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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Catalogue Autographs » to the Book Department
Autographs Catalogue Price EURO 15,00
Auction Date Thu, Oct 18, 16:00 CET


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Main Image Description Status

Meyer, Conrad Ferdinand
Briefkarte 1897

Lot 2421

Meyer, Conrad Ferdinand, Schweizer Schriftsteller, bedeutender Balladendichter (1825-1898). Eigh. Briefkarte m. U. "Conrad Ferdinand Meyer". 1 S. Auf der Rückseite seiner großen, gedruckten Visitenkarte. 9,2 x 11,2 cm. Kilchberg 31.XII.1897.

An seinen Neffen Fritz Meyer, der ihm bei der Niederschrift mehrerer seiner Werke als Sekretär diente. "Lieber Fritz, Empfange mit den l. Deinigen Louisens u. meine herzlichsten Wünsche zur Jahreswende! Immer in alter Liebe Dein Conrad Ferdinand Meyer".

Estimate
€ 180   (US$ 208)


Miller, Henry
Porträtfoto mit Widmung 1957

Lot 2422

[*] Miller, Henry, amerikan. Schriftsteller und Maler (1891-1980). Porträt-Photographie mit eigh. Widmung u. U. "Henry Miller" auf der Rückseite. 24,2 x 19,3 cm. O. O. 17.V.1957.


"For Prof. Henny Wolff with warm greetings. Henry Miller 5/17/57." - Henny Wolff (1896-1965) war Sopranistin und lehrte 1950-64 Sologesang an der Musikhochschule Hamburg. - Die schöne großformatige Aufnahme zeigt Miller im Brustbild mit kariertem Hemd, die linke Hand am Kinn. - Der Photograph Arthur W. Knight (1937-2012) machte sich später auch als Schriftsteller einen Namen. - Auf der Bildseite eine wegen des dunklen Hintergrundes kaum lesbare zweite Widmung "Henny Wolff | Henry Miller | 7/15/57." - Linke obere Ecke geknickt.

Estimate
€ 300   (US$ 348)



Miller, Henry
2 Autographen

Lot 2423

- 2 Autographen. Verschied. Formate. 1962-1964.

I. Brief m. U. "Henry Miller". Auf dem roten Werbezettel eines Kunstverlags. 2 S. Schmal-8vo. (Wohl München) 4.X.1962. - An Michael Münzer in München. "Cher Ami Michel - Dommage que je ne vous ai pas vu avant mon départ - mais on se verra quelque part avant trop longtemps ... Dites à votre frère Holgar que je suis en train de faire une aquarelle pour lui. Comment trouvez-vous la liste des livres ci-inclus? ...". - II. Eigh. Gruß m. U. "Henry Miller". Auf dem Umschlag eines Ausstellungskataloges für den Maler Guy Harloff, dessen Text im wesentlichen aus einem Essay von Henry Miller besteht (Turin 1963). - "Vous qui parlez toutes les langues, voici quelque chose d'amusante. Happy New Year! 1964. Henry Miller". - Der Brief gelocht.

Estimate
€ 180   (US$ 208)



Montherlant, Henri de
Brief 1941

Lot 2424

Montherlant, Henry de, franz. Schriftsteller, Dramatiker und Essayist, Mitglied der Académie Française (1895-1972, starb durch Selbstmord). Eigh. Brief m. U. "Montherlant". 1 S. Gr. 4to. Nizza 9.IV.1941.

An einen Herrn, wohl Redakteur einer Zeitschrift. Man habe ihn viel zu kurzfristig um einen Artikel ersucht. "... M. Menjaud m'a écrit, pour me demander un texte qu'il lui fallait pour le 10, une lettre qui m'est parvenue le 8, ayant été envoyé à une poste restante où je n'ai jamais reçu ma correspondance ... tout cela était trop court... ". Für das Thema "La jeunesse et le sport" brauche man ohnehin mehr Zeit. Erläutert dies und fährt fort: "... J'ai repondu tout cela à M. Menjaud." Er kehre im übrigen erst im Juni nach Paris zurück. "... Pour la même raison, ne m'envoyez plus Contauce [?], que j'ai suivi toujours avec intérêt et amitié ...".

