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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Catalogue Autographs » to the Book Department
Autographs Catalogue Price EURO 15,00
Auction Date Thu, Oct 18, 16:00 CET


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Main Image Description Status

Banville, Theodore de
Signiertes Manuskript einer Erzählung

Lot 2311

[*] Banville, Théodore de, franz. Dichter (1823-1891). Eigh. Manuskript m. U. "Théodore de Banville". 6 S. auf 6 Bl., in mikroskopisch kleiner Schrift. Folio. O. O. (ca. 1884).

Vollständiges Manuskript seiner Erzählung "Le Sonnet" aus der 1884 erschienenen Sammlung "Contes héroïques". Als Druckvorlage mit Rotstift-Eintragungen und Strichen des Setzers. Das Manuskript wurde - den typographischen Absätzen folgend - zunächst zerschnitten und dann mit Transparentstreifen von der Rückseite her wieder zusammengesetzt. - Leichte Altersspuren.

Estimate
€ 300   (US$ 348)


After-Sales Price
€ 200   (US$ 231)



Becher, Johannes R.
Brief 1915

Lot 2312

Johannes R. Becher auf Freiersfüßen
Becher, Johannes R., expression. Lyriker, linksradikaler Schriftsteller und Politiker, Nationalpreisträger und Kulturminister der DDR (1891-1958). Eigh. Brief m. U. "Johannes R. Becher". 4 S. Kl. 4to. Berlin 14.V.1915.

Interessanter Brief des jungen Dichters, der sich seiner schwierigen Zukunft bewußt ist, an einen Professor, bei dem er um die Hand von dessen Tochter anhält. "... Ich muß Sie heute mit diesem, einem sehr merkwüdign Brief gewiß, überraschen. Ich kenne Ihre Tochter schon seit langem, und wir haben es beschlossen, uns bald zu heiraten ... Einwände aller Art: die Ihren und die vielen anderen, wurden beiderseits und gemeinsam aufs Gründlichste durchdacht. - Auch gebe ich es Ihnen gern unumwunden zu: teils sehr berechtigte, als ich, ohne jedes Vermögen, keine feste Stellung innehabe; so auch keine Pension beanspruchen kann ... von meiner Famile abgelöst schwer, mühselig und noch lange fast ohne Verdienst arbeite-: ein Außenseiter; ein Anfänger. - Was mich letzten Grundes bewegt, gemeinsam den Weg mit Ihrer Tochter zurückzulegen, kann ich ausführlich jetzt noch nicht darlegen ... Ein ganz großes sicheres Gefühl von Zusammengehörigkeit hat uns gebunden ... Und ohne das hätte ich nimmer die Verantwortung übernommen, diese Frau in meinen Lebenszirkel einzubeziehen. Ich habe es erlebt, das bleibt Hauptsache, daß uns Beiden durch diese Verbindung eine große Vollendung ermöglicht wird ... Hören Sie meine Stimme, und sie möge Ihnen nicht fremd sein, sie ist es nicht, da Ihre Tochter sie versteht und sie liebt...". - Ein etwaiges Mißtrauen des Brautvaters wäre nicht unberechtigt gewesen: Fünf Jahre zuvor hatte Becher eine Geliebte bei einem gemeinsamen Selbstmordversuch erschossen, und jetzt war er drogenabhängig.

Estimate
€ 300   (US$ 348)


Hammer Price
€ 460 (US$ 533)



Beckett, Samuel
Briefkarte 1966

Lot 2313

[*] Beckett, Samuel, irischer Schriftsteller, Nobelpreisträger (1906-1989). Eigh. Briefkarte m. U. "Sam. Beckett". In franz. Sprache. 1 S. Quer-8vo. Paris 14.IV.1966.

An die Rundfunkmitarbeiter Hans-Jochen Schale und Manfred Esser in Stuttgart: "... Merci de tout coeur pour votre télégramme. Je suis très touché que vous ayez pensé à moi ...". - Beckett dankt hier für den Glückwunsch zu seinem 60. Geburtstag am 13. April 1966. Am Abend dieses Tages wurde vom SDR das Fernsehspiel "He, Joe" ausgestrahlt, das Beckett im März 1966 im Stuttgarter SDR-Studio selbst inszeniert hatte (vgl. Spuren 50, Marbach 2000, S. 2 ff., auch mit Hinweis auf Hans-Jochen Schale).

