer Gesamtauflage von 100 Exemplaren. Gedruckt im Atelier Juan Barbará, Barcelona. Seit den 1970er Jahren arbeitete Beuys sein zeichnerisches Werk in mehreren druckgraphischen Folgen auf und fasste damit die bedeutendsten Motive seines Schaffens zusammen. Als Multiples im weitesten Sinne besitzen diese Blätter "Vehikelcharakter", indem sie nicht nur Beuys' wichtigste künstlerische Themen, sondern auch seine weltanschaulichen Vorstellungen zu verbreiten halfen.
Vorhanden sind die Blätter "Hirsch-Schädel", "Petticoat", "Frauentorso", "Schafskelett", "Riesenziegen", "Nordpol", "Schamanentrommel", "Jungfrau" und "aus: Intelligenz der Schwäne". Sämtlich prachtvolle, kräftige Drucke mit dem vollen Rand.

Estimate
€ 4.500   (US$ 4.950)



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