Estimate
€ 250   (US$ 290)


Musil, Robert
18 Briefe an Toni Cassirer

Lot 2425

"in Paranoia-Nähe"
Musil, Robert, österr. Schriftsteller (1880-1942) und Martha Musil, seine Ehefrau (1874-1949). Sammlung von insgesamt 16 Briefen, 2 Brief-Karten und 4 Brief-Zusätzen m. U. "Robert Musil" bzw. "Martha Musil". Großenteils gemeinsam auf einem Briefbogen geschrieben. Zus. 29 S. Gr. 4to und 8vo. 1933-1939.

An Antonielle (Toni) Cassirer (1883-1961), die Ehefrau des Philosophen Ernst Cassirer (1874-1945). Bedeutende und gehaltvolle Briefreihe, die das harmonische Zusammenwirken des Ehepaars Musil sowohl in ihrer geistigen Sphäre wie in ihrer Außenwirkung dokumentiert. Die einzelnen Briefe und Briefanhänge (7mal gemeinsam auf einem Briefbogen) verteilen sich wie folgt: Robert Musil: 4 eigenhändige und 4 maschinenschriftliche Briefe sowie 3 eigenhändige Zusätze auf Marthas Briefen. - Martha Musil: 8 eigenhändige und 1 maschinenschriftlicher Brief sowie 1 eigenhändiger Zusatz auf einem der Briefe Roberts. Das breite Spektrum der behandelten Themen reicht von familiären Nachrichten über Reiseberichte bis zu literarischen Kontakten und aktuellen Arbeiten, und immer wieder ist vom "M. o. E.", dem "Mann ohne Eigenschaften", die Rede. Der eröffnende Brief von Martha Musil enthält eine Feststellung, die für die vorliegende Korrespondenz eher nicht gilt: "... Ich denke immer daran, daß Sie gern schreiben und nicht gern Briefe empfangen, was für herzlich gesinnte schlechte Briefschreiber ungeheuer sympathisch ist, und die Hoffnung eröffnet bald wieder von Ihnen zu hören." Die letzte halbe Seite nutzt Robert Musil zu einem eigenen Brief: "... Wir sind uns nach Ihrem und Ihres Gatten Weggang in unserer Heimatstadt Wien höchst einsam vorgekommen. Eifrig bin ich in die Schule von 'Cambridge' gegangen. Es war Trost und Schmerz. Alles habe ich mit Genuß studiert, und wenn ich bloß von Humor spreche, so geschieht es, weil Ihr Gatte mich gerade danach gefragt hat und weil ich da ein wenig zum Fach gehöre: von allen mir bekannten Verfahren, die Bedeutung des Humors zu lokalisieren, kommt nur dieser meinem Empfinden nahe ..." [Wien 27.VIII.1933]. Am 5.XI.1933 berichtet Martha: "... Eine englische Agentur bemühte sich um eine neue Arbeit meines Mannes, über ein historisches Thema, die zuerst englisch erscheinen sollte. Mein Mann schlug dagegen ein Buch vor, in dem er in aphoristischer Form seine Meinung über das heutige Leben, Kunst, Kultur sagen wollte, was aus naheliegenden Gründen jetzt nicht für Deutschland geeignet wäre. Ein solches Buch hätte er gut neben dem Mann o. E. schreiben können und gern geschrieben, aber die Engländer wollen es nicht als Erstes, und nach manchem hin und her ist nun das Ganze auf einen toten Punkt gekommen ..." [Wien 5.XI.1933]. In einem längeren maschinenschriftlichen Brief geht Robert auf seine aktuelle Arbeitssituation ein: "... Es ist ... aus dem Buch über Oesterreich, das Sie so freundlich begrüssen, nichts geworden; ich weiss nicht, ob ich nicht den richtigen Agenten hatte und nicht an den richtigen Verlag kam, jedenfalls scheiterte aber ... das schliessliche Angebot völlig an der Frage des Vorschusses, und ich habe nur kostbare Zeit verloren. Sonst wäre ich garnicht so böse darüber, denn ich bin kein Historiker, und das Unterfangen war nach dieser Seite etwas abenteuerlich. Ich muss nun leider in allergrösster Eile einen Ersatz suchen, denn auch aus der 'Gesellschaft