Estimate
€ 280   (US$ 324)


Hammer Price
€ 200 (US$ 231)



Beckett, Samuel
Briefkarte 1973

Lot 2314

- Eigh. Briefkarte m. U. "Samuel Beckett". 1 S. Mit eigh. Umschlag. Quer-8vo. Paris 17.X.1973.

An Dr. Hans Dieter Zimmermann von der Akademie der Künste in Berlin (West). "... Please forgive delay in answering your kind letter of September 9 and programme of your Colloquium, only now received on my return from a holiday in Morocco. - I look forward to being in the Akademie again one of these days and to the pleasure of meeting you then ...". - Karte und Umschlag gelocht.

Estimate
€ 280   (US$ 324)


Hammer Price
€ 380 (US$ 440)


Beecher Stowe, Harriet
Billet 1858

Lot 2315

[*] Beecher Stowe, Harriet, amerikan. Schriftstellerin, Autorin des Welt-Bestsellers "Onkel Toms Hütte", mit dem sie einen entscheidenden Impuls zur Beendigung der Sklaverei gab (1811-1896). Eigh. Billet m. U. "H B Stowe". 1 S. Quer-8vo. O. O. 9.I.1858.

An einen Redakteur Philips. "... I thank you for your letter in reply to mine of Jan[uar]y 2nd. You shall have the story, it is almost ready, & I will send it in in time for publication in the next issue of your magazine. Very truly Yours H B Stowe". - Etwas braunfleckig. - Sehr selten.

Estimate
€ 600   (US$ 696)


After-Sales Price
€ 400   (US$ 463)


Benn, Gottfried
Brief 1917

Lot 2316

[*] Benn, Gottfried, Schriftsteller (1886-1956). Eigh. Brief mit U. "Benn". 2 S. Gr. 8vo. O. O. 7.VIII.1918.

An den Erzähler und Lyriker Franz Langheinrich (1864-1945): "... vielen Dank für Ihren Anruf, für Ihren Brief. Meine Gedichte schicke ich Ihnen, ehe der Hahn dreimal kräht. Entschuldigen Sie mich, es giebt Zeiten, wo man ohne Energie und Antrieb ist. Was Sie über mein Buch gesagt haben, habe ich von niemandem erfahren können. Haben Sie es notiert? Haben Sie eine Abschrift davon? Ihr Gedicht 'Venus universa' sende ich Ihnen ebenfalls demnächst zurück. Es ist sehr interessant. Mir kommt das Formale, die Verstandholung nicht konform mit dem genialischen Inhalt vor, nicht aus dem Moment der Vision geboren und mit ihr, sondern übernommen ...". - "Venus universa" ist auch der Titel eines Gedichtes von Richard Dehmel, dessen Werk den jungen Benn beeinflusst hat. - Wohl ungedruckt.

Estimate
€ 1.800   (US$ 2.088)


Hammer Price
€ 1.600 (US$ 1.855)



Bergk, Johann Adam
2 Briefe

Lot 2317

[*] Bergk, Johann Adam, politisch liberaler Schriftsteller und Philosoph (1769-1834). 2 eigh. Briefe mit U. "Dr. Bergk". Zus. 11/2 S. 4to. Leipzig 6. und 25.V.1828.