des Mannes o. E.' ist mittlerweile wider Erwarten die letzte Stütze schon jetzt ausgebrochen, und wenn ich das ganz unverblümt sagen darf, so geht es nur noch einige Wochen weiter mit dem Roman und seinen zwei Autoren ...". Er überlege, ob es ihm möglich sei, für englische oder amerikanische Zeitschriften zu schreiben. "... Denn ich kann das ja nicht als Journalist tun, sondern nur wie ein Dichter, etwa wie die Notizen [Paul] Valérys sind oder nach dem Vorbild der Nietzscheschen Aphorismen. Das täte ich sogar sehr gerne, denn heute wachsen einem die Beobachtungen und Bemerkungen aus den Fingern, und ich bin ohnehin so voll davon, dass es dem Roman nebenbei gar nicht schlecht zu bekommen brauchte, wenn ich mich davon entlastete ... Und nun trete ich ab. Ich habe soeben ein Clarisse Kapitel bis zu einer Stelle geführt: 'da sagte Clarisse: 'die Irren denken eben mehr als die Gesunden. Sie können auch mehr als wir! ... Bedenken Sie, dass man in früheren Zeiten doch überhaupt keine Irrenhäuser gekannt hat! Und der General schloss wieder den Mund, denn daran war etwas Wahres. Und Clarisse sagte: 'Das Irrenhaus ist eine Verfallserscheinung. Man muss die Irren wieder ins Volk lassen!' - Ich wäre gerne selbst noch dabei, wenn das weitergeht ..." [Wien 17.XI.1933].
In einem Schreiben vom Dezember 1933 kommt Martha noch einmal auf die Versuche ihres Mannes zu sprechen, mit Hilfe der Cassirers in England Fuß zu fassen: "... es wäre sehr vorteilhaft für ihn, in England Terrain zu erobern, wo er so wenig bekannt ist, daß man Broch den tiefen und großen österreichischen Dichter nennt (dies soll Huxley geschrieben haben). Robert ist Ihrem Mann außerordentlich dankbar, daß er sich mit Mr. Gullick in Verbindung setzen will. Ich habe große Bedenken wegen der Übersetzung, eben weil er so schlecht Deutsch kann, und weil die Sachen, die Robert schreibt, doch immer recht schwierig sind. Aber er ist natürlich stolz auf seine Übersetzung der 'Drei Frauen', und vielleicht mit Recht ... Wir haben ihn in Berlin durch seinen Freund, einen jungen Buchhändler vom 'Buchladen am Kurfürstendamm' (jetzt ist er schon lange in Paris), der immer viel Propaganda für den 'Mann o. E.' gemacht hat, kennengelernt ... Was macht Ihr Sohn Georg? Bleibt er in Berlin? Ich finde auch, daß man sich mit den Zurückgebliebenen nicht recht verständigen kann, weil ja doch nicht alles zu umschreiben und gleichzeitig verständlich zu schreiben ist [9.XII.1933] ... Ich möchte Ihnen nur in Eile mitteilen, dass sich hier ein angenehmes kleines Wunder begeben hat: eine Gruppe von unseren Bekannten, eigentlich flüchtig Bekannten, hat sich plötzlich hinter unserm Rücken zusammengetan, um eine R. M. Gesellschaft oder so ähnlich zu gründen, durch welche die Vollendung des M.o.E. bewirkt werden soll ..." [Wien 22.XII.1933].
In einem langen eigenhändigen Brief vom 1. Januar 1934 erläutert der Dichter die Entstehung und Zusammensetzung dieser "Robert-Musil-Gesellschaft", die ihn einerseits freue, aber zugelich auch in Verlegenheit bringe. "... So sehr ich mir wünschen muß, daß sich die Sache 'herumspreche', fühle ich mich dadurch doch schon in Paranoia-Nähe gebracht, insofern als ich schon überall meine 'Freunde' flüstern höre und niemand mehr unbefangen ansehen kann; also nur ins Freundliche verkehrter, immerhin auch drückender Beziehungswahn! Das ist ein Grund meines Wunsches, daß die Angelegenheit möglichst bald unpersönlich-öffentlich werde ...". - Nach längerer Pause meldet sich Robert am 12. April 1936 wieder mit einigen Entschuldigungen und einem Brief voll bedeutsamer Aussagen. "... Wissen Sie, was ich über den Sinn es Judentums denke? Ich antworte darauf, obwohl Ihre Frage bloss ein Seufzer war und obwohl ich zur Antwort nicht berufen bin und es gleich Ihnen lästig empfinde, dass man heute sogar nachdenken muss, ohne sich den Gegenstand aussuchen zu können. Aber zuvor müsste ich sagen, was ich über den Sinn des Volkstums denke: Bloss, dass er ein Unsinn ist! Wohl ist dieses als die natürlichste und nächste menschliche Leistungsgemeinschaft dargeboten, aber wie wenig leistet es wirklich im Verhältnis zu dem, was es schuldig bleibt und wie entwickelt sich alles, was vorwärts führt, über Volk und Nation weg! Der Sinn des Judentums wäre also gerade der, dass es sich nicht wirklich ganz konsolidiert, und wenn sich die heutige Rüpelromantik alias Staatsgesinnung überlebt, wird man das, denke ich, einsehen ... Sie werden, was ich gesagt habe, vielleicht zu belanglos finden -: wenn man heute einen Brief schreiben will, wäre er ja verpflichtet, sich gleich zu einer Abhandlung zu sammeln: das ist das Hinderliche, und aus Ehrgeiz oder Respekt schweigt man ...". - Martha Musil meldet im Juli 1937 - neben Nachrichten von ihrem Sohn Otto in Philadelphia - den Fortgang von Roberts Mammutwerk: "... Robert muß leider ununterbrochen arbeiten, weil sein neuer Verleger (Bermann-Fischer) wenigstens einen kleinen Teilband des 'Mann o. E.' vor Weihnachten herausbringen möchte; und das ist in mancher Hinsicht unvorteilhaft, besonders weil die Zeit zu kurz ist ..." [Reichenau, N.Ö., 3.VII.1937]. Daran schließt Robert einen eigenhändigen Brief, in dem er gesteht: "... die letzten Monate sind so ermüdend gewesen, daß wir gerade mit den letzten Kräften aufs Land gelangt sind. Ich habe mit Bermann-Fischer wegen der Übernahme meiner Bücher aus dem Rowohlt Verlag abgeschlossen, unter leider zeitgemäßen Bedingungen, und jetzt behandle ich meinen Kopf wie einen Fußball, weil ich mich habe verpflichten müssen, im Herbst eine Fortsetzung des Mannes o. E. herauszubringen und durchaus nichts auch nur Halbganzes werde fertigmachen können ... Für die Freundlichkeiten, mit denen Sie nach dem Erscheinen der 'Dummheit' meinen Pessimismus erhellt haben, noch nachträglich vielen Dank! ...". - Zwei weitere Briefe spiegeln den Konflikt mit dem Verleger "B." (Bermann-Fischer?), von dem sich Musil schlecht behandelt sieht. "... Erst heute hat B. auf R's Brief geantwortet, ausführlicher als sonst, aber unbefriedigend und ablehnend; er will mit dem Autor - trotz aller Schätzung - nichts mehr zu tun haben und begreift gar nicht, was R. auf sich genommen hatte, indem er monatelang, von aller Hilfe verlassen, auf ihn gewartet hat, ohne mit anderen auswärtigen Verlegern in Fühlung zu treten oder auf die Sirenentöne deutscher Verleger zu hören ..." [Martha Musil, 18.IX.1938].
Der schöne Briefwechsel von drei Intellektuellen auf Augenhöhe beleuchtet die Situation eines Schriftstellers, der als Meister der Schilderung feinster seelischer Nuancen und wechselnder Bewußtseinsebenen und Dimensionen von Geschehensabläufen unverhofft mit äußeren Zwängen in einer langsam immer enger und bedrohlicher werdenden Umwelt und Bedingung des Schaffens zu kämpfen hat - ein höchst wertvoller Beitrag zur Biographie sowie zur Weltanschauung und Denkweise des Dichters.