An einen Oberpostamtsdirektor: "... Ew. Wohlgeboren übersende ich hierbei die mir so großmüthig geliehenen 50 Thaler, wodurch Sie mir eine Gefälligkeit erwiesen haben, deren Größe ich durch Worte nicht auszudrücken vermag. Ich und meine Frau sagen Ihnen den innigsten, den herzlichsten Dank und der Himmel vergelte Ihnen, was wir nicht zu thun im Stande sind! In meiner Lage, wo alles Einkommen so unsicher ist, habe ich bis jetzt oft mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen und ich kann gegen einen so freundschaftlichen Dienst nicht erkenntlich genug seyn. In Zukunft, hoffe ich, soll es besser werden, aber gegenwärtig geht es bisweilen hart her, weil ich eine zahlreiche Familie zu ernähren und zu erziehen habe und ich hierbei mehr thun sollte und wollte. Manches kleine literarische Geschäft würde ich unternehmen, wenn meine so beschränkten Kräfte hinreichend wären. - Ich nehme mir die Freyheit, Ew. Wohlgeboren Joliffes Reise in Palästina, die ich übersezt und mit vielen Anmerkungen versehen habe, beizulegen und bitte, sie nicht als den Maaßstab meiner Dankbarkeit anzusehen, sondern sie als einen geringen Beweiß meiner Erinnerung an Ew. Wohlgeboren anzunehmen ..." [6.V.1823]. Gemeint ist: "Thomas] R[obert] Joliffe's [1780-1872] Reise in Palästina, Syrien und Aegypten im Jahre 1817; mit vielen Zusätzen aus neuen ausländischen Reisebeschreibungen übersetzt" (Leipzig 1821). - "... nehme ich mir die Freiheit, ein Buch, betitelt: das Bücherlesen, hierbei zu übersenden und Sie gefälligst zu ersuchen, dasselbe mit Dero gewohnter Güte aufzunehmen. Meinem edlen Wohlthäter wünsche ich fortdauernd alles Gute, womit die göttliche Vorsehung die Herzen der Menschen erfreuet und stärkt ..." [25.V.1828]. Gemeint ist Bergs mehrfach aufgelegtes und auch in unserer Zeit nachgedrucktes Werk: "Das Bücherlesen oder Anweisung, wie man Bücher lesen, welche Bücher man lesen und welche Zwecke man dadurch zu erreichen strebt; mit Betrachtungen über Bücher, Schriftsteller und Literatur (Leipzig 1828). - Bergk, dem es nicht gelang, einen Universitäts-Lehrstuhl zu erhalten, mußte zeit seines Lebens sein Brot als freier Schriftsteller verdienen. Daher verfaßte er zahlreiche populär-philosophische Schriften, teils unter dem Pseudonym "Hainichen". - Gleichmäßig etwas gebräunt.

Estimate
€ 300   (US$ 348)


Hammer Price
€ 200 (US$ 231)


Berlinische Gesellschaft für Deutsche Sprache
Schriftstück mit 8 Signaturen

Lot 2318

Berlinische Gesellschaft für Deutsche Sprache (Gegr. 1815). Ausriss aus einem gedruckten Blatt ihrer Statuten mit den eigh. Signaturen von 8 ihrer "derzeitigen Beamten". 2 S. Mit dem Stempel der Gesellschaft. 15 x 19 cm, ungleichmäßige Ränder. Berlin, 14. Februar ("Hornung") 1816.

Eigenhändige Signaturen des gesamten Vorstands der nach dem Ende der fast zehnjährigen Franzosenherrschaft gegründeten Sprachgesellschaft, die man böswillig auch "deutschtümelnde Gesellschaft" nennen könnte, mit der jeweiligen Funktion der Persönlichkeit in dem Verein: Johann August Zeune, Pädagoge, Geograph und Germanist, Gründer und Leiter der Berliner Blindenanstalt ("Ordner"). - Friedrich Ludwig Jahn, der "Turnvater", Pädagoge, Begründer des Turnens als Volksertüchtigung und nationale Wiedererweckung ("Älterer Pfleger"). - Ludwig Graßhoff, Direktor der Taubstummenanstalt in Berlin ("Jüngerer Pfleger"). - Theodor Heinsius, Pädagoge, Grammatiker und Lexikograph, Rektor des Gymnasiums zum Grauen Kloster ("Schreiber"). - Friedrich August Pischon, Historiker, Theologe und Publizist ("Schriftwart"). - Wilhelm Müller, Dichter und Pädagoge, der sog. "Griechen-Müller" ("Älterer Schaffner", obwohl er gerade einmal 22 Jahre alt war). - Franz Marggraff, mit Jahn befreundeter Leiter einer Privatschule in Berlin ("Jüngerer Schaffner"). - Christian Hinrich Wolke, bedeutender Pädagoge, Kais. Russischer Hofrat und Professor ("Ältester"). - Etwas braunfleckig. - Seltenes Dokument der Gründung einer neuen deutschen Sprachgesellschaft in Berlin, vertreten durch einige der besten Pädagogen ihrer Zeit.