Estimate
€ 18.000   (US$ 20.880)



Musil, Robert
Brief 1926 an Max Brod

Lot 2426

- Brief m. U. "Robert Musil". 1/2 S. Gr. 8vo. Wien 14.XII.1926.

An den Schriftsteller Max Brod. "... Ihre Zuschrift und das Buch habe ich mit Dank erhalten. Leider muss ich Ihnen sagen, dass es sehr ungewiss ist, ob ich in der nächsten Zeit dazu kommen werde, Aufsätze zu schreiben, so dass ich unter Umständen Ihre Geduld und Nachsicht beträchtlich in Anspruch nehmen muss ...". - Brod hatte ihm wohl ein Exemplar seines neuen Romans "Die Frau, nach der man sich sehnt" geschickt und um eine Rezension gebeten.

Estimate
€ 1.600   (US$ 1.855)



Nordau, Max
Manuskript über Ibsen

Lot 2427

Nordau, Max, Arzt, Schriftsteller, Politiker und Mitbegründer der zionistischen Bewegung (1849-1923). Eigh. Manuskript m. U. "Max Nordau". In engl. Sprache. 8 Zeilen. - Auf dem Zwischentitel eines dänischen Exemplars von Henrik Ibsens "Peer Gynt" (Peer Gynt. Et dramatisk digt af Henrik Ibsen. Tiende oplag. 263 S. Hellbrauner Lederband [Kanten beschabt] mit blindgepr. Deckeltitel. Kopenhagen, Gyldendal, 1896).

"Three ideas dominate I's thinkings - original sin, the sense of guilt, & redemption. The most important theolal obsession of I. is the saving act of ... the redemption of guilt by a voluntary acceptance of dr. guilt. This devolution of sin upon a lamb a. sacrifice occupies the same position in J's drama as it does in Richard Wagner's. - Max Nordau."

Estimate
€ 180   (US$ 208)



Österr. Schriftsteller
3 Albumblätter

Lot 2428

Österreichische Schriftsteller. 3 eigh. Albumblätter m. U. Zus. 3 S. Jeweils auf Kärtchen mit Goldschnitt. Ca. 9 x 12 cm. 1875-1884.

Vorhanden: Eduard von Bauernfeld (1802-1890). Distichon m. U. "Bauernfeld": "Wer altert gern? Man muß sich drein ergeben! / Das einz'ge Mittel ist's, um lang zu leben." Wien 1875. - Anastasius Grün (d. i. Anton Graf Auersperg, 1806-1876). Vierzeiler m. U. "A Auersperg": "Die Seele heiter / Und klar der Blick, / Für's Andre weiter / Ein gut Geschick!" Graz 16.III.1875. - Olga Lewinsky-Precheisen (Schauspielerin und Schriftstellerin, 1853-1935). "Freundliches Lebewohl u. herzlichen Dank von Olga Lewinsky". Kassel 18.V.1884.

Estimate
€ 120   (US$ 139)


Pfeffel, Gottlieb Konrad
Brief 1797

Lot 2429

"Meine Armuth ..."
Pfeffel, Gottlieb Konrad, elsässisch-dt. Dichter und Schriftsteller, mit 22 Jahre nahezu erblindet, Militärwissenschaftler, Gründer einer Militär-Akademie in Colmar, Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (1736-1809). Diktierter Brief mit eigh. Unterschrift "Pfeffel". 2 S. 8vo. Colmar 12.II.1797.

In der Handschrift der Ehefrau des 1758 erblindeten Dichters an den Herausgeber eines Taschenbuchs, das er "mit dankbarem Vergnügen" gelesen habe. "... Ich erhielt es erst vor wenig Tagen, da der Herr Serafim, an den das Päkchen von einer fremden Hand adressiert war, sich unter dem Monde nicht wollte finden lassen. Endlich öffnete es der Buchhändler ... und fand auf Ihrem Briefe die wahre Aufschrift: an Jacob Sarasin, worauf er es meinem Sohne, der bey unsrer Gesandschaft in Basel steht, mit vielen Entschuldigungen zustellte. - Meine Armuth und meine Verbindungen mit der Cottaischen Buchhandlung erlauben mir nicht, für Ihren künftigen Almanach mehr als beykommende Kleinigkeiten anzubieten. Die neue vermehrte Außgabe meiner Gedichte muß ich biß auf den Frieden verschieben, der hoffentlich nicht mehr fern seyn wird. Indeßen danke ich Ihnen herzlich für Ihr gütiges Anerbieten, sich der Subscription anzunehmen und werde es zu seiner Zeit mit dem Zutrauen der Freundschaft benutzen. Die Revolution hat mich um die Hälfte meiner Capitalien gebracht, die treulose Schuldner mir in Papier zurück bezahlten als es 9/10 seines Werthes verlohren hatte, und es wäre ein kleiner Ersatz für meine Kinder wenn meine litterarischen Arbeiten mir etwas -". Hier bricht der Satz ab, und es folgen nur noch die Grußformel ("Ich umarme Sie mit der innigsten Werthschätzung") und der eigenhändige Namenszug. - Der erwähnte Baseler Seidenhändler Jacob Sarasin (1742-1802) pflegte Kontakte und Freundschaften zu zahlreichen Vertretern der Aufklärung und des Sturm und Drang, und sein "Weißes Haus" in Basel bildete einen vielbesuchten kulturellen Mittelpunkt für deutschsprachige Schriftsteller. - Leicht fleckig; geringfügige Randläsuren. - Beiliegend ein zeitgenöss. Manuskript mit dem ersten Drittel einer längeren Ballade von Pfeffel: "Alarich und Stella. Ein Mährchen von Pfeffel. Erster Gesang". 2 S., enthaltend 16 Strophen zu je 8 Zeilen. Folio. O. O. u. J. - Der erste von drei Gesängen, erschienen u. a. in: "Poetische Versuche". 10. Teil, Tübingen 1810; vorher auch schon in "Triumph des Witzes und der Laune", Wien 1809.- Ferner 2 gestoch. Bildnisse Pfeffels. - Selten.

Estimate
€ 450   (US$ 522)


Pound, Ezra
Eigenh. Schriftstück

Lot 2430

Pound, Ezra, amerikan. Dichter, lebte vorwiegend in Europa, als inbeirrbarer Anhänger des Faschismus 1945 inhaftiert, dann 12 Jahre in einer Heilanstalt untergebracht (1885-1972). Eigh. Schriftstück m. U. "E. P." 1 S. (Kugelschreiber). Gr. 4to. (Heilanstalt St. Elizabeth ca. 1955).

Aus der Heilanstalt, in die er nach 1945 eingewiesen worden war, um ihn vor einem Hochverratsprozess (wegen seines Eintretens für den Faschismus) zu bewahren, an einen Bekannten. "You need permit from superintendent S. Liz. f more data to me. re whence & whither. A. A. ... E. P." - Erst 1958 wurde Pound auf Betreiben von Freunden (darunter Ernest Hemingway) entlassen.

Estimate
€ 300   (US$ 348)



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