Estimate
€ 800   (US$ 927)


After-Sales Price
€ 500   (US$ 580)


Binding, Rudolf G.
Brief 1935 + Beigabe

Lot 2319

Binding, Rudolf G., Lyriker und Erzähler, zu seiner Zeit hoch verehrt (1867-1938). Eigh. Brief m. U. "Rudolf G. Binding". 2 S. Gr. 4to. Buchschlag 15.VIII.1935.

An Herrn von Simolin in Berlin, über die Irrfahrt einer Radierung von Max Beckmann, die Simolin ihm senden wollte, sowie über Bindings von Beckmann gemaltes Porträt. "... Was sagen Sie, wie beurteilen Sie das Bildnis das Beckmann von mir malte? - Ich bin sehr froh damit gewesen als ich es vor mir sah. Wie es sich auf die Dauer benehmen wird, bleibt abzuwarten. Für Sie als eine kleine Gegengabe Ihres schönen Geschenkes, liegt hier ein Bändchen Gedichte bei - lediglich in der Vorstellung, Ihnen damit Freude zu machen ...". - Wie man sieht, blieb Binding auch nach 1933 ein Verehrer des als "entartet" verfemten Künstlers. - Dekorativ geschrieben. - Dabei: Hans Carossa, Arzt und Schriftsteller (1876-1956). Eigh. Widmung u. U. "Hans Carossa" unter dem Faksimile eines 8zeiligen Gedichtes. 1 S. Mit eigh. Umschlag. Quer-folio. Seestetten 4.I.1940. - "Herrn Bernadelli mit herzlichen Wünschen für das Jahr 1940 und mit frohem Dank für seinen Zuruf. Hans Carossa". - Geschrieben unter dem - an zwei Stellen handschriftlich korrigierten - Faksimile eines Gedichtes mit dem Anfang: "Der Acker der Zeit wird mit scharfer Pflugschar gepflügt ...".

Estimate
€ 120   (US$ 139)


Hammer Price
€ 400 (US$ 463)



Bodenstedt, Friedrich von
2 Gedichtmanuskripte

Lot 2320

Bodenstedt, Friedrich von, Schriftsteller, Asien- und Amerikareisender, Übersetzer, Professor für slawische Philologie in München, Intendant des Meininger Hoftheaters (1819-1892). 2 eigh. Gedicht-Manuskripte auf zwei Seiten eines Blattes, eines davon signiert "Fr Bodenstedt". 2 S. 4to. O. O., März 1887.

Zwei unbetitelte Sonette in stellenweise korrigierten Rohfassungen, beide verfaßt anläßlich des 90. Geburtstages Kaiser Wilhelms I. am 22. März 1887. Das signierte Gedicht beginnt: "Ehrwürdig ist uns selbst das hohe Alter / Des mächtigen Baums, der weithin als die Krone / Des Waldes ragt; man sucht, daß man ihn schone, / Als heim'scher Sagen Sinnbild und Erhalter. - Wie viel ehrwürdiger ist uns der Entfalter / Der höchsten Macht im Reich auf seinem Throne ...". - Das zweite Sonett beginnt: "Als Kind sahst du den Fall des Vaterlands, / Als Jüngling halfst du's wieder aufzurichten; / Gewissenhaft in Übung schwerer Plichten / Erfülltest du dein Mannesleben ganz. - Nicht Ruhmsucht rief dich zu des Thrones Glanz, / Doch wußtest du zu kämpfen und zu richten ...". - Am Rand der wohl eigenhändige Vermerk: "Zu Kaiser Wilhelm's 90. Geburtstage. März 87".

Estimate
€ 250   (US$ 290)


Hammer Price
€ 150 (US$ 174)



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